Die FDP spricht sich für eine schnelle und direkte Lieferung von Marder-Schützenpanzern an die Ukraine aus.
Berlin in Deutschland - Die FDP will sich in der Regierungskoalition für eine schnelle und direkte Lieferung von Marder-Schützenpanzern an die Ukraine einsetzen. Die Bundesregierung solle beim Schützenpanzer Marder den Ukrainern mehr Unterstützung zukommen lassen, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionschef Alexander Graf Lambsdorff der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe). "Auch wir als FDP sagen, Deutschland kann und sollte mehr tun", fügte der der Außenpolitiker. "Wir wünschen uns, dass wir hierzu in der Bundesregierung einen Konsens erzielen."
Beim Marder handele es sich um einen Schützen- und nicht um einen Kampfpanzer, betonte Lambsdorff. "Sie stehen auf dem Hof bereit, sie könnten aufbereitet und geliefert werden", fügte er hinzu. "Wir sind als FDP der Meinung, dass dies auch geschehen soll."
Zurückhaltender äußerte sich Lambsdorff zu einer Lieferung der von der Ukraine ebenfalls gewünschten Leopard-I-Panzer. "Beim Leopard schauen wir, was die Verbündeten machen", sagte der FDP-Fraktionsvize. "In der Ukraine gibt es weder französische noch britische, italienische oder amerikanische Kampfpanzer. Insofern gibt es auch keinen deutschen Leopard-Panzer."
Dies ändere sich auch nicht durch die geplante Lieferung der Panzerhaubitze 2000. "Haubitzen sind keine Gefechtsfeldwaffen und sind deshalb auch nicht mit Kampfpanzern zu verwechseln, die unmittelbare Kämpfe austragen können", betonte Lambsdorff. mid
Russland nicht in Wirtschafts- und Sozialrat der UNO gewählt
Russlands muss vorerst auf einen Sitz im Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (Ecosoc) verzichten. In der UN-Vollversammlung in New York verfehlte Russland am Freitag in sechs Wahlrunden die erforderliche Zweidrittelmehrheit, eine siebte Wahlrunde soll erst kommende Woche stattfinden. Nach Angaben von Diplomaten wurde Russland für seinen Angriffskrieg in der Ukraine abgestraft.
In der ersten Wahlrunde wurden Slowenien und die Slowakei problemlos als Vertreter Osteuropas in den Wirtschafts- und Sozialrat gewählt. Gegen Russland trat dann aber Nordmazedonien an, so dass Russland nur 118 Stimmen der 193 UN-Mitgliedstaaten bekam. Im sechsten Wahlgang bekam Russland nur 99 Stimmen. Es gab zudem zwei Enthaltungen. Elf Länder nahmen nicht an der Abstimmung teil.
Dem Ecosoc gehören 54 Mitglieder an, die jeweils für drei Jahre gewählt werden. Russland war schon vor einigen Wochen bei Wahlen für verschiedene Positionen in UN-Organisationen gescheitert, weil osteuropäische Länder in letzter Minute Gegenkandidaten aufstellten. mid