- VonMax Nebelschließen
Die Ukraine entwickelt eifrig unbemannte Bodendrohnen für den Kampf gegen Russland. Regelmäßige Updates bietet der stellvertretende Ministerpräsident.
Kiew - Neuartige Waffensysteme sind im andauernden Ukraine-Krieg keine Seltenheit. Nun wurde bekannt, dass die ukrainische Armee an der Front einen experimentellen, mit Maschinengewehren ausgerüsteten Bodenroboter eingesetzt haben soll. Das zumindest berichtet das Portal Newsweek mit Bezug auf via Social-Media veröffentlichtes Bild- und Videomaterial.
Ukraine setzt auf Roboter mit Maschinengewehren
Laut Newsweek werden die Bodendrohnen unter anderem zu gefährlichen Minenaufräumarbeiten eingesetzt, greifen aber auch bei direkten Feuergefechten mit den russischen Streitkräften ein. Die Ukraine, heißt es weiter, habe zuletzt viel Geld und Zeit in unbemannte Technologien - ebenso in unbemannte Luftfahrzeuge als auch in wasserbasierte Gerätschaften - investiert.
Die unbemannten Landfahrzeuge hätten bislang weniger Aufmerksamkeit erregt, doch gerade hier treibe die Militärführung der Regierung von Wolodymyr Selenskyj die technische Entwicklung zunehmend voran. Mitte September 2023 hatte der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident sowie Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, bereits verkündet, dass man „eisernen“ Bodenroboter an der Front teste.
| Mychajlo Fedorow | |
|---|---|
| Geboren: | 21. Januar 1991 in Wassyliwka (Ukraine) |
| Politisches Amt: | Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für digitale Transformation |
| Amtsbeginn: | 29. August 2019 |
Ukrainische Bodendrohnen: Panzerung, Maschinengewehre und weitere Specials
Der 33-jährige Mychajlo Fedorow postet via X (ehemals Twitter) häufiger Schnappschüsse von neuen ukrainischen Hightech-Waffen. Eine der besagten Drohnen mit Maschinengewehr-Ausstattung ist das Modell Fury, das ferner über eine 360-Grad-Kamera sowie eine leistungsstarke Panzerung verfügen soll und ferngesteuert agieren kann. Stolz notierte der ukrainische Minister zu dieser Bodeneinheit in einem X-Beitrag: „Technologie und Innovation = Schlüssel zu unserem Sieg.“
Doch damit nicht genug: Die ukrainischen Militärtüftler arbeiten offenbar noch an einigen anderen unbemannten Bodenroboter. Darunter auch der UGV Sirko-S1, der zahlreiche Attribute in sich birgt. „Seine Aufgabe besteht darin, Fracht zu transportieren, Verwundete zu evakuieren und feindliche Stellungen zu erkunden“, erklärte Fedorow im vergangenen November ebenfalls per X. Außerdem soll die neue Drohne mit einem Kampfturm sowie mit Modulen zur Minenräumung ausgestattet werden.
Unbemannter Bodenroboter der Ukraine als Kamikaze-Einheit
Einen weiteren Bodenroboter stellte Mychajlo Fedorow im Oktober 2023 via Social-Media vor. „Hier ist ein ukrainischer Kamikaze-Roboter, der die Russen bald begeistern wird“, schrieb der Minister für digitale Transformation damals mit Blick auf das ebenfalls unbemannte Drohnen-Modell Ratel S, das Panzerabwehrraketen und ein Kampfmodul mit sich tragen soll. „So kann der Bediener die Ausrüstung des Gegners von einem sicheren Ort aus in die Luft jagen. Ratel S hat bereits Feldtests bestanden und ist in die Massenproduktion gegangen“, erklärte Fedorow.
Anfang Januar, so die Newsweek, teilten schließlich die Bodentruppen der Ukraine schließlich mit, dass ihre 5. Separate Angriffsbrigade bereits regelmäßig bodengestützte Kampfdrohnen einsetze, um Stellungen Russlands zu attackieren. Wie gefährlich ukrainische Drohnen der Putin-Armee werden können, bekamen offenbar erst kürzlich zwei russische Panzer zu spüren. (chnnn)
Rubriklistenbild: © Foto links: x/FedorovMykhailo Foto rechts: IMAGO/Ukrinform

