Diplomatische Spannungen

Festnahmen in Venezuela: CIA soll Mord von Maduro geplant haben

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Die Situation in Venezuela ist weiterhin angespannt. Nun werden sechs Menschen verhaftet. Sie sollen in Verbindung mit der CIA einen Anschlag geplant haben.

Caracas – Die Spannungen zwischen Venezuela und vielen westlichen Ländern nach den Präsidentschaftswahlen Ende Juli dauern an. Ursprung für den Zwist in den diplomatischen Beziehungen ist der Wahlsieg des Präsidenten Nicolás Maduro, woraufhin Rufe der Wahlmanipulation von Seiten der Koalition bekannt wurden. Nun haben Berichten zufolge Behörden in Venezuela mitgeteilt, sechs Menschen aus Spanien, den USA und Tschechien festgenommen zu haben. Der Vorwurf: Sie sollen einen Anschlag auf den Staatspräsidenten geplant haben.

Der Wahlsieg des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ist umstritten. Ihm wird von Anhängern der Opposition Wahlbetrug vorgeworfen.

Venezuela erhebt schwere Vorwürfe: CIA soll Mordkomplott gegen Maduro geplant haben

Unter den Festgenommenen soll sich Angaben der venezolanischen Behörden nach ein Navy Seal der US Navy befunden haben, berichtet CNN. Innenminister Diosdado Cabello soll den Vorwurf erhoben haben, das Komplott sei von der CIA gesteuert gewesen und habe die Ermordung Maduros als Ziel gehabt sowie das Land zu „destabilisieren“.

„Die CIA steht an vorderster Front dieser Operation“, sagte Cabello laut CNN auf einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass auch Spaniens Nationaler Geheimdienst sowie die Oppositionsführerin María Corina Machado beteiligt seien, wie ZDF heute berichtet. Festgenommen wurden demnach zwei Spanier, drei US-Amerikaner und ein Tscheche. Außerdem seien mehr als 400 Gewehre und Pistolen beschlagnahmt worden, welche aus den USA stammen sollen.

Außenministerien weisen Anschuldigungen zurück: Geheimdienste seien nicht involviert

Das US-Außenministerium habe diese Vorwürfe zurückgewiesen. Am Samstag bestätigte das Ministerium laut CNN, dass ein Mitglied des US-Militärs in Venezuela festgenommen wurde. Ebenfalls seien „unbestätigte Berichte über die Inhaftierung von zwei weiteren US-Bürgern“ bekannt, heißt es.

Auch das Außenministerium in Madrid erklärte gegenüber RTVE, dass die aus Spanien stammenden Inhaftierten nicht dem spanischen Geheimdienst CNI oder einer anderen staatlichen Organisation angehören sollen. Von Seiten Tschechiens habe das Außenministerium gegenüber CNN bestätigt, dass ein tschechischer Staatsbürger in Venezuela festgenommen wurde.

Oppositionsführer verlässt das Land und beantragt Asyl in Spanien

Der Oppositionskandidat Edmundo González hat sechs Wochen nach der Präsidentschaftswahlen das Land verlassen und beantragte Asyl in Spanien. Zuvor wurde gegen González Haftbefehl erlassen, wegen Sabotage, Verschwörung und Amtsanmaßung.

Die USA verhängten laut der Deutschen Presse-Agentur Sanktionen gegen mehrere Vertraute Maduros. Ihnen wird vorgeworfen, einen transparenten Wahlprozess behindert zu haben. Die venezolanische Botschafterin in Madrid wurde zu Konsultationen zurückberufen und der spanische Botschafter in Caracas einbestellt, nachdem die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles Venezuela als „Diktatur“ bezeichnete. Am Samstag rief Oppositionsführerin Machado zu weltweiten Protesten auf. (dpa/gel)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Ton Molina/Fotoarena

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