Israel hofft auf Super-Bomber

Trump warnt Iran vor US-Reaktion in „noch nie dagewesenem Ausmaß“

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Israel bittet die USA um Hilfe gegen den Iran. Der Konflikt um das Atomprogramm spitzt sich zu. Donald Trump warnt mit drastischen Worten.

Washington – Der Nahost-Konflikt zwischen Israel und dem Iran spitzt sich zu. US-Präsident Donald Trump erklärte nun, dass das US-Militär nicht an den nächtlichen Angriffen Israels im Iran beteiligt war. Auf der Plattform Truth Social schrieb er: „Die USA hatten nichts mit dem Angriff auf den Iran heute Abend zu tun“.

Gleichzeitig warnte Trump die Führung der Islamischen Republik vor möglichen Angriffen auf US-Einrichtungen. Sollte der Iran die USA in irgendeiner Weise angreifen, würden die US-Streitkräfte „in einem noch nie dagewesenen Ausmaß“ reagieren. Trump forderte den Iran zudem erneut auf, ein Abkommen über sein Atomprogramm zu schließen.

Sollten wir in irgendeiner Form vom Iran angegriffen werden, wird die gesamte Stärke und Macht der US-Streitkräfte in einem noch nie dagewesenen Ausmaß auf sie herabstürzen.

Donald Trump via Truth Social

Trump meldet sich in Nahost-Eskalation zu Wort – und droht drastisch

Er betonte: „Wir können jedoch leicht ein Abkommen zwischen dem Iran und Israel erzielen und diesen blutigen Konflikt beenden!!!“ Die USA sind Israels wichtigster Verbündeter und unterhalten in der Region mehrere Stützpunkte, darunter in Katar und Bahrain, wo Berichten zufolge etwa 40.000 Soldaten stationiert sind.

Donald Trump hat sich im Konflikt zwischen dem Iran und Israel warnend zu Wort gemeldet. (Collage)

Laut der US-Nachrichtenseite „Axios“ habe Israel die Trump-Regierung in den letzten 48 Stunden gebeten, sich dem Krieg gegen den Iran anzuschließen. Zwei israelische Beamte wurden als Quelle genannt. Israel zielt mit den Angriffen darauf ab, den Bau einer Atombombe durch den Iran zu verhindern.

Israel hofft wohl auf Trumps Mega-Bomber für Einsatz gegen Iran

Allerdings verfügt Israel laut dem Bericht nicht über die notwendigen Bunkerbrecher-Bomben und großen Bomber, um die iranische Urananreicherungsanlage in Fordo zu zerstören. Diese Anlage befindet sich etwa 100 Kilometer südwestlich von Teheran tief in einem Berg. Die USA hingegen hätten in Reichweite des Iran sowohl diese schweren Bomben als auch die erforderlichen Bomber, berichtete „Axios“. Sollte Fordo nach den Großangriffen weiterhin in Betrieb sein, hätte Israel sein Ziel, das iranische Atomprogramm zu „eliminieren“, nicht erreicht.

Eskalation im Nahen Osten

Israel hatte am Freitagmorgen einen beispiellosen Großangriff auf Ziele im Iran gestartet. Dabei wurden unter anderem mehrere Atom- und Militäranlagen bombardiert. Die Chefs der iranischen Armee und der mächtigen Revolutionsgarden wurden getötet, ebenso nahezu die gesamte Führungsspitze der Luftwaffe der Revolutionsgarden.

Als Reaktion beschießt der Iran Israel seit Freitag mit Drohnen und Raketen. Am Sonntagmorgen meldete das Staatsfernsehen, dass der Iran eine neue Angriffswelle auf Israel gestartet habe.

Der Iran drohte den Verbündeten Israels mit Angriffen. Länder, die sich an der Abwehr iranischer Angriffe beteiligen, müssten mit Gegenangriffen rechnen, berichteten iranische Medien. Als mögliche Ziele wurden regionale Militärstützpunkte sowie Schiffe im Persischen Golf und Roten Meer genannt.

Die USA hatten zuvor ihre Diplomaten evakuiert. (dpa/rjs)

Rubriklistenbild: © Ohad Zwigenberg/dpa//Alex Brandon/dpa

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