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Bedrettin Bölükbasi
Sonja Thomaser- Simon Schröder
Donald Trump ist in London auf England-Besuch. Die Royals boten dem US-Präsidenten einiges, heute trifft er Keir Starmer. Alle Infos zu Trump in Großbritannien.
Update, 14.32 Uhr: US-Präsident Donald Trump und der britische Premierminister Keir Starmer haben Donnerstagnachmittag (18. September) ein milliardenschweres Wirtschaftsabkommen zu Technologie und Atomkraft unterschrieben. Starmer sagte über die Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien: „Es kommt natürlich auf die Führungskräfte an, Führungskräfte, die einander respektieren, Führungskräfte, die sich im Allgemeinen mögen.“ Es gehe auch um eine Verbindung zwischen den Menschen beider Länder. Bei dem Abkommen geht es um 150 Milliarden britische Pfund, erklärte Starmer bei einer Pressekonferenz mit Trump.
Update, 12:50 Uhr: Am zweiten Tag seines Staatsbesuchs in Großbritannien ist US-Präsident Donald Trump am Donnerstag zu einem Treffen mit Premierminister Keir Starmer auf dessen Landsitz Chequers nordwestlich von London eingetroffen. Dort soll ein milliardenschweres Wirtschaftsabkommen zu Technologie und Atomkraft unterzeichnet werden. Auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Gaza-Krieg dürften bei dem Gespräch zwischen Starmer und Trump eine Rolle spielen.
Trumps Besuch in Großbritannien: US-Präsident trifft sich mit Starmer
Anlässlich des Besuchs von Trump in Großbritannien hatte die US-Investmentgesellschaft Blackstone angekündigt, in den nächsten zehn Jahren 90 Milliarden Pfund (knapp 104 Milliarden Euro) in britische Projekte investieren zu wollen. Zuvor hatten Microsoft und andere US-Technologieriesen Milliardeninvestitionen in die britische KI-Infrastruktur angekündigt. Der britische Pharmakonzern GSK versprach im Gegenzug Investitionen in Höhe von 30 Milliarden Dollar (25 Milliarden Euro) in den USA.
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Starmer verkündete Investitionen im Gesamtumfang von 150 Milliarden Pfund in Großbritannien durch die US-Konzerne. „Arbeitsplätze, Wachstum und Chancen sind das, was ich den Arbeitnehmern versprochen habe, und genau das wird dieser Staatsbesuch liefern“, sagte Starmer. Nach einem bilateralen Gespräch steht ein gemeinsames Mittagessen und im Anschluss eine gemeinsame Pressekonferenz auf dem Programm. Am Abend will Trump zurück in die USA reisen.
Vor Treffen von Trump und Starmer verkündet Regierung „Wohlstands-Pakt“ mit USA
Update vom 18. September, 5:40 Uhr: Am Donnerstag trifft sich US-Präsident Donald Trump im Rahmen seines Besuchs in Großbritannien unter anderem mit Premierminister Keir Starmer. Die britische Regierung verkündete vorab einen „Technologie-Wohlstands-Pakt“ mit den USA, der milliardenschwere US-Investitionen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie und Atomenergie beinhaltet. Kurz vor der Ankunft Trumps berichtete der „Guardian“ allerdings unter Berufung auf Regierungsquellen, dass der von den Briten erhoffte Wegfall von US-Zöllen auf Stahl und Aluminium vorerst nicht kommen werde.
Ein weiteres Entgegenkommen Trumps im Zollstreit galt als Hauptargument für den in Großbritannien umstrittenen zweiten Staatsbesuch. Im Mai hatten beide Länder einen Deal verkündet, der dem Vereinigten Königreich erheblich niedrigere Zölle für Exporte in die USA in Aussicht stellte als anderen westlichen Partnern. Statt der weltweit verhängten 50 Prozent sollten die Zölle auf britische Stahl- und Aluminiumexporte zunächst nur 25 Prozent betragen und schließlich ganz verschwinden.
Update, 22:41 Uhr: Der britische König Charles III. hat das „persönliches Engagement“ von US-Präsident Donald Trump für den Frieden gewürdigt. „Unsere Länder arbeiten zusammen, um wichtige diplomatische Bemühungen zu unterstützen“, sagte der Monarch am Mittwoch bei einem Staatsbankett zu Ehren von Trump auf Schloss Windsor. An den US-Präsidenten gerichtet sagte er vor rund 100 geladenen Gästen, „nicht zuletzt“ sei es Trumps „persönliches Engagement, Lösungen für einige der unlösbarsten Konflikte der Welt zu finden, um den Frieden zu sichern“.
Update, 18:25 Uhr: Mehrere tausend Menschen demonstrierten am Mittwoch in London gegen den Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in Großbritannien. Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie „Migranten sind willkommen, Trump ist nicht willkommen“ und „Nein zum Rassismus, nein zu Trump“, berichteten AFP-Reporter. Das Bündnis „Stop Trump“ hatte zu den Protesten aufgerufen. Die Londoner Polizei setzte nach eigenen Angaben mehr als 1600 Sicherheitsbeamte ein.
Update, 13:55 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist zum offiziellen Auftakt seines Staatsbesuchs in Großbritannien von der britischen Königsfamilie auf Schloss Windsor begrüßt worden. Trump und seine Frau Melania wurden am Mittwoch nach der Landung ihres Hubschraubers vom Thronfolger Prinz William und dessen Frau Catherine in Empfang genommen. Anschließend wurden der US-Präsident und die First Lady von König Charles III. und Königin Camilla empfangen.
Es folgte eine gemeinsame Kutschfahrt auf dem Gelände des Schlosses. Am Abend ist ein Staatsbankett geplant. Der 79-jährige US-Präsident und seine Frau Melania waren bereits am Dienstagabend in England eingetroffen.
Erstmeldung: London – Wenn Donald Trump heute Abend in Großbritannien landet, schreibt er Geschichte. Der US-Präsident ist der erste Amtsinhaber, der zu einem zweiten vollständigen Staatsbesuch ins Vereinigte Königreich eingeladen wird. Während Barack Obama und George W. Bush lediglich zum zeremoniellen Teetrinken mit der Queen kamen, erwartet Trump das volle royale Programm mit König Charles III. und der königlichen Familie.
Der zweitägige Besuch, ursprünglich für drei Tage geplant, führt Trump nach Schloss Windsor, wo er in der prächtigen „St. George's Hall“ speisen wird. Wie das Handelsblatt berichtet, soll Trump im Zuge der Reise ein Wirtschaftsabkommen im Wert von mehr als zehn Milliarden Dollar bekannt geben. Die Partnerschaft umfasst Bereiche wie Wissenschaft, Technologie und Verteidigungstechnologie.
Trump zu Besuch bei Charles: Starmer überbrachte Einladung im Oval Office
Premierminister Keir Starmer (Labour) hatte Trump bereits im Februar im Oval Office eine Einladung von König Charles überbracht – eine Geste, die in London als diplomatisch genial interpretiert wurde. Der Labour-Chef verfolgt dabei eine simple Strategie: keine öffentliche Kritik an Trump, stattdessen setzt er die königliche Familie gewissermaßen als Lockmittel ein.
Trumps royale Premiere – Was macht diesen Besuch historisch:
Donald Trump ist der erste US-Präsident, der zu einem zweiten vollständigen Staatsbesuch ins Vereinigte Königreich eingeladen wird. Bereits 2019 war er von Queen Elizabeth II. empfangen worden. Anders als beim ersten Besuch darf Trump diesmal in einer königlichen Kutsche fahren, was ihm damals verwehrt blieb.
Das Programm sieht jedoch keinen Besuch im Buckingham-Palast vor, der derzeit renoviert wird. Auch eine Einladung für eine Rede im Parlament bleibt dem US-Präsidenten verwehrt, obwohl Emmanuel Macron diese Ehre kürzlich bei seinem Staatsbesuch zuteil wurde.
Am Mittwoch werden Trump und First Lady Melania von Prinz William und Prinzessin Kate auf dem Gelände von Schloss Windsor begrüßt. Später nehmen sie mit König Charles III. und Königin Camilla an einer Prozession zum Schloss teil. Anders als beim ersten Besuch 2019 darf Trump diesmal in einer königlichen Kutsche fahren – ein Zugeständnis an seinen gut belegten „Fimmel für die Royals“, wie der Spiegel schreibt.
Für Trump wird volles Programm in London aufgefahren: Empfang durch Charles und Camilla
Das Programm umfasst militärische Ehren, eine Kranzniederlegung in der Kapelle von Windsor am Grab von Elizabeth II., eine Parade und einen Überflug von Kampfjets. Am Mittwochabend empfangen Charles und Camilla die Trumps zum Staatsbankett in der „St. George‘s Hall“, wo rund 160 Gäste Platz nehmen können. König Charles gilt als erfahrener Diplomat, der bereits mit „weitaus schwierigerer Klientel“ zu tun hatte, wie der Windsor-Biograf Robert Hardman gegenüber dem Spiegel erklärt. Trump sei ein „Kätzchen“ im Vergleich zu Nicolae Ceaușescu oder Kreml-Chef Wladimir Putin. Charles bereite sich akribisch vor und lese Dossiers, die „manchmal so dick wie Telefonbücher“ seien.
Am Donnerstag trifft Trump den britischen Premierminister auf dessen Landsitz Chequers. Geplant sind bilaterale Gespräche und ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern, bevor beide eine gemeinsame Pressekonferenz geben. Unter den anwesenden Wirtschaftsvertretern sollen laut Bloomberg auch Nvidia-Chef Jensen Huang und OpenAI-Chef Sam Altman sein.
Starmer hofft auf Abkommen mit Trump: Google kündigt Milliarden-Investition an
Starmer versucht, mit Trump ein vorbereitetes Abkommen zur Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie und künstliche Intelligenz abzuschließen. Auch Tech-Größen wie Apple-Chef Tim Cook sind eingeladen. Die Ankündigungen werden wahrscheinlich jedoch kein Abkommen über eine Senkung der US-Zölle auf Scotch Whisky enthalten, für das sich Starmer eingesetzt hatte. Gleichzeitig hatte der Tech-Gigant Google am Dienstag angekündigt, in den kommenden zwei Jahren fünf Milliarden Euro in die britische Wirtschaft zu investieren. Dabei soll es vor allem um Investitionen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz gehen.
Der Besuch Trumps kommt Starmer gelegen, da er nach dem Rücktritt seiner Stellvertreterin Angela Rayner und der Entlassung des britischen Botschafters Peter Mandelson unter öffentlichem Druck steht. Mandelson musste gehen, nachdem bekannt wurde, dass seine Beziehung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein enger war als bekannt. In einer privaten E-Mail hatte Mandelson dem inhaftierten Epstein sogar geraten, gegen seine Verurteilung zu kämpfen.
Parallel zum Staatsbesuch mobilisiert die „Stop Trump Coalition“ zu Demonstrationen in Windsor und London. In einer YouGov-Umfrage sprach sich vor einigen Monaten eine knappe Mehrheit der Briten dafür aus, den Besuch ganz abzusagen. Die Behörden planen mit der aufwendigsten Sicherheitsoperation seit Charles‘ Krönung, inklusive Drohnen und Scharfschützen. Während Melania mit Camilla das Queen-Mary-Puppenhaus besichtigt und mit Kate ranghohe Mitglieder der „Squirrel Scouts“ trifft, werden Trump und Starmer über die bilateralen Beziehungen sprechen.
Trump zu Besuch bei König Charles und Keir Starmer in England – Alle Details im Überblick
- Ereignis: Zweitägiger Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump
- Datum: Dienstag, 16. September 2025
- Uhrzeit: Ankunft am Dienstagabend, Abreise Donnerstagabend
- Personen: Donald Trump (US-Präsident), König Charles III., Keir Starmer (Premierminister, Labour), Prinz William, Prinzessin Kate
- Sonstiges: Milliarden-Deal geplant, Proteste erwartet, verschärfte Sicherheitsmaßnahmen
Trump gilt als großer Verehrer des britischen Königshauses und dessen prunkvollem Zeremoniell. Der Besuch ist Chance und Wagnis zugleich: Hier der vermeintliche Universalgelehrte und Klimaschützer Charles, dort der amerikanische „Rüpel“ Trump, wie der Spiegel schreibt. Diese beiden grundverschiedenen Männer werden unter einem Dach schlafen – doch Charles weiß, was er tun muss, um den royalen Freizeitpark Windsor zum diplomatischen Erfolg zu machen. (Quellen: Handelsblatt, Spiegel, dpa, YouGov, Bloomberg, eigene Recherche) (sischr)
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