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Nils Thomas Hinsberger- Simon Schröder
Felix Busjaeger
Franziska Schwarz
Christian Stör
Der Ukraine-Krieg im Liveblog: Drohnen treffen Wärmekraftwerk in Russland. Russland greift mehrere Regionen an. Lage bei Pokrowsk unklar.
Update, 7: 35 Uhr: Russische Telegram-Kanäle haben einen Drohnen-Angriff auf ein Wärmekraftwerk in der Stadt Orjol gemeldet. Gouverneur Andrei Klytschkow bestätigte später, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Kraftwerksgelände gefallen seien und die Stromversorgungsanlage beschädigt hätten. Das Kraftwerk wurde auf Reserveleitungen umgeschaltet, wie Klytschkow laut dem russischen Kanal Astra mitteilte. Reparaturarbeiten zur Behebung der Schäden seien bereits angelaufen. Augenzeugen filmten den Moment des Drohnen-Angriffs, das Video wurde von Astra geolokalisiert. Das betroffene Orjoler Wärmekraftwerk versorgt die gesamte Region mit Strom und Wärme.
Update, 31. Oktober, 5:00 Uhr: Russland hat am Abend mehrere Städte und Regionen mit Drohnen und Bomben angegriffen. Die größten Schäden wurden aus Sumy gemeldet. Vier Menschen sind nach Angaben der Behörden verletzt worden. Für die Großstadt Saporischschja und die umliegende Region warnte Gouverneur Ivan Fedorov vor Angriffen mit russischen Lenkbomben. Auch in Dnipro kam es zu Explosionen, nachdem eine Lenkbombe Kurs auf die Stadt genommen hatte.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg im Liveblog: Kiew steigert Gasimporte deutlich
Update, 22:15 Uhr: Im ersten Halbjahr 2025 hat die Ukraine ihre Gasimporte erheblich erhöht. Das Land importierte 2,3 Milliarden Kubikmeter Erdgas, was mehr als das 19-fache der Menge des Vorjahreszeitraums von nur 0,12 Milliarden Kubikmetern ist, wie das Analysezentrum „DixiGroup“ unter Berufung auf Daten von „Energy Map“ berichtet.
Die Ausgaben für die Importe stiegen von 36,4 Millionen Dollar auf 1,17 Milliarden Dollar. Laut Schätzungen von Bloomberg haben russische Angriffe im Ukraine-Krieg bis Anfang Oktober mehr als die Hälfte der inländischen Gasproduktion zerstört. Dies zwingt Kiew zu immer höheren Ausgaben für den Import von Brennstoffen.
Comeback der Atomwaffen-Tests: die nukleare Bedrohung kehrt zurück




Update, 20:45 Uhr: Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland erneut ein Kraftwerk in der Ukraine bombardiert. In seiner abendlichen Videoansprache berichtete Selenskyj, dass das Wärmekraftwerk in Slowjansk, der größten Stadt im Gebiet Donezk, die noch unter Kiews Kontrolle steht, getroffen wurde.
„Leider sind auch zwei Menschen ums Leben gekommen“, fügte er hinzu und erwähnte, dass es zudem Verletzte gebe. Der Angriff ereignete sich nach einer der schwersten Kriegsnächte für die Ukraine, in der zahlreiche Energieanlagen getroffen wurden. Selenskyj bezeichnete die gezielten Angriffe auf die zivile Infrastruktur als Terror, auf den die internationale Gemeinschaft reagieren müsse. Er verwies auf die jüngsten Sanktionen gegen russische Ölkonzerne als Beispiel für eine solche Reaktion, die bereits spürbare Auswirkungen gezeigt hätten.
Ukraine-Krieg im Liveblog: Brand in von Russland kontrolliertem Wärmekraftwerk
Update, 19:07 Uhr: In der von Russland besetzten Region Luhansk ist es zu einem großflächigen Stromausfall gekommen, nachdem ein Brand in einem Wärmekraftwerk ausgebrochen war. Der russisch eingesetzte Gebietsleiter Leonid Pasechnik sprach von einem „Unfall in den Stromnetzen“ und berief eine Notfallsitzung ein. Das Kraftwerk bei der Stadt Schtschastja musste Kesselräume und Pumpstationen abschalten, wie das Medium Astra berichtete. Der ukrainische Journalist Andrij Tsaplienko berichtete von einem „Treffer“ auf das Kraftwerk. Die Ukraine äußerte sich bislang nicht über den Ausfall.
Update, 17:35 Uhr: Der ukrainische Oberbefehlshaber General Olexander Syrskyj hat den russischen Berichten über eine Einkesselung der Stadt Pokrowsk im Donbass widersprochen. Er besuchte den Frontabschnitt im Osten und führte Gespräche mit den Kommandeuren der dort stationierten Truppen. Russische Soldaten sind nach über einem Jahr andauernder Angriffe mittlerweile von Süden in die Bergbaustadt Pokrowsk vorgedrungen, was auch die benachbarte Stadt Myrnohrad gefährdet.
„Die Situation ist komplex, aber die Behauptungen der russischen Propaganda, dass die Verteidigungskräfte der Ukraine in Pokrowsk (…) blockiert“ seien, „entsprechen nicht der Realität“, schrieb Syrskyj auf Facebook. Er betonte: „Wir arbeiten daran, die Verteidigungsfähigkeit im Raum Pokrowsk zu stärken.“ Syrskyj erteilte mehrere Befehle, darunter die Sicherung der Versorgungs- und Evakuierungswege. Entscheidungen sollten zügig getroffen werden, wobei ein Gleichgewicht zwischen den militärischen Zielen und den Möglichkeiten der eingesetzten Truppen gefunden werden müsse. „Oberste Priorität hat jedoch die Rettung des Lebens unserer Soldaten“, erklärte der Oberkommandierende.
Ukraine-Krieg im Liveblog: Russland begründet Burewestnik-Test mit NATO-Raketenabwehr
Update, 17.02 Uhr: Die Entwicklung der nuklearen Burewestnik-Rakete wird von Russland mit den „destabilisierenden Aktionen der NATO“ gerechtfertigt. Auf einer Pressekonferenz erläuterte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, dass Moskau sich „gezwungen“ fühle, auf die Raketenabwehr der NATO zu reagieren. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass betonte Sacharowa: „Wie die russische Führung wiederholt erklärt hat, ist die Entwicklung von Systemen wie Burewestnik notwendig und dient der Aufrechterhaltung des strategischen Gleichgewichts.“
Ukraine-Krieg im Liveblog: EU importiert trotz Russland-Sanktionen mehr russisches Erdgas
Update, 16.23 Uhr: Die EU hat den Import von russischem Flüssigerdgas (LNG) trotz scharfer Sanktionen im ersten Halbjahr 2025 um sieben Prozent gesteigert. Das berichtet die unabhängige Onlinezeitung EUobserver. Die EU hatte sich erst kürzlich auf strengere Regulierungen von russischem LNG geeinigt.
Update, 15.43 Uhr: Russland setzt nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) Soldaten zur Indoktrinierung ukrainischer Kinder in besetzten Gebieten ein. Russische Fallschirmjäger führen demnach im sogenannten Rehabilitationszentrum Nowokjiwka in der Region Cherson „Mutproben“ für Kinder durch und bringen ihnen den Umgang mit Waffen bei. In dem Zentrum leben 58 Kinder und Jugendliche. Das russische Verteidigungsministerium habe die Beteiligung der Soldaten an den Maßnahmen ukrainischer Kinder bestätigt.
Das ISW bewertet dies als gezielte Militarisierung Minderjähriger. „Russische Soldaten ermutigen und bereiten ukrainische Kinder auf einen späteren Dienst in der russischen Armee vor, indem sie Russlands Krieg gegen die Ukraine verherrlichen und ihre persönlichen Kampferfahrungen teilen“, heißt es in dem Bericht.
Ukraine-Krieg im Liveblog: Schon wieder russische Flugzeuge über der Ostsee – Polens Kampjets steigen auf
Update, 14.13 Uhr: Polnische MiG-29-Kampfjets fingen erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee ab. Das teilte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz mit, wie der polnische Sender FM24 berichtete. Bereits am Mittwoch (29. Oktober) hatte sich ein vergleichbarer Vorfall ereignet.
Update, 12:45 Uhr: Drei Menschen sind wohl bei russischen Angriffen auf die ukrainische Stadt Slowjansk in der Region Donezk getötet worden. Die beiden Angriffe erfolgten gegen 10 Uhr morgens, wie die Ukrainska Pravda unter Berufung auf städtische Behörden berichtete.
Update, 12:14 Uhr: Russland droht mit Wiederaufnahme von Atomtests, sollten die USA entsprechende Tests wieder aufnehmen. Kremlsprecher Dmitri Peskow kündigte eine „ebenbürtige“ Reaktion auf mögliche US-Atomtests an. Gleichzeitig stellte er klar, dass die jüngsten russischen Tests der Rakete Burewestnik und der Unterwasserdrohne Poseidon keine Atomwaffentests waren. Russland bleibe zu Verhandlungen über nukleare Abrüstung bereit.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor neue Atomwaffentests angekündigt und diese mit Testprogrammen anderer Länder begründet. Kremlchef Wladimir Putin hatte 2023 die russische Ratifizierung des Atomteststopp-Vertrags zurückgezogen, auch wegen des Ukraine-Kriegs. „Alle Länder entwickeln ihre Verteidigungssysteme weiter, aber das sind keine Atomtests“, sagte Peskow laut der dpa.
Ukraine-Krieg im Liveblog: USA und China könnten an Ende des Ukraine-Kriegs arbeiten
Update, 11.56 Uhr: Donald Trump kündigte nach seinem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping an, dass die Länder gemeinsam an einer Beendigung des Ukraine-Kriegs arbeiten wollen. Die beiden Staatschefs hätten „für eine lange Zeit“ über den Konflikt gesprochen, erklärte der US-Präsident gegenüber Reportern. „Wir beide arbeiten zusammen, um zu schauen, ob wir etwas zustande bringen können“, sagte Trump. Er schränkte jedoch ein, dass nicht mehr viel übrig sei, was man in dem anhaltenden Konflikt tun könne.
Update, 10.46 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den russischen Angriff in der vergangenen Nacht als „einen komplexen, kombinierten Angriff“. Auf X erklärte er: „Der Feind setzte mehr als 650 Drohnen und über 50 Raketen verschiedener Typen ein, darunter ballistische und aerodynamische. Viele wurden abgeschossen, doch leider gab es auch Treffer.“ Die Angriffe richteten sich vor allem gegen die ukrainische Energieinfrastruktur. Selenskyj forderte Konsequenzen: „Russland setzt seinen Terrorkrieg gegen das Leben selbst fort, und es ist entscheidend, dass jeder dieser abscheulichen Angriffe auf Zivilisten mit konkreten Konsequenzen – Sanktionen und echtem Druck – auf Russland zurückfällt.“
Ukraine-Krieg im Liveblog: Trump-Orbán-Treffen im Weißen Haus geplant
Update, 10.12 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán will sich wohl am 7. November mit US-Präsident Donald Trump treffen. Das berichtete die Ukrainska Pravda unter Berufung auf Orbáns Stabschef Gergely Gulyas. Bei dem geplanten Treffen im Weißen Haus sollen neben Wirtschaftsthemen auch Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs geführt werden.
Update, 9:50 Uhr: Russland hat wohl mehrere Wärmekraftwerke des ukrainischen Energieversorgers DTEK angegriffen. Die Anlagen seien teils schwer beschädigt worden, wie das Unternehmen mitteilte. Das berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters.
Update, 9:13 Uhr: Die Ukraine schließt ihre Botschaft in Havanna. Grund ist laut Außenminister Andrij Sybiha die Rekrutierung kubanischer Staatsbürger für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, berichtet der Kyiv Independent. „Tausende von ihnen haben Verträge unterzeichnet und sich den Reihen der Soldaten angeschlossen, die direkt an Kampfeinsätzen auf ukrainischem Boden beteiligt sind“, erklärte Sybiha demnach.
Update vom 30. Oktober, 8:35 Uhr: Russland führt seine Angriffe auf die Ukraine fort. In der Nacht auf Donnerstag (30. Oktober) hat die Armee von Wladimir Putin erneut mehrere ukrainische Regionen beschossen. Dabei seien zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden, berichtete die Ukrainska Pravda. Zudem komme es im Zuge der Attacken immer wieder zu Stromausfällen in mehreren Gebieten.
Gleichzeitig bleiben die Verluste der russischen Armee laut ukrainischer Angaben weiter hoch. In den vergangenen 24 Stunden sollen 960 russische Soldaten getötet oder schwer verletzt worden sein. Zudem seien durch die ukrainischen Streitkräfte unter anderem zwei Panzer, 25 Artilleriesysteme und 340 Drohnen zerstört worden.
Erstmeldung: Der russische Präsident Wladimir Putin verkündete am Mittwoch den erfolgreichen Test des Atomtorpedos „Poseidon“. Während eines Besuchs im Zentralen Militärkrankenhaus Mandryka erläuterte er, dass es erstmals gelungen sei, den Atomantrieb der Unterwasserdrohne zu aktivieren und den Torpedo damit anzutreiben. Putin hob hervor, dass die „Poseidon“ den modernsten Interkontinentalraketen überlegen sei. Er betonte zudem, dass es „keine Abfangmethoden“ gegen diese Waffe gebe.nnte den Angriff auf die Klinik in Cherson am Mittwoch auf Telegram eine „gezielte russische Attacke“, die sich gegen Kinder und medizinisches Personal richtete. Moskau äußerte sich nicht zu dem Vorfall.
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