US-Wahl 2028

Trump spricht über dritte Amtszeit – inklusive Anspielung: „Zu süß“

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Weil zuletzt bereits ein Cap mit „Trump 2028“ im Oval Office lag, fragen sich viele: Plant er, länger im Weißen Haus zu bleiben?

Update, 29. Oktober, 6.29 Uhr: Donald Trump hört mit dem Thema dritte Amtszeit einfach nicht auf: „Ich habe die höchsten Umfragewerte, die ich je hatte, und wissen Sie, nach dem, was ich gelesen habe, darf ich wohl nicht kandidieren, also werden wir sehen, was passiert“, sagte Trump jetzt in der Air Force One. Das sei „schade“, fügte er hinzu.

Dass Trumps Wunsch wirklich umsetzbar wäre, bezweifelte jetzt allerdings einer seiner Vertrauten sogar öffentlich: der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Er habe zwar mit Präsident Trump gesprochen, sehe aber „keinen Weg“ für dessen erneute Kandidatur, sagte er vor Journalisten.

Grund dafür ist der 22. Zusatz der US-Verfassung, nach dem niemand mehr als zweimal zum Präsidenten gewählt werden darf. Johnson sagte, eine Änderung der Verfassung samt Ratifizierung durch alle Bundesstaaten würde „etwa zehn Jahre“ dauern.

Trump spricht über mögliche dritte Amtszeit: „Das wäre zu süß“

Erstmeldung: Washington – Wie geht es nach der US-Wahl 2028 weiter? Präsident Donald Trump darf der US-Verfassung zufolge nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Trump hatte die Idee jedoch selbst ins Spiel gebracht. Er sagte Anfang des Jahres, es gebe „Wege, wie man es machen könnte“. Jetzt hat er eine Nachfrage dazu beantwortet – spielerisch.

Besitzt ein Cap mit andeutungsreichem Slogan: Donald Trump

Ein Journalist fragte ihn am Montag (27. Oktober) an Bord der Air Force One, ob er seine Zeit im Weißen Haus durch eine Kandidatur als Vizepräsident verlängern wollte. Trump antwortete, dass ihm eine solche Kandidatur bei der US-Wahl 2028 durchaus erlaubt sei.

US-Präsident Trump fände eine dritte Amtszeit „too cute“

Gleichzeitig fügte er hinzu: „Ich würde es nicht tun. Es wäre zu attraktiv. Es wäre nicht richtig.“ Tatsächlich wählte er das Wort „cute“, was sich als „süß“, „niedlich“ oder eben auch „attraktiv“ übersetzen lässt. Und dass er eine dritte Amtszeit attraktiv fände, hat Trump schon häufiger durchblicken lassen.

Der Rechtspopulist weist oft darauf hin, dass ihn viele seiner Anhänger gern länger im Amt sähen. Unlängst positionierte der 79-Jährige Schirmmützen mit dem Slogan „Trump 2028“ auf einem Tisch im Oval Office. Trump ist derzeit in seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident, mehr sind ihm laut Verfassung nicht erlaubt.

Pompös und protzig: Trump lässt Weißes Haus komplett umgestalten

Washington D.C. - Weißes Haus
1600 Pennsylvania Avenue – die erste Adresse der USA. Seit mehr als 200 Jahren ist das Weiße Haus Amtssitz und Residenz des amerikanischen Präsidenten. Im übertragenen Sinn steht das White House auch als Bezeichnung für die Exekutive der USA. © Soeren Stache/dpa
Weißes Haus
Die Bauarbeiten für den Präsidentensitz begannen 1792. James Hoban entwarf ihn nach dem Vorbild eines Herrenhauses im neoklassizistischen Stil. Acht Jahre später zog John Adams als erstes Staatsoberhaupt ein. Außer George Washington wohnten hier alle Präsidenten. © Jacquelyn Martin/dpa
Das weiße Haus in Washington
Der seit 1901 auch offiziell verwendete Name „Weißes Haus“ geht auf den weißen Farbanstrich zurück. Das Gebäude überstand nicht weniger als vier Brände. Mehrfach wurde der in einem parkähnlichen Garten gelegene Bau erweitert. Von den beiden Seiten der Straße und der Mall ist vor allem das historische Hauptgebäude sichtbar. Die beiden später angefügten Seitentrakte sind kaum zu erkennen.  © Tim Brakemeier/dpa
Magnolie am Weißen Haus
Lange war auf der Südseite Geschichte zu sehen: Im Jahr 2017 stand noch eine gut 180 Jahre alte Magnolie auf der Südseite des Weißen Hauses. Die Magnolie wurde 1835 vom damaligen US-Präsidenten Andrew Jackson bei dessen Einzug gepflanzt. Es soll dem Vernehmen nach der Lieblingsbaum seiner Frau Rachel gewesen sein, die nur wenige Tage nach seinem Wahlsieg starb. Im Frühjahr 2025 wurde die Magnolie auf Anordnung von Donald Trump aus Sicherheitsgründen gefällt. Fachleute hatten zuvor jahrelang versucht, um die kränkelnde Magnolie zu retten, die zahlreiche US-Präsidenten überdauert hatte. © Andrew Harnik/dpa
Ballsaal Weißes Haus
In seiner zweiten Amtsszeit lässt US-Präsident Donald Trump das Weiße Haus nach seinen Wünschen umgestalten. So treibt er auch die Pläne für einen opulenten Ballsaal voran. „Das wird ein großartiges Vermächtnisprojekt“, sagte der Republikaner Ende Juli bei einem offiziellen Termin im Weißen Haus. Die Arbeiten sollen vor dem Ende der Amtszeit Trumps abgeschlossen sein, die bis Januar 2029 läuft. © whitehouse.gov
Karoline Leavitt
Pressesprecherin Karoline Leavitt erläuterte die Pläne genauer: Der Ballsaal werde weitgehend vom Hauptgebäude getrennt sein und im Ostflügel des Gebäudekomplexes entstehen. Auf Grafiken für das Projekt waren goldene Kronleuchter über einem Saal im hell gehaltenen Look zu sehen. © Andrew Leyden/Imago
Weißes Haus
Das Projekt ruft große Kritik hervor, Man wirft Trump Pomp und Geltungssucht vor. Die Zeitschrift New York Magazine betitelte einen Artikel mit den Worten: „Trump verwandelt das Weiße Haus in Mar-a-Lago.“ Trumps Privatanwesen Mar-a-Lago ist ein Hotelkomplex in Florida, der auch für üppiges Design mit Gold-Elementen bekannt ist. © Andrew Leyden/Imago
White House Ballroom Construction.
Die Vorbereitungsarbeiten für das Bauprojekt begannen im September 2025, als Bäume auf dem südlichen Gelände gerodet und andere Arbeiten zur Standortvorbereitung durchgeführt wurden. Das Weiße Haus betonte, dass für den Abriss keine Genehmigung der National Capital Planning Commission erforderlich sei, sondern lediglich für den geplanten Neubau. © Andrew Leyden/Imago
Bauarbeiter rissen am 20 Oktober Teile des überdachten Eingangsbereichs im Ostflügel des Weißen Hauses ab.
Der nächste Schritt folgte am 20. Oktober 2025: Bauarbeiter rissen massive Teile des überdachten Eingangsbereichs und Fenster im Ostflügel ab, den Trump „vollständig modernisieren“ lassen will. Der Präsident kündigte auf seiner Plattform Truth Social an, dass der „Spatenstich“ für den „dringend benötigten“ Ballsaal erfolgt sei. © Celal Gunes/Imago
Donald Trump
Die Bauarbeiten fanden direkt während einer Veranstaltung im Weißen Haus statt, bei der Trump die Baseball-Meister der Louisiana State University empfing. „Wir bauen direkt hinter uns einen Ballsaal. Sie wollten seit 150 Jahren einen Ballsaal, und ich gebe diesem wunderbaren Ort diese Ehre“, sagte Trump im East Room. Er warnte seine Gäste vor möglichen Baugeräuschen, da die Arbeiten „gerade heute begonnen“ hätten. © Saul Loeb /AFP
Donald Trump
Trump charakterisierte den Ostflügel bei Baubeginn als „völlig getrennt vom Weißen Haus selbst“, obwohl er baulich mit der Hauptstruktur verbunden ist. „Der Ostflügel wird als Teil dieses Prozesses vollständig modernisiert und wird schöner denn je sein, wenn er fertiggestellt ist!“, schrieb der Präsident auf Truth Social. Diese Darstellung steht im Widerspruch zur architektonischen Realität des zusammenhängenden Gebäudekomplexes. © Yuri Gripas/Imago
Melania Trump
Der Ostflügel des Weißen Hauses wurde 1902 erbaut und zuletzt 1942 modifiziert. Traditionell beherbergt er die Büros der First Lady. Mehrere Angestellte von Melania Trump mussten bereits im Vorfeld der Abrissarbeiten ihre Arbeitsplätze verlegen, um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen. © Evan Vucci/dpa
Weißes Haus
Das Weiße Haus und seine angrenzenden Parks werden vom National Park Service (NPS) verwaltet, aber der Präsident hat grundsätzlich weitreichende Befugnisse für Renovierungen. Der frühere NPS-Chefhistoriker Robert K. Sutton wies in einem BCC-Interview darauf hin, dass beide Flügel des Weißen Hauses sehr symmetrisch seien und wichtige Funktionen hätten. Die aktuelle Renovierung stelle einen der größten Eingriffe in das Weiße Haus seit Jahrzehnten dar. © Andrej Sokolow/dpa
Rosengarten
Das Ballsaal-Projekt ist aber nur ein kleiner Teil einer umfassenden Serie von Umbauten, mit denen Trump die Regierungszentrale nach seinem Geschmack umgestaltet. So wich im Sommer im Rosengarten eine Rasenfläche einer Sitzecke aus Steinplatten. © Roberto Schmidt/AFP
Donald Trump
Derweil hat das Oval Office unter Trump eine andere Farbe angenommen. Das Büro des US-Präsidenten erstrahlt nun im Goldglanz. Vielleicht deshalb erklärte Trump das Weiße Haus zu seinem „Lieblingsplatz“ und betonte seine Wertschätzung für das historische Gebäude. © Alex Brandon/dpa
Spenengala
Im Oktober richtete Trump ein prunkvolles Abendessen aus, um denjenigen zu danken, die den Bau des Ballsaals mit ihren Spenden ermöglichen. Der Ballsaal werde Wände aus kugelsicherem Glas und Platz für tausend Menschen haben und sich für die Amtseinführung eines Präsidenten eigenen. © Jim Lo Scalzo/Imago
Donald Trump
Trump betonte, dass der Ballsaal ausschließlich aus privaten Geldern gebaut werde. 22 Millionen Dollar stammen von einer Einigung mit der Videoplattform YouTube: Die Google-Tochter hatte im September der Zahlung im September zugestimmt, um einen Rechtsstreit mit Trump um die Sperrung seines Kontos nach der Kapitol-Erstürmung radikaler Fans des Republikaners am 6. Januar 2021 beizulegen. © Jim Lo Scalzo /Imago
Donald Trump
Bei der Veranstaltung waren unter anderem Vertreter von Tech-Firmen wie Amazon, Apple, Meta, Google und Microsoft anwesend. Trump präsentierte seinen Gästen bei der Gelegenheit auch die Pläne für weitere Projekte. © Jim Lo Scalzo/Imago
Donald Trump
Klar ist nun: Trump will in der Hauptstadt ein Monument erreichten lassen, das dem Arc de Triomphe in Paris nachempfunden ist. Seinen Gästen zeigte er verschieden große Modelle eines weißen Bogens mit einem goldenen Engel darauf. Am besten gefalle ihm das größte davon, zitierten ihn US-Medien.  © Jim Lo Scalzo/Imago
Donald Trump
Trump hielt dabei ein Modell des Bogens hoch, der nach Bekanntwerden vergangene Woche den Namen „Arc de Trump“ erhalten hatte. „Er wird wirklich wunderschön werden“, betonte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, für wen das Bauwerk sei, zeigte er auf sich und antwortete: „Für mich.“ © Jim Lo Scalzo/Imago
Galadinner
Das Bauwerk soll den Berichten zufolge auf einer Verkehrsinsel in einer Achse mit dem historischen Lincoln Memorial auf der gegenüberliegenden Seite der Arlington Memorial Bridge entstehen.  © Andrew Caballero-Reynolds/AFP
Donald Trump
Anlass für den Bau sei der 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten am 4. Juli 2026. Offizielle Pläne des Weißen Hauses gibt es noch nicht. Wann genau mit dem Bau begonnen werden soll und wer diesen finanziert, war zunächst unklar.  © Jim Lo Scalzo/Imago
Donald Trump
Trump hat noch viele weitere Pläne, um das Weiße Haus nach seinen Wünschen umgestalten. Wer das alles bezahlen soll, lässt der US-Präsident bisher offen. © Kevin Dietsch/AFP
Donald Trump
Die Bauarbeiten markieren einen beispiellosen Eingriff in die Architektur des Weißen Hauses, da die geplante Erweiterung fast doppelt so groß werden soll wie die bestehenden Wohnräume. Lange nach Trumps Ausscheiden aus der Präsidentschaft wird sein Einfluss auf das Regierungsgebäude in einem noch nie dagewesenen Umfang und Ausmaß sichtbar bleiben – selbst wenn ein Nachfolger die goldenen Verzierungen im Oval Office entfernt. © Andrew Harnik/AFP
Weißes Haus
Der frühere Republikaner Joe Walsh hat die Renovierung jedenfalls als „völlige Entweihung“ bezeichnet. „Wenn ich 2028 für das Präsidentenamt kandidieren würde, würde ich mit einem Bulldozer auf Trumps Ballsaal losgehen, eine völlige Schändung des Hauses des Volkes“, schrieb Walsh auf X und reagierte damit auf ein Bild, das den Abriss eines Teils des Weißen Hauses zeigt. © Andrew Leyden/Imago

Trump im Weißen Haus: Theorie zu Vance kursiert

Eine beliebte Theorie unter Trumps Anhängern ist jedoch, dass sein derzeitiger Vize JD Vance bei der US-Wahl 2028 mit Trump als Vizepräsidentschaftskandidaten antreten könnten. Nach einem möglichen Sieg könnte Vance dann zurücktreten und Trump wäre wieder im Präsidentenamt.

Steve Bannon: „Trump wird 2028 Präsident“

Die Theorie hatte vor wenigen Tagen durch ein Interview von Steve Bannon neuen Schwung gewonnen, Trumps früherem Berater und einem der wichtigsten Ideologen seiner „Make America Great Again“-Bewegung. „Er wird eine dritte Amtszeit bekommen– Trump wird 2028 Präsident sein. Und die Leute sollten sich damit abfinden“, sagte Bannon der Zeitung The Economist.

Trump äußerte sich in seiner Präsidentenmaschine Air Force One auf dem Weg nach Japan. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, erwägt unterdessen eine Kandidatur bei den US-Präsidentschaftswahlen 2028. (Quellen: AFP, Reuters) (frs)

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