Die verarbeiteten Informationen, insbesondere zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg, stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland oder der Ukraine. Sie lassen sich deshalb nicht unabhängig überprüfen.
Update vom 10. Juli, 22.30 Uhr: In den Orten Gostre und Awdijiwka in der Oblast Donezk ist es zu russischem Beschuss gekommen. Dies berichtet die Ukrainska Pravda unter Berufung auf den Pressedienst der regionalen Staatsanwaltschaft von Donezk. Dem Bericht zufolge sind dabei zwei Zivilisten getötet worden. Darüber hinaus hätten mehrere Männer und ein Kind teils schwere Verletzungen erlitten. „Nach vorläufigen Angaben beschossen die Besatzer bewohnte Gebiete mit Artillerie. Privathäuser und Geschäftsgebäude wurden durch die Explosionen beschädigt“, hieß es.
Ukraine-Krieg: Mehrere Zivilisten sterben bei russischem Angriff
Update vom 10. Juli, 20.50 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf ein Hilfszentrum im Süden der Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge fünf Menschen getötet worden. Drei Frauen im Alter von 43, 45 und 47 Jahren und ein 47-jähriger Mann seien sofort tot gewesen, erklärte der örtliche Gouverneur Jurij Malaschko am Montag in Online-Netzwerken. In den Trümmern sei später die Leiche eines weiteren Mannes gefunden worden, wurde Malaschko von der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine zitiert.
Das Hilfszentrum befand sich den Angaben zufolge in einem Wohngebiet in der Stadt Orichiw, die nahe der Front liegt. Malaschko sprach von einem „Kriegsverbrechen“. Der ukrainische Generalstaatsanwalt erklärte, das Hilfezentrum sei am Sonntagmittag unter Beschuss geraten. Dabei seien auch 13 Menschen verletzt worden. Auf Fotos ist ein teilweise eingestürztes zweistöckiges Gebäude zu sehen, das von Trümmern umgeben ist.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland
Update vom 10. Juli, 18.15 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs haben ukrainische Kampfflugzeuge im Laufe des vergangenen Tages ein Kommandoposten, drei Versammlungsgebiete, ein Munitionsdepot, sieben Artilleriegeschosse, ein Luftabwehrsystem sowie weitere Waffen und Ausrüstung der russischen Armee zerstört. Dies teilte der Generalstab in einer Meldung auf Facebook mit. Russische Truppen hingegen hätten 22 Luftangriffe und 30 Angriffe mit Mehrfachraketenwerfern durchgeführt. Die Wahrscheinlichkeit von neuen Raketenangriffen gegen die zivile Infrastruktur der Ukraine sei nach wie vor hoch.
Ukraine-Krieg: Kiews Militär rückt in Bachmut vor
Update vom 10. Juli, 16.05 Uhr: Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben die Kontrolle über wichtige Anhöhen bei Bachmut im Gebiet Donezk von den russischen Truppen zurückerlangt. „In Bachmut halten unsere Verteidiger seit mehreren Tagen die Eingänge, Ausgänge und Feindbewegungen in der Stadt unter Feuerkontrolle“, schrieb Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar bei Telegram.
Der Oberkommandierende der Landstreitkräfte, Olexander Syrskyj, hatte ebenfalls mitgeteilt, dass die russischen Truppen bei Bachmut zurückgedrängt worden seien. „Der Feind befindet sich in der Falle“, hob der Generaloberst hervor. In der Ostukraine hat die ukrainische Armee Maljar zufolge seit dem Beginn ihrer Gegenoffensive insgesamt 24 Quadratkilometer befreit. In der Südukraine seien es gut 169 Quadratkilometer. In der vergangenen Woche seien in Summe in beiden Richtungen etwa 14 Quadratkilometer hinzugekommen.
Update vom 10. Juli, 15 Uhr: Der Kreml hat mit Gegenmaßnahmen Russlands im Fall einer Aufnahme der Ukraine in die Nato gedroht. Ein Nato-Beitritt der Ukraine wird „sehr negative Folgen für die gesamte und ohnehin schon halbzerstörte Sicherheitsarchitektur Europas haben und eine absolute Gefahr und Bedrohung für unser Land darstellen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Ein solcher Schritt würde von russischer Seite eine „ziemlich harte und verständliche Reaktion erfordern“, fügte Peskow hinzu.
Ukraine-Krieg: Putin soll Prigoschin getroffen haben
Update vom 10. Juli, 12.55 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem Sprecher zufolge wenige Tage nach dem Aufstand der Wagner-Gruppe den Söldnerchef Jewgeni Prigoschin getroffen. Am 29. Juni – fünf Tage nach dem Ende der Rebellion – hätten insgesamt 35 Personen an dem dreistündigen Treffen teilgenommen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die anwesenden Wagner-Kommandeure sagten Putin demnach, sie seien seine Soldaten und würden weiter für ihn kämpfen. Eine Stellungnahme von Prigoschin liegt nicht vor.
Ukraine-Krieg: Bundesregierung kündigt „sehr substanzielle“ für die Ukraine an
Update vom 10. Juli, 10.40 Uhr: Die Bundesregierung schnürt ein neues Hilfspaket für die Ukraine. Es werde im Verlauf des anstehenden Nato-Gipfels am Dienstag und Mittwoch (11 und 12. Juli) in Vilnius eine Ankündigung geben zu einer „sehr substanziellen“ Lieferung von Hardware, sagt ein ranghoher Regierungsvertreter in Berlin. Konkreter werden wollte er nicht.
Ukraine-Krieg: Fortschritte bei der Gegenoffensive im Süden und Osten
Update vom 10. Juli, 09.20 Uhr: Die ukrainische Armee meldet weitere Fortschritte bei der Gegenoffensive gegen die russischen Invasionstruppen. Seit Beginn der Gegenoffensive im vergangenen Monat hätten die ukrainischen Streitkräfte bisher 169 Quadratkilometer an der Südfront und 24 Quadratkilometer um die östliche Stadt Bachmut zurückerobert, teilt das Militär mit. Die ukrainische Offensive kam zuletzt angesichts der massiven Verteidigungsstellungen der russischen Armee nur langsam voran.
Ukraine-Krieg: Polen nimmt russischen Spion fest
Update vom 10. Juli, 07.55 Uhr: In Polen ist nach Angaben von Innenminister Mariusz Kaminski ein weiteres Mitglied eines russischen Spionagenetzwerks festgenommen worden. Insgesamt seien damit bei Ermittlungen in diesem Zusammenhang bislang 15 Menschen in Gewahrsam genommen worden.
Ukraine-Krieg: Selenskyj sieht Fortschritte
Update vom 10. Juli, 05.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankte in seiner täglichen Videobotschaft am Sonntag (9. Juli) einmal mehr den Soldaten für die Erfolge auf dem Schlachtfeld. Die Ukraine macht bei ihrer Gegenoffensive zur Befreiung ihrer Gebiete von der russischen Besatzung nach Militärangaben aus Kiew Fortschritte – besonders auch in der östlichen Region Bachmut im Gebiet Donezk.
Bei einem Besuch in der Stadt Luzk im Nordwesten der Ukraine in der Nähe von Belarus sprach sich Selenskyj erneut für einen besseren Schutz der Staatsgrenze aus. Priorität sei es, die ganze nördliche Grenze zu stärken, alle Regionen dort, sagte er. Selenskyj wollte mit seinem Besuch in der Region in der Nähe von EU- und Nato-Mitglied Polen auch das Sicherheitsgefühl der Menschen stärken.
Ukraine-Krieg: Russland will bei Bachmut Erfolge erzielt haben
Update vom 10. Juli, 03.16 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, russische Truppen hätten ukrainische Vorstöße in der Nähe von Bachmut zurückgedrängt. Die heftigen Kämpfe dort würden durch die hügelige Topografie erschwert. Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow teilte indessen mit, seine Kämpfer seien in der Region Bachmut. Laut russischen Berichten ist Kadyrow, krank, verletzt, oder „im Urlaub“.
Ukraine-Krieg: Kiew übernimmt Initiative bei Kämpfen im Südosten
Kiew – Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj haben die ukrainischen Streitkräfte bei den Kämpfen im Südosten ihres Landes die Initiative ergriffen. „Wir kommen vorwärts, wir stecken nicht fest“, sagte Selenskyj dem amerikanischen TV-Sender ABC. In zwei Gebieten im Südosten tobten schwere Kämpfe, teilte die stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin Hanna Maljar auf Telegram mit. „Wir sind dabei, unsere Gewinne in diesen Gebieten zu konsolidieren“, schrieb sie. Die russischen Truppen verteidigten Bachmut, während die ukrainischen Streitkräfte an der Südflanke der Stadt „einen gewissen Vorstoß“ verzeichneten. Nördlich von Bachmut gebe es keine Positionsveränderungen. Westlich der Stadt und in der Nähe von Lyman weiter nördlich gebe es weiter heftige Kämpfe.
Ukraine-Krieg: Russland beschuldigt USA der Kriegsverbrechen
Laut der russischen Botschaft in Washington haben die USA mit der Entscheidung des Weißen Hauses, Streumunition an die Ukraine zu liefern, Kriegsverbrechen zugegeben. „Wir haben die Äußerungen des Sprechers für nationale Sicherheit des Weißen Hauses, John Kirby, über die Lieferung von Streumunition an die Ukraine aufmerksam verfolgt. Er hat de facto zugegeben, dass die Vereinigten Staaten im Ukraine-Konflikt Kriegsverbrechen begangen haben“, teilte die Botschaft am späten Sonntagabend(Ortszeit) über die Nachrichten-App Telegram mit. Sowohl Russland als auch die Ukraine beschuldigen einander, bereits Streumunition eingesetzt zu haben. Die Ukraine versprach letzte Woche, dass die Munition, die die USA nach Kiew liefern wollen, nicht in Russland eingesetzt wird. (Mit Agenturen)