Lage an der Front

Ukraine-Krieg aktuell: Justizminister plötzlich entlassen – schwerwiegender Verdacht

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Bei Pokrowsk ist die Lage weiter angespannt. Auch im Süden müssen sich ukrainische Truppen zurückziehen. Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg.

Update, 8.10 Uhr: Nach Durchsuchungen wegen Korruptionsermittlungen ist der ukrainische Justizminister Herman Haluschtschenko von seinen Aufgaben entbunden worden. Das habe die Regierung in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, teilte Regierungschefin Julia Swyrydenko bei Telegram mit.

Der Verdacht: Der ehemalige Energieminister Haluschtschenko soll als einer von mehreren Verdächtigen in einen beispiellosen Korruptionsskandal in der Ukraine verwickelt sein. Er war seit Juli 2025 Justizminister. Es geht um Bestechungsgeld, das beim Bau von Schutzvorrichtungen um Energieanlagen gegen russische Luftangriffe geflossen sein soll. Die Verdächtigen sollen etwa 100 Millionen US-Dollar (86,4 Millionen Euro) an Schmiergeld gewaschen haben. Im Zentrum der Ermittlungen steht Tymur Minditsch, ein langjähriger Wegbegleiter von Präsident Wolodymyr Selenskyj.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukrainischer Generalstab: 76 Angriffe in Pokrowsk an einem Tag

Update, 7.05 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat auf Facebook ein Update zur Lage an der Front veröffentlicht. Insgesamt seien am vergangenen Tag 217 Kampfzusammenstöße verzeichnet worden. „In Richtung Pokrowsk stoppten unsere Verteidiger 76 offensive Aktionen des Aggressors“, heißt es unter anderem in dem Bericht. Die ukrainische Armee gerät in der Stadt Pokrowsk zunehmend unter Druck, wie auch unabhängige internationale Beobachter bestätigen.

Korruptionsvorwürfe gegen Selenskyj-Vertrauten in der Ukraine

Update, 6.16 Uhr: Wolodymyr Selenskyj fällt jetzt „auf die Füße“, dass er Korruptionsermittler entmachten wollte, wie ntv es formuliert. Nach Razzien im Energiesektor haben Antikorruptionsermittler in der Ukraine Timur Minditsch der weitverzweigten Korruption beschuldigt – er gilt als Vertrauter Selenskyjs. Der Verdächtige habe „freundschaftliche Beziehungen zum Präsidenten der Ukraine“ für seine kriminellen Aktivitäten genutzt, erklärte ein Vertreter der Antikorruptions-Staatsanwaltschaft (Sapo) gestern (11. November) vor Gericht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (rechts, Archiv)

Lage in Saporischschja im Ukraine-Krieg aktuell extrem angespannt

Update, 12. November, 5.16 Uhr: Russische Truppen haben nach ukrainischen Angaben drei Ortschaften in der Region Saporischschja eingenommen. Der ukrainische Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj berichtete auf Telegram von einer erheblichen Verschlechterung der Lage im Südosten des Landes. Der Feind nutze seine zahlenmäßige Überlegenheit bei Personal und Material aus, erklärte Syrskyj laut Reuters.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew meldet verschlechterte Lage in Saporischschja

Update, 22:02 Uhr: Nach Rückschlägen in der Ostukraine gerät die ukrainische Armee auch an der Südfront im Gebiet Saporischschja immer stärker unter Druck. Mittels des Einsatzes von „allen vorhandenen Waffenarten“ würden die ukrainischen Truppen zurückgedrängt. Ziel der russischen Angriffsbemühungen ist es demnach, die Kleinstadt Huljajpole von Osten her zu erobern. Zusätzlich sollen nördlicher liegende Nachschubrouten abgeschnitten werden, die nach Pokrowsk im angrenzenden Gebiet Dnipropetrowsk führen. Die nur noch etwas mehr als zehn Kilometer von der Frontlinie entfernte Siedlung wird bereits regelmäßig von russischen Drohnen und Gleitbomben angegriffen.

Update, 20:11 Uhr: Nach Angaben des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrsky, haben Kiews Drohnen im Ukraine-Krieg im Oktober 77.000 russische Ziele getroffen. Laut Bericht der Nachrichtenagentur ukrinform erklärte der Armeechef auf Facebook, dass die Zahl steige. Um welche Ziele es sich dabei genau handelt, bleibt in dem Bericht offen. Die besten Kampfergebnisse hätten FPV-Drohnen und schwere Bomber erzielt, heißt es zudem.

Ein ukrainischer Soldat der Einheit Kraken 1654 beobachtet eine Vampire-Drohne, die während einer Vorführung für Associated Press am 5. November 2025 über ihn hinwegfliegt.

„Die Ukraine setzt verstärkt auf automatisierte Systeme – dabei handelt es sich nicht nur um unbemannte Luftfahrzeuge, sondern auch um unbemannte Bodenroboter, die zum Schlüsselelement des modernen Krieges werden und das Leben der Soldaten retten“, schreibt der ukrainische Armee-Chef. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass Drohnen für die ukrainische Armee weiterhin höchste Priorität hätten.

Bevorstehender Winter im Ukraine-Krieg: Deutschland stellt 40 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung

Update, 19:31 Uhr: Deutschland stellt der Ukraine angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Infrastruktur des Landes zusätzlich 40 Millionen Euro Winterhilfe zur Verfügung. „Wir helfen, dass Wohnungen warm und erleuchtet bleiben und es Russland mit seinen gezielten Terrorangriffen auf die zivile Gas- und Wärmeversorgung nicht gelingt, die Moral der Verteidigerinnen und Verteidiger ihrer Heimat zu brechen“, teilte Außenminister Johann Wadephul (CDU) zu seiner Teilnahme am Treffen der G7-Außenminister in Kanada mit. 

Das Geld soll für humanitäre Maßnahmen verwendet werden und etwa der Reparatur von Heizsystemen und beschädigten Häusern sowie der Lieferung von Stromaggregaten und Sachgütern wie Decken oder Hygienemitteln dienen. Den Menschen in der Ukraine droht der vierte Winter im Ukraine-Krieg mit oft minus 20 Grad.

Update, 18:25 Uhr: Der ukrainische Präsident berichtet unter Berufung auf Informationen des ukrainischen Oberbefehlshabers Oleksandr Syrskyj von der aktuellen Lage an der Front im Ukraine-Krieg: „Unser Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der Richtung Pokrowsk und der Region Saporischschja, wo die Russen die Anzahl und den Umfang ihrer Angriffe verstärken“, schreibt Selenskyj in einem Post auf der Online-Plattform X.

„Die Lage dort bleibt schwierig“, die ukrainischen Truppen würden jedoch ihre „Zerstörungsarbeit gegen den Besatzer“ fortsetzen. „Etwas entspannter“ sei die Lage in Kupjansk: „Unsere Streitkräfte haben dort Erfolge erzielt, und dies ist seit einigen Wochen der Fall.“

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew meldet 46 Gefechte an der Front bei Pokrowks am Dienstag

Update, 17:16 Uhr: Die aktuelle Lage an der Front im Ukraine-Krieg: Kiews Generalstab meldet 118 Gefechte zwischen ukrainischen und russischen Truppen im Laufe des Tages. Im Raum Pokrowsk habe Russland allein 46 Angriffe gestartet - 38 dieser Angriffe haben Kiews Truppen laut Bericht des Generalstabs abgewehrt. Die Kämpfe um die strategisch wichtige Stadt im Ukraine-Krieg dauern demnach an.

Aktuelle Lage an der Ukraine-Front: Kiews Truppen müssen sich im Süden bei fünf Ortschaften zurückziehen

Update, 16:39 Uhr: In der Region Saporischschja müssen sich ukrainische Truppen von ihren Stellungen bei fünf Ortschaften zurückziehen. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur ukrinform unter Berufung auf Angaben des ukrainischen Einsatzkommandos „Süd“. Das Einsatzkommando berichtet von „heftigen Kämpfen“ in den vergangenen Tagen. Russland setze „alle möglichen Waffen ein“, um die ukrainischen Einheiten zurückzudrängen.

Durch verstärkte Sturmangriffe, zahlreiche Infiltrationsversuche sowie massiven Artilleriebeschuss im Ukraine-Krieg „mussten sich ukrainische Einheiten von ihren Stellungen bei Novouspenivske, Nove, Okhotnyche, Uspenivka und Novomykolaivka zurückziehen, um das Leben der Soldaten zu schützen“. Zudem seien alle Unterstände und Befestigungsanlagen zerstört.

Update, 15:48 Uhr: Kiews Streitkräfte sollen am Dienstag Anlagen der russischen Ölraffinerie in Orsk in Russland angegriffen haben. Das meldet der ukrainische Generalstab auf Facebook. Ersten Berichten zufolge wurde eine der wichtigsten Ölverarbeitungsanlagen der Raffinerie getroffen, schreibt Ukrainska Pravda. Der Generalstab berichtet von Explosionen und ein Brand. Die genauen Auswirkungen des Angriffs würden derzeit ermittelt.

In dem Post des ukrainischen Generalstabs heißt es zudem, dass die Anlage unter anderem Benzin, Dieselkraftstoff, Flugturbinenkraftstoff und Schmieröle produziere – mit einer geplanten Raffineriekapazität von 6,6 Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Das Unternehmen beliefere damit russische Truppen im Ukraine-Krieg.

Ukraine soll nordkoreanisches Mehrfachraketenwerfer-System zerstört haben

Update, 14:52 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben ein nordkoreanisches Mehrfachraketenwerfer-System vom Typ 75 bei Pokrowsk zerstört. Drohnen der Einheit „Height Predators“ der 59. Separaten Sturmbrigade der Ukraine gelang es wohl den Raketenwerfer anzugreifen, wie aus einem bei Telegram veröffentlichten Video hervorgeht. Das 107-mm-System vom Typ 75, eine nordkoreanische Kopie des chinesischen Typs 63, kann hochexplosive Splitter- und Streumunition bis zu einer Reichweite von über acht Kilometern abfeuern. Laut dem Portal Militarnyi montieren russische Kräfte die Werfer auf Fahrzeuge, um Mobilität und Einsatzgeschwindigkeit zu verbessern.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Bürgermeister Klitschko rechnet mit wenigen Rückkehrern nach Krieg

Update, 14:29 Uhr: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko rechnet damit, dass viele junge Ukrainer nach Kriegsende nicht zurückkehren werden. „Wir wären glücklich, wenn die Hälfte der jungen Menschen wieder zurückkommen“, sagte er am Dienstag dem Sender Welt TV.

Jüngere integrierten sich schnell in die Aufnahmeländer, lernten die Sprache und gründeten Familien, begründete Klitschko seine Einschätzung. Für eine Rückkehr seien Frieden, Arbeitsplätze und eine mit Europa vergleichbare Lebensqualität in der Ukraine erforderlich. Die Ukraine stehe nach dem Krieg vor „riesigen Herausforderungen“, erklärte der Bürgermeister.

Ukraine-Krieg aktuell: Ukraine mit Gegenangriffen in Pokrowsk – „Verteidigung geht weiter“

Update, 14:00 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben in der umkämpften Stadt Pokrowsk Gegenangriffe gestartet und werden den russischen Angriff abwehren. Das hat Generaloberst Oleksandr Syrskyj, Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, am Montag erklärt. Pokrowsk sei ein „solides befestigtes Gebiet“, sagte Syrskyj laut einer Mitteilung des ukrainischen Generalstabs. Zwar seien die Russen an einigen Stellen durch die Verteidigungsanlagen gebrochen, doch die Kommandoführung wisse, wo diese Stellen sind. Russland hat nach Syrskys Angaben mehr als 150.000 Mann für die Eroberung der strategisch wichtigen Logistik-Drehscheibe im Ukraine-Krieg konzentriert.

Major Andriy Kovalev, ein Sprecher des ukrainischen Generalstabs, erklärte über die Lage in Pokrowsk: „Die Verteidigung des Ballungsraums Pokrowsk-Myrnohrad geht weiter. Die Lage bleibt komplex und dynamisch. Hier setzt der Feind alle verfügbaren Reserven ein, erleidet dafür jedoch nur enorme Verluste.“

Update, 13:30 Uhr: Die russische Region Uljanowsk hat das mobile Internet bis zum Ende des Ukraine-Kriegs gesperrt. Das berichtet die unabhängige russische Exil-Zeitung Moscow Times. Die Regionalregierung gab am 8. November bekannt, dass die Entscheidung vom Bundeszentrum zur Gewährleistung der „nationalen Sicherheit“ getroffen wurde. Laut dem regionalen Minister für digitale Entwicklung, Oleg Jagfarow, können die örtlichen Behörden die Sperrung nicht aufheben – nur eine Entscheidung aus Moskau könne die Einschränkung beenden. Die Internetprobleme dauern wohl bereits seit über einer Woche an.

Update, 13:01 Uhr: Russische Truppen haben ihre Infiltrationsversuche in die ostukrainische Stadt Pokrowsk massiv verstärkt. Das berichtet das ukrainische Portal Ukrainska Pravda. Über 300 russische Soldaten befinden sich nach Angaben des 7. Korps der ukrainischen Luftlandetruppen bereits in der Stadt im Gebiet Donezk. Die Angreifer nutzen laut den Verteidigern schlechte Wetterbedingungen mit dichtem Nebel aus, um mit leichten Fahrzeugen über die südlichen Stadtränder vorzudringen. „In den letzten Tagen haben die Russen ihre Versuche verstärkt, Pokrowsk zu infiltrieren“, teilten die Luftlandetruppen mit. Seit Anfang November töteten ukrainische Kräfte 162 russische Soldaten in Pokrowsk und verwundeten 39 weitere.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland zielt auf ukrainische Energieanlagen ab – Lage „kritisch“

Update, 12:43 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Dienstag erneut die südukrainische Region Odessa mit Drohnen angegriffen und dabei Energie- und Verkehrsinfrastruktur beschädigt. Nach Angaben der regionalen Verwaltung und des ukrainischen Katastrophenschutzes waren die Luftabwehrsysteme die ganze Nacht über aktiv, konnten aber nicht alle Treffer verhindern.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz. © Philipp Schulze/dpa
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben. © JONATHAN NACKSTRAND/afp
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bradley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechenden Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren. © U.S. Army/dpa
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil. © Björn Trotzki/Imago
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität.
Aus Großbritannien stammt der Kampfpanzer vom Typ Challenger 2. Dabei handelt es sich um einen der modernsten Panzer weltweit. Im Gegensatz zu den meisten anderen modernen Kampfpanzern ist der Challenger 2 mit einer 120-Millimeter-Kanone mit gezogenem Lauf ausgerüstet. Auch auf lange Entfernung sind zuverlässige Treffer zu erwarten. So soll ein Challenger 2 im Golfkrieg von 1991 einen irakischen Panzer auf fast fünf Kilometer Entfernung ausgeschaltet haben. Die Chobham-Panzerung sorgt für einen enorm guten Schutz. Als Nachteile gelten das hohe Gewicht, die komplizierte Logistik und die eingeschränkte Mobilität. © Spc. Nicko Bryant Jr./Imago
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde der Marder mitten im Kalten Krieg. Er dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren.
Der Marder hat schon mehr als 50 Jahre auf dem Buckel, ist aber noch immer bei der Bundeswehr im Einsatz. Gebaut wurde er mitten im Kalten Krieg. Der Marder dient den Panzergrenadieren als Gefechtsfahrzeug und Führungspanzer. Durch seine Geschwindigkeit sollen die Infanteristen den Kampfpanzern folgen können. Mit 600 PS bei 35 Tonnen ist er gut motorisiert. Bewaffnet ist der Marder mit einer 20-Millimeter-Kanone. Die Besatzung besteht aus Kommandant, Richtschütze, Fahrer und sechs Grenadieren. © Philipp Schulze/dpa
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden.
Die NLAW ist eine Panzerabwehrlenkwaffe aus schwedischer Produktion. Sie dient zur Bekämpfung von gepanzerten Fahrzeugen sowie Gebäuden. Sie kann von einem einzelnen Menschen transportiert und eingesetzt werden. Der Start mit der geschulterten Waffe kann liegend, kniend oder stehend erfolgen. Ihre Reichweite liegt bei bis zu 600 Metern. Verfehlt die Rakete das Ziel, so zerstört sie sich nach einer Flugzeit von 5,6 Sekunden selbst. Die NLAW ist ein Wegwerfartikel und kann nur einmal abgefeuert werden. © Sergei Supinsky/afp
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern. Die Entwicklung des Boden-Luft-Lenkwaffensystems reicht in die späten 1960er-Jahre zurück, eingeführt wurde es in den frühen 1980er-Jahren, seitdem wurde es immer wieder modernisiert.
Das Patriot-System dient zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern, Drohnen und Raketen kürzerer Reichweite. Es besteht aus mehreren Komponenten: Das Bodenradar erkennt Flugobjekte, der Leitstand berechnet deren Flugbahn, programmiert die eigenen Raketen und koordiniert deren Abschuss, das Startgerät verfügt über bis zu acht Raketenwerfer, der erforderliche Strom kommt von einem Fahrzeug mit Generatoren. Das Patriot-System kann gleichzeitig bis zu 50 Ziele beobachten und fünf bekämpfen. Die maximale Kampfentfernung liegt bei etwa 68 Kilometern.  © Kevin Schrief/dpa
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen.
Beim Multiple Launch Rocket System (MLRS) handelt es sich um ein Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Kettenfahrgestell. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M270. Bei der Bundeswehr wird es unter dem Namen MARS (Mittleres Artillerieraketensystem) geführt. Das System trägt zwölf Raketen, die Ziele in bis zu 40 Kilometer Entfernung treffen. © Jeon Heon-Kyun/dpa
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen.
Die türkische Kampf- und Aufklärungsdrohne Bayraktar TB2 ist seit 2016 im Einsatz. Der Name geht auf ihren Erfinder Selçuk Bayraktar zurück, den Schwiegersohn des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die Drohne erreicht eine Flughöhe von 7300 Metern. Sie ist 6,5 Meter lang, besitzt eine Spannweite von zwölf Metern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 Kilometern pro Stunde. Beim ukrainischen Angriff auf das russische Flaggschiff „Moskwa“ soll die Drohne einen Angriff vorgetäuscht haben, bevor zwei Neptun-Raketen das Schiff trafen. © Birol Bebek/afp
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herausspringen. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.
Im Ukraine-Krieg kommen auch zahlreiche unbemannte Kamikaze-Drohnen zum Einsatz. Die Switchblade 300 ist zusammengeklappt so handlich, dass sie in jeden Rucksack passt. Sie wird mithilfe von Druckluft aus einem Rohr abgeschossen und verfügt über vier schwenkbare Flügel, die im Flug wie Springmesser herauskatapultiert werden. Sie hat eine Reichweite von knapp zehn Kilometern und kann einige Zeit über ihrem Einsatzgebiet verweilen, ehe sie im Sturzflug angreift. Der Gefechtskopf der Switchblade 300 hat eine Sprengladung, die einer 40-Millimeter-Granate entspricht.  © Lcpl. Tyler Forti/Imago
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C.
Das norwegische Luftabwehrsystem NASAMS wurde entwickelt, um Flugzeuge, Hubschrauber, Marschflugkörper und unbemannte Luftfahrzeuge zu identifizieren, anzugreifen und zu zerstören. Es ist in der Lage, 72 Ziele gleichzeitig zu treffen. Ihre weitreichendsten Raketen können Ziele bis maximal 50 Kilometer abschießen. Eine Batterie besteht aus zwölf Raketenwerfern, acht Radar-Stationen, einer Feuerleitzentrale, einem Kamera- und einem Kontroll-Fahrzeug. Seit 2005 schützt das System die US-Hauptstadt Washington, D.C. © Robin Van Lonkhuijsen/dpa
Die Ukraine kann im krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für insgesamt zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre.
Die Ukraine kann im Krieg gegen Russland auch auf Bushmaster-Panzerfahrzeuge aus australischer Produktion zurückgreifen. Sie sind dank ihrer gepanzerten Stahlplatten explosionssicher und für alle Umgebungen geeignet. Auch eine Reifenpanne hindert den Bushmaster nicht an der Weiterfahrt. Das Fahrzeug bietet Platz für zehn Soldaten einschließlich ihrer Waffen und Ausrüstung. Übliche Bordwaffen sind 5,56-Millimeter- und 7,62-Millimeter-Maschinengewehre. © Russell Freeman/Imago
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe.
Die Geschichte des M113 ist schon mehr als 60 Jahre alt. Das auch gerne als „Battle Taxi“ bezeichnete Militärfahrzeug war der erste moderne Truppentransportpanzer. Die Möglichkeit, in einem leichten, schnellen, schwimmfähigen und per Flugzeug transportablen gepanzerten Fahrzeug elf Infanteristen durch ein Kampfgebiet zu befördern, kam einer Revolution gleich. Seit der Markteinführung 1960 wurden mehr als 80.000 Fahrzeuge herstellt. In der Standardausführung verfügt der M113 über ein 12,7-Millimeter-Maschinengewehr als Hauptwaffe. © Björn Trotzki/Imago
Der PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.
Der polnische PT-91 Twardy („Der Harte“) ist eine modernisierte Version des Panzers T-72 aus der Sowjetzeit. Der PT-91 ist seinem Vorbild äußerlich nach wie vor sehr ähnlich, besitzt jedoch gegenüber dem Original einige Verbesserungen. Dazu gehören eine im Vergleich zum Basismodell deutlich präzisere Feuerleitanlage, ein Laserwarnsystem, eine Wärmebildkamera und eine Reaktivpanzerung.  © Imago
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.
Der Gepard ist ein Flugabwehrpanzer, der Teil der Heeresflugabwehr der Bundeswehr war, bis er 2010 außer Dienst gestellt wurde. In der Zwischenzeit wird er nur noch von anderen Armeen verwendet, so auch von der Ukraine. Der Gepard wurde in erster Linie entwickelt, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. In der Ukraine ist vor allem der Suchradar von Vorteil, mit dem feindliche Drohnen schnell erkannt und angegriffen werden können. Der Gepard verfügt über 35-Millimeter-Maschinenkanonen.  © Michael Mandt/afp
Italienische Panzerhaubitzen M109L werden über Udine und Österreich in die Ukraine geliefert.
Ende April 2023 lieferte Italien klammheimlich über die nordöstliche Region Friaul-Julisch Venetien und Österreich 30 schwere Panzerhaubitzen M109L in die Ukraine. Das Foto vom Transport ist am Bahnhof Udine entstanden. Laut italienischer Tageszeitung „La Repubblica“ erhält Kiew vom Nato-Mitglied insgesamt 60 Stück der Standard-Haubitze des Verteidigungsbündnisses. Die M109L zeichnet vor allem ihre schwere 155mm-Kanone aus. © Twitter@Topolin28714725
Ein gepanzerter MaxxPro-Truppentransporter der US-Streitkräfte. (Symbolfoto)
Zu Beginn ihrer Gegenoffensive hatten die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe der Vereinigten Staaten laut „Magazin für Europäische Sicherheit & Technik“ einen Bestand von 580 sogenannter MRAPs (Mine Resistant Ambush Protected Vehicle) aufgebaut. Dabei handelt es sich um Truppentransporter mit hohem Minenschutz. Etliche davon gingen im Frühsommer 2023 verloren, vor allem gepanzerte MaxxPro (Beispiel-Foto), was Videos brennender Exemplare bei Twitter beweisen sollten.  © IMAGO / ZUMA Wire
Ein Radpanzer Stryker der US-Streitkräfte.
Die USA haben der Ukraine im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 bis zu 90 Radpanzer vom Typ Stryker geliefert. Der hochmobile Schützenpanzer mit einer Länge von knapp sieben Metern und einer Breite von 2,72 Metern soll Truppenverlegungen binnen kurzer Zeit ermöglichen, weil er mit bis zu 100 km/h deutlich schneller ist als viele Kettenpanzer. Mit bis zu 39 Millimetern Außenhülle ist er jedoch vergleichsweise schwach gepanzert. © IMAGO / ABACAPRESS
Ukrainische Soldaten werden an schwedischen Schützenpanzern CV 90 ausgebildet.
Das Combat Vehicle 90 (CV 90) gilt als einer der modernsten Schützenpanzer der Welt. Entwickelt wurde der Panzer in den 1990er Jahren vom britischen Rüstungskonzerns BAE Systems AB für die Streitkräfte Schwedens. Das skandinavische Land stellte der Ukraine im Frühjahr 2023 nach und nach 50 der Schützenpanzer bereit, die die 40-mm-Ma­schi­nen­ka­no­ne 40/70B auszeichnet. Bis zu acht Infanterie-Soldaten können mit dem CV 90 mitten in die Schlacht gefahren werden. © IMAGO / TT
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten
Aus Frankreich soll die Ukraine bereits im März 2025 drei Modelle des Kampfjets „Mirage 2000“ erhalten. Bei den Maschinen soll es sich laut Medienberichten um Modelle der Variante „Mirage 2000-5“ handeln. Eine offizielle Bestätigung der Lieferung steht noch aus. Frankreich verfügt selbst über 26 modernisierte Kampfjets des Typs „Mirage 2000-5“. © KHALED DESOUKI/AFP
Ein Leopard-1-A5 der belgischen Armee, der in Deutschland produziert wurde. (Archivfoto)
Der Leopard 1A5 ist eine kampfwertgesteigerte Variante des „Leos“ 1 aus deutscher Produktion und Vorgänger des Leopard-2-Kampfpanzers der Bundeswehr. Zwischen 1986 und 1992 wurde im A5 eine neue Feuerleitanlage sowie erstmals ein Laserentfernungsmesser eingebaut. Anfang 2023 hatte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) der Ukraine 178 Exemplare in Aussicht gestellt. Beim Nato-Gipfel im Juli erfüllte Deutschland die zwischenzeitlich genannte Zielgröße von 25 gelieferten Leopard-1-A5 im Sommer 2023. © IMAGO / StockTrek Images
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet.
Die F-16 wurde in den 1970er Jahren als wendiger, vergleichsweise kostengünstiger und vielfältig einsetzbarer Kampfjet entwickelt. Sie trägt den offiziellen Spitznamen „Fighting Falcon“ (Kämpfender Falke), ist aber auch als „Viper“ bekannt. Der einstrahlige Kampfjet ist mit einer 20-Millimeter-Kanone mit mehreren Läufen bewaffnet und kann mit Luft-Luft-Raketen und Bomben ausgestattet werden. Nach Angaben der US-Luftwaffe erreicht die F-16 Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 2400 Kilometern pro Stunde und kann mehr als 860 Kilometer entfernt liegende Ziele anfliegen, ihre Raketen abfeuern und zum Startpunkt zurückkehren.  © PETRAS MALUKAS/afp
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert.
Die USA haben Atacms-Raketen an die Ukraine geliefert. Nach Abschuss vom Boden fliegen sie eine ballistische Kurve und sollen wieder am Boden detonieren. Obwohl sie als schwer abzufangen gelten, sind sie im Vergleich zu Marschflugkörpern nicht annähernd so präzise. Das liegt vor allem an der Geschwindigkeit. In der Spitze erreichen sie mehr als dreifache Schallgeschwindigkeit (Mach 3). Dieses hohe Tempo von rund 3700 km/h macht es auch deutlich schwerer, die Rakete zu kontrollieren. Bisher haben die USA Atacms mit einer gedrosselten Reichweite von 165 Kilometern geliefert. Die Ukraine wünscht sich aber Atacms mit einer Reichweite von 300 Kilometern. © U.S. Army/Imago
Kampfflugzeug des Typs „Gripen“ aus Schweden
Eigentlich sollte die Ukraine bereits im März 2024 die erste Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs „Gripen“ aus Schweden erhalten. Bislang sind aber keine Modelle des von der Firma Saab hergestellten Kampfjets im Kampf gegen Russland. Das wiederum liegt an der Lieferung der F16-Kampfjets an die Ukraine. Um die Luftwaffe des Landes und ihre Piloten nicht zu überfordern, wurde die Lieferung und Ausbildung des Personals an den schwedischen Flugzeugen zunächst ausgesetzt. Geplant sind die Lieferungen nun für 2025. © Sandor Ujvari/dpa

Bei den Angriffen wurden mehrere zivile Energieanlagen und ein Depot der ukrainischen Eisenbahn beschädigt, wie die Behörden mitteilten. Eine Person erlitt Splitterverletzungen. Vizeenergieminister Mykola Kolesnyk bezeichnete die Lage im ukrainischen Stromnetz nach dem russischen Großangriff vom Samstag mit 45 Raketen und 458 Drohnen als „kritisch“. Laut Kolesnyk ziele Russland gezielt auf die verwundbarsten Teile des Energienetzes, um das System vor dem Winter zu destabilisieren.

Ukraine-Krieg aktuell: USA stellen diplomatische Gespräche mit Russland ein

Update, 11:53 Uhr: Die USA haben die diplomatischen Gespräche mit Russland zur Normalisierung der Beziehungen eingestellt. Eine neue Verhandlungsrunde zum vollen Botschaftsbetrieb in Moskau und Washington ist derzeit nicht geplant, wie die US-Mission in Russland der russischen Tageszeitung Iswestija mitteilte.

Das letzte Konsultationstreffen fand vor über sechs Monaten am 10. April in Istanbul statt. Obwohl der russische Botschafter in Washington, Alexander Dartschiew, im Juni ein baldiges drittes Treffen ankündigte, wurden die Gespräche nach russischen Angaben auf US-Initiative abgesagt. Außenminister Sergej Lawrow bestätigte, dass der Dialog fortgesetzt werde, „aber nicht so schnell, wie wir es uns wünschen würden“, zitiert die Moscow Times den Außenminister.

Ukraine-Krieg aktuell: Kreml spricht von versuchter Entführung eines Jets

Update, 11:19 Uhr: Der russische FSB behauptet, die geplante Entführung einer MiG-31 mit Kinschal-Hyperschallrakete durch die Ukraine verhindert zu haben. Ein russischer Pilot sollte für drei Millionen Dollar zur Desertion bewegt werden und den NATO-Stützpunkt Constanta in Rumänien ansteuern. Der FSB macht den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR und britische Dienste verantwortlich. Die MiG sollte beim Anflug auf Constanta abgeschossen werden, so der FSB.

Ukrainische Quellen für die Behauptung gibt es nicht. Der Geheimdienst präsentierte angebliche Beweisvideos und behauptete, die Kontaktaufnahme sei über das Recherchenetzwerk Bellingcat erfolgt. Der FSB meldet regelmäßig angebliche Ermittlungserfolge gegen Terroristen oder ukrainische Anschlagspläne, die selten überprüfbar sind. Diese Veröffentlichungen sind wohl Teil der russischen psychologischen Kriegsführung. (red mit Agenturen) (dil)

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