US-Militärhilfen fehlen

Fehlende Waffenlieferungen: Ukraine kämpft mit Mangel an Munition

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Weitere US-Militärhilfen an die Ukraine sind in der Schwebe. Indes macht sich der akute Munitionsmangel Kiews auf dem Schlachtfeld bemerkbar: Russland gelingen Vorstöße.

Kiew – Die Ukraine warnt seit Beginn des Jahres immer dringlicher vor akutem Munitionsmangel. Nun scheint sich das Fehlen von Geschossen und Raketen konkret in Stellungen auf dem Schlachtfeld niederzuschlagen. Russland gelingen im Ukraine-Krieg an verschiedenen Frontabschnitten Vorstöße, während sich Kiews Truppen teilweise zurückziehen müssen.

„Mangel an Munition“ im Ukraine-Krieg sorgt für russische Gebietsgewinne

Der ukrainische General Najew sprach Anfang Januar vom akuten Munitionsmangel der ukrainischen Luftabwehr. Die Munition für die mobilen Flugabwehrsysteme der Ukraine reiche zwar aus, „um den nächsten heftigen Angriffen standzuhalten“, sagte Najew der Nachrichtenagentur AFP bei einem Truppenbesuch nahe Kiew.

Mittel- und langfristig brauche sein Land aber „natürlich die Hilfe der westlichen Länder“, um die Raketenbestände wieder aufzufüllen. „Der Mangel an Munition ist ein sehr reales und dringliches Problem, mit dem unsere Truppen derzeit konfrontiert sind“, erklärte auch Verteidigungsminister Rustem Umerow vergangene Woche. Der Krieg in der Ukraine sei zu einer „Schlacht um Munition“ geworden, gab Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu Bedenken. Die fehlende Munition wirkt sich nun offenbar auf dem Schlachtfeld aus.

„Taktische Fortschritte“ für Russland im Ukraine-Krieg: Putins Armee mit Geländegewinnen an der Front

So will Russland etwa die Ortschaft Wesele in der Region Donezk „befreit“ haben, wie das Verteidigungsministerium in Moskau vergangene Woche erklärte. Das Dorf liegt etwa 20 Kilometer entfernt von der Industriestadt Bachmut, welche die russischen Truppen im Mai nach monatelangen und besonders heftigen Kämpfen eingenommen hatten. Trotz zahlreicher strategischer Probleme im russischen Militär gelang es Moskaus Truppen unlängst auch „geringfügige taktische Fortschritte zu erzielen, insbesondere bei Kupjansk im Gebiet Charkiw und bei Awdijiwka im Gebiet Donezk“, wie die Kriegsexperten der US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) am Dienstag berichteten.

Zudem zeigen geolokalisierte Aufnahmen, dass die russischen Streitkräfte nordöstlich von Nowomichailiwka im Südwesten von Donezk vorgerückt sind. Auch in Richtung Swatowe-Kreminna gelang den Russen laut Kriegsexperten des ISW ein geringfügiger Vorstoß nach Westen. Indes mussten sich die ukrainischen Truppen aus dem Dorf Krochmalne im Südosten von Kupjansk zurückziehen, wie ein Sprecher der Bodentruppen am Dienstag im ukrainischen Fernsehen sagte.

Mangelnde Munition macht sich auch in Luftabwehr bemerkbar: Schwere Luftangriffe auf Kiew und Charkiw

Die russische Armee griff die Ukraine in der Nacht auf Dienstag mit 41 Raketen an, wie die Militärführung in Kiew am Dienstag mitteilte. Davon seien 21 abgefangen worden, hieß es. Mindestens acht Menschen kamen bei den Luftangriffen ums Leben, fast 80 weitere wurden verletzt. Russland habe eine neue Kombination aus Waffen eingesetzt, die „wahrscheinlich die ukrainische Luftabwehr durchdringen soll“, analysierten die ISW-Experten. Erstmals seit langem seien dabei keine Shahed-Drohnen zum Einsatz gekommen, aber womöglich Täuschkörper, um die „Wirksamkeit zu testen“, so die Analyse weiter.

Ukrainische Soldaten bereiten sich auf den Abschuss einer 2S1-Artillerieeinheit auf russische Stellungen in der Region Charkiw vor (November 2023).

Die ukrainischen Streitkräfte hätten eigenen Angaben zufolge alle Raketen vom Typ Kh-101/555/55, fünf Raketen vom Typ Iskander und zwei Raketen vom Typ Kh-59 abgeschossen. „Natürlich will man mehr, man will 100 Prozent des Ergebnisses“, räumte der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Yuriy Ignat, in einem Beitrag in der ukrainischen Zeitung New Voice am Dienstag ein. Wo es möglich war, russische Angriffe abzuwehren, habe die Luftabwehr der Ukraine dies getan, betonte der Sprecher weiter. Gleichzeitig hob Ignat hervor, wie wichtig es sei, die bei einer solchen Abwehr verwendeten Granaten für Geparden, Flugabwehrraketen des Typ Iris-T oder Patriots wieder aufzufüllen.

Fehlende US-Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg: Munitionsmangel ist mittel- und langfristiges Problem

Seit Beginn des Kriegs waren die USA der wichtigste Unterstützer der Ukraine. Ende des Jahres ging das bislang letzte US-Hilfspaket im Gesamtumfang von 250 Millionen US-Dollar (etwa 230 Millionen Euro) an Kiew. Weitere 60 Milliarden US-Dollar (etwa 55 Millionen Euro) hat US-Präsident Joe Biden angefragt, doch die Republikaner blockieren die Freigabe der Mittel derzeit im US-Kongress.

Im Streit um den Bundeshaushalt stimmte der Kongress vergangene Woche zwar für eine Übergangslösung, diese nimmt die von der Regierung beantragten Hilfen für Kiew allerdings aus. Ohne die US-Unterstützung könnte Putin den Krieg gegen die Ukraine gewinnen, so die Befürchtung in Kiew und Washington.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

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Der Krieg begann Ende Februar mit Angriffen Russlands auf zahlreiche Städte der Ukraine. Die Truppen aus Moskau nahmen frühzeitig auch Kiew, die Haupstadt des Landes, unter Raketenbeschuss. Eine der russischen Raketen wurde als Teil einer Ausstellung vor dem Nationalmuseum für Militärgeschichte platziert. Kurator Pavlo Netesov wollte nach eigener Aussage mit der Ausstellung der zerstörten Ausrüstung die Bewohnerinnen und Bewohner Kiews an die Straßenkämpfe erinnern, die in anderen Städte der Ukraine tobten, von denen die Hauptstadt aber verschont blieb. © Sergei Supinsky/afp
Wolodymyr Selenskyi in Donezk
Eine dieser Städte war Donezk. Im Mai 2022 besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die einstige Millionenmetropole und hörte sich dort den Bericht von Frontsoldaten an. In Donezk tobt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine bereits seit 2014. Seitdem herrscht dort ein von Moskau installiertes Regime, das sich selbst Volksrepublik Donezk nennt. Nach einigen vorübergehenden Waffenstillstandsabkommen ist die Stadt im Südosten nun wieder Ort erbitterterte Kämpfe. © Uncredited/dpa
Menschen suchen Deckung in Lyssytschansk
Es ist vor allem die Zivilbevölkerung, wie diese beiden Kinder und Seniorinnen in Lyssytschansk, die unter dem Ukraine-Krieg leiden. Die Großstadt liegt mitten im Donbass, die seit Kriegsausbruch am schwersten umkämpfte Region in der Ukraine. Die Bewohnerinnen und Bewohner, die nicht fliehen oder konnten, müssen nun regelmäßig Schutz vor Artilleriebeschuss suchen. © Aris Messinis/afp
Tschassiw Jar, Kleinstadt der Ukraine in der Nähe Lyssytschansk
Unweit von Lyssytschansk liegt die Kleinstadt Tschassiw Jar. Dort räumen Arbeiter die Trümmer eines Hauses von der Straße, das von einer russischen „Hurrikan“-Rakete getroffen wurde. Im Juli 2022 feierte Russland vor allem in der Donbass-Region militärische Erfolge. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden erobert. Die Truppen Wladimir Putins schienen die Ukraine im Sturm zu erobern. © Anatolii Stepanov/afp
brennendes Weizenfeld in der Region Saporischschja
Dieser Mann in Militäruniform ist in einem brennenden Weizenfeld in der Region Saporischschja, während russische Truppen Felder beschießen, um die örtlichen Landwirte an der Getreideernte zu hindern. Die Ukraine auszuhungern und die Ernte zu stehlen, war von Anfang an Teil der russischen Strategie © Uncredited/dpa
Das sechsmonatige Jubiläum im August war ein trauriger Abschnitt im russischen Angriffs-Krieg
Das sechsmonatige Jubiläum des UKraine-Kriegs im August war ein trauriger Abschnitt der russischen Invasion. Doch die ukrainischen Streitkräfte leisteten mit Herz und allen Mitteln weiter Widerstand und feierten ihre Nation, wie hier mit Drohne und ukrainischer Flagge über dem „Monument des Mutterlands“ in Kiew. © Dimitar Dilkoff/afp
Hier wurde im September in der Stadt Kupiansk in der Kharkiv Region eine Brücke bombadiert
Im September begannen die Truppen Wladimir Putins, die Infrastruktur der ukrainischen Städte unter Beschuss zu nehmen. In der Stadt Kupiansk in der Region Kharkiw bombardierte Moskau eine Brücke. An vielen anderen Städten versuchten die russischen Streitkräfte, die Energieversorgung zu stören. © Yasuyoshi Chiba/afp
Statt eines kurzen Angriffskriegs, den der russische Präsident Wladimir Putin geplant hatte, dauert der Krieg immer noch an.
Weil die Erfolge in der Ukraine ausblieben, benötigten die russischen Truppen immer mehr Rekruten für die Front. Präsident Wladimir Putin verkündete deshalb eine Teilmobilisierung im eigenen Land. Tausende junger Männer mussten sich wie dieser Mann in der Stadt Kineschma von ihren Müttern verabschieden und in den Ukraine-Krieg ziehen. © Vladimir Smirnov/imago
Hier sieht man Putin bei einer Ansprache auf einem großen Screen auf dem Roten Platz anlässlich der Annexion von vier Regionen der Ukraine, die von russischen Truppen im September besetzt waren
Im Osten der Ukraine schuf Wladimir Putin Ende September Tatsachen. Vier Regionen des Landes, die zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten, wurden annektiert. Anlässlich der Gebietsgewinne richtete sich Putin in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung Russlands. Zumindest auf dem Roten Platz in Moskau wurde Putins Rede frenetisch bejubelt. © Alexander Nemenov/afp
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf
Nach der Explosion eines Lastwagens in der Nähe von Kertsch am 8. Oktober 2022 steigt schwarzer Rauch aus einem Feuer auf der Brücke von Kertsch auf. Sie ist die einzige Landverbindung zwischen Russland und der annektierten Krim-Halbinsel. Russland versprach, die Täter zu finden, ohne die Ukraine sofort zu beschuldigen. © Uncredited/afp
Ukrainische Artilleristen feuern eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk Ende Oktober während des russischen Einmarsches in die Ukraine
Ebenfalls im Oktober gelingt es der Ukraine, an vielen Frontabschnitten vorzurücken. Das gelingt den Streitkräften vor allem dank der Unterstützung aus dem Westen, die immer mehr schweres Gerät in den Konflikt liefert. Hier feuern ukrainische Artilleristen eine 152-mm-Schleppgeschütz-Haubitze (D20) auf eine Stellung an der Frontlinie in der Nähe der Stadt Bakhmut in der ostukrainischen Region Donezk ab. © Dimitar Dilkoff/afp
Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern
Mitte November gelingt den ukrainischen Truppen ein großer Erfolg. Sie können die Hafenstadt Cherson im Südosten des Landes zurückerobern. Die Millionenmetropole besitzt neben hohem strategischem auch symbolischen Wert im Kampf gegen Russland. Ein Bewohner feiert die Befreieung mit erhobenem Daumen im Zentrum der Stadt. © Celestino Arce Lavin/dpa
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden
An diesem Tag hielt die Welt den Atem an: Eine Luftaufnahme zeigt den Ort, an dem am 15. November 2022 zwei Männer im ostpolnischen Dorf Przewodow, nahe der Grenze zur kriegszerstörten Ukraine, durch einen Raketeneinschlag getötet wurden. Russland attackierte die Ukraine mit einem massiven Angriff auf die zivile Infrastruktur, wodurch Millionen von Haushalten ohne Strom blieben. Unmittelbar nach dem Vorfall gab es Befürchtungen, dass es sich um eine neue Eskalation des Konflikts handeln könnte, doch am 16. November 2022 gab Polen bekannt, dass das Geschoss wahrscheinlich von der ukrainischen Luftabwehr stammte. Diese Theorie wurde dann auch von Washington bestätigt. © Wojtek Radwanski/Damien Simonart/afp
ein Werk des britischen Straßenkünstlers Banksy auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion
Auch Banksy besuchte die Ukraine inmitten des Krieges. Ein am 17. November 2022 aufgenommenes Foto zeigt ein Werk des britischen Straßenkünstlers auf einer mit Schnee bedeckten Panzerabwehrkonstruktion auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew. Zu diesem Zeitpunkt war bereits klar, dass die Ukraine sich auf einen Winter des Krieges einstellen wird müssen. © Sergei Supinsky/afp
Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten
Weitere harte Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur. Sogar Kernkraftwerke werden zum Ziel russischer Raketen. Dmitri Schewtschenko, Mitarbeiter von Rosenergoatom, inspiziert einen Tank mit destilliertem Wasser, um den Betrieb des vierten Blocks des Kernkraftwerks Saporischschja zu gewährleisten, der durch Beschuss im Zuge der russischen Militäroperation in der Ukraine in Enerhodar beschädigt wurde. © Alexey Kudenko/imago
Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022
Kleine Momente des Glücks im Wahnsinn des Krieges: Eine Frau spielt Gitarre in einer Kneipe während eines Stromausfalls in Lemberg am 2. Dezember 2022, als die Stadt nach den jüngsten massiven russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur von einem geplanten Stromausfall betroffen ist. © Yuriy Dyachyshyn/afp
Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine
Für einen Augenblick darf dieses Mädchen einfach Kind sein. Hier trifft sie auf den Heiligen Mykola (Heiliger Nikolaus) am 19. Dezember 2022 in Cherson, inmitten der russischen Invasion in der Ukraine © Dimitar Dilkoff/afp
Ukraine-Krieg - Jahrestag Kriegsbeginn- Kiew
Ukrainische Soldaten erinnern am 24. Februar 2023 an der Sophienkathedrale in Kiew an den Beginn des Ukraine-Kriegs ein Jahr zuvor. © Kay Nietfeld/dpa
Ukraine-Krieg - Orthodoxe Ostern in Saporischschja
Die kirchlichen Rituale werden in der Ukraine auch im April 2023 befolgt: Orthodoxe christliche Priester und Gläubige bei der Segnung der traditionellen Osterkörbe am Ostersonntag in der St. Nikolaus-Kirche in Saporischschja. © Andriy Andriyenko/dpa
Ukraine-Krieg - Ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes
Ukrainische Soldaten gestikulieren im September 2023 auf ihrem Bradley Fighting Vehicle (BFV) in der Frontstadt Orichiw. Aus ihrem amerikanischen Schützenpanzer berichten sie von schweren Gefechten. Seit Kriegsbeginn stand Orichiw unter ständigem Beschuss der russischen Armee. © Oliver Weiken/dpa
Ukraine-Krieg - Kupjansk
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (Mitte) wird am 30. November 2023 während eines Besuchs in einem Gefechtsstand an der Front in Kupjansk über die Kriegssituation informiert. © dpa
Lwiw
Auch im Dezember 2023 feiern die Menschen in der Ukraine Weihnachten. In Lwiw besuchen sie den Gottesdienst an Heiligabend und bereiten sich darauf vor, den ersten Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember zu feiern.  © Yuriy Dyachyshyn/AFP
Ukraine-Krieg - Charkiw
Ein großer Haufen Trümmer mit Resten von russischen Raketen liegt in der Stadt Charkiw. In den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2024 schlug eine russische Rakete in einem Wohngebiet von Chugugyv ein und tötete eine 67-jährige Frau. © Ximena Borrazas/dpa
Charkiw
Trotz Gesprächen über eine Waffenruhe dauert der Ukraine-Blick auch im Jahr 2025 weiter an. Charkiw steht mehrmals schwer unter russischem Beschuss. Das Kunstwerk „Kreuz des Friedens“ mit einem Kruzifix aus 20.000 Fragmenten russischer Artilleriegeschosse wurde vom amerikanisch-ukrainischen Künstler Sergey Melnikoff (besser bekannt als MFF) und dem ukrainischen Künstler Viktor Belchik geschaffen. © Sergey Bobok/AFP
Ukraine-Krieg - Sumy
Bei einem schweren russischen Luftschlag mit ballistischen Raketen gegen die Stadt Sumy kommen am Palmsonntag 2025 mehr als 30 Menschen ums Leben. Mehr als 100 Zivilpersonen werden verletzt. Unter den Toten sind auch Kinder. © Evgeniy Maloletka/dpa

Militäreinheiten der Ukraine verfügen „nicht über die nötigen Vorräte an Munition“ im Kampf gegen Russland

Einige Militäreinheiten der Ukraine würden „nicht über die [...] Vorräte an Munition verfügen, die sie benötigen“, mahnte auch die stellvertretende US-Verteidigungsministerin Celeste Wallander am Dienstag, wie Newsweek berichtete. Die Ukraine selbst tut was sie kann: Das Ministerkabinett in Kiew hatte jüngst rund 657 Millionen Griwna (etwa 16 Millionen Euro) für die Stärkung der Verteidigungskapazitäten der Ukraine bereitgestellt, unter anderem für den Erwerb von Munition, Drohnen und die Wartung von Waffen. Im Vergleich zu den bisherigen Hilfspaketen der USA ein Tropfen auf den heißen Stein.

Immerhin: Großbritannien hat der Ukraine für dieses Jahr bereits Militärhilfen über 2,5 Milliarden Pfund (2,9 Milliarden Euro) zugesagt. Die Nato schloss am Dienstag Verträge über 200.000 Artilleriegranaten im Wert von 1,1 Milliarden Euro ab – Teile davon könnten auch an Kiew gehen.

Unterstützung aus Deutschland: Diese Militärhilfen sollen 2024 an die Ukraine gehen

Deutschland will die Ukraine ebenfalls weiterhin militärisch unterstützten. Es seien weitere Lieferungen geplant, unter anderem weitere Iris-T-Flugabwehrsysteme und Gepard-Panzer, Artillerie und Artilleriemunition, über 80 Kampfpanzer vom Leopard 1 A5 sowie zusätzliche Schützenpanzer, Pionierpanzer und Brückenlegepanzer. Darüber hinaus sollen 450 geschützte Fahrzeuge, Systeme zur Minenräumung sowie Drohnen, Radar-Einheiten und Aufklärungssysteme an die Ukraine gehen, wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Dienstag mitteilte.

Des Weiteren sollen sechs Mehrzweckhubschrauber vom Typ Sea King Mk41 im zweiten Quartal des Jahres an Kiew gehen. Insgesamt stellte die Bundesrepublik seit Beginn des Ukraine-Krieges Militärhilfen im Umfang von sechs Milliarden Euro zur Verfügung.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Madeleine Kelly/Zuma Wire

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