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Das versuchte Attentat auf Trump schockt die USA. Inzwischen gibt es zahlreiche Reaktionen auf die Schüsse – und der Ex-Präsident äußert sich. Alle Live-Updates im News-Ticker
Update vom 17. Juli, 5.30 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat ein Verbot des Typs halbautomatischer Gewehre gefordert, der bei dem Attentat auf seinen Amtsvorgänger Donald Trump verwendet wurde. „Helfen Sie mir dabei, diese Kriegswaffen von den Straßen von Amerika zu verbannen“, sagte Biden am Dienstag bei einer Veranstaltung der Bürgerrechtsorganisation NAACP in Las Vegas. „Bei den Schüssen auf Donald Trump wurde eine AR-15 verwendet (...). Es ist an der Zeit, sie zu verbieten.“
Update vom 16. Juli, 21.10 Uhr: Donald Trump Jr. zufolge ist sein Vater nach dem Attentat ein veränderter Mann. Doch im Gespräch mit dem Medium Axios betonte er: „Mein Vater wird immer ein Kämpfer sein. Das wird sich nie ändern. Aber er wird, denke ich, sein Bestes tun, um das zu moderieren, wo es nötig ist.“ Weiter sagte er, der Ex-Präsident werde „nie aufhören, Trump zu sein, wenn er angegriffen wird.“ Dies sei es, „was ihn zu einer effektiven Führungspersönlichkeit macht“.
Update vom 16. Juli, 16.30 Uhr: Der Secret Service gerät im Nachgang des Trump-Attentats in die Kritik. Mehrere Augenzeugen sahen den Schützen – und warnten die Beamten vergeblich. Mehr dazu im Artikel von unserem Partner Washington Post: 86 Sekunden vor den ersten Schüssen: Zuschauer warnten Polizei vor Trump-Attentäter.
Trump nach Attentat „spirituell“? Drei Parteitags-Momente zeigen gewaltigen Effekt
Update vom 16. Juli, 13.35 Uhr: „Ich will versuchen, das Land zu einen“, hatte Trump in seinem ersten Interview nach dem versuchten Attentat auf ihn gesagt. Seine ursprünglich geplante und sehr angriffslustige Rede für den Parteitag der Republikaner habe er verworfen. Ein Bewusstseinswandel? Mehr dazu in unserem Artikel „Ist Trump nach Attentat ‚spirituell‘? Drei Parteitags-Momente zeigen gewaltigen Effekt“.
Das Trump-Attentat in Bildern: Schüsse, Chaos und ein blutender Ex-Präsident




Nach Trump-Attentat: FBI untersucht Handy-Daten von Thomas Matthew Crooks
Update vom 16. Juli, 12.31 Uhr: Die Ermittlungsbehörden sind dabei, die Daten des Handys des Trump-Attentäters Thomas Matthew Crooks auszuwerten. Das FBI hatte nur zwei Tage nach dem versuchten Attentat Zugriff auf Smartphone, berichtet heise.de, betont dabei aber, dass sich zeigen müssen, wie schnell das FBI das Handy knacken könne. In der Vergangenheit habe dies teils Wochen oder Monate gedauert.
Secret Service nach Trump-Attentat in der Kritik – Vergleich mit Kapitol-Sturm
Update vom 16. Juli, 10.28 Uhr: Das Attentat auf Trump beschäftigt die internationale Presse. Zwei Fragen dominieren: Wie konnte es dazu kommen? Und müssen die Demokraten jetzt ihren Kandidaten für die US-Wahl austauschen? Die Dziennik Gazeta Prawna zum Beispiel kommentiert in ihrer heutigen Ausgabe: „Zu der Polarisierung und dem freien Zugang zu Waffen kommt noch das zunehmende Versagen der Geheimdienste und der Polizei.“ Der Sturm auf das Kapitol sei ein „Paradebeispiel“ der letzten Jahre. Er hätte ebenso wie das Attentat auf Trump verhindert werden können, schreibt die polnische Zeitung, und spricht von „eklatanten Fehlern“ des Secret Service.
Update vom 16. Juli, 8.31 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat einen Kommentar von ihm über seinen Rivalen Donald Trump als Fehler bezeichnet. Es sei ein Fehler gewesen, dazu aufzufordern, Trump ins Visier zu nehmen, sagte Biden am Montag (Ortszeit) in einem Interview mit dem Sender NBC auf die Frage, ob er mit seiner Rhetorik gegen den Republikaner, der am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt nur knapp einen Anschlag überlebt hatte, zu weit gegangen sei.
In einem Telefonat mit Spendern der Demokratischen Partei hatte Biden Anfang vergangener Woche wörtlich gesagt: „It's time to put Trump in the bullseye“ - zu Deutsch etwa, es sei an der Zeit, Trump ins Visier zu nehmen. „Ich meinte, wir sollten uns auf ihn fokussieren, darauf, was er tut“, sagte Biden nun im Interview mit NBC. „Fokussieren auf seine Politik, fokussieren auf die Anzahl der Lügen, die er in der Debatte erzählt hat.“
Attentat auf Trump: Ex-Präsident zeigt sich gemäßigt
Update vom 15. Juli, 22.55 Uhr: Nach dem Attentat auf Donald Trump schlägt der Ex-Präsident im Wahlkampf gemäßigtere Töne an. Der 78-jährige Republikaner erklärte, er habe eine eine „extrem harte“ Rede für den Parteitag in Milwaukee „weggeschmissen“. „Ich will versuchen, das Land zu einen“, sagte Trump der Boulevardzeitung New York Post: „Aber ich weiß nicht, ob es möglich ist. Die Menschen sind sehr gespalten.“
Trump erklärte: „Ich hatte eine extrem harte Rede komplett vorbereitet, wirklich gut, alles über die korrupte, schreckliche Regierung. Aber ich habe sie weggeschmissen.“ Seit Monaten teilt der Medienmogul und Großunternehmer in teils sehr harscher Wortwahl gegen die aktuelle US-Regierung des Demokraten Joe Biden aus.
Wenige Tage nach Attentat: Trump benennt Kandidaten für Vize-Präsidentenamt
Update vom 15. Juli, 22.25 Uhr: Nur wenige Tage nach dem Attentat in der Nähe von Butler im US-Bundesstaat Pennsylvania hat Trump Senator J.D. Vance als seinen Kandidaten für die mögliche Vize-Präsidentschaft im Falle eines Wahlsieges am 5. November nominiert. J.D. Vance galt früher als scharfer Kritiker Trumps in den Reihen der Republikaner.
Der 39-jährige Politiker aus Ohio sei aber mittlerweile „auf Linie“ Trumps, berichtet das ZDF am Abend. Der polarisierende Trump bewirbt sich in diesem Jahr um eine zweite Amtszeit als US-Präsident, nachdem er zwischen 2017 und 2021 Regierungschef, Staatsoberhaupt und oberster Befehlshaber der Streitkräfte der Vereinigten Staaten war.
Attentat auf Trump ist omnipräsent – Anhänger bejubeln Ex-Präsident bei Republikaner-Parteitag
Update vom 15. Juli, 21.50 Uhr: Auch beim anstehenden Parteitag der Republikaner in Milwaukee ist das Attentat auf den früheren US-Präsidenten Donald Trump das omnipräsente Thema. „Gott ist mit Trump noch nicht fertig“, sagte etwa eine Trump-Anhängerin vor Ort dem „heute journal“ des ZDF. Etliche Anhänger des Republikaners hatten Plakate mit Genesungswünschen mitgebracht.
ZDF-Moderatorin Marietta Slomka sprach von einer stellenweise „Seligsprechung“ Trumps unter seinen Parteimitgliedern. In Milwaukee demonstrierten aber auch einige Anhänger der Demokratischen Partei gegen Trump, die dem Beitrag zufolge befürchteten, dass Trump die USA in eine regelrechte Autokratie steuern könnte. US-Präsident Joe Biden forderte seine Landsleute auf, politische Konflikte mit Argumenten auszutragen, „nicht mit Kugeln“, erklärte der 81-Jährige.
Attentat auf Donald Trump: US-Heimatschutzminister beklagt Sicherheitsversagen
Update vom 15. Juli, 18.03 Uhr: US-Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas bezeichnete das Attentat auf Donald Trump als ein Sicherheitsversagen. Er äußerte gegenüber dem Fernsehsender CNN: „Ein Vorfall wie dieser darf nicht passieren“. Er fügte hinzu: „Wenn ich sage, dass so etwas nicht passieren darf, sprechen wir von einem Versagen.“ Mayorkas wurde speziell darauf angesprochen, ob er das Versagen des Secret Services für das Zustandekommen des Attentats verantwortlich macht. Diese Behörde, die dem Ministerium von Mayorkas untersteht, ist für den Schutz des amtierenden und ehemaligen Präsidenten zuständig.
Mayorkas versprach eine unabhängige und umfassende Untersuchung, um zu klären, wie es zu dem Angriff auf Trump während einer Wahlkampfrede im Bundesstaat Pennsylvania am Samstag kommen konnte. Auf dieser Basis sollten dann auch Vorschläge für Sicherheitsmaßnahmen gemacht werden, kündigte er an.
Update vom 15. Juli, 15.48 Uhr: Im Zuge des Attentats auf Donald Trump werden die Sicherheitsvorkehrungen für den anstehenden Republikaner-Parteitag und den ehemaligen Präsidenten intensiviert. Der Secret Service musste sich zuvor aufgrund der auf Trump abgefeuerten Schüsse heftiger Kritik stellen. Kimberly Cheatle, die Leiterin des Secret Service, erklärte, dass die Sicherheitsplanung für das Treffen in Milwaukee, Wisconsin, nach dem Samstagsattentat „überprüft und verstärkt“ wurde.
Die Behörde hat unter anderem die Aufgabe, den amtierenden Präsidenten im Weißen Haus und ehemalige Präsidenten zu schützen. Der Sicherheitsplan für den heute startenden viertägigen Parteitag der Republikaner ist flexibel gestaltet und wird bei Bedarf weiter modifiziert, „um für die Teilnehmer, Freiwillige und die Stadt Milwaukee die höchste Stufe der Sicherheit“ zu gewährleisten.
Attentat auf Trump: Reaktionen vom deutschen Botschafter – „Für politische Gewalt kein Platz“
Update vom 15. Juli, 13.23 Uhr: Die Schüsse auf Donald Trump sorgen weiter für zahlreiche Reaktionen: Der deutsche Botschafter in den USA, Andreas Michaelis, zeigte sich fassungslos über das vereitelte Attentat bei einer Wahlkampfveranstaltung Donald Trumps. Der Diplomat sprach in der Nacht zu Sonntag auf der Plattform X von „schockierenden Szenen“ und einer „grausamen Schießerei“. „Wir sind erleichtert, dass der ehemalige Präsident Trump offenbar nicht schwer verletzt ist“, ergänzte Michaelis. „Für politische Gewalt ist kein Platz“, fügte er hinzu.
Schüsse auf Trump: Mindestens drei Waffen wurden abgefeuert
Update vom 15. Juli, 11.17 Uhr: Immer mehr Einzelheiten über den Anschlag auf Donald Trump werden bekannt. Laut CNN legt eine frische Untersuchung nahe, dass beim versuchten Mordanschlag auf den ehemaligen Präsidenten mindestens drei verschiedene Waffen zum Einsatz kamen. Die ersten drei abgegebenen Schüsse scheinen von der vermeintlichen Waffe A zu stammen, während die folgenden fünf Schüsse mit der angenommenen Waffe B in Einklang stehen. Der letzte „akustische Impuls“ scheint von einer potenziellen Waffe C ausgegangen zu sein. Dies geht aus einer Audioanalyse von Catalin Grigoras, dem Leiter des National Center for Media Forensics an der University of Colorado in Denver, und Cole Whitecotton, einem hochrangigen Forschungsassistenten an derselben Institution, hervor.
Die vermeintliche Waffe A wird dem Angreifer zugeordnet, während die angenommene Waffe B den Sicherheitskräften zugeschrieben wird. Das FBI gab am Sonntag bekannt, dass der Schütze eigenständig gehandelt habe. Dies wurde vom Forensiker Robert Maher bestätigt.
Attentat auf Trump wird zentrales Thema der US-Politik: Parteitag der Republikaner steht an
Update vom 15. Juli, 9.57 Uhr: Das versuchte Attentat auf Donald Trump ist das Hauptgesprächsthema der amerikanischen Politik. Am Sonntag appellierte Präsident Joe Biden in einer Rede an die Nation an die Einheit der Amerikaner. Doch die kommenden Wochen versprechen weiterhin Herausforderungen für die USA. Heute beginnt der Parteitag der Republikaner und es wird eine Rede von Trump zu seiner Kandidatur für die US-Wahl 2024 erwartet. Nach den Schüssen auf ihn hat er bereits angekündigt, seine Rede an die aktuellen Ereignisse anzupassen.
Verschiedene Medien haben bereits auf den Anschlag auf Trump reagiert. Die polnische Zeitung Dziennik Gazeta Prawna schrieb: „Der Anschlag auf (den ehemaligen US-Präsidenten Donald) Trump ist eine Botschaft an die Welt, dass Amerika schwächer wird. Und selbst wenn das faktisch nicht so sein sollte, so zahlen Länder an der Peripherie, die ihre Sicherheitspolitik auf die USA stützen, schon heute den Preis dafür. Denn wenn der Weltpolizist schwächer wird, bedeutet das: Alles ist erlaubt.“ Die Los Angeles Times analysierte, dass das versuchte Attentat auf Trump eigentlich ein Anlass für Einheit in den USA sein sollte. Doch sie warnte: „Stattdessen droht der Vorfall die zutiefst polarisierte Nation weiter zu spalten und zu weiterer Gewalt anzustacheln. In einem Land, in dem es mehr Waffen als Menschen gibt, sollte das jeden Amerikaner beunruhigen.“ Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln wird.
Nach Attentat auf Trump: Ex-Präsident äußert sich und wirbt um Einigkeit
Update vom 15. Juli, 6.39 Uhr: Nach einem Anschlag auf Donald Trump hat der Präsidentschaftsbewerber zur Ruhe und Einigkeit aufgerufen. „Das ist eine Gelegenheit, das ganze Land und sogar die Welt zusammenzubringen“, sagte Trump dem Washington Examiner. Der Vorfall habe ihn tief erschüttert und ihm ein neues Verständnis der Ereignisse gegeben. Trump überlebte offenbar nur, weil er sich kurz von der Menge abgewendet. „Es kommt selten vor, dass ich mich von der Menge abwende. Hätte ich das in diesem Moment nicht getan, würden wir heute nicht hier sprechen“, sagte der 78-Jährige.
Trump ergänzte bei der „New York Post“ die Gründe dafür: „Der Grenzschutz hat mir das Leben gerettet. Ich habe meinen Kopf gedreht, um auf ein Chart zur illegalen Einwanderung auf dem großen Bildschirm zu zeigen.“ Trump ergänzte: „Wenn ich meinen Kopf nicht gedreht hätte, um auf die Statistik zu gucken, hätte mich die Kugel direkt in den Kopf getroffen.“
Nach Attentat auf Donald Trump steht Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner an
Update vom 15. Juli, 5.55 Uhr: Vor der Nominierung Donald Trumps zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner hat US-Präsident Joe Biden mit Blick auf das schockierende Attentat auf den 78-Jährigen vor Gewalt im Wahlkampf gewarnt. „Wir lösen unsere Meinungsverschiedenheiten an der Wahlurne. So machen wir es - an der Wahlurne, nicht mit Kugeln“, sagte Biden bei einer seltenen Ansprache an die Nation aus dem Oval Office im Weißen Haus.
Die politische Debatte im Land sei sehr hitzig geworden. „Es ist Zeit, sie abzukühlen“, mahnte er. „Wir alle haben die Verantwortung, das zu tun.“ Gewalt sei nie eine Lösung, betonte Biden. „Wir sind keine Feinde.“ Trump landete unterdessen nur einen Tag nach den dramatischen Szenen in Pennsylvania im US-Bundesstaat Wisconsin, wo er als Kandidat für die Wahl im November offiziell nominiert werden soll.
Nach Attentat gegen Trump: FBI gibt Entwarnung – Schütze handelte allein
Update vom 14. Juli, 22.10 Uhr: Nach dem Attentat auf Donald Trump gibt das FBI jetzt Entwarnung: Der mutmaßliche Schütze habe alleine gehandelt, es gebe keine weiteren Gefahren für die Sicherheit, sagt ein Vertreter der US-Bundespolizei. Der Vorfall werde als inländischer Terroranschlag und als versuchtes Attentat eingestuft. Das FBI untersuche die Social-Media-Accounts des 20-Jährigen, der getötet worden war. Man habe bisher aber keine Hinweise auf eine Ideologie oder eine psychische Erkrankung des mutmaßlichen Attentäters. Die Waffe sei legal erworben worden, vermutlich vom Vater des Verdächtigen. Außerdem hätten Bombenexperten ein verdächtiges Gerät im Auto des mutmaßlichen Täters sichergestellt, das nun für weitere Untersuchungen ins Labor gebracht worden sei.
Polizist soll Täter kurz vor Schüssen konfrontiert haben
Update vom 14. Juli, 21.45 Uhr: Wie die Presseagentur AP berichtet, hatten Besucher der Veranstaltung die Polizei vor Ort bereits vor den Schüssen alarmiert, da sie einen Bewaffneten auf einem Dach bemerkten. Ein Polizist reagierte auf diese Warnung, indem er selbst das Dach erklomm und dort auf den Schützen stieß. Der Mann bedrohte den Beamten jedoch mit seiner Waffe, was den Polizisten dazu veranlasste, das Dach wieder zu verlassen. Anschließend eröffnete der Bewaffnete das Feuer auf Trump und die Anwesenden.
Es bleibt ungewiss, weshalb der Bewaffnete trotz der eingegangenen Warnungen nicht neutralisiert wurde. Diese Frage und andere ähnliche Aspekte werden vermutlich Gegenstand der „unabhängigen Ermittlung“ sein, die Joe Biden am Abend in Aussicht stellte.
Bei Trump-Attentat getöteter Zuschauer warf sich vor Familie
Update vom 14. Juli, 20.43 Uhr: Der bei einem Wahlkampfauftritt von Ex-US-Präsident Donald Trump im Bundesstaat Pennsylvania getötete Zuschauer war ein Feuerwehrmann und Familienvater. Das gab der demokratische Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, bekannt und sagte, er habe mit dessen Frau und Töchtern gesprochen. Der Mann sei „als Held gestorben“ und habe sich schützend über seine Familie gebeugt, als die Schüsse bei der Trump-Kundgebung gefallen sein. Er sei ein „begeisterter Anhänger“ Trumps gewesen.
Bei der Kundgebung in der kleinen Stadt Butler in Pennsylvania hatte am Samstagabend (Ortszeit) ein Mann auf den republikanischen Präsidentschaftsbewerber geschossen; Trump wurde am Ohr verletzt. Der 20-jährige Täter wurde getötet. Neben dem einen Mann im Publikum, der ums Leben kam, wurden noch zwei weitere Zuschauer verletzt. Shapiro sagte, ihr Zustand sei weiter kritisch.
Rede an Nation: Biden äußert sich zu Trump-Attentat
Update vom 14. Juli, 20.15 Uhr: Mit etwas Verspätung hat sich Präsident Joe Biden aus dem Weißen Haus an die Nation gewendet. Nach einem Briefing mit seinem Sicherheitsapparat und dem FBI appelliert er an Medien und Gesellschaft, „keine Vermutungen über das Motiv des Attentäters“ zu machen, bevor die Ermittlungen nicht abgeschlossen seien. Bisher wisse man nur, wer der Attentäter gewesen sei, aber nicht, warum er auf Donald Trump geschossen habe. Biden äußerte sich nur in einer kurzen Stellungnahme und beantwortete keine Fragen der Presse.
Nach Attentat auf Donald Trump: Joe Biden hält Rede an die Nation
Die vier wichtigsten Punkte, was die nationale Sicherheit angeht, sind laut Biden: 1. Sicherheit für Donald Trump und seine Familie „mit allen möglichen Ressourcen“. 2. Höchste Sicherheitsvorkehrungen für den morgen startenden Parteitag der Republikaner. 3. Lückenlose Aufdeckung der Vorgänge und Sicherheitslücken rund um das versuchte Attentat auf Donald Trump. 4. Die Einheit der USA. Donald Trump und er hätten zwar unterschiedliche Ansichten, sie seien jedoch beide Amerikaner und Gewalt habe in den USA keinen Platz.
Attentat auf Donald Trump: Ehefrau Melania äußert sich nach längerem Schweigen
Update vom 14. Juli, 18.42 Uhr: Melania Trump hat den mutmaßlichen Attentäter auf ihren Mann Donald Trump als „Monster” bezeichnet. Er habe versucht „Donalds Leidenschaft, sein Lachen, seinen Einfallsreichtum, seine Liebe zur Musik und seine Begeisterung auszulöschen“, erklärte die ehemalige First Lady der USA im Onlinedienst X. „Ich bin den mutigen Geheimdienstmitarbeitern und Strafverfolgungsbeamten dankbar, die ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben, um meinen Mann zu schützen“, schrieb Melania Trump.
Sie sprach den Familien der Opfer laut afp ihr Mitgefühl aus. Es mache sie traurig, dass diese aus einem so schrecklichen Grund Stärke aufbringen müssten. Die 54-Jährige hat sich bisher kaum am Wahlkampf ihres Mannes beteiligt, zeigt sich nur selten mit ihm in der Öffentlichkeit und bleib den zahlreichen Gerichtsterminen des ehemaligen Präsidenten in den vergangenen Monaten meist fern. Auch zu dem Attentat an ihrem Mann äußerte sie sich recht spät.
Update vom 14. Juli, 17.50 Uhr: Der mutmaßliche Schütze des Attentats auf Donald Trump hatte nach Informationen von US-Medien Sprengstoff dabei. Der als mutmaßlicher Schütze identifizierte Thomas Matthew Crooks, der von der Polizei erschossen wurde, hatte seinen Wagen wohl in der Nähe der Wahlkampfkundgebung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump geparkt. Der Sender CNN und das Wall Street Journal berichteten darüber, dass in seinem Auto explosives Material entdeckt wurde.
Angeblich erhebliche Sicherheitslücken bei Trump-Attentat
Update vom 14. Juli, 15.09 Uhr: Donald Trump wurde Opfer eines Attentats. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen steht nun der Secret Service in der Kritik. Auf X schreibt Blake Hall, der nach eigenen Angaben in Hunderten von Kampfeinsätzen ein Scharfschützen-Team der US-Armee leitete: „Es gab erhebliche Sicherheitslücken im Sicherheitsplan, die es einem Schützen ermöglichten, Präsident Trump aus etwa 130 Metern Entfernung anzugreifen – ein einfacher Schuss.“
Mehrere Personen nach Attentat auf Trump verletzt – Ex-Präsident äußert sich
Update vom 14. Juli, 14.06 Uhr: Donald Trump hat sich nach den Schüssen bei Truth Social zu Wort gemeldet. Er bedankte sich bei allen, die für ihn „gebetet“ haben. „Gott hat das Undenkbare verhindert“, schreibt der Ex-Präsident weiter. „Wir werden KEINE ANGST HABEN, sondern stattdessen in unserem Glauben fest und trotzig bleiben angesichts der Bosheit. Unsere Liebe gilt den anderen Opfern und ihren Familien.“
In diesem Moment sei es wichtiger denn je, dass „wir vereint stehen und unseren wahren Charakter als Amerikaner zeigen, stark und entschlossen bleiben und nicht zulassen, dass das Böse gewinnt“, schreibt Donald Trump nach den Schüssen weiter. Derweil werden immer mehr Details zu dem Vorfall bekannt.
Neues Video nach Schüssen auf Trump veröffentlicht: Details zum Schützen genannt
Update vom 14. Juli, 12.45 Uhr: Das Online-Portal TMZ hat nach den Schüssen auf Ex-US-Präsident Donald Trump ein Video veröffentlicht, das den mutmaßlichen Schützen zeigen soll. Auf dem Video ist ein mit einem Gewehr bewaffneter Mann zu sehen, der auf einem Dach auf dem Bauch liegt. „Der Typ hat längeres braunes Haar und scheint ein graues Hemd und eine kakifarbene Hose zu tragen – und wie Sie sehen können, versucht er vorsichtig, ein Ziel aus der Ferne anzuvisieren, bevor er abdrückt“, berichtete TMZ.
Ein Mann sagt: „Er dreht sich hierhin um, seid vorsichtig, Leute.“ Eine andere Stimme sagt: „Jemand wurde angeschossen. Er liegt genau hier.“ Auf dem Video ist nicht zu sehen, wie der Mann Schüsse auf Trump abgibt. Es sind jedoch mehrere schnell aufeinander folgende Schüsse und Schreie zu hören. Auch die schreienden Menschen sind nicht zu sehen. TMZ veröffentlichte noch ein zweites Video, das verwackelte Aufnahmen des Daches und einen Toten zeigt. „Ich glaube, sie haben ihn getroffen, denn der Typ sieht tot aus“, sagt eine Stimme.
Vater vom Schützen äußert sich nach Schüssen auf Trump: „Was zur Hölle ist los“
Update vom 14. Juli, 11.06 Uhr: Nach den Schüssen auf Donald Trump hat sich auch der Vater den mutmaßlichen Schützen geäußert. Er versuche gerade herauszufinden, „was zur Hölle los ist“, wird er von CNN zitiert. Bereits kurz nach dem Attentat gab es zahlreiche Videos, die den 20-jährigen Tatverdächtigen zeigen sollen. Derweil zeichnen sich die ersten Auswirkungen der Schüsse auf Trump für den Wahlkampf der US-Wahl 2024 ab. Vermutet wird bereits, dass das Attentat das zentrale Thema der kommenden Monate sein wird.
Update vom 14. Juli, 10.14 Uhr: Am Sonntagvormittag (deutsche Zeit) teilte NBC News eines neues Video, das Donald Trump nach den Schüssen zeigt. In dem Ausschnitt ist zu sehen, wie der ehemalige US-Präsident auf einem Flughafen in Newark im Bundesstaat New Jersey ohne Hilfe die Stufen seines Flugzeugs hinuntergeht. Bei dem Attentatsversuch wurde Trump am rechten Ohr verletzt, Bilder zeigten ihn, wie er kurz nach den Schüssen blutüberströmt von Sicherheitsbeamten in Sicherheit gebracht wurde. Zuvor soll Trump „fight, fight, fight“ gerufen haben. Ein Video von den Schüssen zeigte den Ausschnitt.
Trump-Schütze nach Attentat auf Ex-Präsident „neutralisiert“
Nach Schüssen auf Donald Trump: FBI identifiziert Schützen
Update vom 14. Juli, 07.57 Uhr: Jetzt sickern immer mehr Details zum Attentat durch. Unter anderem soll die Identität des Täters geklärt sein. Das FBI identifiziert den Trump-Attentäter als den 20-jährigen Thomas Matthew Crooks – das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf US-Medien.
Der Vorfall ereignete sich, als Trump bei der Wahlkampfveranstaltung in der Kleinstadt Butler gerade mit seiner Rede begann. Nach den Schüssen rissen Beamte des Secret Service den Ex-Präsidenten zu Boden und brachten ihn schließlich in Sicherheit. Nach Angaben des Secret Service hatte der Angreifer mehrere Schüsse „von einer erhöhten Position“ außerhalb des Versammlungsortes abgefeuert. Der Schütze sei daraufhin „neutralisiert“ worden.
Erstmeldung: Butler/Pennsylvania – Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ist bei einem Schusswaffenangriff während einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Pennsylvania verletzt worden. Der mutmaßliche Schütze sei getötet worden, teilte der Secret Service mit. Ein Zuschauer sei umgekommen, zwei weitere seien verletzt worden und in einem kritischen Zustand.
Schüsse bei Wahlkampfveranstaltung – Trump fasst sich ans Ohr
Auf Videoaufnahmen der Veranstaltung in der Stadt Butler waren Knallgeräusche zu hören. Trump fasste sich daraufhin ans Ohr und duckte sich dann weg. Sicherheitspersonal rannte auf die Bühne und schirmte ihn ab. Aufrecht und gestützt von Secret-Service-Agenten verließ er daraufhin die Bühne. Dazu reckte er die Faust in die Luft. Es sah so aus, als habe er Blut am Ohr.
Im Publikum brach nach dem Vorfall Panik aus. Menschen schrien. Die Trump-Anhänger wurden nach dem Vorfall evakuiert. Mit gelbem Flatterband wurde der Bereich rund um die Bühne abgesperrt und von schwer bewaffneten Einsatzkräften abgesichert.
FBI stuft Schüsse auf Trump als Mordversuch ein
Die US-Bundespolizei FBI hat den Vorfall unterdessen als „Mordversuch“ gegen Donald Trump eingestuft. Das teilte FBI-Agent Kevin Rojek am Samstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz in Butler mit.
Trump tritt für die Republikaner bei der Präsidentenwahl im November an. Am Montag soll in Milwaukee der Parteitag der Republikaner beginnen. Dort soll der 78-Jährige offiziell zum Kandidaten seiner Partei für die Wahl gekürt werden.
US-Präsident Joe Biden wurde über den Angriff auf Trump unterrichtet. „Ich bin dankbar zu hören, dass er in Sicherheit ist und es ihm gut geht“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. „Ich bete für ihn und seine Familie und für alle, die auf der Kundgebung waren, während wir auf weitere Informationen warten.“ Diese Art von Gewalt habe in Amerika keinen Platz. (Redaktion mit Nachrichtenagenturmaterial)
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