Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündige neue Regelungen an, die den vom Erdbeben vertriebene Wählern den Urnengang erleichtern sollen.
Istanbul - Zur offiziellen Festsetzung der vorgezogenen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen - diese sind für 14. Mai geplant - werde er am Freitag ein Dekret erlassen, das am Folgetag im Staatsanzeiger veröffentlicht werde, gab das 69-jährige Staatsoberhaupt am Montagabend bekannt. Der Erlass werde sicherstellen, dass auch Menschen, deren Wohnsitz oder deren Wählerregistrierung sich wegen der Beben vom 6. Februar änderten, ihre Rechte wahrnehmen könnten.
Laut Regierungsangaben sind bisher 3,3 Millionen Menschen aus der Region evakuiert worden, 1,5 Millionen Menschen leben in Zelten - etwa so viele wie die Bevölkerung Münchens. 50 000 Menschen sind in Containern untergebracht, 140 000 in Hotels. (dpa)