Trump spricht über dritte Amtszeit – inklusive Anspielung: „Zu süß“
VonFranziska Schwarz
schließen
Weil zuletzt bereits ein Cap mit „Trump 2028“ im Oval Office lag, fragen sich viele: Plant er, länger im Weißen Haus zu bleiben?
Update, 29. Oktober, 6.29 Uhr: Donald Trump hört mit dem Thema dritte Amtszeit einfach nicht auf: „Ich habe die höchsten Umfragewerte, die ich je hatte, und wissen Sie, nach dem, was ich gelesen habe, darf ich wohl nicht kandidieren, also werden wir sehen, was passiert“, sagte Trump jetzt in der Air Force One. Das sei „schade“, fügte er hinzu.
Dass Trumps Wunsch wirklich umsetzbar wäre, bezweifelte jetzt allerdings einer seiner Vertrauten sogar öffentlich: der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Er habe zwar mit Präsident Trump gesprochen, sehe aber „keinen Weg“ für dessen erneute Kandidatur, sagte er vor Journalisten.
Grund dafür ist der 22. Zusatz der US-Verfassung, nach dem niemand mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden darf. Johnson sagte, eine Änderung der Verfassung samt Ratifizierung durch alle Bundesstaaten würde „etwa zehn Jahre“ dauern.
Trump spricht über mögliche dritte Amtszeit: „Das wäre zu süß“
Erstmeldung: Washington – Wie geht es nach der US-Wahl 2028 weiter? Präsident Donald Trump darf der US-Verfassung zufolge nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Trump hatte die Idee jedoch selbst ins Spiel gebracht. Er sagte Anfang des Jahres, es gebe „Wege, wie man es machen könnte“. Jetzt hat er eine Nachfrage dazu beantwortet – spielerisch.
Ein Journalist fragte ihn am Montag (27. Oktober) an Bord der Air Force One, ob er seine Zeit im Weißen Haus durch eine Kandidatur als Vizepräsident verlängern wollte. Trump antwortete, dass ihm eine solche Kandidatur bei der US-Wahl 2028 durchaus erlaubt sei.
US-Präsident Trump fände eine dritte Amtszeit „too cute“
Gleichzeitig fügte er hinzu: „Ich würde es nicht tun. Es wäre zu attraktiv. Es wäre nicht richtig.“ Tatsächlich wählte er das Wort „cute“, was sich als „süß“, „niedlich“ oder eben auch „attraktiv“ übersetzen lässt. Und dass er eine dritte Amtszeit attraktiv fände, hat Trump schon häufiger durchblicken lassen.
Der Rechtspopulist weist oft darauf hin, dass ihn viele seiner Anhänger gern länger im Amt sähen. Unlängst positionierte der 79-Jährige Schirmmützen mit dem Slogan „Trump 2028“ auf einem Tisch im Oval Office. Trump ist derzeit in seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident, mehr sind ihm laut Verfassung nicht erlaubt.
Pompös und protzig: Trump lässt Weißes Haus komplett umgestalten
Eine beliebte Theorie unter Trumps Anhängern ist jedoch, dass sein derzeitiger Vize JD Vance bei der US-Wahl 2028 mit Trump als Vizepräsidentschaftskandidaten antreten könnten. Nach einem möglichen Sieg könnte Vance dann zurücktreten und Trump wäre wieder im Präsidentenamt.
Steve Bannon: „Trump wird 2028 Präsident“
Die Theorie hatte vor wenigen Tagen durch ein Interview von Steve Bannon neuen Schwung gewonnen, Trumps früherem Berater und einem der wichtigsten Ideologen seiner „Make America Great Again“-Bewegung. „Er wird eine dritte Amtszeit bekommen– Trump wird 2028 Präsident sein. Und die Leute sollten sich damit abfinden“, sagte Bannon der Zeitung The Economist.
Trump äußerte sich in seiner Präsidentenmaschine Air Force One auf dem Weg nach Japan. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, erwägt unterdessen eine Kandidatur bei den US-Präsidentschaftswahlen 2028. (Quellen: AFP, Reuters) (frs)