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Trump bietet Putin Zugang zu Alaskas Rohstoffen für Ende des Ukraine-Kriegs

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Putin und Trump führen Gespräche in Alaska. Der US-Präsident macht bedeutende Angebote, um Russland zu einem Waffenstillstand zu bewegen.

Anchorage – Donald Trump will Frieden in der Ukraine – und ist dafür auch zu großen Zugeständnissen bereit. Der US-Präsident plant offenbar, bei seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am 15. August eine Reihe wirtschaftlicher Anreize vorzuschlagen. Laut Telegraph befinden sich darunter auch der Zugang zu Alaskas natürlichen Ressourcen und die teilweise Aufhebung der Sanktionen gegen die russische Flugzeugindustrie.

Der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump wollen bei ihrem Gipfel über den Ukraine-Krieg sprechen. (Archivbild)

Russland: Zugang zu Ukraine-Seltenerden bei Kriegsende?

Trump erwägt, Alaskas wertvolle natürliche Ressourcen, insbesondere Öl- und Gasreserven, für Russland zu öffnen. Alaskas Nähe zu Russland – nur fünf Kilometer über die Beringstraße – macht dies zu einer attraktiven Option für Putins strategische Interessen in der Arktisregion, die im Jahr 2022 etwa 80 Prozent der russischen Gasproduktion ausmachte.

Auch den Zugang zu seltenen Erden in den derzeit von Russland besetzten ukrainischen Gebieten könnte Trump Putin vorschlagen. US-Finanzminister Scott Bessent bereitet diese wirtschaftlichen Zugeständnisse laut dem Bericht vor. Er prüft die Möglichkeit, gemeinsam mit Russland neue Bergbauunternehmen zu gründen, um die Erschließung ukrainischer Lagerstätten zu beschleunigen.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Es wird angenommen, dass die Ukraine über zehn Prozent der weltweiten Lithiumreserven verfügt, die für die Batterieproduktion verwendet werden. Zwei der größten Lithiumvorkommen befinden sich in von Russland kontrollierten Gebieten, und Putin hat Anspruch auf die dort geförderten wertvollen Mineralien erhoben. „Es gibt eine Reihe von Anreizen, darunter auch ein potenzieller Mineralien-/Seltenerd-Deal“, sagte eine mit den Vorschlägen vertraute Quelle gegenüber dem Telegraph.

Russische Flugzeuge leiden am Exportverbot für Ersatzteile und Ausrüstung

Zu den weiteren Anreizen gehört die Aufhebung des Exportverbots für Ersatzteile und Ausrüstung, die für die Wartung russischer Flugzeuge benötigt werden, von denen sich ein erheblicher Teil in einem schlechten Zustand befindet. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 hat der Westen die Versorgung mit kritischen Komponenten eingeschränkt, was zur Verschlechterung des Zustands eines Großteils der Flugzeugflotte geführt hat. Sergei Chemezov, CEO des russischen staatlichen Rüstungskonzerns Rostec, sagte, bis zu 30 Prozent der in Russland hergestellten Flugzeuge könnten innerhalb von fünf Jahren außer Dienst gestellt werden.

Nicht nur Trumps Zugeständnisse, sondern auch seine Forderungen an Putin werden im Vorfeld bekannt. So erklärte er bei Gesprächen mit europäischen Staats- und Regierungschefs und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, er werde in Alaska vom russischen Präsidenten Wladimir Putin einen bedingungslosen Waffenstillstand fordern. Das schrieb der französische Außenminister Jean-Noël Barrot auf X.

Trump fordert wohl Waffenstillstand – Putin lehnt diesen ab

Barrot sagte, Trump habe gegenüber der ukrainischen Delegation und ihren Verbündeten erklärt, er werde von Putin einen bedingungslosen Waffenstillstand fordern. Der US-Präsident betonte zudem, dass alle Gespräche über ukrainisches Territorium nur in Anwesenheit Selenskyjs beim nächsten Treffen mit Putin stattfinden würden. Darüber hinaus kündigte Trump an, die Vereinigten Staaten würden zum System internationaler Sicherheitsgarantien beitragen, das von den Ländern der Koalition der Willigen – zu der Frankreich, Großbritannien und Deutschland gehören – entwickelt wurde.

Kyiv Independent meldet, dass Washington bereits bestimmte Sanktionen bis zum 20. August gelockert hat, um die Gipfelvorbereitungen zu ermöglichen. Ob aus dem umstrittenen Deal mehr wird als ein diplomatisches Luftschloss, entscheidet sich am Freitag in Anchorage. US-Finanzminister Besset spricht auch von der Möglichkeit weiterer Sanktionen: „Wir haben den Indern Sekundärzölle auf den Kauf russischen Öls auferlegt. Und ich könnte mir vorstellen, dass, wenn es nicht gut läuft, Sanktionen oder Sekundärzölle verhängt werden.“

Einen von der Ukraine und Trump geforderten bedingungslosen und allumfassenden Waffenstillstand lehnt Putin zwar kategorisch ab. Er verlangt dafür etwa ein Ende der westlichen Waffenlieferungen an die Ukraine und einen Stopp der Mobilmachung in dem Land. Er dürfte aber im Gespräch mit Trump einmal mehr konkret eine Waffenruhe für Luftangriffe anbieten. Dies könnte eine Erweiterung der Feuerpause sein, wie sie für Drohnen- und Raketenangriffe auf Energieanlagen im Frühjahr schon einmal angesetzt war. (cgsc mit dpa)

Rubriklistenbild: © Jorge Silva/Reuters Pool/dpa

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