Militär gegen Migranten

Trumps Massenabschiebung beginnt – Einsatz der Luftwaffe geplant

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Ready for Take-off: Ein Lademeister der U.S.-Luftwaffe weist den Weg ins Innere einer C-130. Diese und andere Frachtmaschinen sind jetzt in den Süden der USA verlegt worden, um illegale Einwanderer zu deportieren. Die erste Tranche soll mehr als 5.000 Menschen umfassen. Das Ziel scheint aber noch unbestimmt zu sein.
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Donald Trump hält Wort und mobilisiert das Militär. Jedoch darf dieses hauptsächlich patrouillieren und abschrecken; oder Lager bauen und bewachen.

Washington, D.C. – „WAHR!!!“ hat Donald Trump auf Truth Social geschrieben; laut der New York Times (NYT) sogar tatsächlich in Versalien mit drei Ausrufezeichen. Trump kommentierte einen Anfang November veröffentlichten Beitrag von Tom Fitton. Der Leiter der Nichtregierungsorganisation „Judicial Watch“ hatte behauptet, „dass die Regierung von Trump in den USA ,den nationalen Notstand ausrufen und militärische Mittel einsetzen‘ werde, um die illegale Einwanderung „durch ein Massenabschiebeprogramm“ zu bekämpfen“, wie die NYT Fitton zitierte. Diese Pläne nehmen jetzt Gestalt an.

„Das ist erst der Anfang“, habe Robert Salesses erklärt, wie das Air & Spaceforces Magazin den vorübergehenden Verteidigungsminister aus dessen Erklärung zitiert. Demnach soll gegen illegale Einwanderer umfangreich das US-Militär eingesetzt werden. Die bisher von Zoll- und Grenzschutz festgehaltenen Menschen an der Grenze zu Mexiko würden mit jeweils zwei C-17- und C-130-Flugzeugen der US-Luftwaffe abgeschoben werden, wie das US-Verteidigungsministerium erklärt habe. Laut Informationen von Air & Spaceforces sollen 5400 Menschen betroffen sein – deren Ziel scheinen aber auch die Behörden noch nicht bestimmt zu haben, so das Pentagon.

Trump lässt anrücken: Für „die vollständige operative Kontrolle über die Südgrenze der Vereinigten Staaten“

Wie Air & Spaceforces schreibt, würden die Maschinen von San Diego, Kalifornien, und El Paso, Texas, starten; C-17 vom Travis Air Force Base in Kalifornien seien bereits in El Paso und San Diego gelandet – das Magazin stützt sich auf Informationen aus dem Militär und Open-Source-Flugverfolgungsdaten. „Und das ist möglicherweise nicht das Ende der Rolle der Luftwaffe bei der Umsetzung der Politik der neuen Regierung, die Grenze stärker zu kontrollieren“, schreibt Air & Spaceforces-Autor Chris Gordon.

„Die Bürger stellen sich die Nationalgarde vielleicht so vor, als würde sie in den schlammigen Zuckerrohrfeldern entlang des Rio Grande patrouillieren und nach Einfällen von Drogenkartellen Ausschau halten. Doch viele der Soldaten fungieren vielmehr als stationäre Beobachter, eine Art Nachbarschaftswache mit M-16-Gewehren, die oft zehn Meter über dem Boden in tragbaren Wachtürmen von der Größe einer Telefonzelle thronen.“

William Booth, Washington Post

Möglicherweise sei das auch noch nicht das Ende der Deportationen, wie The Conversation nahelegt – das US-Magazin spricht davon, dass Trump das Militär einsetzen könnte, um mehr als zehn Millionen Migranten aus den USA zu verbringen – auf diese Zahl wird das Minimum der illegal in den USA lebenden Menschen geschätzt. „Es gibt kein Gesetz, das Trump ausdrücklich daran hindert, US-Militärressourcen für Abschiebungen zu nutzen. Für Militär, staatliche Verteidigungskräfte und zivile Strafverfolgungsbehörden gelten unterschiedliche Rechtsvorschriften. Das heißt, die Rechtmäßigkeit hängt nicht nur davon ab, ob das Militär eingesetzt wird, sondern auch davon, wie“, schreiben die Autorinnen Cassandra Burke Robertson und Irina D. Manta.

Möglicherweise werden 1500 aktive Kräfte eingesetzt, um „die vollständige operative Kontrolle über die Südgrenze der Vereinigten Staaten“ sicherzustellen, wie Air & Spaceforces den vorübergehenden Verteidigungsminister Robert Salesses aus dessen Erklärung wiedergibt. Ihm zufolge könnten die dort eingesetzten Kräften auf bis zu 10.000 wachsen. Die Jura-Professorinnen Burke Robertson und Manta gehen davon aus, dass Trump mit militärischen Kräften vorrangig die Nationalgarde meint. Die Nationalgarde der USA ist eine zum großen Teil aus Freiwilligen rekrutierte Miliz, die den Bundesstaaten untersteht und den regulären Streitkräften als Reserve dient. Kontrolliert wird sie von den Gouverneuren, „aber der Präsident kann sie auch für eine Bundesmission aktivieren“, schreiben Burke Robertson und Manta, beispielsweise für die Überwachung der Grenze.

Donald Trumps Amtseinführung: Promis und Superstars feiern in Washington DC

Das Ergebnis der US-Wahl 2024 fiel überraschend eindeutig aus: Donald Trump gewann alle sieben Swing States und wurde damit zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt.
Das Ergebnis der US-Wahl 2024 fiel überraschend eindeutig aus: Donald Trump gewann alle sieben Swing States und wurde damit zum zweiten Mal zum Präsidenten gewählt.  © Jim Watson/AFP
Es ist Tradition, dass frühere Präsidenten und ihre Ehepartner bei der Feier anwesend sind – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Joe Biden hat schon im Dezember klargemacht, dass er „selbstverständlich“ an Trumps Amtseinführung teilnehmen werde.
Es ist Tradition, dass frühere Präsidenten und ihre Ehepartner bei der Feier anwesend sind – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit. Joe Biden hat schon im Dezember klargemacht, dass er „selbstverständlich“ an Trumps Amtseinführung teilnehmen werde.  © Saul Loeb/AFP
Auch für Jill Biden heißt es Abschied nehmen vom Weißen Haus. Die Ehefrau von Joe Biden hat ihre Zeit als First Lady genossen. Sie hätte es gerne gesehen, wenn ihr Ehemann noch einmal zur Wahl angetreten wäre.
Auch für Jill Biden heißt es Abschied nehmen vom Weißen Haus. Die Ehefrau von Joe Biden hat ihre Zeit als First Lady genossen. Sie hätte es gerne gesehen, wenn ihr Ehemann noch einmal zur Wahl angetreten wäre. © Robyn Beck/AFP
Zur Tradition gehört auch, dass die scheidende Vizepräsidentin bei der Amtseinführung zugegen ist. Das gilt auch für diejenigen, die die US-Wahl verloren haben. Kamala Harris und Second Gentleman Doug Emhoff dürften also zugegen sein.
Zur Tradition gehört auch, dass die scheidende Vizepräsidentin bei der Amtseinführung zugegen ist. Das gilt auch für diejenigen, die die US-Wahl verloren haben. Kamala Harris und Second Gentleman Doug Emhoff dürften also zugegen sein. © Angela Weiss/AFP
In der Regel sind in den USA auch die früheren Präsidenten bei einer Amtseinführung dabei. Das gilt auch für Barack Obama, der vor der US-Wahl 2024 die Werbetrommel für Harris gerührt hat.
In der Regel sind in den USA auch die früheren Präsidenten bei einer Amtseinführung dabei. Das gilt auch für Barack Obama, der vor der US-Wahl 2024 die Werbetrommel für Harris gerührt hat.  © Matthew Hatcher/AFP
Michelle Obama
Seine Ehefrau Michelle Obama (Archivbild) wiederum wird Donald Trumps Amtseinführung nicht besuchen. Die ehemalige First Lady der USA bleibt auf dem Familienanwesen in Hawaii.  © Charles Rex Arbogast/AP/dpa
Als ehemaliger Präsident ist auch Bill Clinton als Teilnehmer an Trumps Amtseinführung gesetzt. Ebenfalls vor Ort ist die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die 2016 die Wahl gegen Donald Trump verloren hat.
Als ehemaliger Präsident ist auch Bill Clinton als Teilnehmer an Trumps Amtseinführung gesetzt. Ebenfalls vor Ort ist die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton, die 2016 die Wahl gegen Donald Trump verloren hat. © Aaron Schwartz/Imago
Auch George W. Bush und die ehemalige First Lady Laura Bush werden an der Veranstaltung teilnehmen. Zur Erinnerung: Bei der Amtseinführung von Joe Biden waren weder Donald Trump noch seine Ehefrau Melania Trump vor Ort.
Auch George W. Bush und die ehemalige First Lady Laura Bush werden an der Veranstaltung teilnehmen. Zur Erinnerung: Bei der Amtseinführung von Joe Biden waren weder Donald Trump noch seine Ehefrau Melania Trump vor Ort. © Jerome Miron/Imago
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird voraussichtlich teilnehmen, prüft jedoch noch ihren Terminplan. CNN berichtete, sie habe eine offizielle Einladung erhalten.
Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wird voraussichtlich teilnehmen, prüft jedoch noch ihren Terminplan. Der TV-Sender CNN berichtete, sie habe eine offizielle Einladung erhalten. © Phil Noble/dpa
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán soll laut CBS News eine Einladung erhalten haben. Ob er teilnehmen wird, ist noch offen.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán soll laut CBS News eine Einladung erhalten haben. Ob er teilnehmen wird, ist noch offen.  © Frederick Florin/AFP
Bloomberg berichtete im Dezember unter Berufung auf einen Präsidentensprecher, dass der argentinische Präsident Javier Milei voraussichtlich teilnehmen werde.
Bloomberg berichtete im Dezember unter Berufung auf einen Präsidentensprecher, dass der argentinische Präsident Javier Milei voraussichtlich teilnehmen werde. © Lucas Vinicius Correia/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping erhielt eine persönliche Einladung von Donald Trump. Er wird aber nicht selbst teilnehmen, sondern an seiner Stelle einen offiziellen Gesandten schicken. Vizepräsident Han Zheng oder Außenminister Wang Yi könnten China am 20. Januar vertreten.
Der chinesische Präsident Xi Jinping erhielt eine persönliche Einladung von Donald Trump. Er wird aber nicht selbst teilnehmen, sondern an seiner Stelle einen offiziellen Gesandten schicken. Vizepräsident Han Zheng oder Außenminister Wang Yi könnten China am 20. Januar vertreten. © Johannes Neudecker/dpa
Laut NBC News hat Trump auch El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele eingeladen. Trumps Sohn, Donald Trump Jr., nahm 2024 an Bukeles Amtseinführung teil. Es ist aber unklar, ob Bukele teilnehmen wird.
Laut NBC News hat Trump auch El Salvadors Präsidenten Nayib Bukele eingeladen. Trumps Sohn, Donald Trump Jr., nahm 2024 an Bukeles Amtseinführung teil. Es ist aber unklar, ob Bukele teilnehmen wird.  © Anna Moneymaker/AFP
Der japanische Außenminister Takeshi Iwaya bestätigte gegenüber NHK seine Teilnahme an Trumps Amtseinführung als Teil der Bemühungen Japans, die Beziehungen mit der neuen Regierung zu stärken.
Der japanische Außenminister Takeshi Iwaya bestätigte seine Teilnahme an Trumps Amtseinführung als Teil der Bemühungen Japans, die Beziehungen mit der neuen Regierung zu stärken. © dpa
Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gab via X bekannt, dass er eine Einladung zu Trumps Amtseinführung erhalten habe. Er versuche nun, seinen Pass zurückzubekommen, der im Zuge der Ermittlungen zum Putschversuch von 2023 konfisziert wurde.
Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro gab via X bekannt, dass er eine Einladung zu Trumps Amtseinführung erhalten habe. Er versuche nun, seinen Pass zurückzubekommen, der im Zuge der Ermittlungen zum Putschversuch von 2023 konfisziert wurde. © Nelson Almeida/AFP
Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat seine Teilnahme über Sky News bestätigt.
Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat seine Teilnahme über Sky News bestätigt. © Henry Nicholls/AFP
Laut Politico wurden auch der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour und seine Partnerin, die Europaabgeordnete Sarah Knafo, zur Zeremonie eingeladen. Ob sie allerdings teilnehmen werden, ist unklar.
Laut Politico wurden auch der rechtsextreme französische Politiker Éric Zemmour und seine Partnerin, die Europaabgeordnete Sarah Knafo, zur Zeremonie eingeladen. Ob sie allerdings teilnehmen werden, ist unklar. © Valery Hache/AFP
Die Anwesenheit von Elon Musk ist nicht überraschend. Der in Südafrika geborene Chef von SpaceX und Tesla investierte mindestens 270 Millionen Dollar in Trumps Wahlkampf. Im Gegenzug macht Trump Musk, der sich über seinen Onlinedienst X weltweit in die Politik einmischt, zum Co-Leiter einer zukünftigen Abteilung für effizientes Regieren (Doge). Auch Kid Rock (Mitte) lässt sich gerne mit Trump sehen.
Die Anwesenheit von Elon Musk ist nicht überraschend. Der in Südafrika geborene Chef von SpaceX und Tesla investierte mindestens 270 Millionen Dollar in Trumps Wahlkampf. Im Gegenzug macht Trump Musk, der sich über seinen Onlinedienst X weltweit in die Politik einmischt, zum Co-Leiter einer zukünftigen Abteilung für effizientes Regieren (Doge). Auch Kid Rock (Mitte) lässt sich gerne mit Trump sehen. © Kena Betancur/AFP
Mark Zuckerberg gilt als weniger eng verbündet mit Trump als Musk. Doch zuletzt hatte Zuckerberg erklärt, sein Konzern Meta werde das Faktencheck-Programm bei den Diensten Facebook und Instagram in den USA einstellen. Der Meta-Chef hatte sich dabei der Rhetorik von Trump angenähert und war für seine Aussagen international kritisiert worden.
Mark Zuckerberg gilt als weniger eng verbündet mit Trump als Musk. Doch zuletzt hatte Zuckerberg erklärt, sein Konzern Meta werde das Faktencheck-Programm bei den Diensten Facebook und Instagram in den USA einstellen. Der Meta-Chef hatte sich dabei der Rhetorik von Trump angenähert und war für seine Aussagen international kritisiert worden. © Brendan Smialowski/AFP
Bei Amazon-Gründer Jeff Bezos, der auch die Zeitung „The Washington Post“ besitzt, hatte sich schon vor der US-Wahl 2024 ein Wandel hin zu Trump angedeutet. Anders als sonst üblich veröffentlichte die „Washington Post“ keine Wahlempfehlung. Laut einem Bericht der Zeitung hatte Bezos die Veröffentlichung einer Empfehlung für Trumps Gegenkandidatin Kamala Harris verhindert. Bei Trumps Amtseinführung wird er gemeinsam mit Musk und Zuckerberg auf der Tribüne sitzen.
Bei Amazon-Gründer Jeff Bezos, der auch die Zeitung „The Washington Post“ besitzt, hatte sich schon vor der US-Wahl 2024 ein Wandel hin zu Trump angedeutet. Anders als sonst üblich veröffentlichte die „Washington Post“ keine Wahlempfehlung. Laut einem Bericht der Zeitung hatte Bezos die Veröffentlichung einer Empfehlung für Trumps Gegenkandidatin Kamala Harris verhindert. Bei Trumps Amtseinführung wird er gemeinsam mit Musk und Zuckerberg auf der Tribüne sitzen. © Michael M. Santiago/AFP
Dana White ist ein enger Verbündeter von Donald Trump. Jetzt hat Mark Zuckerberg den Chef des Kampfsportverbands UFC in den Vorstand des Internetkonzerns Meta berufen.
Auch Schlagkraft ist bei der Amtseinführung gefragt. Dana White ist ein enger Verbündeter von Donald Trump. Jetzt hat Mark Zuckerberg den Chef des Kampfsportverbands UFC in den Vorstand des Internetkonzerns Meta berufen. © Brad Penner/Imago
Influencer und Social-Media-Promi Jake Paul (links) und sein Bruder Logan Paul sorgen auf ihre Art für Schlagzeilen. Im November forderte Jake den früheren Schwergewichtschampion Mike Tyson zum Kampf – und gewann.
Influencer und Social-Media-Promi Jake Paul (links) und sein Bruder Logan Paul sorgen auf ihre Art für Schlagzeilen. Im November forderte Jake den früheren Schwergewichtschampion Mike Tyson zum Kampf – und gewann. © Ed Mulholland/Imago
Es bleibt sportlich: Caitlyn Jenner spielt gerne Golf – wie hier in Trumps Golfclub in Bedminster. Jenner wurde 1976 als Bruce Olympiasieger im Zehnkampf, lebt seit 2015 als Frau und nennt sich seitdem Caitlyn. Jenner war dreimal verheiratet, zuletzt mit Kris Jenner – Mutter des unter anderem durch zahlreiche Reality-Shows bekannten Kardashian-Clans.
Es bleibt sportlich: Caitlyn Jenner spielt gerne Golf – wie hier in Trumps Golfclub in Bedminster. Jenner wurde 1976 als Bruce Olympiasieger im Zehnkampf, lebt seit 2015 als Frau und nennt sich seitdem Caitlyn. Jenner war dreimal verheiratet, zuletzt mit Kris Jenner – Mutter des unter anderem durch zahlreiche Reality-Shows bekannten Kardashian-Clans. © Peter Foley/Imago
Model Amber Rose (Mitte) war schon beim Parteitag der Republikaner im Juli in Milwaukee zu Gast.
Model Amber Rose (Mitte) war schon beim Parteitag der Republikaner im Juli in Milwaukee zu Gast.  © IMAGO/Mark Hoffman
TV-Moderatorin Megyn Kelly hat die Vergangenheit hinter sich gelassen. Während des Wahlkampfes 2016 war sie über die USA hinaus bekannt geworden, nachdem Donald Trump sie heftig beleidigt hatte. Vor der US-Wahl 2024 hat sie dann die Werbetrommel für ihn gerührt.
TV-Moderatorin Megyn Kelly hat die Vergangenheit hinter sich gelassen. Während des Wahlkampfes 2016 war sie über die USA hinaus bekannt geworden, nachdem Donald Trump sie heftig beleidigt hatte. Vor der US-Wahl 2024 hat sie dann die Werbetrommel für ihn gerührt.  © Charly Triballeau/AFP
Die Band Village People wird nach eigenen Angaben bei Veranstaltungen rund um die Amtseinführung auftreten. „Unser Song Y.M.C.A ist eine globale Hymne, die hoffentlich dazu beiträgt, das Land nach einem turbulenten und gespaltenen Wahlkampf, in dem unsere bevorzugte Kandidatin verloren hat, zusammenzubringen“, erklärte Sänger Victor Willis (Dritter von rechts) auf Facebook.
Die Band Village People wird nach eigenen Angaben bei Veranstaltungen rund um die Amtseinführung auftreten. „Unser Song Y.M.C.A ist eine globale Hymne, die hoffentlich dazu beiträgt, das Land nach einem turbulenten und gespaltenen Wahlkampf, in dem unsere bevorzugte Kandidatin verloren hat, zusammenzubringen“, erklärte Sänger Victor Willis (Dritter von rechts) auf Facebook.  © Hutchins Photo/Imago
Tatsächlich ist der Disco-Hit Y.M.C.A aus dem Jahr 1978 oft bei Wahlkampfauftritten Trumps verwendet worden. Häufig tanzte der Republikaner dazu auf der Bühne, so wie zum Beispiel am 22. Oktober in Greensboro im US-Bundestaat North Carolina.
Tatsächlich ist der Disco-Hit Y.M.C.A aus dem Jahr 1978 oft bei Wahlkampfauftritten Trumps verwendet worden. Häufig tanzte der Republikaner sogar dazu auf der Bühne, so wie zum Beispiel am 22. Oktober in Greensboro im US-Bundestaat North Carolina. © Josh Brown/Imago
Country-Sängerin Carrie Underwood wird ebenfalls auftreten. „Ich liebe unser Land und fühle mich geehrt, dass man mich gebeten hat, bei der Amtseinführung zu singen und ein kleiner Teil dieses historischen Ereignisses zu sein“, teilte Underwood mit. Die 41-Jährige soll den Song „America The Beautiful“ singen.
Country-Sängerin Carrie Underwood wird ebenfalls auftreten. „Ich liebe unser Land und fühle mich geehrt, dass man mich gebeten hat, bei der Amtseinführung zu singen und ein kleiner Teil dieses historischen Ereignisses zu sein“, teilte Underwood mit. Die 41-Jährige soll den Song „America The Beautiful“ singen. © John Angelillo/Imago
Auch der Countrysänger Lee Greenwood wird auftreten. Sein Song „God Bless The USA“ gehört ebenfalls zu den Klassikern bei Trumps Kundgebungen.
Auch der Countrysänger Lee Greenwood wird auftreten. Sein Song „God Bless The USA“ gehört ebenfalls zu den Klassikern bei Trumps Kundgebungen. © Archie Carpenter/Imago
Der Opernsänger Christopher Macchio, der bei Trumps umstrittener Kundgebung im Madison Square Garden unter anderem den Siong „New York, New York“ intonierte, wird die Nationalhymne singen.
Der Opernsänger Christopher Macchio, der bei Trumps umstrittener Kundgebung im Madison Square Garden unter anderem den Siong „New York, New York“ intonierte, wird die Nationalhymne singen.  © Angela Weiss/AFP
John Roberts ist der Oberste Richter der USA. Der Chief Justice des Supreme Courts nimmt Donald Trump den Amtseid ab.
John Roberts ist der Oberste Richter der USA. Der Chief Justice des Supreme Courts nimmt Donald Trump den Amtseid ab. © Ricky Carioti/Imago
Tim Cook bei einer Präsentation von Apple
277776268.jpg © -/dpa
Sundar Pichai. CHef von Google.
Sundar Pichai, CEO des Internetriesen Google, erweitert die Liste der Tech-Unternehmer bei Trumps Amtseinführung in Washington. Vor Beginn der Feierlichkeiten wurden Bilder von Pichai und Tesla-Chef Elon Musk im vertrauten Gespräch veröffentlicht. © Christoph Soeder/dpa

Trumps Grenze der Massendeportationen: Nicht jeder Einwanderer kann abgeschoben werden

Aber nicht jeder Einwanderer kann abgeschoben werden, selbst wenn er sich illegal im Land aufhält oder seinen Rechtsschutz verliert. Das Heimatland eines Einwanderers muss diplomatische Beziehungen zu den USA pflegen und bereit sein, Abgeschobene aufzunehmen, wie die Texas Tribune klarstellt. 2019 hatte Venezuela seine diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen –auf mindestens 300.000 Venezolaner wird der Anteil an den illegal in den USA lebenden Menschen aber geschätzt.

Wie die Texas Tribune schreibt, können Einwanderer auch mit legalem Aufenthaltsstatus abgeschoben werden, wenn sie schwerstkriminell werden – in den USA fällt auch Trunkenheit am Steuer darunter. Dem Blatt zufolge, erwägt der Kongress derzeit einen Gesetzentwurf, der Einwanderer auch wegen minder schwerer Verbrechen wie Ladendiebstahl abzuschieben erlaubte. Laut dem Wissenschaftlichen Dienst des Kongresses ist die Verlegung der Nationalgarde aber keine für Trump typische neue Idee. Er selbst hatte sie 2018 schon an die Südgrenze realisiert, um den Schmuggel vor allem von Drogen zu unterbinden und die Grenze beispielsweise gegenüber Gang-Mitgliedern zu schließen.

Wie das Journal Government Executive zu der Zeit schrieb, reanimierte Trump lediglich ein Vorgehen, das die demokratischen Präsidenten Barack Obama und Bill Clinton bereits verfolgt hatten. Die Washington Post hatte diese Unternehmungen als kostspielige Misserfolge tituliert und das letztendlich damit begründet, dass die Truppen lediglich effektiv seien in der logistischen Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden, weil die Angehörigen der Nationalgarde selbst keine Aufgaben der Strafverfolgungsbehörden übernehmen dürften.

USA machen mobil: An die Südgrenze sollen 1000 reguläre Kräfte und 500 Marines entsandt werden

„Die Bürger stellen sich die Nationalgarde vielleicht so vor, als würde sie in den schlammigen Zuckerrohrfeldern entlang des Rio Grande patrouillieren und nach Einfällen von Drogenkartellen Ausschau halten. Doch viele der Soldaten fungieren vielmehr als stationäre Beobachter, eine Art Nachbarschaftswache mit M-16-Gewehren, die oft zehn Meter über dem Boden in tragbaren Wachtürmen von der Größe einer Telefonzelle thronen“, schrieb William Booth 2011 für die Washington Post.

Die gesetzlichen Beschränkungen des Militärs sind heute die gleichen. Der Nationalgarde sei demnach verboten „Verdächtige – auch illegale Einwanderer – zu verfolgen, zu konfrontieren oder festzunehmen. Sie dürfen auch keine Verbrechen untersuchen, Festnahmen vornehmen, Fahrzeuge anhalten und durchsuchen oder Drogen beschlagnahmen. Ebenso wenig dürfen sie Fahrzeuge, die nach Mexiko fahren, auf Bargeld oder geschmuggelte Waffen für die Drogenkartelle untersuchen“, schrieb Booth.

Burke Robertson und Manta betonen, dass die Beschränkungen des Militärs auf Beratung und logistische Unterstützung der zivilen Behörden beschränkt seien. Tatsächlich sollen an die Südgrenze 1000 reguläre Kräfte und 500 Marines entsandt werden, wie Air & Spaceforces schreibt. Demnach seien an der Südgrenze bereits 2500 militärische Kräfte stationiert – um die USA nach Süden hin abzuriegeln und „Invasionen jeglicher Art“ abzuwehren, wie Trump in seinem Dekret vom 20. Januar angeordnet hat. Laut einer hochrangigen Quelle aus dem Militär soll der Auftrag des Militärs in der Errichtung physischer Barrieren sowie „anderen Grenzmissionen“ münden, wie Air&Spaceforces schreibt.

Einwanderungspolitik: Trump will Platz schaffen, um die illegalen Zuwanderer in Abschiebehaft zu nehmen

Wahrscheinlich will Trump zudem Raum schaffen, um die illegalen Zuwanderer in eine Art Abschiebehaft zu nehmen – diese Bemühungen laufen seit den 1980er-Jahren unter der Regierung des republikanischen Präsidenten Ronald Reagan und wurden bis dahin sukzessive angepasst und in der Regel verschärft. Haft droht illegalen Immigranten seither auch für die Zeit der Prüfung ihrer Unterlagen. Federführend ist die Einwanderungs- beziehungsweise Zollbehörde U.S. Immigrations and Customs Enforcement (ICE). Bereits im November hatte die New York Times dargelegt, dass der ICE der Platz fehle, um für die geplanten Massendeportationen die Ausreisepflichtigen zu sammeln.

Grundsätzlich wird zu klären sein, welche Befugnisse dem Militär künftig zugesprochen werden. Trump plädiert dafür, mit der Ausweitung von deren Vollmachten eine grundlegende, weitreichende Bedrohung der öffentlichen Ordnung abzuwenden. Menschenrechtsorganisationen halten das für grob gesetzwidrig. Die Sammellager sind ebenso umstritten – laut einem aktuellen Bericht der NYT kalkuliert Trump damit, dass die drohende Internierung den Einsatz des Militärs weitestgehend obsolet machen und folgende Abschiebungen um so reibungsloser gestalten würden, wie Charlie Savage und Michael Gold schreiben:

„Die Idee dahinter ist, dass mehr Menschen freiwillig die Abschiebung akzeptieren würden, anstatt den aussichtslosen Versuch zu unternehmen, im Land zu bleiben, wenn sie in der Zwischenzeit eingesperrt bleiben müssten.“

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