Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien Russland, der Ukraine und ihren Verbündeten. Insbesondere die Angaben zu Verlusten der beteiligten Armeen im Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Dieser Newsticker aus dem Ukraine-Krieg ist beendet. Alle weiteren Informationen und Entwicklungen finden Sie in unserem aktuellen Newsticker zum Ukraine-Krieg.
Update vom 18. August, 22.45 Uhr: Die ukrainische Führung sieht nach eigenen Angaben Fortschritte in ihrem Streben nach westlichen Sicherheitsgarantien vor einer künftigen Aggression Russlands. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in einer Videobotschaft von einem „diplomatischen Erfolg“. Inzwischen hätten sich 18 Staaten der Erklärung der Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G7) zu solchen Sicherheitsgarantien angeschlossen. Details nannte er nicht.
Der Leiter des Präsidentenamtes in Kiew, Andrij Jermak, teilte im Nachrichtenkanal Telegram mit, dass mit den USA und Großbritannien die Verhandlungen für Sicherheitsgarantien liefen. Beginnen sollten demnach bald auch Gespräche mit anderen G7-Staaten. Bis Jahresende sollten die ersten bilateralen Vereinbarungen unterzeichnet sein, sagte er. Es gehe darum, nach Ende der russischen Invasion keinen neuen Krieg und keine Wiederholung der Aggression Moskaus zuzulassen. Selenskyj und Jermak betonten am Freitag, dass nicht zuletzt die Arbeit an der „Friedensformel“ weitergehe.
Soldaten: 256.510 (+460 zum Vortag)
Flugzeuge: 315
Hubschrauber: 316 (+2)
Panzer: 4332 (+3)
Gepanzerte Gefechtsfahrzeuge: 8410 (+12)
Artilleriesysteme: 5193 (+24)
Flugabwehrsysteme: 486
Mehrfachraketenwerfer: 714
Fahrzeuge und Tanklaster: 7658 (+ 17)
Schiffe: 18
Kampf- und Aufklärungsdrohnen: 4276 (+4)
Anm.:Nach Berechnungen unabhängiger russischer Medien von Anfang Juli 2023 sind bisher im Ukraine-Krieg circa 47.000 russische Soldaten getötet worden. Diese Zahlen weichen stark von denen ab, die von ukrainischer Seite veröffentlicht werden. Der britische Geheimdienst ordnet die Zahlen hingegen mittig dieser Behauptungen ein.
Quelle: Angaben des Generalstabs der Ukraine vom 17. August 2023
Update vom 18. August, 19 Uhr: Angesichts der vermehrten ukrainischen Drohnenangriffe gegen die russische Hauptstadt Moskau hat der russische Militärexperte Alexander Kowalenko die russische Luftabwehr in Frage gestellt. „Die Bewohner von Moskau sollten sich fragen, warum die Luftabwehrsirenen nicht ertönen, obwohl sich Luftgeräte mit Sprengstoff ihrer Stadt nähern“, schrieb er auf Telegram. Im Gegensatz zu Russland würden in der Ukraine sofort die Sirenen ertönen, sobald auch nur eine Drohne auftauche. „Schoigu, Gerassimow, wo ist unsere Luftabwehr?“, fragte Kowalenko den Verteidigungsminister und Generalstabschef.
Angriffe auf die Krim-Brücke: USA halten nicht viel davon
Update vom 18. August, 17.05 Uhr: Um die russischen Versorgungslinien zu vernichten – oder zumindest zu stören – hat die Ukraine ihre Raketenangriffe auf die von Russland annektierte Krim verstärkt. Seit zwei Wochen feuert die ukrainische Armee mit Langstreckenraketen auf zwei Brücken der Halbinsel, die den von Russland besetzten Süden der Ukraine verbinden.
Die aktuelle Krim-Strategie wird in Washington aber eher mit Skepsis beobachtet, wie der Sender CNN berichtet. Laut dem US-Nachrichtersender sehen die Biden-Administration und ihre Militärberater die ukrainischen Angriffe auf die Krim als Verschwendung von militärischen Ressourcen. Bestenfalls könnten diese Offensiven als Ablenkungsmanöver betrachtet werden. Die ukrainische Strategie würde dazu führen, dass Ressourcen auf anderen Schlachtfeldern im Ukraine-Krieg fehlen.
Ein hochrangiger Offizier aus dem Verteidigungsministerium kommentierte gegenüber CNN: „Die Russen sind ein wenig aus dem Gleichgewicht gebracht worden, aber die aktuelle Taktik bringt nichts Entscheidendes.“ Besser fände es Washington, wenn sich die ukrainischen Truppen voll auf ihre Gegenoffensive konzentrieren würden. Die Ukraine hingegen möchte mit ihrer Strategie erreichen, dass die Krim isoliert wird und Russlands Nachschub geschwächt wird.
Update vom 18. August, 14.10 Uhr: Nach Angaben der Niederlande haben die USA der Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an die Ukraine zugestimmt. „Wir begrüßen die US-Entscheidung, den Weg für die Lieferung von F-16-Jets an die Ukraine freizumachen“, schrieb die niederländische Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren auf X (ehemals Twitter). Zuvor hatten sich die Niederlande und auch Dänemark bereit erklärt, F-16 an die Ukraine zu liefern. Beide Länder wollen auch ukrainische Piloten ausbilden. Sobald das Training abgeschlossen sei, könnten die Kampfjets auch geschickt werden, sagte Ollongren. Es werde wahrscheinlich mehrere Monate dauern, bis die F-16 tatsächlich auch geliefert werden könnten. Einen genauen Zeitpunkt nannte sie nicht.
Wolodymyr Selenskyj – Vom Komödianten zum Symbol des Widerstands
Update vom 18. August, 12.30 Uhr: Das Moskauer Geschäftsviertel „Moskwa City“, welches laut russischer Darstellung schon mehrfach Ziel ukrainischer Drohnen war, wird geräumt. Grund sei ein anonymer Anruf, in dem vor weiteren Angriffen gewarnt wurde, wie Kyiv Post berichtet. 2000 Menschen müssen demnach ihre Arbeitsplätze verlassen. In den sozialen Medien kursieren bereits mehrere Videos aus dem Geschäftsviertel.
News zum Ukraine-Krieg: Russische Drohnen-Behauptung wird angezweifelt
Update vom 18. August, 10.45 Uhr: In den sozialen Netzwerken wird die offizielle russische Darstellung angezweifelt, wonach die Drohne angeblich durch Moskaus Luftabwehr von ihrer eigentlichen Flugbahn abgebracht wurde (siehe Meldung von 5.10 Uhr). Das Portal Agentstwo etwa schreibt, weder die Videos noch Augenzeugenberichte deuteten auf eine Aktivität der Luftverteidigung hin.
Bereits Ende Juli und Anfang war August das Wolkenkratzerviertel Moskwa City, wo auch mehrere Ministerien ihren Sitz haben, nachts von Drohnen attackiert worden. Getroffen wurden damals die gläsernen Fassaden zweier Türme. Diese Schäden stehen allerdings in keinem Verhältnis zu den Kriegsfolgen in der vor knapp 18 Monaten von Russland angegriffenen Ukraine, wo bereits Tausende Zivilisten getötet und zahlreiche Wohngebiete zerstört wurden.
Russland meldet Abschuss: Ukrainische Drohne über Moskau zerstört
Update vom 18. August, 5.10 Uhr: Die russische Luftabwehr hat eigenen Angaben zufolge über Moskau eine ukrainische Drohne zerstört. Die Ukraine habe in der Nacht einen Angriff „mit einem unbemannten Luftfahrzeug gegen Objekte in Moskau und der Region Moskau“ gestartet, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Freitag im Onlinedienst Telegram. „Die Drohne änderte ihre Flugbahn, nachdem sie von der Luftabwehr beschossen worden war und stürzte auf ein (...) Gebäude im Moskauer Stadtviertel Krasnopresnenskaja“, teilte das Ministerium weiter mit.
Nach Angaben des Bürgermeisters von Moskau, der sich auf Rettungskräfte vor Ort berief, gab es keine Verletzten. „Das Wrack der Drohne fiel in den Bereich des Ausstellungszentrums und verursachte keine nennenswerten Schäden am Gebäude“, teilte Sergej Sobjanin bei Telegram mit.
Die staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete unter Berufung auf Rettungsdienste, dass eine der Wände des Gebäudes teilweise eingestürzt sei. Tass berichtete auch, dass der Luftraum über dem internationalen Flughafen Moskau-Wnukowo kurzzeitig geschlossen war und sich Abflüge und Ankünfte verzögerten.
Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Kiew gibt aktuelle Zahlen bekannt
Der ukrainische Generalstab hat aktuelle Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg gemeldet. Die Angaben beziehen sich auf die vergangenen 24 Stunden (der Zuwachs jeweils in Klammern). Unabhängig verifizieren lassen sich die Zahlen allerdings nicht.
Ukraine-Krieg: Dänemark und Niederlande sollen F-16 schnell weitergeben können
Die US-Regierung will Dänemark und den Niederlanden eine schnelle Weitergabe von US-Mehrzweckkampfflugzeugen des Typs F-16 an die Ukraine ermöglichen. Man habe beiden Ländern zugesichert, dass Anträge auf Genehmigung so beschleunigt würden, dass die Kampfjets an Kiew geliefert werden könnten, sobald die Ausbildung der ukrainischen Piloten und Techniker abgeschlossen sei, bestätigte ein Sprecher des US-Außenministeriums der Deutschen Presse-Agentur in Washington. „Wir wissen es zu schätzen, dass Dänemark und die Niederlande diese Koalition zur Ausbildung ukrainischer Piloten anführen“, hieß es.
Die Ukraine hatte zuvor erklärt, in diesem Jahr nicht mehr mit den lange erbetenen F-16-Jets zu rechnen. „Es ist offensichtlich, dass wir die Ukraine in diesem Herbst und Winter nicht mit den F-16 verteidigen können“, sagte Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im ukrainischen Fernsehen. Ein Fortschritt sei immerhin, dass ukrainische Piloten und Techniker „in nächster Zeit“ mit der Ausbildung auf den Jets beginnen könnten, wurde Ihnat von ukrainischen Medien in der Nacht auf Donnerstag zitiert. (mit Agenturmaterial)