Vermittlung im Ukraine-Krieg

Reise nach Russland angeboten: Papst Franziskus will offenbar Putins Patriarchen Kyrill treffen

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Ukraine-Krieg: Bald könnte ein Treffen zwischen Putins Patriarch Kyrill und Papst Franziskus stattfinden.
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Papst Franziskus schlägt Putins Patriarch Kyrill ein Treffen auf dem Moskauer Flughafen vor. Bisher reiste noch kein Papst nach Russland.

Moskau – Papst Franziskus will offenbar weiter im Ukraine-Krieg vermitteln. Er soll dafür dem Moskauer Patriarch Kyrill, der den Ukraine-Krieg rechtfertigt, ein Treffen auf einem Flughafen in Moskau während eines Zwischenstopps vorgeschlagen haben. Als Datum visierte Franziskus den Zeitraum seiner Reise in die Mongolei an. 2016 fand das erste Treffen zwischen Patriarch Kyrill und dem Papst auf dem Flughafen Havanna statt. Nun soll ein ähnliches Treffen stattfinden.

Dialog im Ukraine-Krieg: Papst Franziskus will offenbar Patriarchen Kyrill treffen

Gegenüber Leonid Sewastjanow, Vorsitzender der Weltunion der Altgläubigen (WSU), soll Franziskus Details zum Ablauf genannt haben. „Der Papst schlägt vor, Patriarch Kyrill unverzüglich auf einem Moskauer Flughafen, Domodedowo oder Wnukowo, zu treffen, wenn er in die Mongolei fliegt. Dann muss er in Moskau auf einem der Flughäfen tanken“, sagte Sewastjanow gegenüber den staatlich russischen Nachrichtenagenturen Tass und RIA Nowosti am Sonntag (23. Juli). Unabhängig prüfen ließen sich die Angaben nicht.

„Der Flughafen gilt als Transitzone, er ist neutral, er würde keinen Widerstand bei denjenigen hervorrufen, die gegen den Besuch des Papstes in Russland sind. Sollte es eine Antwort des Patriarchen geben, könnte ein solches Treffen am 31. August auf dem Weg des Papstes in die Mongolei stattfinden. Oder auf dem Rückweg am 4. September“, fügte Sewastjanow hinzu. Sewostjanow steht nach eigenen Angaben in regelmäßigem Kontakt zu Papst Franziskus.

Papst Franziskus will sich mit Putin-Unterstützer Kyrill treffen

Vatikanische Quellen hielten es bislang für unrealistisch, dass es zu einem Treffen zwischen Franziskus und Kyrill kommen könnte. Papst Franziskus hatte bislang nur den Friedensbeauftragten für den Ukraine-Krieg, Kardinal Zuppi, nach Moskau geschickt. „Es sieht so aus, als ob die Idee [ein Besuch in Moskau und ein Treffen mit russischen Beamten] sich nach der Mission von Kardinal Zuppi etwas erschöpft hat“, sagte eine vatikanische Quelle am Sonntag der Tass.

Jedoch könne zumindest ein Treffen zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill „außerhalb des Kontextes des Ukraine-Konflikts möglich sein, um sich ganz auf Fragen des ökumenischen Dialogs zu konzentrieren“, hieß es. Nach dem Treffen 2016 am Flughafen der kubanischen Hauptstadt Havanna, war laut Reuters ein zweites Treffen zwischen den Kirchenoberhäuptern für Juni 2022 in Jerusalem geplant. Dieses wurde jedoch verschoben. Seither sind nach Angaben der russisch-orthodoxen Kirche keine konkreten Vorschläge für ein weiteres Treffen aus der Vatikanstadt eingegangen.

Die Päpste: Franziskus und seine Vorgänger des 20. Jahrhunderts

Leo XIII. (1810 bis 1903) war von 1878 bis zu seinem Tod 1903 der 256. Papst der römisch-katholischen Kirche. Leo XIII. (bürgerlich Vincenzo Pecci) orientierte sich zum einen an der hochmittelalterlichen Ordnung von Kirche und Staat, andererseits wertete er mit der ersten Sozialenzyklika die katholische Soziallehre auf. Wegen seiner Anteilnahme an sozialen Fragen wurde er als „Arbeiterpapst“ und „der Soziale“ bekannt. Sein Ziel war, die Kirche aus ihrer Isolation gegenüber den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen herauszuführen, jedoch war er von der Notwendigkeit einer „zeitlichen Macht“ (Kirchenstaat) des Papstes überzeugt.
Leo XIII. (1810 bis 1903) war von 1878 bis zu seinem Tod 1903 der 256. Papst der römisch-katholischen Kirche. Leo XIII. (bürgerlich Vincenzo Pecci) orientierte sich zum einen an der hochmittelalterlichen Ordnung von Kirche und Staat, andererseits wertete er mit der ersten Sozialenzyklika die katholische Soziallehre auf. Wegen seiner Anteilnahme an sozialen Fragen wurde er als „Arbeiterpapst“ und „der Soziale“ bekannt. Sein Ziel war, die Kirche aus ihrer Isolation gegenüber den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen herauszuführen, jedoch war er von der Notwendigkeit einer „zeitlichen Macht“ (Kirchenstaat) des Papstes überzeugt.  © Imago
Die Nachfolge trat Pius X. (1835 bis 1914) an. Geboren wurde er als Giuseppe Sarto in Riese, das zu dieser Zeit zum Königreich Lombardo-Venetien gehörte. Pius X. wird oft als „konservativer Reformpapst“ bezeichnet, weil er sich um innerkirchliche Reform und Erneuerung bemühte, um die katholische Kirche im Kampf gegen Einflüsse der Moderne zu stärken. Er wurde 1951 selig- und im Jahre 1954 heiliggesprochen. Seitdem befinden sich seine Reliquien in einem gläsernen Reliquiar im Petersdom, das Haupt ist mit einer metallischen Umhüllung bedeckt.
Die Nachfolge trat Pius X. (1835 bis 1914) an. Geboren wurde er als Giuseppe Sarto in Riese, das zu dieser Zeit zum Königreich Lombardo-Venetien gehörte. Pius X. wird oft als „konservativer Reformpapst“ bezeichnet, weil er sich um innerkirchliche Reform und Erneuerung bemühte, um die katholische Kirche im Kampf gegen Einflüsse der Moderne zu stärken. Er wurde 1951 selig- und im Jahre 1954 heiliggesprochen. Seitdem befinden sich seine Reliquien in einem gläsernen Reliquiar im Petersdom, das Haupt ist mit einer metallischen Umhüllung bedeckt. © imago
Benedikt XV. (1854 bis 1922) war Papst vom 3. September 1914 bis zu seinem Tod 1922. Giacomo della Chiesa wurde in Genua als Sohn einer markgräflichen Adelsfamilie geboren. Sein Pontifikat war durch den Ersten Weltkrieg geprägt. In seiner Friedensnote „Dès le début“ zum dritten Jahrestag des Kriegsbeginns schlug er als neutraler Vermittler allen kriegführenden Mächten Friedensverhandlungen vor. Er forderte Abrüstung, eine effektive internationale Schiedsgerichtsbarkeit zur Vermeidung künftiger Kriege und den Verzicht auf Gebietsabtretungen. Wegen seines engagierten Auftretens wurde er als „Friedenspapst“ bekannt.
Benedikt XV. (1854 bis 1922) war Papst vom 3. September 1914 bis zu seinem Tod 1922. Giacomo della Chiesa wurde in Genua als Sohn einer markgräflichen Adelsfamilie geboren. Sein Pontifikat war durch den Ersten Weltkrieg geprägt. In seiner Friedensnote „Dès le début“ zum dritten Jahrestag des Kriegsbeginns schlug er als neutraler Vermittler allen kriegführenden Mächten Friedensverhandlungen vor. Er forderte Abrüstung, eine effektive internationale Schiedsgerichtsbarkeit zur Vermeidung künftiger Kriege und den Verzicht auf Gebietsabtretungen. Wegen seines engagierten Auftretens wurde er als „Friedenspapst“ bekannt. © Imago
Das Pontifikat von Pius XI. (1857 bis 1939) war von schwierigen Zeiten geprägt. Pius XI. (bürgerlich Achille Ratti) verurteilte den „sozialen Modernismus“ und entwickelte positive Leitlinien für eine friedfertige Gesellschaftsordnung auf dem Fundament der katholischen Religion. Als bedeutendste Konkordate gelten die Lateranverträge und das Reichskonkordat mit dem Deutschen Reich (10. September 1933). Die 1937 erschienene Enzyklika „Mit brennender Sorge“ verurteilte zwar die nationalsozialistische Ideologie, sprach die Verfolgung der Juden und anderer Minderheiten aber nicht an.
Das Pontifikat von Pius XI. (1857 bis 1939) war von schwierigen Zeiten geprägt. Pius XI. (bürgerlich Achille Ratti) verurteilte den „sozialen Modernismus“ und entwickelte positive Leitlinien für eine friedfertige Gesellschaftsordnung auf dem Fundament der katholischen Religion. Als bedeutendste Konkordate gelten die Lateranverträge und das Reichskonkordat mit dem Deutschen Reich (10. September 1933). Die 1937 erschienene Enzyklika „Mit brennender Sorge“ verurteilte zwar die nationalsozialistische Ideologie, sprach die Verfolgung der Juden und anderer Minderheiten aber nicht an. © imago
Sein Nachfolger Pius XII. (1876 bis 1958) erstellte die Schlussfassung der Enzyklika „Mit brennender Sorge“, die am 21. März 1937 erschien. Zu Beginn seines Pontifikats schlug Pius XII., der bürgerlich Eugenio Pacelli hieß, eine europäische Fünfmächtekonferenz zur Beilegung der Konflikte vor. Wegen seiner vorherigen Passivität reagierte keine der angesprochenen Regierungen positiv darauf. Pius XII. hielt an der politischen Neutralität fest und ließ offen, auf welcher Seite im Kriegsfall Recht und Moral stünden. Wie Benedikt XV. im Ersten, so veröffentlichte Pius XII. im Zweiten Weltkrieg allgemeine Friedensappelle, wobei er Schuldzuweisungen vermied und keine Kriegspartei namentlich nannte.
Sein Nachfolger Pius XII. (1876 bis 1958) erstellte die Schlussfassung der Enzyklika „Mit brennender Sorge“, die am 21. März 1937 erschien. Zu Beginn seines Pontifikats schlug Pius XII., der bürgerlich Eugenio Pacelli hieß, eine europäische Fünfmächtekonferenz zur Beilegung der Konflikte vor. Wegen seiner vorherigen Passivität reagierte keine der angesprochenen Regierungen positiv darauf. Pius XII. hielt an der politischen Neutralität fest und ließ offen, auf welcher Seite im Kriegsfall Recht und Moral stünden. Wie Benedikt XV. im Ersten, so veröffentlichte Pius XII. im Zweiten Weltkrieg allgemeine Friedensappelle, wobei er Schuldzuweisungen vermied und keine Kriegspartei namentlich nannte. © imago
Johannes XXIII. (1881 bis 1963) wurde nach seiner Wahl am 28. Oktober 1958 aufgrund seines hohen Alters und seiner konservativen Frömmigkeit in der Presse als Übergangspapst und Kompromisslösung bezeichnet, erwies sich jedoch bald als einer mutiger Reformpapst. Wegen seiner Bescheidenheit und Volksnähe wird Johannes XXIII. (bürgerlich Angelo Roncalli) im Volksmund „Der gute Papst“ genannt. Am 3. September 2000 wurde er selig- und am 27. April 2014 heiliggesprochen. Sein Gedenktag in der römisch-katholischen Kirche ist der 11. Oktober, der Tag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils im Jahr 1962.
Johannes XXIII. (1881 bis 1963) wurde nach seiner Wahl am 28. Oktober 1958 aufgrund seines hohen Alters und seiner konservativen Frömmigkeit in der Presse als Übergangspapst und Kompromisslösung bezeichnet, erwies sich jedoch bald als einer mutiger Reformpapst. Wegen seiner Bescheidenheit und Volksnähe wird Johannes XXIII. (bürgerlich Angelo Roncalli) im Volksmund „Der gute Papst“ genannt. Am 3. September 2000 wurde er selig- und am 27. April 2014 heiliggesprochen. Sein Gedenktag in der römisch-katholischen Kirche ist der 11. Oktober, der Tag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils im Jahr 1962. © imago
Manchen gilt allerdings Paul VI. (1897 bis 1978) wegen seiner prägenden Rolle, seiner Beschlussfassung und der Umsetzung der Entscheidungen als eigentlicher „Konzilspapst“. Keiner seiner Vorgänger hat wohl je eine so umfassende kirchliche Gesetzgebung durchgesetzt wie Paul VI. (bürgerlich Giovanni Montini). Umstritten ist die Enzyklika „Humanae vitae” von 1968, in der Paul VI. den Gebrauch künstlicher empfängnisverhütender Mittel als „immer unerlaubt“ verwarf. Spöttisch wurde er deshalb auch „Pillen-Paul“ genannt. Paul VI. wurde am 19. Oktober 2014 selig- und am 14. Oktober 2018 heiliggesprochen.
Manchen gilt allerdings Paul VI. (1897 bis 1978) wegen seiner prägenden Rolle, seiner Beschlussfassung und der Umsetzung der Entscheidungen als eigentlicher „Konzilspapst“. Keiner seiner Vorgänger hat wohl je eine so umfassende kirchliche Gesetzgebung durchgesetzt wie Paul VI. (bürgerlich Giovanni Montini). Umstritten ist die Enzyklika „Humanae vitae” von 1968, in der Paul VI. den Gebrauch künstlicher empfängnisverhütender Mittel als „immer unerlaubt“ verwarf. Spöttisch wurde er deshalb auch „Pillen-Paul“ genannt. Paul VI. wurde am 19. Oktober 2014 selig- und am 14. Oktober 2018 heiliggesprochen. © imago
1978 ging als das Dreipäpstejahr in die Geschichte ein. Auf Paul VI. folgte Johannes Paul I. (1912 bis 1978). Nach einem Pontifikat von nur 33 Tagen starb Johannes Paul I. in der Nacht vom 28. zum 29. September 1978. Albino Luciani, der aus armen Verhältnissen stammte, wurde in der Krypta des Petersdoms bestattet. Eine Obduktion seines Leichnams wurde sowohl von seiner Familie als auch vom Vatikan verweigert. Sein Tod ließ rasch zahlreiche Verschwörungstheorien aufkommen. In Italien erinnert man sich an ihn als „Papst des Lächelns“ und „Das Lächeln Gottes“. Johannes Paul I. wurde am 4. September 2022 seliggesprochen.
1978 ging als das Dreipäpstejahr in die Geschichte ein. Auf Paul VI. folgte Johannes Paul I. (1912 bis 1978). Nach einem Pontifikat von nur 33 Tagen starb Johannes Paul I. in der Nacht vom 28. zum 29. September 1978. Albino Luciani, der aus armen Verhältnissen stammte, wurde in der Krypta des Petersdoms bestattet. Eine Obduktion seines Leichnams wurde sowohl von seiner Familie als auch vom Vatikan verweigert. Sein Tod ließ rasch zahlreiche Verschwörungstheorien aufkommen. In Italien erinnert man sich an ihn als „Papst des Lächelns“ und „Das Lächeln Gottes“. Johannes Paul I. wurde am 4. September 2022 seliggesprochen. © Imago
Am 16. Oktober 1978 wurde Johannes Paul II. (1920 bis 2005) zum 264. Papst gewählt. Sein Pontifikat dauerte 26 Jahre und 5 Monate. Karol Wojtyła wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice geboren. Er war der erste Pole auf dem Papstthron und der erste Nicht-Italiener seit 456 Jahren. Ihm wird eine maßgebliche Rolle bei der Beendigung des Sozialismus in seinem Heimatland zugeschrieben. Johannes Paul II. suchte verstärkt die Öffentlichkeit, scheute die Massenmedien nicht und wurde gelegentlich auch „Medienpapst“ genannt. Johannes Paul II. wurde am 1. Mai 2011 selig- und am 27. April 2014 heiliggesprochen.
Am 16. Oktober 1978 wurde Johannes Paul II. (1920 bis 2005) zum 264. Papst gewählt. Sein Pontifikat dauerte 26 Jahre und 5 Monate. Karol Wojtyła wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice geboren. Er war der erste Pole auf dem Papstthron und der erste Nicht-Italiener seit 456 Jahren. Ihm wird eine maßgebliche Rolle bei der Beendigung des Sozialismus in seinem Heimatland zugeschrieben. Johannes Paul II. suchte verstärkt die Öffentlichkeit, scheute die Massenmedien nicht und wurde gelegentlich auch „Medienpapst“ genannt. Johannes Paul II. wurde am 1. Mai 2011 selig- und am 27. April 2014 heiliggesprochen. © Knut Falch/imago
Benedikt XVI. (1927 bis 2022) war der zweite Papst der Geschichte, der freiwillig von seinem Amt zurücktrat. Während seiner Amtszeit setzte sich Benedikt (bürgerlich Joseph Ratzinger) für eine Rückbesinnung auf christliche Grundwerte ein, um der zunehmenden Säkularisierung vieler westlicher Länder entgegenzuwirken. Im Mai 2006 unternahm er eine Pilgerfahrt nach Polen, wo er auch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchte. Wegen seines Umgangs mit Fällen sexuellen Missbrauchs war Benedikt XVI. umstritten, obwohl er strenge Regeln für den Umgang mit Tätern einführte und allein in der zweiten Hälfte seines Pontifikats über 500 Priester in den Laienstand versetzte.
Benedikt XVI. (1927 bis 2022) war der zweite Papst der Geschichte, der freiwillig von seinem Amt zurücktrat. Während seiner Amtszeit setzte sich Benedikt (bürgerlich Joseph Ratzinger) für eine Rückbesinnung auf christliche Grundwerte ein, um der zunehmenden Säkularisierung vieler westlicher Länder entgegenzuwirken. Im Mai 2006 unternahm er eine Pilgerfahrt nach Polen, wo er auch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchte. Wegen seines Umgangs mit Fällen sexuellen Missbrauchs war Benedikt XVI. umstritten, obwohl er strenge Regeln für den Umgang mit Tätern einführte und allein in der zweiten Hälfte seines Pontifikats über 500 Priester in den Laienstand versetzte. © imago
Franziskus (geboren 1936 in Buenos Aires) ist seit dem 13. März 2013 der 266. Bischof von Rom und damit Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Souverän des Vatikanstaats. Jorge Mario Bergoglio wählte Franziskus als seinen päpstlichen Namen zu Ehren des Heiligen Franz von Assisi. Als Argentinier ist er der erste gebürtige Nichteuropäer im Papstamt seit dem im 8. Jahrhundert amtierenden Gregor III. Zudem ist er der erste Papst, der dem Orden der Jesuiten angehört. Franziskus ist bekannt für seine Demut, seine Betonung der Barmherzigkeit Gottes, seine internationale Sichtbarkeit als Papst, seine Sorge um die Armen und sein Engagement für den interreligiösen Dialog.
Nachdem Benedikt XVI. am 11. Februar 2013 vor den Kardinälen seinen Rücktritt zum 28. Februar 2013 angekündigt hatte, wurde er als Kirchenoberhaupt am 13. März 2013 von Papst Franziskus abgelöst und zog als emeritierter Papst am 2. Mai 2013 in das Vatikankloster Mater Ecclesiae. Benedikt XVI. war Mitglied mehrerer sozialwissenschaftlicher Akademien. Er spielte Klavier und hatte eine Vorliebe für klassische Musik von Mozart und Bach. Am 2. September 2020 löste Benedikt Leo XIII. als den am ältesten gewordenen Papst der Geschichte ab. © L‘Osservatore Romano/dpa
Franziskus hält an den Ansichten der Kirche zu Abtreibung, Zölibat und Frauenordination fest, hat aber einen Dialog über die Möglichkeit von Diakonissen initiiert. Zudem unterstützt er eine etwaige Öffnung der römisch-katholischen Kirche für Mitglieder der LGBT-Gemeinschaft. Franziskus ist ein Kritiker des Kapitalismus und des Wirtschaftsliberalismus. Gleichzeitig befürwortet er Maßnahmen gegen die globale Erwärmung. Während der europäischen und zentralamerikanischen Migrantenkrisen unterstützte er die Sache der Geflüchteten.
Franziskus (geboren 1936 in Buenos Aires) ist seit dem 13. März 2013 der 266. Bischof von Rom und damit Papst, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Souverän des Vatikanstaats. Jorge Mario Bergoglio wählte Franziskus als seinen päpstlichen Namen zu Ehren des Heiligen Franz von Assisi. Als Argentinier ist er der erste gebürtige Nichteuropäer im Papstamt seit dem im 8. Jahrhundert amtierenden Gregor III. Zudem ist er der erste Papst, der dem Orden der Jesuiten angehört. Franziskus ist bekannt für seine Demut, seine Betonung der Barmherzigkeit Gottes, seine internationale Sichtbarkeit als Papst, seine Sorge um die Armen und sein Engagement für den interreligiösen Dialog. Franziskus hält an den Ansichten der Kirche zu Abtreibung, Zölibat und Frauenordination fest, hat aber einen Dialog über die Möglichkeit von Diakonissen initiiert. Zudem unterstützt er eine etwaige Öffnung der römisch-katholischen Kirche für Mitglieder der LGBT-Gemeinschaft. Franziskus ist ein Kritiker des Kapitalismus und des Wirtschaftsliberalismus. Gleichzeitig befürwortet er Maßnahmen gegen die globale Erwärmung. Während der europäischen und zentralamerikanischen Migrantenkrisen unterstützte er die Sache der Geflüchteten. © imago

Papst Franziskus will im Ukraine-Krieg zwischen Ukraine und Russland vermitteln

Der Heilige Stuhl hatte sich seit Kriegsbeginn immer wieder als Vermittler angeboten. Große diplomatische Erfolge blieben bislang aber aus. Der Papst sagte, der Heilige Stuhl habe bereits bei Gefangenenaustauschen als Vermittler agiert und könnte dies nun auch tun im Zusammenhang mit der Rückführung ukrainischer Kinder, die nach Russland verschleppt wurden.

Papst Franziskus hatte Ende April auf dem Rückweg von seiner Ungarn-Reise von einer noch geheimen Friedensmission des Vatikans zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine gesprochen. Allerdings schien es hier klare Differenzen zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und Franziskus zu geben. Selenskyj lehnte eine solche Mission nach einer Begegnung mit dem Papst ab. (bohy)

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