US-Wahl 2024

Trumps neue Nummer Eins: J.D. Vance hält Rede auf Parteitag der Republikaner

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Der Parteitag der Republikaner geht weiter. Mit J.D. Vance hält Trumps möglicher Vizepräsident eine Rede. Der News-Ticker

Update vom 17 Uhr, 21.42 Uhr: Ehe Donald Trump am Donnerstag den Parteitag mit seiner Rede zum Höhepunkt führt, wird die Bühne in Milwaukee am Mittwoch seinen engsten Unterstützern überlassen. Neben J.D. Vance, Trumps frisch gekürtem Running Mate, sind auch dessen Ehefrau Usha und Trumps ältester Sohn, Donald Trump Jr., für Auftritte vorgesehen, wie das US-Medium CNN berichtet. Zudem sollen der Gouverneur von North Dakota, Doug Burgum, und Vertreter aus Texas, South Carolina und Florida im Rampenlicht stehen.

Besonders der Auftritt von Trumps potenziellem Vizepräsidenten Vance wird mit großer Neugier erwartet. Die geplanten Darbietungen sollen offenbar ab 19 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ) beginnen. Der Leitspruch des dritten Tages ist „Making America Strong Once Again“ (Amerika erneut stärken).

J.D. Vance ist der neue Mann hinter Donald Trump.

Donald Trump will Land „vereinen“ – Rede zum Abschluss des Parteitags erwartet

Update vom 17. Juli, 18 Uhr: Zum Abschluss des Parteitags der Republikaner wird mit Spannung eine Rede von Ex-Präsident Trump erwartet. In der Ansprache am Donnerstag, die den Höhepunkt der viertägigen Versammlung in Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin bildet, wird der 78-Jährige seine Nominierung als Kandidat der Republikaner für die Präsidentschaftswahl im November förmlich annehmen und politische Vorhaben umreißen.

Trump hatte der New York Post gesagt, dass er nach dem auf ihn verübten Attentat eine neue Rede andere Rede halte würde, als ursprünglich geplant. Statt einer „extrem harten Rede“ über die Regierung von Präsident Joe Biden, wolle er eine Rede halten, „die unser Land vereint“.

Das Trump-Attentat in Bildern: Schüsse, Chaos und ein blutender Ex-Präsident

US-Wahlkampf in Butler, Pennsylvania. Die Menge wartet auf Donald Trump, nicht wissend, dass gleich Schüsse fallen werden.
US-Wahlkampf in Butler, Pennsylvania. Die Menge wartet auf Donald Trump, nicht wissend, dass gleich Schüsse fallen werden. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Donald Trump auf der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania.
Donald Trump auf der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Kurze Zeit später fielen die Schüsse. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Schüsse fallen, Trump duckt sich weg. Der Secret Service eilt herbei. Als die Gefahr gebannt ist, wird Trump behandelt und von der Bühne gebracht.
Schüsse fallen, Trump duckt sich weg. Der Secret Service eilt herbei. Als die Gefahr gebannt ist, wird Trump behandelt und von der Bühne gebracht. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Schwerbewaffnete Soldaten bewachen die Bühne nach den Schüssen auf Donald Trump.
Schwerbewaffnete Soldaten bewachen die Bühne nach den Schüssen auf Donald Trump. Im Hintergrund decken Secret-Service-Mitarbeiter den Ex-Präsidenten hinter dem Pult. © dpa/AP | Evan Vucci
Auf Videos ist zu hören, wie der Secret Service bestätigt, dass der Täter „neutralisiert“ sei. Daraufhin wird Trump von der Bühne eskortiert.
Auf Aufnahmen ist zu hören, wie der Secret Service bestätigt, dass der Täter „neutralisiert“ sei. Daraufhin wird Trump von der Bühne eskortiert. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Nach den Schüssen auf Donald Trump erwidern Scharfschützen der Polizei das Feuer auf den Täter.
Nach den Schüssen auf Donald Trump erwidern Scharfschützen der Polizei das Feuer auf den Täter. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Wenige Momente nach dem versuchten Mordanschlag auf ihn reißt Trump kämpferisch die Faust in die Höhe.
Ein Bild, das wohl auch im US-Wahlkampf immer wieder auftauchen wird. Wenige Momente nach dem versuchten Mordanschlag auf ihn reißt Trump kämpferisch die Faust in die Höhe. © dpa/AP | Evan Vucci
Donald Trump direkt nach den Schüssen auf ihn: Der Ex-Präsident ist blutverschmiert, scheint am Ohr getroffen.
Donald Trump direkt nach den Schüssen auf ihn: Der Ex-Präsident ist blutverschmiert, scheint am Ohr getroffen. © dpa/AP | Evan Vucci
In einer Traube von Secret-Service-Mitarbeitern verlässt der blutverschmierte Trump nach den Schüssen die Bühne.
In einer Traube von Secret-Service-Mitarbeitern verlässt der blutverschmierte Trump nach den Schüssen die Bühne. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Agenten des Secret Service umringen Ex-Präsident Trump. Der zeigt sich kämpferisch, hebt die Faust.
Agenten des Secret Service umringen Ex-Präsident Trump. Der zeigt sich kämpferisch, hebt die Faust. Zuvor rief er noch „fight“ in das Pult-Mikrofon. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Donald Trump ist nach dem Attentat auf einer Wahlkampfveranstaltung verletzt – Bilder zeigen ihn mit blutendem Ohr.
Donald Trump ist nach dem Attentat auf einer Wahlkampfveranstaltung verletzt – Bilder zeigen ihn mit blutendem Ohr. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Panik im Publikum: Nach den Schüssen auf Donald Trump gehen Menschen in Deckung, Sicherheitskräfte assistieren.
Panik im Publikum: Nach den Schüssen auf Donald Trump gehen Menschen in Deckung, Sicherheitskräfte assistieren. © dpa/AP | Evan Vucci
Eskortiert vom Secret Service steigt Trump nach den Schüssen auf ihn in ein Auto, das ihn vom Ort des Angriffs weg bringt. Noch immer hat er die Faust erhoben.
Eskortiert vom Secret Service steigt Trump nach den Schüssen auf ihn in ein Auto, das ihn vom Ort des Angriffs weg bringt. Noch immer hat er die Faust erhoben. © dpa/AP | Gene J. Puskar
Das Gelände der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Hier kam es zu den Schüssen auf Trump
Das Gelände der Wahlkampfveranstaltung in Butler, Pennsylvania. Hier kam es zu den Schüssen auf Trump – das Chaos lässt auf die entstandene Panik deuten. © dpa/AP | Evan Vucci
Der Ort des Geschehens nach dem Anschlag. Die Umgebung ist mit gelbem Flatterband abgesperrt.
Der Ort des Geschehens nach dem Anschlag. Die Umgebung ist mit gelbem Flatterband abgesperrt.  © dpa/AP | Evan Vucci

Trump wird auf Parteitag der Republikaner als Messias gefeiert

Update vom 17. Juli, 12.55 Uhr: Der Parteitag der US-Republikaner in Milwaukee ist nicht nur eine politische, sondern auch eine religiöse Veranstaltung. Denn nach dem um Haaresbreite fehlgeschlagenen Mordanschlag auf Donald Trump hat die messianische Verklärung des Ex-Präsidenten neue Höhen erreicht. Seine rechtsreligiöse Anhängerschaft sieht sich in ihrer Überzeugung bestätigt, dass Trump ein von Gott gesandter Erlöser ist - und himmlischen Schutz genießt.

Trump habe bei seiner Wahlkampfkundgebung am Samstag „einen Engel auf seiner Schulter sitzen gehabt“, sagt Jack Prendergast, ein Parteitagsdelegierter aus New York. Und es sei die „Hand Gottes“ gewesen, die das Gesicht des 78-Jährigen zur Seite gedreht habe, als die Schüsse des Attentäters fielen. Wegen der Bewegung hatte die Kugel nur das Ohr des Republikaners getroffen.

Als ein „Wunder“ bezeichnet dies Sylvia Spivey, eine andere Teilnehmerin des Parteitags. Und obwohl ihr Idol nur leicht verletzt wurde, sagt sie: „Er hat eine Kugel für uns alle eingesteckt.“ Beim Parteitag werden T-Shirts mit dem bereits berühmt gewordenen Foto direkt nach dem Attentat verkauft: Das Bild des blutenden und die Faust reckenden Trump vor der US-Flagge unterstreicht seinen Märtyrer-Status.

Schon vor dem Attentat wurde Trump von seinen evangelikalen und anderen rechtsreligiösen Anhängern als eine Messias-ähnliche Figur verehrt, die die gottlose Linke bekämpft, ungeborene Babys vor mörderischen Abtreibungsärzten beschützt und traditionellen christlichen Werten neue Geltung in der US-Gesellschaft verhilft. Dabei sahen sie in christlicher Milde darüber hinweg, dass ihr Idol selbst nicht gerade einen frommen Lebensstil pflegt und kaum als persönliches Vorbild für christliche Tugenden dienen kann.

Panne bei den Republikanern: Trump-Freund Giuliani stürzt bei Parteitag

Update vom 17. Juli, 8.50 Uhr: Rudy Giuliani ist am Rande des Parteitags der Republikaner in Milwaukee gestolpert und hingefallen - ein Video des Vorfalls macht online die Runde, mehrere US-Medien berichten darüber. Auf dem Video ist der frühere Anwalt von Ex-Präsident Donald Trump in dem Saal zu sehen, wo in dieser Woche etliche Reden bekannter Republikaner stattfinden. Zu dem Zeitpunkt ist dort aber noch nicht viel los - das Programm beginnt jeden Tag erst gegen Abend (Ortszeit). Giuliani geht auf eine leere Stuhlreihe zu, stolpert, verliert das Gleichgewicht und fällt. Mehrere Männer eilen dem 80-Jährigen zu Hilfe.

Während Trumps Amtszeit galt Giuliani als enger Verbündeter des damaligen US-Präsidenten, inzwischen kämpft er mit etlichen juristischen Problemen. Zuletzt verlor er seine Anwaltslizenz und wurde unter anderem im US-Bundesstaat Arizona im Zusammenhang mit versuchter Einflussnahme auf den Ausgang der Präsidentenwahl 2020 angeklagt.

Einstige Konkurrentin Haley: „Donald Trump hat meine volle Unterstützung“

Update vom 17. Juli, 5.25 Uhr: Die einstige parteiinterne Konkurrentin Nikki Haley stellt sich auf dem Parteitag der Republikaner in Milwaukee klar hinter Präsidentschaftskandidat Donald Trump. „Zunächst möchte ich eines ganz klarstellen: Donald Trump hat meine volle Unterstützung. Punkt“, sagte die 52-Jährige. Haley wurde mit einer Mischung aus Jubel und Buh-Rufen empfangen. Als sie sich aber direkt zu Beginn ihrer Rede hinter den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump stellte, applaudierte das Publikum. 

Haley richtete sich in ihrer Rede an Trump-Skeptiker. „Wir sollten anerkennen, dass es einige Amerikaner gibt, die nicht zu hundert Prozent mit Donald Trump übereinstimmen. Ich kenne zufällig einige von ihnen, und ich möchte heute Abend zu ihnen sprechen“, sagte sie. Sie sei eine von ihnen, sagte die einstige Gouverneurin des US-Bundesstaats South Carolina. „Ich bin heute Abend hier, weil wir ein Land zu retten haben, und eine geeinte Republikanische Partei ist unerlässlich, um es zu retten.“

Trump lauschte der Rede auf dem Parteitag persönlich - er kam eher als ursprünglich angekündigt in die Veranstaltungshalle. Haley hatte Trump bereits zuvor öffentlich den Rücken gestärkt. Zunächst sah es aber so aus, als würde sie nicht beim Parteitag sprechen. „Es war eine freundliche Einladung, und ich habe sie gerne angenommen.“ Trump habe sie gebeten, auch im Namen der Einheit zu sprechen.

Verkauf vor dem Parteitag: Trump-Foto nach dem Attentat taucht auf T-Shirts auf

Update vom 16. Juli, 22.33 Uhr: Auch am Rande des Nominierungsparteitags der Republikaner in Milwaukee nutzen findige Händler das inzwischen weltberühmte Foto, das den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump kurz nach dem Attentat zeigt, für das eigene Geschäft. Vor dem Eingang zum Sicherheitsbereich, der auf das Gelände führt, verkauft ein Mann neben allerlei anderen Trump-Artikeln ein entsprechend bedrucktes T-Shirt. 

Online gibt es ähnliche Angebote – nur wenige Stunden nach dem Vorfall waren T-Shirts auf großen chinesischen E-Commerce-Plattformen verfügbar, berichteten dortige Medien.

Update vom 16. Juli, 20.48 Uhr: Donald Trump geht es laut dessen Berater Chris LaCivita nach dem Attentat am Samstag „großartig“. Man führe nun aber eine Sicherheitsbewertung durch und werde in den kommenden Wochen einen „Trainingskurs“ für die Mitarbeitenden des Kampagnenteams veranstalten, wird LaCivita von CNN zitiert.

„Wir haben im Grunde allen gesagt, dass sie die nächsten zwei Tage zu Hause bleiben und von zu Hause aus arbeiten sollen. Wir unterziehen uns gerade einer Sicherheitsüberprüfung, auf die ich aus offensichtlichen Gründen nicht näher eingehen werde, aber wir achten einfach darauf, verschiedene Dinge zu verstärken und sicherzustellen, dass die Leute sich dessen bewusst sind“, sagte LaCivita auf dem Republikaner-Parteitag in Milwaukee.

Update vom 16. Juli, 17.19 Uhr: Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk hat Präsidentschaftskandidat Trump seine Unterstützung zugesagt. Nun dürften einem Bericht zufolge gewaltige Wahlkampf-Spenden folgen. Sie könnten in den „Swing States“ entscheidend sein. Mehr dazu in unserem Artikel „Musk greift wohl in den US-Wahlkampf ein – neue Super-Lobby bringt sich für Trump in Stellung“.

Secret Service nach Trump-Attentat in der Kritik – Direktorin kündigt Maßnahmen an

Update vom 16. Juli, 11.03 Uhr: Nach dem Attentat auf Trump steht der Secret Service in der Kritik. Dessen Direktorin hatte deshalb angekündigt, dass die Sicherheit für Trump bei Republikaner-Parteitag nochmals erhöht werde. Der Sicherheitsdienst entwerfe Pläne für Großveranstaltungen, „um auf die neuesten Erkenntnisse zu reagieren“, sagte Kimberly Cheatle.

Heute ist der zweite Tag des auf vier Tage angesetzten Treffens. Die Republikaner haben an Tags ein den Senator J.D. Vance offiziell zum Vizekandidaten für die US-Wahl ernannt. Eine Rede hielt Vance zunächst nicht – damit wird am Mittwoch (deutsche Nacht zu Donnerstag, den 18. Juli) gerechnet. 

Update vom 16. Juli, 5.25 Uhr: Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist mit einem weißen Verband am Ohr auf dem Parteitag seiner Partei in Milwaukee erschienen. Er reckte erneut die Faust in die Höhe und wurde in der Veranstaltungshalle von den Delegierten bejubelt. Dort posierte er mit seinem Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten, J. D. Vance. Die Menge rief „Kämpft, kämpft, kämpft!“. Trump wirkte erschöpft. 

Es ist sein erster offizieller Auftritt nach dem Attentat am Wochenende, bei dem er am Ohr verletzt werde. Ein Schütze hatte bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Pennsylvania das Feuer eröffnet und einen Zuschauer getötet. Am Sonntag kam der 78-Jährige in Milwaukee an, dort gab es Bilder von ihm am Flughafen. 

US-Wahl 2024: Donald Trump offiziell als Kandidat der Republikaner nominiert

Update vom 15. Juli, 22.07 Uhr: Der Parteitag der Republikaner hat Donald Trump am Montag offiziell als Kandidat für die US-Präsidentschaftswahl im November nominiert. Mehr als die Hälfte der rund 2400 Delegierten in Milwaukee votierten bei einer noch laufenden Abstimmung erwartungsgemäß für den Ex-Präsidenten. Das notwendige Quorum erreichte Trump bei der Stimmabgabe seines Sohnes Eric als Vertreter des US-Bundesstaates Florida – unter dem Jubel des Parteitags.

Offiziell wird Trump die Nominierung am Donnerstag mit einer Rede annehmen, die den Höhepunkt des Parteitags bilden wird. Damit wird Trump am 5. November erneut gegen Joe Biden antreten.

Update vom 15. Juli, 21.42 Uhr: Trump verkündete seine Entscheidung für Vance am Rande des Parteitages der Republikaner in Milwaukee über seine Online-Plattform Truth Social. Der 39 Jahre alte Vance sei am besten geeignet, schrieb der frühere US-Präsident und aktuelle Präsidentschaftsbewerber Trump. Vance werde sich im Wahlkampf unter anderem auf Arbeiter und Farmer in umkämpften Bundesstaaten wie Pennsylvania, Michigan, Wisconsin, Ohio und Minnesota konzentrieren. 

Einst feierte Vance mit seinen Memoiren „Hillbilly-Elegie“ Erfolge. Der Bestseller gibt Einblick in eine Schicht, die 2016 den Wahlsieg Trumps mit ermöglicht hat. Heute sitzt der 39 Jahre alte Autor für den Bundesstaat Ohio im Senat. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar trat er als Sprachrohr Trumps auf und forderte vor allem von Deutschland, mehr in seine Streitkräfte zu investieren. In der breiten amerikanischen Öffentlichkeit dürfte er allerdings nicht allzu bekannt sein. 

Trump kürt J.D. Vance als Vize für die US-Wahl

Update vom 15. Juli, 21.17 Uhr: Nun ist es offiziell: Donald Trump will mit J.D. Vance als „Running Mate“, wie der Vizekandidat auch genannt wird, ins Rennen ums Präsidentenamt gehen.

Update vom 15. Juli, 20.37 Uhr: Überschattet vom Attentat auf Donald Trump hat der Parteitag der Republikaner offiziell begonnen. Was den künftigen „Running Mate“ von Trump angeht, sollen schon gleich zwei Favoriten aus dem Rennen sein. Sowohl Florida-Senator Marco Rubio als auch dem Senator aus North Dakota, Doug Burgum, soll mitgeteilt worden sein, dass sie nicht die Auserkorenen sein werden. Dies berichtet CNN unter Berufung auf „zwei mit der Angelegenheit vertrauten Quellen“.

Update vom 15. Juli, 20.01 Uhr: Offenbar um 22.30 Uhr (MESZ) wollen Donald Trump und sein Wahlkampfteam verkünden, wen der 78-Jährige als seinen „Running Mate“ auserkoren hat. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Auf dem bis Donnerstag laufenden Parteitag der Republikaner sollen sowohl Trump als auch sein Vizekandidat offiziell für die US-Wahl nominiert werden.

Update vom 15. Juli, 19.05 Uhr: Donald Trump will nach Angaben des Senders Fox News noch am heutigen Montag seinen Vize-Kandidaten für die Präsidentschaftswahl benennen. Trump habe ihm bestätigt, dass er „heute seinen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten“ verkünden werde, sagte der Fox-News-Moderator Bret Baier am Montag kurz vor dem Beginn des Parteitags der Republikaner.

Als aussichtsreiche Kandidaten für den Posten an der Seite des designierten Präsidentschaftskandidaten Trump gelten die Senatoren J.D. Vance aus Ohio und Marco Rubio aus Florida sowie der Gouverneur von North Dakota, Doug Burgum.

Vor Republikaner-Parteitag: Trump fährt nächsten juristischen Erfolg ein

Update vom 15. Juli, 17.40 Uhr: Vor dem Start des Parteitags der Republikaner kann Donald Trump einen wichtigen juristischen Erfolg feiern. Die zuständige Richterin Aileen Cannon hat in der Affäre um die Mitnahme geheimer Regierungsdokumente das Strafverfahren gegen den früheren US-Präsidenten eingestellt.

Trump reagierte prompt auf Cannons Entscheidung. Auf seiner Online-Plattform Truth Social äußerte der Republikaner, dass diese Entscheidung „nur der erste Schritt“ sein sollte. Er forderte die rasche Beendigung aller Verfahren gegen ihn. Der 78-Jährige bezeichnete die Verfahren erneut als „Hexenjagden“. Weiter behauptete er, das Justizministerium würde diese „politischen Angriffe“ koordinieren, um sich gegen ihn, den Gegner von Joe Biden, zu verschwören. Der republikanische Präsidentschaftskandidat veröffentlichte diese Aussagen auf seiner Plattform.

Update vom 15. Juli, 14.00 Uhr: Zum Republikaner-Parteitag in Milwaukee werden insgesamt etwa 50.000 Menschen erwartet, der im Fiserv Forum im Zentrum der Stadt am Lake Michigan stattfindet. Inwieweit sich der versuchte Mordanschlag auf Trump, der durch die Schüsse nur leicht am Ohr verletzt wurde, auf die Besucherzahl auswirkt, ist im Vorfeld kaum abzuschätzen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, werden nach dem Attentat gegen Trump die Sicherheitsmaßnahmen für den Parteitag besonders scharf sein. Bis zu 4500 zusätzliche Polizisten aus der Umgebung von Milwaukee werden laut der Lokalzeitung Milwaukee Journal Sentinel neben den Einsatzkräften der städtischen Polizei zur Sicherung der Veranstaltung abgeordnet.

Parteitag der Republikaner startet: Trump wird Rede halten

Update vom 15. Juli, 12.02 Uhr: Überschattet vom versuchten Attentat auf Donald Trump steht der Parteitag der Republikaner in den kommenden vier Tagen an. Der Ex-Präsident zeigte sich nach den Schüssen umso mehr entschlossen, die USA nach der US-Wahl 2024 als Präsident anzuführen. Sein blutverschmiertes Gesicht wird derweil wohl das herausragende Zeichen des Wahlkampfes werden.

Die britische Times schreibt in einem Beitrag, dass Angriffe, bei denen ein amerikanischer Präsident getötet oder verletzt werden, einen unauslöschlichen Eindruck in der nationalen Psyche hinterlassen. Diese „Wo-warst-du-als-wann?“-Momente seien entsetzlich, hypnotisch, folgenreich und werden sofort zum Stoff für Verschwörungen und Legenden. Noch vor dem Parteitag der Republikaner prognostiziert die Zeitung daher, dass die Schüsse auf Trump maßgeblich zum Ausgang der kommenden US-Wahl beitragen könnten.

Republikaner-Parteitag steht nach Trump-Attentat an

Update vom 15. Juli, 10.50 Uhr: Im Anschluss an das versuchte Attentat auf Donald Trump steht der Parteitag der Republikaner in den Vereinigten Staaten bevor. Trump hat seine ursprünglich aggressive Rede nach den Schüssen abgeändert. „Ich will versuchen, das Land zu einen“, äußerte Trump gegenüber der New York Post. „Aber ich weiß nicht, ob es möglich ist. Die Menschen sind sehr gespalten“, fügte er hinzu.

Der viertägige Kongress der Republikaner in Milwaukee, Wisconsin, beginnt heute. Es wird erwartet, dass Trump am Donnerstag offiziell als Kandidat der Partei für die US-Wahlen im November 2024 nominiert wird und eine bedeutende Rede hält. Trotz des Anschlags bei einer Wahlkampfveranstaltung am Samstag, bei dem er am Ohr verletzt wurde, machte sich der 78-Jährige bereits am Sonntag auf den Weg nach Milwaukee.

Parteitag der Republikaner beginnt nach Attentat auf Trump: Auswirkungen auf US-Wahl 2024

Erstmeldung: Washington, D.C. – Das Attentat auf Donald Trump hat Ängste vor einer Eskalation im US-Wahlkampf bestätigt. Denn die politischen Lager in den USA sind zutiefst gespalten. Und Ex-US-Präsident Trump ist dabei für seine verbalen Attacken auf Amtsinhaber Joe Biden bekannt. Kann das Attentat auf Trump nun den Druck aus dem Kessel nehmen?

Donald Trump verkündet Plan für Republikaner-Parteitag

Nach eigenen Angaben will Trump auf dem Parteitag der Republikaner jetzt für eine Überwindung der politischen Spaltung im Land werben. Er habe seine ursprünglich geplante und sehr angriffslustige Rede verworfen, sagte Trump jetzt der Boulevardzeitung New York Post. „Ich will versuchen, das Land zu einen.“

„Ich hatte eine extrem harte Rede komplett vorbereitet, wirklich gut, alles über die korrupte, schreckliche Regierung“, fuhr der 78-Jährige der New York Post zufolge fort. „Aber ich habe sie weggeschmissen.“

Der Anruf nach dem Attentat von US-Präsident Joe Biden, den er bei der US-Wahl herausfordern will, sei gut gewesen. Biden sei „sehr nett“ gewesen, wurde Trump weiter zitiert. 

Nach dem Attentat auf Trump steht die Frage im Raum, ob die Veranstaltung und Trump ausreichend geschützt waren. Die für die Sicherheit bei dem Parteitag zuständige Secret-Service-Mitarbeiterin Audrey Gibson-Cicchino teilte später mit, dass die Maßnahmen für die Großveranstaltung zunächst nicht verschärft wurden. 

Die Möglichkeit, als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme Waffen im Außenbereich der Veranstaltungsstätte zu verbieten, sieht Bürgermeister Cavalier Johnson nicht. Das Tragen von Schusswaffen sei durch Gesetze des Bundesstaates geschützt, sagte er. 

Der Republikaner-Parteitag in Milwaukee (Wisconsin) ist für vier Tage angesetzt. Trump soll dabei voraussichtlich am Donnerstag (18. Juli) offiziell zum Republikaner-Kandidaten für die US-Wahl 2024 gekürt werden. Trotz des Attentats, bei dem er am Ohr verletzt wurde, reiste Trump bereits am Sonntag an. (Redaktion mit Material von Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Brendan SMIALOWSKI / AFP

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