Stromversorgung nach russischen Angriffen weiter kritisch. Verletzte und ein Toter nach russischen Angriffen auf Charkiw. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland und Ukraine sowie ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
HINWEIS DER REDAKTION: Dieser Ticker ist beendet. Über die aktuelle Entwicklung im Ukraine-Krieg informieren wir in unserem neuen Newsticker.
Update vom 27. März, 21.46 Uhr: Russland hat Insidern zufolge die Benzinimporte aus dem benachbarten Belarus im März erhöht, um dem Risiko von Engpässen auf dem heimischen Markt entgegenzuwirken. Grund für den Schritt seien außerplanmäßige Reparaturen in russischen Raffinerien, die nach Drohnenangriffen entstanden seien, sagen vier Insider. Normalerweise ist Russland ein Nettoexporteur von Kraftstoffen und ein Lieferant für die internationalen Märkte. Die Unterbrechung der russischen Raffinerien habe die Ölgesellschaften aber zu Importen gezwungen.
Nach wiederholten ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Raffinerien seit Anfang des Jahres hat Russland bereits am 1. März die Ausfuhr von Benzin verboten, um genügend Treibstoff für den heimischen Markt zu sichern. In der ersten Märzhälfte erreichten die Benzineinfuhren aus Belarus Insidern zufolge fast 3000 Tonnen. Im Februar soll Russland demnach 590 Tonnen importiert haben, während es im Januar keine Lieferungen aus Belarus gegeben habe.
Charkiw meldet „katastrophalen Mangel an Elektroenergie“
Update vom 27. März, 16.52 Uhr: Bei russischen Angriffen auf die Millionenstadt Charkiw, soll es zu mehreren Verletzten und einem Toten gekommen sein. Zum aktuellen Stand meldet Ukrainska Pravda unter Berufung auf mehrere offizielle Quellen, dass es zu 16 Verletzten und einem Toten gekommen sein soll. Unter den Verletzten seien außerdem vier Kinder.
Für den Angriff soll Russland zum ersten Mal seit zwei Jahren Fliegerbomben genutzt haben. Dabei sollen eine Schule und ein mehrstöckiges Wohngebäude getroffen worden sein, so der Leiter der Ermittlungsabteilung der Staatspolizei in der Region Charkiw, Serhii Bolvinov.
Update vom 27. März, 14.05 Uhr: Nach Angriffen der russischen Armee auf die ukrainische Energieinfrastruktur in der vergangenen Woche soll es weiterhin zu Störungen im regionalen Stromnetz von Charkiw kommen. „In der Stadt herrscht ein katastrophaler Mangel an Elektroenergie“, schrieb der städtische Wärmeversorger am Mittwoch (27. März) auf Telegram. Auch Tage nach dem Angriff sei die Versorgung nicht vollständig wiederhergestellt. Durch einen Angriff auf das Dnipro-Wasserkraftwerk war die Abdeckung der Stromspitzen nicht mehr gegeben.
Im südukrainischen Odessa soll es ebenfalls Probleme bei der Stromversorgung geben, wie die dpa unter Berufung auf den ukrainischen Netzbetreiber Ukrenerho mitteilte. Aus den Nachbarstaaten Rumänien, Ungarn, Moldau, Polen und der Slowakei werde Strom zur Überbrückung importiert.
Russische Geheimdienstmitarbeiter in Kiew und Odessa festgenommen
Update vom 27. März, 11.45 Uhr: Zwei angebliche Agenten des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB wurden in Kiew und Odessa festgenommen. Nach einem Bericht von Censor.NET hatten die Männer Raketenangriffe auf Militäreinheiten, Energie- und Telekommunikationseinrichtungen in drei Regionen der Ukraine vorbereitet.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
„Die Agenten hatten es vor allem auf Armeeeinheiten abgesehen, die für die Sicherheit des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine sorgen, auf die Daten der Verteidigungskräfte in der Region Poltawa sowie auf den Kiewer Fernsehturm und das Heizkraftwerk der Hauptstadt. Zunächst versuchten die Angreifer, die Standorte der ukrainischen Truppen ausfindig zu machen und dann den Besatzern die entsprechenden Koordinaten zu übermitteln, um die Luftangriffe anzupassen. Um verdeckt Informationen zu sammeln, nahm einer der russischen Agenten eine Stelle als Spediteur in einem Unternehmen in Odessa an, das die Verteidigungskräfte mit Lebensmitteln beliefert“, heißt es in einer Erklärung.
Ukraine News: Angriffe auf Großstadt Charkiw
Update vom 27. März, 6.20 Uhr: Nach mehreren Nächten schwerer russischer Luftangriffe begann die Nacht auf Mittwoch für die Ukraine vergleichsweise ruhig. Luftalarm herrschte nur in der östlichen Großstadt Charkiw, die ständig durch Raketenbeschuss aus dem nahegelegenen russischen Gebiet Belgorod bedroht ist.
Von dort wiederum wurde eine Vielzahl anfliegender ukrainischer Kampfdrohnen gemeldet. 18 Fluggeräte seien abgefangen worden, teilte Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Er sprach zunächst von einem Verletzten. In einigen Dörfern um die Stadt Belgorod habe es Schäden an Häusern oder Autos gegeben. Die Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar.
Frankreich will Ukraine weitere Waffen liefern
Update vom 26. März, 22.27 Uhr: Frankreich hat angekündigt, der Ukraine schon bald 78 Caesar-Haubitzen zu liefern. Auch wurde die Produktion von Artilleriegeschossen erhöht, um Kiews steigenden Bedarf zu bedienen. „Im Jahr 2024 werden wir in der Lage sein, das Ziel von 100.000 155-mm-Granaten zu erreichen, davon 80.000 für die Ukraine und 20.000 für den Bedarf unserer eigenen Armee“, wird der französische Verteidigungsminister Sebastien Lecornu von der Associated Press zitiert. Bereits im Januar legte Lecornu einen Plan vor, nach dem Kiew, Paris und weitere Verbündete die Haubitzen finanzieren sollten.
Gefechte in der Ukraine: Russlands Luftwaffe attackiert Dutzende Stellungen
Update vom 26. März, 20.15 Uhr: Im Laufe des heutigen Dienstags soll es an der Front im Ukraine-Krieg 50 militärische Auseinandersetzungen gegeben haben. Dabei soll Russland 56 Luft- und Raketenangriffe, sowie 43 Angriffe mit Mehrfachraketenwerfern durchgeführt haben, berichtete Ukrainska Pravda.
„Tagsüber führte die Luftwaffe der Verteidigungskräfte Angriffe auf zwei Kontrollpunkte und acht Gebiete durch, in denen feindliches Personal, Waffen und militärische Ausrüstung konzentriert waren“, teilte der Generalstab der Verteidigungsstreitkräfte der Ukraine mit. Die Kämpfe sollen in sechs verschiedenen Gebieten stattgefunden haben. Diese sind: Liman, Bachmut, Awdijiwka, Nowopawlowsk (Russland), Orekhovsky und Cherson.
Update vom 26. März, 17.00 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium soll mitgeteilt haben, dass die Streitkräfte Russlands mehrere Zentren des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SBU) mit Raketen- und Drohnenangriffen getroffen haben sollen. „Im Laufe des Tages starteten die Streitkräfte der Russischen Föderation einen Gruppenschlag mit hochpräzisen see- und landgestützten Langstreckenwaffen und unbemannten Luftfahrzeugen“, zitiert die russische Nachrichtenagentur Tass einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Ziele des Angriffs seien demnach alle erreicht worden.
Update vom 26. März, 11.20 Uhr: Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge das Landungsschiff Konstantin Olschansky mit einer Neptun-Rakete angegriffen. Das teilt der Sprecher der ukrainischen Marine, Dmytro Pletentschuk mit. „Dieses Schiff ist derzeit nicht kampfbereit.“ Russland hatte das Schiff 2014 von der Ukraine erbeutet.
Gegenüber dem Portal LIGA.net erklärte Pletentschuk, der Angriff auf die Konstantin Olshansky habe sich Anfang der Woche, am 23. März, ereignet – am selben Tag, an dem die beiden russischen Landungsschiffe der Ropucha-Klasse, Jamal und Asow, getroffen wurden.
Ukraine meldet Abschuss von 2000 Marschflugkörper oder Raketen
Update vom 25. März, 21.43 Uhr: Die ukrainische Luftabwehr hat in den mehr als zwei Jahren seit Beginn des russischen Angriffskrieges eigenen Angaben zufolge 2000 Marschflugkörper oder Raketen abgeschossen. „Das ist das Ergebnis der gigantischen Arbeit der ukrainischen Verteidiger des Luftraums“, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew am Montag auf der Plattform X (vormals Twitter) mit. Durch die von den Partnern der Ukraine bereitgestellten modernen Flugabwehrsysteme seien Tausende von Menschenleben gerettet worden.
Das Ministerium machte jedoch keine Angaben, wie viele Raketen und Marschflugkörper nicht von der Flugabwehr abgefangen wurden. Auch die Abwehr von Drohnen wurde von dieser Statistik nicht erfasst. Das Ministerium schloss sich der bereits mehrfach von Präsident Wolodymyr Selenskyj geäußerten Bitte um weitere Flugabwehrsysteme an, um die Bevölkerung der Ukraine noch besser zu schützen. „Denn die zivile Infrastruktur bleibt das Hauptziel russischer Angriffe“, hieß es.
Russland attackiert erneut Kiew: Ukraine fängt Raketen ab
Update vom 25. März, 14.25 Uhr: Die russische Armee hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen. Ziel waren offenbar die Büros des Geheimdienstes SBU. Laut Quellen der Kyiv Post waren die Raketen auf das Gelände gerichtet, in dem sich hochrangige SBU-Funktionäre aufhalten. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden beide Raketen abgeschossen.
Update vom 25. März, 13.30 Uhr: Bei dem ukrainischen Angriff am Wochenende auf die Krimkönnte auch das Militärschiff„Iwan Churs“ beschädigt worden sein. Die ukrainische Marine prüfe einen entsprechenden Verdacht, sagte Sprecher Dmytro Pletenchuk dem Kyiv Independent zufolge. Bisher war bekannt, dass die beiden Landungsschiffe „Jamal“ und „Asow“ sowie das Kommunikationszentrum zerstört worden waren.
Russland greift Kiew an – Explosionen in Hauptstadt
Update vom 25. März, 10.00 Uhr: In Kiew ist es in den frühen Morgenstunden zu mehreren Explosionen gekommen. Kurz zuvor war Luftalarm ausgelöst worden. „Explosionen in der Hauptstadt. Begeben Sie sich umgehend in Schutzräume“, schrieb der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, auf Telegram.
Update vom 25. März, 9.50 Uhr: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die russische Luftabwehr elf aus der Ukraine gestartete Drohnen über der Region Rostow im Südwesten Russlands abgeschossen. Zuvor hatte der Gouverneur der Region, Wasili Golubew, auf Telegram mitgeteilt, zwei Kraftwerksblöcke des Kraftwerks Nowotscherkassk seien nach einem Brand am frühen Morgen außer Betrieb. Das Feuer sei schnell gelöscht worden und es gebe keine Verletzten. Er machte keine Angaben über die Ursache des Brandes.
Krieg in der Ukraine: Kampfdrohnen greifen Hafenstadt Odessa an
Erstmeldung: Kiew – Russische Kampfdrohnen haben in der Nacht auf Montag (25. März) Anlagen der Stromversorgung in den Gebieten Odessa und Mykolajiw im Süden der Ukraine beschädigt. In einigen Teilen der Hafenstadt Odessa und in ihrem Umland fiel deshalb der Strom aus, wie das ukrainische Militär in der Region mitteilte. Der öffentliche Nahverkehr mit Straßenbahnen und Oberleitungsbussen in Odessa musste nach Angaben der Stadtverwaltung eingestellt werden. Niemand sei verletzt worden.
Auch im Gebiet Mykolajiw sei ein Umspannwerk beschädigt worden und in Brand geraten, teilte der Energieversorger Ukrenerho mit. Nach Militärangaben stürzten dort auch Trümmer einer Drohne auf ein zweigeschossiges Wohnhaus. Es sei in Brand geraten. Elf Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer.
Die russische Armee richtet ihre Luftangriffe seit einigen Tagen wieder verstärkt gegen die Energieversorgung der Ukraine. Vor allem in der ostukrainischen Großstadt Charkiw löste dies große Probleme aus. Die Reparaturen am Netz dort bräuchten noch etwa eine Woche, sagte Ukrenerho-Chef Wolodymyr Kudryzkyj im ukrainischen Fernsehen.
Russland meldet Angriff auf Strom- und Wärmekraftwerk
Auf der Seite Russlands gab es in der Nacht auf Montag einen Brand im Strom- und Wärmekraftwerk von Nowotscherkassk, der größten Anlage dieser Art im Gebiet Rostow. Hier deuten inoffizielle Angaben auf einen ukrainischen Drohnenangriff hin. Offiziell teilte die Regionalverwaltung mit, die Brandursache werde ermittelt. Das Feuer sei gelöscht worden. Zwei Blöcke des Kraftwerks und zwei Überlandleitungen seien abgeschaltet worden.
Die Ukraine wehrt seit über zwei Jahren eine großangelegte russische Invasion ab. Sie hat in den vergangenen Monaten die Reichweite ihrer Drohnen erhöht und greift damit vor allem Ziele in der russischen Ölindustrie an. (red mit Agenturmaterial)