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Ukraine-News: Selenskyj berichtet von Angriff auf Kraftwerk mit Toten und fordert Reaktion

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  • Simon Schröder
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Der Ukraine-Krieg im Liveblog: Drohnen treffen Wärmekraftwerk in Russland. Russland greift mehrere Regionen an. Lage bei Pokrowsk unklar.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 7: 35 Uhr: Russische Telegram-Kanäle haben einen Drohnen-Angriff auf ein Wärmekraftwerk in der Stadt Orjol gemeldet. Gouverneur Andrei Klytschkow bestätigte später, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Kraftwerksgelände gefallen seien und die Stromversorgungsanlage beschädigt hätten. Das Kraftwerk wurde auf Reserveleitungen umgeschaltet, wie Klytschkow laut dem russischen Kanal Astra mitteilte. Reparaturarbeiten zur Behebung der Schäden seien bereits angelaufen. Augenzeugen filmten den Moment des Drohnen-Angriffs, das Video wurde von Astra geolokalisiert. Das betroffene Orjoler Wärmekraftwerk versorgt die gesamte Region mit Strom und Wärme.

Update, 31. Oktober, 5:00 Uhr: Russland hat am Abend mehrere Städte und Regionen mit Drohnen und Bomben angegriffen. Die größten Schäden wurden aus Sumy gemeldet. Vier Menschen sind nach Angaben der Behörden verletzt worden. Für die Großstadt Saporischschja und die umliegende Region warnte Gouverneur Ivan Fedorov vor Angriffen mit russischen Lenkbomben. Auch in Dnipro kam es zu Explosionen, nachdem eine Lenkbombe Kurs auf die Stadt genommen hatte.

Der Ukraine-Krieg dauert unvermindert an.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg im Liveblog: Kiew steigert Gasimporte deutlich

Update, 22:15 Uhr: Im ersten Halbjahr 2025 hat die Ukraine ihre Gasimporte erheblich erhöht. Das Land importierte 2,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas, was mehr als das 19-fache der Menge des Vorjahreszeitraums von nur 0,12 Milliarden Kubikmetern ist, wie das Analysezentrum „DixiGroup“ unter Berufung auf Daten von „Energy Map“ berichtet.

Die Ausgaben für die Importe stiegen von 36,4 Millionen Dollar auf 1,17 Milliarden Dollar. Laut Schätzungen von Bloomberg haben russische Angriffe im Ukraine-Krieg bis Anfang Oktober mehr als die Hälfte der inländischen Gasproduktion zerstört. Dies zwingt Kiew zu immer höheren Ausgaben für den Import von Brennstoffen.

Comeback der Atomwaffen-Tests: die nukleare Bedrohung kehrt zurück

Atompilz der nuklearen Explosion bei einem Test am 24. Juni 1957 in Nevada
Sie ist der Schrecken der Moderne und galt lange Zeit als die größte Bedrohung für das Überleben der Menschheit: die Atombombe. Ihre Erfindung nahm ihren Anfang mit der Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Fritz Straßmann im Jahr 1938. Der erste Test einer Atomwaffe fand am 16. Juli 1946 im US-Bundesstaat New Mexico statt. Dieses Foto zeigt den ikonografischen Atompilz der nuklearen Explosion bei einem Test am 24. Juni 1957 in Nevada. © dpa
Als Vater der Atombombe gilt Dr. J. Robert Oppenheimer.
Als Vater der Atombombe gilt Dr. J. Robert Oppenheimer. Der Atomphysiker leitete das „Manhattan Project“, in dem unter höchster Geheimhaltung ein nuklearer Sprengkörper entwickelt werden sollte. Nach dem ersten erfolgreichen Test war Oppenheimer die Tragweite seiner Erfindung offenbar schnell bewusst. Das machte der Wissenschaftler mit einem aus der Bhagavad Gita, einer heiligen Schrift im Hinduismus, entliehenen Zitat deutlich: „Ich bin zum Tod geworden, der Zerstörer der Welten.“ © Imago
Die erste jemals gezündete Kernwaffe trug den Code-Namen „The Gadget“
Die erste jemals gezündete Kernwaffe trug den Code-Namen „The Gadget“ und war Teil des „Trinity Tests“, der unter Leitung Oppenheimers am 16. Juli 1945 durchgeführt wurde. In diesem Bild posiert der Atomphysiker Norris Edwin Bradbury einen Tag zuvor, am 15. Juli 1945, mit der im Bau befindlichen Bombe. Die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte hatte eine Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT.  © Imago
Die Druckwelle der ersten Atombombe in der Menschheitsgeschichte war über 160 Kilometer zu spüren.
Die Druckwelle der ersten Atombombe in der Menschheitsgeschichte war über 160 Kilometer zu spüren. Die Pilzwolke erreichte eine Höhe von etwa zwölf Kilometern. Aufgrund der enormen Hitze, die durch die Atomexplosion freigesetzt wurde, schmolz der Sand in der Umgebung zu grünlichem Glas, das auch als Trinitit bezeichnet wird. Es folgen zahlreiche weitere Tests, darunter dieser am 1. März 1954 auf dem Bikini Atoll im Pazifischen Ozean. © Imago
Die Aufnahme zeigt die Explosion der ersten Atombombe im Rahmen des Trinity-Tests am 16. Juli 1945.
Die Aufnahme zeigt die Explosion der ersten Atombombe im Rahmen des Trinity-Tests am 16. Juli 1945. © Imago
Diese Aufnahme zeigt die Explosion einer Kernwaffe mit der Sprengkraft von 61 Kilotonnen am 4. Juni 1953 in Nevada.
In den Folgejahren testeten die USA munter weiter. Die Sprengkraft der Atombomben wurde dabei sukzessive erhöht. Diese Aufnahme zeigt die Explosion einer Kernwaffe mit der Sprengkraft von 61 Kilotonnen am 4. Juni 1953 in Nevada. © Imago
Soldaten zu Versuchszwecken in der unmittelbaren Nähe von Atomtests
Zu Beginn der Atomwaffenforschung in den USA ignorierte die damalige Militärführung die Gefahren, die durch die radioaktive Strahlung für Menschen in der Umgebung der Explosion entstand. Stattdessen schickte man tausende Soldaten zu Versuchszwecken in die unmittelbare Nähe der Atomtests, wie hier im Jahr 1951 im US-Bundesstaat Nevada. Die größtenteils jungen Soldaten wurden angewiesen, während der Tests die Augen mit Händen oder Ellbogen zu schützen. © imago
Abwurf einer Atombombe auf Nagasaki
Im Zweiten Weltkrieg kam es zum ersten und bislang einzigen Einsatz von Atomwaffen. Am 6. August bombardierten die USA zuerst die japanische Stadt Hiroshima mit einer Kernwaffe. Am 9. August folgte der zweite Abwurf einer Atombombe auf Nagasaki (im Bild). Den Befehl zum Abwurf gab der damalige US-Präsident Harry S. Truman. Sechs Tage nach der Bombardierung von Nagasaki gab Kaiser Hirohito die Kapitulation Japans bekannt. © Imago
Die erste Atombombe (im Bild), die jemals zum Einsatz kam und über Hiroshima detonierte, trug den Codenamen „Little Boy“
Die erste Atombombe (im Bild), die jemals zum Einsatz kam und über Hiroshima detonierte, trug den Codenamen „Little Boy“. Den Sprengkörper, der kurz darauf Nagasaki zerstörte, taufte die US-Luftwaffe auf den Namen „Fat Man“. Die Militärführung der USA wählte die Großstadt Hiroshima als erstes Ziel, weil diese von Luftangriffen bis dahin verschont geblieben war. Die Auswirkungen einer Atombombe konnten so besser eingeschätzt werden. © Imago
Frau, die mit ihrem Kind auf dem Rücken durch die Trümmer des zerstörten Nagasakis läuft.
Die Folgen der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki waren verheerend. Die Explosionen töteten laut Schätzungen etwa 100.000 Menschen sofort. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den Folgejahren starben weitere Menschen an durch die nukleare Strahlung ausgelösten Krankheiten. Japan gibt die Gesamtzahl der Todesopfer mit etwa 540.000 an. Im Bild zu sehen ist eine Frau, die mit ihrem Kind auf dem Rücken durch die Trümmer des zerstörten Nagasakis läuft. © Imago
Friedensdenkmal von Hiroshima
An den Einschlag der Atombombe in Hiroshima erinnert noch heute das dortige Friedensdenkmal. Untergebracht ist es einem 1915 erbauten Haus, das infolge der Explosion vollständig ausbrannte. Wegen des geringen Abstands von 140 Metern zum Einschlagsort der Atombombe blieben viele Gebäudestrukturen erhalten, darunter auch die charakteristische Stützkonstruktion des Kuppeldachs. © Imago
Sasaki-Denkmal
In unmittelbarer Nähe des Friedensmuseums befindet sich das Friedensdenkmal der Kinder. Es erinnert an die Schülerin Sadako Sasaki, die zur weltweit bekanntesten Hibakusha (Überlebende der Atombombenabwürfe) wurde. Sie wurde 1943 geboren, blieb zunächst unverletzt, erkrankte aber zehn Jahre später an Leukämie. Sie starb am 25. Oktober 1955 im Alter von 12 Jahren. Die von ihr gefalteten Origami-Kraniche sind zu einem Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstands gegen den Atomkrieg geworden. © Imago
Ein Bild vom 6. August 1945 zeigt das vollständig zerstörte Hiroshima und verdeutlich so die Wirkung der Atombombe.
Ein Bild vom 6. August 1945 zeigt das vollständig zerstörte Hiroshima und verdeutlicht so die Wirkung der Atombombe. © Imago
Die erste Wasserstoffbombe in der Geschichte der Menschheit
Am 31. Oktober 1952 gelang den USA der nächste Durchbruch bei der Erforschung von Massenvernichtungswaffen. Unter dem Codenamen „Ivy Mike“ wurde die erste Wasserstoffbombe in der Geschichte der Menschheit über dem Pazifik gezündet. Die Bombe setzte eine Energie von mehr als 10 Megatonnen TNT-Äquivalent frei, was der 800-fachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe entsprach. © Imago
Am 29. August 1949 führte die UdSSR einen erfolgreichen Atombombentest durch
Die USA sind bis heute die einzige Nation, die je eine Atomwaffe in einem Krieg eingesetzt hat. Sie sind aber nicht das einzige Land, das nukleare Bomben im Arsenal hat. Am 29. August 1949 führte die UdSSR einen erfolgreichen Atombombentest durch (im Bild) – und leitete damit einen nuklearen Rüstungswettlauf mit den USA ein, der die Beziehungen beider Länder die nächsten 50 Jahre bestimmen sollte. © Imago
Rakete des Typs Topol-M
Heute soll Russland über mehr als 5400 Atomsprengköpfe verfügen. Bei den jährlich stattfindenden Militärparaden in Moskau präsentiert das Land unter Machthaber Wladimir Putin immer wieder voller Stolz seine atomar bestückbaren Langstreckenraketen, so geschehen im Jahr 2010, als eine Rakete des Typs Topol-M über den roten Platz rollte. © dpa
Aufnahme zeigt einen Atomwaffentest, den die Royal Air Force am 8. November 1957 im Pazifik nahe der Weihnachtsinsel durchführte.
Am 2. Oktober 1952 wurde Großbritannien als dritte Nation der Welt zur Atommacht. Diese Aufnahme zeigt einen Atomwaffentest, den die Royal Air Force am 8. November 1957 im Pazifik nahe der Weihnachtsinsel durchführte. © Imago
Erster erfolgreicher Atomwaffentest Frankreichs nahe der Stadt Reggane in Algerien
Am 13. Februar 1960 folgte Frankreich. Die „Grande Nation“ unternahm ihren ersten erfolgreichen Atomwaffentest nahe der Stadt Reggane, die sich in Algerien befindet und von Wüste umgeben ist. Insgesamt 17 nukleare Sprengkörper zündete die französische Armee dort zu Testzwecken in den Folgejahren, davon vier oberirdisch. © Imago
die Überbleibsel der französischen Militärbasis auf einer der unbewohnten Inseln des Atolls.
Es folgten zahlreiche weitere französische Atomwaffentests, der Großteil auf dem Moruroa-Atoll im Süd-Pazifik. Von 1966 bis 1995 sollen dort insgesamt 179 Kernwaffen gezündet worden sein. Im Bild zu sehen sind die Überbleibsel der französischen Militärbasis auf einer der unbewohnten Inseln des Atolls. © AFP
Jacques Chirac, hier bei einem Treffen mit Wladimir Putin am 30. Mai 2008 in Paris
Frankreichs Präsident Jacques Chirac, hier bei einem Treffen mit Wladimir Putin am 30. Mai 2008 in Paris, geriet infolge der Atomwaffentests in den 1990er Jahren in die Kritik. Es dauerte bis ins Jahr 2008, ehe Frankreich die negativen Auswirkungen der jahrelangen Atomwaffentests auf das Mururoa-Atoll anerkannte und sich bereit erklärte, Entschädigungen für das militärische Personal und betroffene Zivilisten zu übernehmen. © AFP
chinesische Arbeiter, die über den erfolgreichen Atomwaffen-Test in der autonomen Region Xinjiang jubeln.
Am 16. Oktober 1964 wurde die Volksrepublik China Mitglied im erlauchten Kreis der Atommächte. Mithilfe von sowjetischer Technik gelang es den Wissenschaftlern der sozialistischen Diktatur, 15 Jahre nach ihrer Gründung eine eigene Kernwaffe zu entwickeln. Auf dem Bild zu sehen sind chinesische Arbeiter, die über den erfolgreichen Atomwaffen-Test in der autonomen Region Xinjiang jubeln. © Imago
indische Soldaten, die an einem Militärmanöver teilnehmen, bei dem es auch zur Zündung einer Nuklerwaffe kam.
Indien gilt seit 1974 offiziell als Atommacht. Im Bild zu sehen sind indische Soldaten, die an einem Militärmanöver teilnehmen, bei dem es auch zur Zündung einer Nuklearwaffe kam. © Imago
Atrappe der pakistanischen Atombombe
Im Jahr 1976 begann daraufhin das Atomwaffentestprogramm in Pakistan. Der erste erfolgreiche Atomwaffentest Pakistans erfolgte aber erst 1998. Seitdem gilt auch das mit Indien verfeindete Nachbarland offiziell als Atommacht. Beide Staaten streiten bis heute über die Grenzregion Kaschmir. Bei einer dortigen Demonstration im Jahr 2002 trugen Teilnehmer eine Attrappe der pakistanischen Atombombe durch die Straßen. © AFP
israelische F-15-Kampfjets
Israel gilt seit 1985 als faktische Atommacht. Offiziell ist das Nuklear-Programm des Landes aber bis heute nicht. Das Atomwaffenarsenal des Landes wird auf bis zu 200 Sprengköpfe geschätzt. Abgefeuert werden können diese unter anderem von israelischen F-15-Kampfjets (im Bild) und U-Booten der Dolphin-Klasse. © Imago
m Jahr 2005 verkündete Nordkorea, eigene Kernwaffen entwickelt zu haben.
Im Jahr 2005 verkündete Nordkorea, eigene Kernwaffen entwickelt zu haben. International traf diese Behauptung zunächst auf Skepsis. Doch kurz darauf schienen seismische Messungen die Angaben zu bestätigen. Im Jahr 2009 sollen weitere erfolgreiche Tests unternommen worden sein. Zweifelsfrei bestätigt ist das Atomwaffenprogramm Nordkoreas bis heute aber nicht. Zeitgleich entwickelte Nordkorea unter der Führung von Kim Jong-un Trägerraketen mit hoher Reichweite (im Bild). © Imago
Uran-Anreicherungsanlage in Natanz, Iran
Auch der Iran betreibt seit Jahren atomare Forschung. Laut dem Mullah-Regime geht es dabei aber nur um die zivile Nutzung der Kernenergie. Sowohl Israel als auch die mit ihm verbündeten USA bezweifeln dies und gehen davon aus, dass der Iran in Uran-Anreicherungsanlagen wir hier in Natanz auch an der Entwicklung von waffenfähigem Plutonium forscht. © Imago

Update, 20:45 Uhr: Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland erneut ein Kraftwerk in der Ukraine bombardiert. In seiner abendlichen Videoansprache berichtete Selenskyj, dass das Wärmekraftwerk in Slowjansk, der größten Stadt im Gebiet Donezk, die noch unter Kiews Kontrolle steht, getroffen wurde.

„Leider sind auch zwei Menschen ums Leben gekommen“, fügte er hinzu und erwähnte, dass es zudem Verletzte gebe. Der Angriff ereignete sich nach einer der schwersten Kriegsnächte für die Ukraine, in der zahlreiche Energieanlagen getroffen wurden. Selenskyj bezeichnete die gezielten Angriffe auf die zivile Infrastruktur als Terror, auf den die internationale Gemeinschaft reagieren müsse. Er verwies auf die jüngsten Sanktionen gegen russische Ölkonzerne als Beispiel für eine solche Reaktion, die bereits spürbare Auswirkungen gezeigt hätten.

Ukraine-Krieg im Liveblog: Brand in von Russland kontrolliertem Wärmekraftwerk

Update, 19:07 Uhr: In der von Russland besetzten Region Luhansk ist es zu einem großflächigen Stromausfall gekommen, nachdem ein Brand in einem Wärmekraftwerk ausgebrochen war. Der russisch eingesetzte Gebietsleiter Leonid Pasechnik sprach von einem „Unfall in den Stromnetzen“ und berief eine Notfallsitzung ein. Das Kraftwerk bei der Stadt Schtschastja musste Kesselräume und Pumpstationen abschalten, wie das Medium Astra berichtete. Der ukrainische Journalist Andrij Tsaplienko berichtete von einem „Treffer“ auf das Kraftwerk. Die Ukraine äußerte sich bislang nicht über den Ausfall.

Update, 17:35 Uhr: Der ukrainische Oberbefehlshaber General Olexander Syrskyj hat den russischen Berichten über eine Einkesselung der Stadt Pokrowsk im Donbass widersprochen. Er besuchte den Frontabschnitt im Osten und führte Gespräche mit den Kommandeuren der dort stationierten Truppen. Russische Soldaten sind nach über einem Jahr andauernder Angriffe mittlerweile von Süden in die Bergbaustadt Pokrowsk vorgedrungen, was auch die benachbarte Stadt Myrnohrad gefährdet.

„Die Situation ist komplex, aber die Behauptungen der russischen Propaganda, dass die Verteidigungskräfte der Ukraine in Pokrowsk (…) blockiert“ seien, „entsprechen nicht der Realität“, schrieb Syrskyj auf Facebook. Er betonte: „Wir arbeiten daran, die Verteidigungsfähigkeit im Raum Pokrowsk zu stärken.“ Syrskyj erteilte mehrere Befehle, darunter die Sicherung der Versorgungs- und Evakuierungswege. Entscheidungen sollten zügig getroffen werden, wobei ein Gleichgewicht zwischen den militärischen Zielen und den Möglichkeiten der eingesetzten Truppen gefunden werden müsse. „Oberste Priorität hat jedoch die Rettung des Lebens unserer Soldaten“, erklärte der Oberkommandierende.

Ukraine-Krieg im Liveblog: Russland begründet Burewestnik-Test mit NATO-Raketenabwehr

Update, 17.02 Uhr: Die Entwicklung der nuklearen Burewestnik-Rakete wird von Russland mit den „destabilisierenden Aktionen der NATO“ gerechtfertigt. Auf einer Pressekonferenz erläuterte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, dass Moskau sich „gezwungen“ fühle, auf die Raketenabwehr der NATO zu reagieren. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass betonte Sacharowa: „Wie die russische Führung wiederholt erklärt hat, ist die Entwicklung von Systemen wie Burewestnik notwendig und dient der Aufrechterhaltung des strategischen Gleichgewichts.“

Ukraine-Krieg im Liveblog: EU importiert trotz Russland-Sanktionen mehr russisches Erdgas

Update, 16.23 Uhr: Die EU hat den Import von russischem Flüssigerdgas (LNG) trotz scharfer Sanktionen im ersten Halbjahr 2025 um sieben Prozent gesteigert. Das berichtet die unabhängige Onlinezeitung EUobserver. Die EU hatte sich erst kürzlich auf strengere Regulierungen von russischem LNG geeinigt.

Update, 15.43 Uhr: Russland setzt nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) Soldaten zur Indoktrinierung ukrainischer Kinder in besetzten Gebieten ein. Russische Fallschirmjäger führen demnach im sogenannten Rehabilitationszentrum Nowokjiwka in der Region Cherson „Mutproben“ für Kinder durch und bringen ihnen den Umgang mit Waffen bei. In dem Zentrum leben 58 Kinder und Jugendliche. Das russische Verteidigungsministerium habe die Beteiligung der Soldaten an den Maßnahmen ukrainischer Kinder bestätigt.

Das ISW bewertet dies als gezielte Militarisierung Minderjähriger. „Russische Soldaten ermutigen und bereiten ukrainische Kinder auf einen späteren Dienst in der russischen Armee vor, indem sie Russlands Krieg gegen die Ukraine verherrlichen und ihre persönlichen Kampferfahrungen teilen“, heißt es in dem Bericht.

Ukraine-Krieg im Liveblog: Schon wieder russische Flugzeuge über der Ostsee – Polens Kampjets steigen auf

Update, 14.13 Uhr: Polnische MiG-29-Kampfjets fingen erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee ab. Das teilte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz mit, wie der polnische Sender FM24 berichtete. Bereits am Mittwoch (29. Oktober) hatte sich ein vergleichbarer Vorfall ereignet.

Update, 12:45 Uhr: Drei Menschen sind wohl bei russischen Angriffen auf die ukrainische Stadt Slowjansk in der Region Donezk getötet worden. Die beiden Angriffe erfolgten gegen 10 Uhr morgens, wie die Ukrainska Pravda unter Berufung auf städtische Behörden berichtete.

Update, 12:14 Uhr: Russland droht mit Wiederaufnahme von Atomtests, sollten die USA entsprechende Tests wieder aufnehmen. Kremlsprecher Dmitri Peskow kündigte eine „ebenbürtige“ Reaktion auf mögliche US-Atomtests an. Gleichzeitig stellte er klar, dass die jüngsten russischen Tests der Rakete Burewestnik und der Unterwasserdrohne Poseidon keine Atomwaffentests waren. Russland bleibe zu Verhandlungen über nukleare Abrüstung bereit.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor neue Atomwaffentests angekündigt und diese mit Testprogrammen anderer Länder begründet. Kremlchef Wladimir Putin hatte 2023 die russische Ratifizierung des Atomteststopp-Vertrags zurückgezogen, auch wegen des Ukraine-Kriegs. „Alle Länder entwickeln ihre Verteidigungssysteme weiter, aber das sind keine Atomtests“, sagte Peskow laut der dpa.

Ukraine-Krieg im Liveblog: USA und China könnten an Ende des Ukraine-Kriegs arbeiten

Update, 11.56 Uhr: Donald Trump kündigte nach seinem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping an, dass die Länder gemeinsam an einer Beendigung des Ukraine-Kriegs arbeiten wollen. Die beiden Staatschefs hätten „für eine lange Zeit“ über den Konflikt gesprochen, erklärte der US-Präsident gegenüber Reportern. „Wir beide arbeiten zusammen, um zu schauen, ob wir etwas zustande bringen können“, sagte Trump. Er schränkte jedoch ein, dass nicht mehr viel übrig sei, was man in dem anhaltenden Konflikt tun könne.

Update, 10.46 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den russischen Angriff in der vergangenen Nacht als „einen komplexen, kombinierten Angriff“. Auf X erklärte er: „Der Feind setzte mehr als 650 Drohnen und über 50 Raketen verschiedener Typen ein, darunter ballistische und aerodynamische. Viele wurden abgeschossen, doch leider gab es auch Treffer.“ Die Angriffe richteten sich vor allem gegen die ukrainische Energieinfrastruktur. Selenskyj forderte Konsequenzen: „Russland setzt seinen Terrorkrieg gegen das Leben selbst fort, und es ist entscheidend, dass jeder dieser abscheulichen Angriffe auf Zivilisten mit konkreten Konsequenzen – Sanktionen und echtem Druck – auf Russland zurückfällt.“

Ukraine-Krieg im Liveblog: Trump-Orbán-Treffen im Weißen Haus geplant

Update, 10.12 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán will sich wohl am 7. November mit US-Präsident Donald Trump treffen. Das berichtete die Ukrainska Pravda unter Berufung auf Orbáns Stabschef Gergely Gulyas. Bei dem geplanten Treffen im Weißen Haus sollen neben Wirtschaftsthemen auch Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs geführt werden.

Update, 9:50 Uhr: Russland hat wohl mehrere Wärmekraftwerke des ukrainischen Energieversorgers DTEK angegriffen. Die Anlagen seien teils schwer beschädigt worden, wie das Unternehmen mitteilte. Das berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters.

Update, 9:13 Uhr: Die Ukraine schließt ihre Botschaft in Havanna. Grund ist laut Außenminister Andrij Sybiha die Rekrutierung kubanischer Staatsbürger für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, berichtet der Kyiv Independent. „Tausende von ihnen haben Verträge unterzeichnet und sich den Reihen der Soldaten angeschlossen, die direkt an Kampfeinsätzen auf ukrainischem Boden beteiligt sind“, erklärte Sybiha demnach.

Update vom 30. Oktober, 8:35 Uhr: Russland führt seine Angriffe auf die Ukraine fort. In der Nacht auf Donnerstag (30. Oktober) hat die Armee von Wladimir Putin erneut mehrere ukrainische Regionen beschossen. Dabei seien zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden, berichtete die Ukrainska Pravda. Zudem komme es im Zuge der Attacken immer wieder zu Stromausfällen in mehreren Gebieten.

Gleichzeitig bleiben die Verluste der russischen Armee laut ukrainischer Angaben weiter hoch. In den vergangenen 24 Stunden sollen 960 russische Soldaten getötet oder schwer verletzt worden sein. Zudem seien durch die ukrainischen Streitkräfte unter anderem zwei Panzer, 25 Artilleriesysteme und 340 Drohnen zerstört worden.

Erstmeldung: Der russische Präsident Wladimir Putin verkündete am Mittwoch den erfolgreichen Test des Atomtorpedos „Poseidon“. Während eines Besuchs im Zentralen Militärkrankenhaus Mandryka erläuterte er, dass es erstmals gelungen sei, den Atomantrieb der Unterwasserdrohne zu aktivieren und den Torpedo damit anzutreiben. Putin hob hervor, dass die „Poseidon“ den modernsten Interkontinentalraketen überlegen sei. Er betonte zudem, dass es „keine Abfangmethoden“ gegen diese Waffe gebe.nnte den Angriff auf die Klinik in Cherson am Mittwoch auf Telegram eine „gezielte russische Attacke“, die sich gegen Kinder und medizinisches Personal richtete. Moskau äußerte sich nicht zu dem Vorfall.

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