Update, 15:05 Uhr: Russlands Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben die Zahl der Angriffe auf Stellungen der ukrainischen Truppen im Ballungsraum Pokrowsk in der Oblast Donezk erhöht. Das berichtet das 7. Schnellreaktionskorps der ukrainischen Luftlandetruppen auf Telegram. Die heftigsten Kämpfe in Pokrowsk finden demnach im Industriegebiet statt.
Die Truppe halte dennoch ihre Verteidigungslinie und berichtet von russischen Verlusten an der Pokrowsk-Front im Ukraine-Krieg: „In der vergangenen Woche haben ukrainische Truppen 236 russische Soldaten getötet und weitere 136 verwundet.“ Zudem sollen die ukrainischen Soldaten einen Panzer, drei gepanzerte Kampffahrzeuge und 23 Fahrzeuge zerstört haben.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 13:05 Uhr: Kiew dementiert erneut, dass russische Truppen die umkämpfte Stadt Pokrowsk im Osten der Region Donezk eingekreist hätten. Gleichzeitig erklärte Andrii Kovalev, Sprecher des Generalstabs der Ukraine, gegenüber Ukrainska Pravda, dass die logistische Versorgung der dort stationierten Truppen schwierig sei. Dennoch würde die Logistik nach Pokrowsk im Ukraine-Krieg weiterhin funktionieren, so der Sprecher: und die Truppen, einschließlich verwundeter Soldaten, würden im Wechsel eingesetzt.
Russland hatte zuvor berichtet, alle Fluchtrouten der ukrainischen Armee aus der Stadt Pokrowsk blockiert zu haben. Die Stadt Pokrowsk gilt als wichtiger Logistikknotenpunkt im Ukraine-Krieg.
Aktuelle Angriffe im Ukraine-Krieg: Kiew nimmt die Stadt Tuapse ins Visier – Bericht über Marinedrohnen
Update, 11:50 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat Kiew offenbar in der Stadt Tuapse in der Region Krasnodar angegriffen. Russische Telegram-Kanäle und das russische Medienunternehmen Astra meldeten demnach Attacken, die auf Pieranlagen des Schwarzmeerhafens gezielt haben soll. Mutmaßlich kamen dabei Marinedrohnen zum Einsatz. Ukrainska Pravda beruft sich auf Anwohner, die von Explosionen in der Stadt berichteten. Insgesamt war die Warnung vor Drohnenangriffen für fast acht Stunden aktiv.
Ukraine-Krieg aktuell: Tschechiens Außenminister ruft zu Unterstützung für Kiew auf
Update, 10:45 Uhr: Der tschechische Außenminister Jan Lipavsky sagte am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, Europa müsse in die Verteidigung der Ukraine investieren, um Russlands Krieg zu stoppen und die eigene Sicherheit des Kontinents zu gewährleisten. Im Zusammenhang mit dem Wahlsieg von Andrej Babiš im vergangenen Monat sagte der Minister: Er gehe nicht davon aus, dass die neue Regierung die NATO verlassen werde, da diese „der ultimative Garant für Sicherheit ist und uns vorgibt, wie wir unsere Verteidigung gestalten sollten“.
Lipavsky warnte jedoch davor, dass Russland den ehemaligen sowjetischen Satellitenstaat immer noch als „eine Art Territorium betrachtet, das es beeinflussen und von dem es Ressourcen stehlen möchte“. In diesem Sinne wäre eine rechtsextreme Regierung in Tschechien „ein wunderbares Geschenk für Wladimir Putin“, sagte der Minister.
Update, 9:26 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden hat Putins Armee nach Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook 1090 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs sind die Verluste auf etwa 1.152.160 Soldaten gestiegen. Zusätzlich soll Russland 11.342 Panzer, 23.552 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 34.349 Artilleriesysteme.
Update, 7:10 Uhr: Die Ukraine hat offenbar erneut ein russisches Öldepot auf der Krim angegriffen. Das berichtet The Kyiv Independent unter Berufung auf den russischen Telegram-Kanal ASTRA. Demnach haben ukrainische Drohnen am späten Sonntagabend ein Treibstofflager nahe dem Dorf Gwardejskoje getroffen. Menschen vor Ort berichteten von mehreren Explosionen in der Nähe des Depots während eines größeren Drohnenangriffs auf die Halbinsel. Russlands Verteidigungsministerium behauptete, zehn ukrainische Drohnen über der Krim abgeschossen zu haben. Das Öldepot ist bereits im Oktober Ziel ukrainischer Angriffe gewesen – damals bestätigten die ukrainischen Spezialkräfte Schäden an der Anlage.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kiew startet neue Drohnenangriffe
Update, 5:45 Uhr: Kiew hat Russland erneut mit Drohnen angegriffen. Die Nachrichtenagentur RIA meldete unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium den Abschuss von 71 ukrainischen Drohnen in der Nacht durch die russische Luftabwehr.
Update, 10. November, 5:00 Uhr: Nach den massiven russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur in der Ukraine laufen die Reparaturarbeiten nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Hochdruck. „Die Reparaturarbeiten halten an“, sagte er in seiner abendlichen Ansprache. In fast allen Regionen des Landes werde rund um die Uhr gearbeitet. „Obwohl die Lage schwierig ist, sind tausende Menschen an der Stabilisierung des Systems und der Reparatur der Schäden beteiligt“, fügte Selenskyj hinzu.
Update, 21.49 Uhr: Russlands Truppen haben nach Angaben der russischen Besatzungsmacht alle Fluchtrouten der ukrainischen Armee aus der Stadt Pokrowsk blockiert. Die Einheiten, die sich noch immer in der Stadt befänden, hätten ihre letzte Chance verpasst, die Stadt vor der Eroberung durch Russland zu verlassen, gab ein Sprecher der sogenannten „Volksrepublik Donezk“ laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass bekannt. Die Stadt Pokrowsk gilt als wichtiger Logistikknotenpunkt im Ukraine-Krieg.
Update, 20.49 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Bevölkerung vor weiteren Drohnen- und Raketenangriffen aus Russland gewarnt. „Die Russen haben ihre Angriffskraft erhöht und setzen mehr ballistische Waffen ein“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft, die auf Telegram veröffentlicht wurde. Man müsse deshalb die Luftverteidigung verstärken, und sich auf weitere Attacken einstellen, so der Präsident aus Kiew.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland
Ukraine-Krieg aktuell: Schwere Vorwürfe gegen Russland
Update, 18.50 Uhr: Aus Berlin und London kommen schwere Vorwürfe gegen Moskau. Russland soll seine Spionageaktivitäten im Weltraum massiv erhöht haben, sagte Boris Pistorius (SPD) bei einer Konferenz in Berlin. Der Bundesverteidigungsminister sprach von einer „fundamentalen Bedrohung“, die durch russische Satelliten für die weltweiten Kommunikationsnetzwerke ausgehe. Mit diesen würden die Geheimdienste von Russlands Präsidenten Wladimir Putin westliche Satelliten verfolgen und behindern. Nach Angaben der deutschen Streitkräfte haben zwei russische Überwachungssatelliten in jüngster Zeit militärisch genutzte deutsche Satelliten observiert. Einem CNN-Bericht zufolge hat Russland seine Spionage-Fähigkeiten seit Beginn des Ukraine-Kriegs massiv ausgebaut. Dabei kooperiere Wladimir Putins Regierung immer häufiger auch mit der Volksrepublik China.
Update, 17.29 Uhr: Russische Drohnen haben im Ukraine-Krieg ein Biomasse-Wärmekraftwerk schwer beschädigt. Der Angriff ereignete sich in der Nacht und traf eine Anlage, die 2016 als erste große Biomasse-Station des Landes errichtet worden war. Das meldet die Ukrainska Pravda und bezieht sich dabei auf den Betreiber des Kraftwerks. Seit Samstagmorgen wurden Angriffe aus Russland auf die Energieinfrastruktur von zahlreichen Städten der Ukraine gemeldet, darunter Kiew, Kirowohrad, Poltawa, Charkiw und Dnipropetrowsk.
Update, 15.56 Uhr: Bei den massiven Angriffen auf die ukrainische Stromversorgung soll Russland auch Umspannwerke attackiert haben, die zwei ukrainische Atomkraftwerke versorgen. Das berichtete Außenminister Andrii Sybiha. „Das waren keine zufälligen, sondern geplante Angriffe“, sagte er der Nachrichtenagentur AP.
Laut ukrainischen Berichten kam es in der Millionenstadt Woronesch zu einem mehrstündigen Strom- und Heizungsausfall. In Belgorod sind laut örtlichen Behörden nach einem Raketenangriff rund 20.000 Haushalte von der Energieversorgung abgeschnitten. In Russland wiederum kam es in Taganrog in der Region Rostow zu einem stundenlangen Stromausfall. Die Behörden der rund 240.000 Einwohner zählenden Stadt begründeten den Ausfall mit einer Notabschaltung einer Stromleitung. Eine Ursache wurde nicht genannt. Lokale Medien berichteten aber von einem Brand in einem nahe gelegenen Umspannwerk.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Ukrainische Streitkräfte attackieren russische Regionen
Erstmeldung vom 9. November 2025: Kiew – Nach einem der schwersten russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur seit Kriegsbeginn haben ukrainische Streitkräfte ihrerseits russische Regionen attackiert. In mehreren Gebieten lösten die Behörden Luftalarm aus und meldeten Strom- und Heizungsausfälle. Auch in der Ukraine haben die Angriffe aus Russland zu massiven Energieausfällen geführt.
Betroffen von den Angriffen im Ukraine-Krieg waren laut verschiedener Meldungen die Regionen Belgorod und Woronesch. Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, teilte über Telegram mit, dass die Systeme der Energie- und Wärmeversorgung nach ukrainischen Angriffen beschädigt seien. Die Instandsetzungsarbeiten liefen bereits, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Belgorod grenzt im Westen direkt an die Ukraine. Im benachbarten Gebiet Woronesch, das im Osten an Belgorod grenzt, rief Gouverneur Alexander Gussew ebenfalls Raketen- und Drohnenalarm aus. Die Flugabwehr habe einige Drohnen unschädlich gemacht, teilte er mit. In einem kommunalen Betrieb habe ein Feuer gelöscht werden müssen. Nach unbestätigten Berichten in sozialen Netzwerken wurde das Heizkraftwerk der Stadt getroffen. In der Stadt Taganrog im Gebiet Rostow gab es ebenfalls Berichte in sozialen Netzwerken über Explosionsgeräusche und Stromausfälle.
In der Ukraine selbst meldeten die Behörden die schwersten russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf ihre Energieinfrastruktur seit Kriegsbeginn. Von 69 Drohnenangriffen seien 34 abgewehrt worden, teilte die ukrainische Flugabwehr mit. Am Vortag habe man russische Angriffe mit 458 Drohnen und 45 Raketen und Marschflugkörpern erlitten.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Energieausfälle im ganzen Land
Die Folgen der russischen Angriffe im Ukraine-Krieg für die Bevölkerung sind gravierend. Im ganzen Land kommt es immer wieder zu Strum-, Heizungs- und Warmwawsserausfällen, während die Temperaturen mit dem beginnenden Winter immer weiter sinken. In den Regionen Poltawa, Sumy und Charkiw saßen viele im Dunkeln und in der Kälte, berichtete dpa. Die Behörden sprachen von einer schwierigen Lage, weil viele der gerade erst reparierten Anlagen bei den neuen Attacken schwer beschädigt worden seien.
Die Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich indes weiter zu, weil die Truppen von Russlands Machthaber Wladimir Putin ihre Strategie geändert haben. Angriffe auf Kraft- und Umspannwerker erfolgen gleichzeitig zu Angriffen auf das Stromverteilungsnetz. Das berichtet das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda. Dadurch soll der Schaden auf die Versorgung maximiert werden. Das ukrainische Staatsunternehmen Centrenergo teilte mit, dass alle seine Heizkraftwerke den Betrieb eingestellt hätten und keine Energie mehr produzierten. Das Unternehmen hat laut Medien einen Anteil an der Energieproduktion von acht Prozent. Laut Rodion Miroshnik, Sonderbotschafter Russland in der besetzten Region Luhansk, attackiere Russland nur militärische Ziele in der Ukraine.
Russland erleidet aktuell Verluste im Ukraine-Krieg
Putin wiederum muss aktuell im Ukraine-Krieg neben den Angriffen auf die eigene Infrastruktur weiter hohe personelle Verluste in Kauf nehmen. Laut unbestätigten Meldungen fielen in den vergangenen 24 Stunden 970 russische Soldaten in Kämpfen in der Ukraine. Seit Kriegsbeginn vor drei Jahren Russland 1.151.070 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Russland selbst macht keinerlei Angaben über eigene Verluste im Ukraine-Krieg. (Verwendete Quellen: AP, DPA, Ukrainska Pravda, eigene Recherche) (dil)