VonJekaterina Jaluninaschließen
Ein Attentat auf Ex-US-Präsident Donald Trump hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Hier die Details, die bislang bekannt sind.
Butler, Pennsylvania – Kurz vor dem Nominierungsparteitag der Republikaner entging Ex-US-Präsident Donald Trump nur knapp einem tödlichen Attentat während einer Wahlkampfrede in Pennsylvania. Der mutmaßliche Täter, der 20-jährige Thomas Matthew Crooks aus Bethel Park, Pennsylvania, eröffnete das Feuer auf Trump und seine Anhänger. Bei der Attacke wurde Trump am Ohr verletzt. Das FBI stufte den Vorfall anschließend als Mordversuch ein.
Außer dem mutmaßlichen Schützen wurde nach offiziellen Angaben auch ein Zuschauer getötet, zwei weitere wurden schwer verletzt. Der Vorfall ereignete sich während einer Rede Trumps in Butler, Pennsylvania, als Schüsse fielen, unterbrochen von den Worten des Ex-Präsidenten über illegale Einwanderung. Trump wurde sofort von Sicherheitsbeamten geschützt. Es brach Chaos unter den Zuhörern aus, einige von ihnen wurden ebenfalls verletzt.
Attentat auf Trump: Schüsse bei Veranstaltung, Biden verurteilt Gewalt
Der Secret Service reagierte schnell und eskortierte Trump sicher von der Bühne, während weitere Schüsse fielen. Trump zeigte sich später wieder vor der Menge und wurde von jubelnden Anhängern begleitet.
Das Trump-Attentat in Bildern: Schüsse, Chaos und ein blutender Ex-Präsident




Auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social bestätigte Trump später den Angriff und beschrieb, wie eine Kugel sein Ohr durchbohrt habe. Präsident Joe Biden verurteilte die Gewalt und wurde über den Vorfall informiert, ebenso wie das Weiße Haus, das eine schnelle Reaktion der Behörden lobte.
Schüsse auf Trump: Ein Zuschauer kommt ums Leben – Täter „neutralisiert“
Medienberichten zufolge wurde der mutmaßliche Täter identifiziert und neutralisiert. Zeugen hatten den Angreifer zuvor gemeldet, und die lokale Polizei reagierte auf verdächtige Aktivitäten. Laut Berichten der New York Times und der Washington Post war Crooks im Wählerverzeichnis als Republikaner registriert, hatte jedoch mindestens einmal auch an die Demokraten gespendet. Der Angreifer war mit einer AR-15 bewaffnet und verursachte neben Trumps Verletzung den Tod eines Zuschauers.
Nach den Schüssen auf Donald Trump hat sich nun auch der Vater des mutmaßlichen Schützen zu Wort gemeldet. Er wird von CNN zitiert, dass er gerade versuche herauszufinden, „was zur Hölle los ist“. Schon kurz nach dem Attentat kursierten zahlreiche Videos, die den 20-jährigen Tatverdächtigen zeigen sollen.
Tödliche Schussattacke in Pennsylvania: Trump Schüsse fordern ein Todesopfer
Nach offiziellen Angaben starb ein Zuschauer, zwei weitere wurden schwer verletzt. Augenzeugen berichteten US-Medien zufolge von einem Mann, der durch einen Kopfschuss ums Leben kam. Ein Besucher von NBC News sagte: „Der Mann neben mir wurde direkt durch einen Kopfschuss getötet. Eine andere Frau schien Verletzungen am Unterarm oder an der Hand erlitten zu haben.“ Nach dem Vorfall wurde der Veranstaltungsort evakuiert. Der Bereich rund um die Bühne wurde mit gelbem Flatterband abgesperrt und von schwer bewaffneten Einsatzkräften gesichert.
Das Weiße Haus gab bekannt, dass Präsident Joe Biden um 18:50 Uhr über den Vorfall informiert wurde. Biden verurteilte die Gewalt in den USA und bezeichnete sie vor Journalisten als „krank“.
Steinmeier verurteilt Trump Attentat: Appell zur Gewaltfreiheit in der Demokratie
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reagierte auf den versuchten Mordanschlag auf den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. In einer Erklärung am Sonntag verurteilte Steinmeier das Attentat entschieden und betonte, dass Gewalt keinen Platz in der Demokratie haben dürfe, weder in Amerika noch bei uns. Steinmeier schrieb: „Ächten wir Gewalt in der politischen Auseinandersetzung! Drängen wir Hass und Hetze zurück aus Wahlkämpfen und Debatten!“ Die Demokratie vertrage „scharfe Kontroversen – aber Gewalt zerstört Demokratie“. (afp/dpa/jal)
Rubriklistenbild: © Gene J. Puskar/AP/dpa

