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Ukraine-Krieg: Nächste Trump-Wende? USA wohl vor Lieferung von heiklen Waffen

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Selenskyj meldet ungarische Drohnen. Eine Trump-Wende deutet sich an: Waffenlieferungen und eine Genehmigung für Kiew stehen im Raum. Der Ukraine-Krieg im News-Ticker.

Dieser News-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Mit unserem neuen Ukraine-Ticker bleiben Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Update vom 27. September, 6:30 Uhr: Russland hat ukrainischen Angaben zufolge die zentralukrainische Region Winnyzja, südwestlich von Kiew mit Drohnen angegriffen. „Kritische Infrastruktur wurde getroffen“, hieß es auf Facebook. „Bleiben Sie in den Schutzräumen, um den Luftalarm abzuwehren.“

Update, 22:29 Uhr: Nach Bericht über Drohnen in ukrainischem Luftraum: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Militär angewiesen, im Falle eines weiteren Vorfalls an der ukrainisch-ungarischen Grenze „angemessen zu reagieren, um unseren Staat zu verteidigen“. Das erklärte Selenskyj laut ukrainischen Medienberichten in seiner abendlichen Video-Ansprache. Zuvor hatte er in einem Post auf X bekanntgegeben, dass die ukrainischen Streitkräfte ungarische Aufklärungsdrohnen an der ukrainischen Grenze gesichtet hätten – er sprach nun von einem „sehr ungewöhnlichen Ereignis“. Er habe das Militär zur Überprüfung des Vorfalls angewiesen. Ungarn weist den Bericht als falsch zurück.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 21.42 Uhr: Ukraine-Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump? Der Republikaner soll sich gegenüber dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj offen gezeigt haben, Kiew Angriffe mit US-Langstreckenwaffen auf Russland im Ukraine-Krieg zu genehmigen. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten. Selenskyj habe den US-Präsidenten am Rande des UN-Treffens um weitere Langstreckenraketen und die Genehmigung gebeten, solche Waffen für Angriffe auf Ziele in Russland einzusetzen. Trump habe zwar keine Zusage gemacht, soll jedoch geantwortet haben, dass er nichts gegen diese Idee einzuwenden habe.

Selenskyj hatte bereits im Interview mit Axios erklärt, Trump um die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörper gebeten zu haben – die eine Reichweite von etwa 1.450 bis 2.400 Kilometern haben. In dem Bericht des WSJ heißt es unter Berufung auf einen hochrangigen US-Beamten, dass die Regierung die Lieferung von Tomahawks und anderen Langstreckenwaffen an die Ukraine erwäge.

Selenskyj berichtet von Luftraumverletzung: Ungarn weist Bericht zurück

Update, 20:25 Uhr: Das ungarische Verteidigungsministerium weist den Bericht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zurück, wonach ungarische Drohnen den ukrainischen Luftraum verletzt hätten. Das Ministerium erklärte gegenüber dem ungarischen Nachrichtenportal Telex: „Die ungarischen Streitkräfte haben keinen Drohnenflug an der ungarisch-ukrainischen Grenze durchgeführt und auch keinen entsprechenden Befehl erhalten, wie von den Medien berichtet wurde.“ Weiter erklärt das ungarische Verteidigungsministerium: „Wir haben auch keine Berichte über einen solchen Vorfall von ukrainischer Seite erhalten, obwohl wir in ständigem Kontakt mit ihnen stehen.”

Merz hofft auf Trump-Wende im Ukraine-Krieg: „Anlass zur Hoffnung“

Update, 19.24 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz schöpft Hoffnung auf einen konsistenteren Ukraine-Kurs von US-Präsident Donald Trump: „Die Rede hat etwas Anlass zur Hoffnung gegeben“, sagte Merz laut Bericht der Nachrichtenagentur Reuters auf dem Mittelstandstag in Köln in Anspielung auf Trumps Rede bei der UN-Generalversammlung. „Aber bleibt es dabei?“ Der Kanzler hoffe darauf, dass es nun konkrete Taten gebe und sich die Ukraine darauf verlassen könne.

Russland setzt im Ukraine-Krieg laut Kiew auf neue Taktik

Update, 18:08 Uhr: Russland soll im Ukraine-Krieg auf eine neue Strategie setzen: „Seit Anfang Sommer hat sich die Taktik des Feindes verändert“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP den ukrainischen Armeechef Oleksandr Syrsky. Russland setze nun kleinere Sabotagegruppen ein, um tief in die Front einzudringen, so der oberste Befehlshaber. Die Taktik ermögliche es den russischen Streitkräften, mit relativ wenigen Truppen vorzustoßen; allerdings ohne die vollständige territoriale Kontrolle über ein Gebiet zu erlangen.

Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj meldet Luftraumverletzung durch Ungarn-Aufklärungsdrohnen

Update, 15:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in einem Beitrag auf X erklärt, dass der ukrainische Luftraum durch mutmaßlich ungarische Aufklärungsdrohnen verletzt worden sei. Erste Einschätzungen deuteten darauf hin, dass die Drohnen das industrielle Potenzial der Grenzregionen auskundschaften sollten. Selenskyj ordnete an, alle Vorfälle umgehend zu überprüfen und zu dokumentieren. Außerdem berichtete er vom Abschuss eines russischen Su-34-Kampfjets über Saporischschja sowie Fortschritten bei der Gegenoffensive im Raum Donezk.

Ukraine-Krieg: Russland rückt in Kupjansk vor – Lukaschenko bietet Atomstrom für besetzte Ukraine an

Update, 15:35 Uhr: Russische Truppen haben nach Angaben des Analyseprojekts DeepState ihre Präsenz im ostukrainischen Kupjansk ausgeweitet und sind bereits im Stadtzentrum sowie nahe dem Stadtteil Jubileinyj gesichtet worden. Ukrainische Kräfte hätten zwar eine Versorgungsröhre blockiert, sodass die Russen auf Flussübergänge und Waldstreifen ausweichen müssten, dennoch habe Moskau genügend Einheiten für Angriffe und Aufklärungsoperationen zusammengezogen, unterstützt durch Drohnen- und Mörserbeschuss.

Ukraine-Krieg: Selenskyj bittet Trump um Tomahawks – Angriffe auf Energieanlagen in Tschernihiw

Update, 14:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump bei einem vertraulichen Treffen am Rande der UN-Vollversammlung um die Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern gebeten. Das berichtet The Telegraph am Freitag unter Berufung auf mehrere Quellen. Die Waffen mit einer Reichweite von bis zu 1.500 Kilometern könnten Moskau direkt in Reichweite ukrainischer Angriffe bringen. Trump habe sich demnach offen für die Bitte gezeigt und gesagt, man werde „daran arbeiten“.

Selenskyj argumentierte laut Bericht, die Cruise Missiles könnten den Kreml an den Verhandlungstisch zwingen. Gegenüber dem Portal Axios erklärte er zudem, Trump habe grünes Licht für ukrainische Angriffe tief im russischen Territorium signalisiert – solange Moskau selbst Energie- und Infrastrukturziele in der Ukraine attackiere. Bislang hatten die USA ähnliche Bitten aus Eskalationsgründen abgelehnt.

EU erwägt Umgehung von Ungarns Veto – Rumänien plant Drohnenproduktion mit Kiew

Update, 14:25 Uhr: Die EU prüft nach Informationen von Politico, wie sie künftig Ungarns Veto bei Russland-Sanktionen umgehen kann. Ein internes Kommissionspapier vom 26. September schlägt vor, die bisherige Einstimmigkeit bei der Verlängerung von Sanktionen durch Mehrheitsentscheidungen zu ersetzen. Hintergrund sind Budapests wiederholte Blockaden. Die Reform ist mit dem geplanten 140-Milliarden-Euro-Kredit an die Ukraine verknüpft, der aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten finanziert werden soll. Bundeskanzler Friedrich Merz befürwortet die Idee offenbar, pocht jedoch auf eine ausschließliche Nutzung für Militärhilfe.

Ukraine-Krieg: Kreml attackiert Selenskyj – Polens Präsident kündigt Abschuss russischer Drohnen an

Update, 13:55 Uhr: Der Kreml wirft Wolodymyr Selenskyj „verantwortungslose“ Drohungen vor. Hintergrund ist ein Interview des ukrainischen Präsidenten mit dem US-Portal Axios, in dem er Russlands Führung empfahl, „ihre Luftschutzbunker zu kennen“, solange Moskau seinen Angriffskrieg fortsetzt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sprach am Freitag gemäß AFP von „verzweifelten Äußerungen“. Selenskyj erklärte zudem, US-Präsident Donald Trump habe grünes Licht für ukrainische Angriffe auf Ziele tief in Russland gegeben .

Lettland will Rüstungskooperation mit Deutschland – Moskau weist Vorwürfe zu Drohnen zurück

Update, 13:15 Uhr: Lettland sucht engere Zusammenarbeit mit der deutschen Rüstungsindustrie. Regierungschefin Evika Silina unterzeichnete am Donnerstag in Hamburg eine Absichtserklärung mit Rheinmetall für den Bau einer Munitionsfabrik in ihrem Land, berichtet die dpa. Beim Deutsch-Lettischen Wirtschaftstag in Rostock sprach sie mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zudem über eine Kooperation des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums in Neustrelitz mit einem lettischen Telekommunikationskonzern zur Steuerung maritimer Drohnen. Silina betonte, wachsende militärische Produktion sei angesichts der Bedrohung durch Russland und den anhaltenden Ukraine-Krieg entscheidend.

Ein russischer Soldat bedient eine Drohne – Polen kündigt an, russische Fluggeräte bei Luftraumverletzungen künftig abzuwehren.

Ukraine-Krieg: Kiew stoppt Angriff in Dnipropetrowsk – Syrskyj erklärt Russlands Sommeroffensive für gescheitert

Update, 12:25 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben einen russischen Angriffsversuch in der Region Dnipropetrowsk im zentralen Osten der Ukraine abgewehrt. Das erklärte Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj am Freitag (26. September) laut Ukrinform. Russland habe versucht, im Ukraine-Frontabschnitt Nowopawliwka mit kleinen Sturmgruppen vorzurücken, um Präsenz zu zeigen. „Das Ziel war lediglich, irgendwo eine Flagge zu hissen“, so Syrskyj. Für eine größere Offensive fehlten jedoch die Kräfte und Ressourcen. Russische Marineeinheiten seien aus Sumy verlegt worden, steckten nun aber in Kämpfen im Raum Dobropillja fest.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Explosion in Pskow – erneuter Anschlag auf Russlands Eisenbahnnetz gemeldet

Update, 11:45 Uhr: In der Nacht zum 26. September ist ein weiterer Anschlag auf Russlands Eisenbahnnetz gemeldet worden. Nach Angaben des Gouverneurs von Pskow, Michail Wedernikow, beschädigte eine Explosion die Gleise auf der Strecke zwischen Luga und Pskow. Zwei Personenzüge mussten umgeleitet werden.

„Es gab keine Opfer, kein Zug entgleiste. Einsatzkräfte sind vor Ort“, erklärte Wedernikow laut The Kyiv Independent. Offiziell machten die russischen Behörden keine Angaben zum Urheber. Allerdings hatten ukrainische Geheimdienste zuletzt mehrfach Angriffe auf russische Bahnlogistik eingeräumt und diese als Teil einer langfristigen Strategie im Ukraine-Krieg bezeichnet. Bereits am 14. September war in der Region ein Zug mit 15 Kesselwagen entgleist

Polen öffnet Grenze zu Belarus – Schweden meldet Drohnen nahe Marinebasis

Update, 11:25 Uhr: Seit Donnerstag (25. September) ist der Grenzverkehr zwischen Polen und Belarus an zwei Übergängen wieder geöffnet, schreibt European Pravda. Zugleich ruft Warschau seine Bürger jedoch dringend auf, das Nachbarland sofort zu verlassen. Für Passagiere ist der Übergang Terespol–Brest geöffnet, für den Güterverkehr Koroszczyn–Kozlovichi. Das polnische Außenministerium warnt wegen zunehmender Spannungen angesichts des Ukraine-Kriegs, russisch-belarussischer Militärübungen und willkürlicher Festnahmen von Polen vor Reisen nach Belarus. Eine Evakuierung könne im Krisenfall „erheblich erschwert oder sogar unmöglich“ sein, betonte die Botschaft in Minsk.

EU-Staaten diskutieren gemeinsamen „Drohnenwall“ gegen russische Angriffe

Update, 10:40 Uhr: Nach mehrfachen Verletzungen des europäischen Luftraums durch russische Drohnen diskutieren neun EU-Staaten gemeinsam mit der Ukraine erstmals über die Schaffung eines europäischen „Drohnenwalls“. Wie die EU-Kommission laut AFP erklärte, führt Verteidigungskommissar Andrius Kubilius am Freitag (26. September) per Videoschalte Gespräche mit Vertretern aus Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien sowie Dänemark und der Ukraine.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte Mitte September eine gemeinsame Verteidigungsstruktur gefordert, die „in Echtzeit reagieren kann“. Konkrete Ausarbeitungen liegen bisher nicht vor; als möglicher erster Schritt gilt die Installation zusätzlicher Sensoren an der östlichen EU-Außengrenze. Anlass der Debatte sind die jüngsten russischen Drohnenangriffe, bei denen wiederholt auch der polnische Luftraum verletzt wurde.

Update, 10:20 Uhr: Am Freitagmorgen (26. September) ist die südukrainische Großstadt Cherson massiv von russischen Truppen angegriffen worden: Innerhalb einer Stunde detonierten nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Prokudin via Facebook rund 15 Fliegerbomben über Cherson, zudem schlug gegen 8:30 Uhr Artillerie im Stadtzentrum ein. Dabei wurden ein Verwaltungsgebäude und neun Wohnhäuser beschädigt, ein Taxi vollständig zerstört. Eine 48-jährige Frau erlitt Verbrennungen, eine Gehirnerschütterung sowie weitere Verletzungen und kam in mittelschwerem Zustand ins Krankenhaus.

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