Weitere Privatarmee aktiv

Trotz Wende im Machtkampf: Auf diese Verbündete kann Putin zählen

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Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan unterstützt Wladimir Putin in seinem Machtkampf.

Die Entwicklung des Machtkampfs in Russland nimmt eine überraschende Wende. Unabhängig davon weiß Putin weiß bereits mächtige Unterstützer hinter sich.

Moskau - In Russland spitzt sich der Machtkampf zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Chef der Söldnertruppe Wagner zu. Zuerst wollte Prigoschin in Moskau vordringen, entschied sich dann anders. Offenbar ordnete er den Rückzug der Wagner-Gruppe an. Der Vorfall zeigt: Für Putin kann es schnell eng werden. Dennoch kann er sich auf folgende Verbündete verlassen – wie zum Beispiel auf den unlängst wiedergewählten Staatschef der Türkei, Recep Tayyip Erdogan.

Putin hat mit Erdogan über die Lage in Russland nach dem Aufstand von Prigoschin gesprochen. Erdogan habe in dem Telefonat seine „volle Unterstützung der von der russischen Führung unternommenen Schritte“ erklärt, teilte der Kreml am Samstag der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Das Telefonat sei auf Initiative der Türkei zustande gekommen.

Putins Unterstützer gegen Prigoschin: Kadyrows Privatarmee steht auf russischer Seite

Jedoch ist Erdogan nicht der einzige, der Putin seine Unterstützung zugesagt hat. Auch der Putin-Vertraute Ramsan Kadyrow soll samt seiner Söldnertruppe, der Achmat-Gruppe, hinter dem russischen Machthaber stehen. Kadyrow positionierte sich via Telegram ziemlich eindeutig: „Kämpfer des Verteidigungsministeriums und der Nationalgarde der Republik Tschetschenien sind bereits in die spannungsgeladenen Gebiete aufgebrochen. Wir werden alles tun, um die Einheit Russlands zu bewahren und ihre Staatlichkeit zu schützen.“

Das Vorgehen der Wagner Gruppe nannte Kadyrow einen „Dolch im Rücken“. Offiziell agieren die Truppen von Kadyrow unabhängig vom russischen Oberkommando. Jedoch haben diese der russischen Führung bereits mehrere Male im Ukraine-Krieg zu Erfolgen verholfen, wie in etwa in Mariupol.

Putins Unterstützer gegen Prigoschin: Russland drohte ein Bürgerkrieg

Zuvor war der monatelange Machtkampf zwischen dem russischen Militär und Prigoschin eskaliert. Der Chef der privaten Wagner-Truppe brachte nach eigenen Angaben im südrussischen Rostow am Don wichtige militärische Einrichtungen unter seine Kontrolle. In Moskau wurde daraufhin der Anti-Terror-Notstand verhängt. Putin brandmarkte seinen einstigen Vertrauten als „Verräter“.

Jetzt sollen Putin und einige andere Politiker Moskau verlassen haben, da Prigoschins Truppen sich zunächst auf die Stadt zubewegt hatten. Doch Prigoschin hat den Vormarsch seiner Wagner-Gruppe zunächst gestoppt und den Rückzug angeordnet. Mit dem Wagner-Vormarsch hatte Russland ein Bürgerkrieg gedroht. (dpa/lp)

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