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Schwere Verluste für Russland: Ukraine schießt bei Angriff 30 Drohnen ab

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Die Ukraine fügt Wladimir Putins Armee schwere Verluste zu. Kiew wehrt sich gegen einen Drohnen-Angriff. Der News-Ticker.

  • Munitionslager: Die Ukraine attackiert Stellungen im besetzten Gebiet
  • Großoffensive: Der Beschuss könnte als Vorbereitung für Angriffe dienen
  • Hinweis der Redaktion: Lesen Sie aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt in unserem News-Ticker. Die hier verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine. Sie lassen sich deshalb in Teilen nicht unabhängig überprüfen.
  • Weiterer Hinweis: Dieser Ticker ist beendet. Bleiben Sie mit unserem aktuellen Ukraine-Ticker auf dem Laufenden.

Update vom Montag, 19. Dezember, 7:30 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht zum 19. Dezember mit Dutzenden von Kamikaze-Drohnen aus iranischer Produktion angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden 30 Drohnen abgeschossen. Die Drohnen wurden von der Ostküste des Asowschen Meeres aus gestartet, so die Luftwaffe.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Schwere Verluste: Russische Einheit durch ukrainischen Hinterhalt „außer Gefecht gesetzt“

+++ 20.15 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben bei Kämpfen im Osten des Landes nach eigenen Angaben mindestens zwei russische Munitionslager und Stellungen von Flugabwehrsystemen zerstört. Das teilte der Generalstab in Kiew am heutigen Sonntag mit. Die Luftwaffe sei demnach mehrere Einsätze geflogen. Bei erbitterten Kämpfen um die Stadt Bachmut im Donbass seien den russischen Truppen schwere Verluste zugefügt worden. Eine russische Einheit in Stärke von 400 bis 800 Mann sei dabei in einen geplanten Hinterhalt geraten und „außer Gefecht gesetzt“ worden, teilte der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowitsch mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland soll mehrere hundert Soldaten der Elitegruppe 200. Brigade verloren haben. (Archivfoto)

Im Laufe des Tages geriet außerdem die russisch kontrollierte Großstadt Donezk mehrmals unter Artilleriebeschuss. Dabei sei ein Krankenhaus getroffen worden, so berichtete die russische Staatsagentur Tass unter Berufung auf örtliche Behörden. Wegen eines dadurch entfachten Brandes habe die Evakuierung von Personal und Patienten begonnen.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Explosionen in Belgorod

+++ 17.25 Uhr: Am Morgen des heutigen Sonntags (18. Dezember) waren in der russischen Stadt Belgorod laut der Onlinezeitung Ukrainska Pravda Explosionen zu hören. Eine Rauchsäule sei über einem der Häuser aufgestiegen. Die russischen Behörden sollen den Einsatz der Luftabwehr und zunächst vier Opfer vermeldet haben. 

Wjatscheslaw Gladkow, Gouverneur des Gebiets Belgorod, erklärte via Telegramm, dass eine Person bei den Explosionen getötet und acht weitere verletzt worden seien. Auch die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtete von mehreren Explosionen im Luftraum über Belgorod. Gladkow fügte später hinzu, dass bei den Explosionen in der Stadt vier Wohnhäuser, 14 Privathäuser und neun Autos beschädigt wurden, sowie eine Geflügelfarm. Offizielle Angaben zu der Ursache der Explosionen liegen noch nicht vor.

Russische Verluste im Ukraine-Krieg: Acht russisch besetzte Gebiete getroffen

+++ 11.34 Uhr: Im Laufe des vergangenen Tages konnten die ukrainischen Streitkräfte Angriffe der russischen Seite in mehreren Regionen des Landes zurückschlagen. Darunter waren beispielsweise die Regionen Bachmut und Donezk. Der Generalstab berichtete, dass die russische Armee gleichzeitig fünf Raketen und über 40 weitere MLRS-Angriffe auf die Ukraine abfeuerte.

Die ukrainischen Streitkräfte trafen acht russisch besetzte Gebiete, sowie zwei Kontrollpunkte und vier Munitionsdepots, berichtet das Nachrichtenportal Ukrinform. Weiter bestätigte der Generalstab, dass letzte Woche mehrere russisch besetzte Gebiete angegriffen und dabei über 150 russische Soldaten verwundet wurden.

Russische Verluste: Moskau verliert fast 600 Soldaten an einem Tag

+++ 10.53 Uhr: Nach Einschätzung britischer Geheimdienste will Moskau mit Musik und Kultur die Moral seiner eigenen Truppen im Ukraine-Krieg stärken. Vor einigen Tagen sei angekündigt worden, dass zwei „kreative Brigaden“ an der Front zum Einsatz kommen sollen, schrieb das britische Verteidigungsministerium auf Twitter.

Von britischer Seite wird angenommen, dass Russland die einer Kultur- und Unterhaltungsoffensive mit einer ideologischen Bildung verbindet. Das sei bereits zu Sowjetzeiten verflochten worden. Es wird jedoch bezweifelt, ob sich die Moral der russischen Truppen dadurch steigert. Die Probleme der Russen seien die hohe Zahl der gefallenen Soldaten, mangelnde Führung und Ausstattung. Die kreativen Brigaden könnten deshalb wohl wenig ausrichten.

+++ 9.50 Uhr: Seit Beginn des Krieges hat Russland inzwischen 98.280 Soldaten in der Ukraine verloren. Zudem wurden insgesamt 653 feindliche Marschflugkörper abgeschossen.

  • Soldaten: 98.280 (+590 zum Vortag)
  • Flugzeuge: 281 (+0)
  • Hubschrauber: 264 (+0)
  • Panzer: 2987 (+2)
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 5963 (+5)
  • Artilleriesysteme: 1948 (+1)
  • Luftabwehrsysteme: 211 (+0)
  • Mehrfachraketenwerfer: 410 (+0)
  • Autos und andere Fahrzeuge: 4579 (+2)
  • Schiffe: 16 (+0)
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 1649 (+1)

Update vom Sonntag, 18. Dezember, 5.53 Uhr: Die anhaltenden russischen Offensivoperationen um Bachmut sorgen offenbar für Streit zwischen den Streitkräften der selbsternannten prorussischen Volksrepublik Donezk (DNR) und den Truppen der Wagner-Gruppe von Jewgeni Prigoschin. Das Institute for The Study of War zitierte den Chef der Donezk-Besatzungsverwaltung, Denis Pushilin, dass seine und Wagner-Söldner ukrainische Truppen in die Zange genommen hätten.

Dem widersprachen aber offenbar mehrere russische Militärblogger. Demnach hätten DNR-Truppen nichts mit den Kämpfen zu tun. „Die Diskrepanzen zwischen Pushilins Behauptungen, die die offizielle DNR-Linie darstellen, und Aussagen von Prigoschin und anderen prominenten Stimmen im russischen Informationsraum deuten darauf hin, dass es eine anhaltende und wachsende Kluft zwischen der DNR und der Wagner-Gruppe gibt“, sagen die Analysten des amerikanischen Think-Tanks.

Waffen aus dem Westen fügen Russland schwere Verluste zu

+++ 15.54 Uhr: Nach ukrainischen Angaben verursachen US-Waffen, die inzwischen regelmäßig an der Front eingesetzt werden, schwere russische Verluste. Darunter etwas das in den USA hergestellte M142 High Mobility Artillery Rocket System und seine britischen und deutschen Gegenstücke.

„In letzter Zeit haben sich die hochkalibrigen Geschosse als äußerst hilfreich erwiesen: Die Excalibur, insbesondere die 155-mm-Granate, hat sich als sehr effektiv erwiesen, da sie Fahrzeuge aus der Ferne zerstört und dem Feind schwere Verluste zufügt“, sagte der Kommandeur Roman Kostenko über eine GPS-gesteuerte Granate aus US-Produktion laut einem Bericht von Newsweek.

Zwar sei der Bestand nicht so hoch, dies werde jedoch durch die Präzision der moderneren westlichen Munition einigermaßen kompensiert. Das ukrainische Militär sei daher „eigentlich ganz zufrieden mit dem, was sie von der NATO bekommen haben“, so Kostenko.

Ukraine verhindert russischen Durchbruch bei Donezk

+++ 13.58 Uhr: Spezialkräfte des ukrainischen Militärs haben einen russischen Durchbruch im Gebiet Donezk verhindert. Wie der Pressedienst des Militärs mitteilte, sollen ukrainische Einheiten während einer Aufklärungsoperation entdeckt haben, dass russische Truppen sich darauf vorbereiteten, Offensiv- und Angriffsoperationen durchzuführen.

Die ukrainischen Truppen sollen daraufhin mehrere Panzer zerstört und das Feuer auf den Feind eröffnet haben. Zahlreiche russische Soldaten seien gefallen. Die Verhinderung des Durchbruchs mache „eine weitere Offensive der Angreifer an den Fronten von Saporischschja und Dnipro unmöglich“, so der Pressedienst des Militärs.

Russischer Kollaborateur wegen „Unterstützung des Aggressorstaates“ angeklagt

+++ 13.00 Uhr: Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU) hat einen russischen Kollaborateur enttarnt, der während der vorübergehenden Besetzung eines Teils des Gebiets Mykolajiw mit den Invasoren kooperierte. Wie die ukrainische Online-Zeitung Ukrajinska Prawda berichtet, soll er das Amt des Leiters von zwei Siedlungen übernommen haben, wo er als Vermittler zwischen den Besatzern und den Bewohnern fungierte.

In dieser Zeit half er Russland, indem er gestohlene Transportersatzteile an die russischen Truppen übergab und sie mit Wasser und Lebensmitteln versorgte. Jetzt befinde sich der Kollaborateur in Haft und werde unter dem Paragraphen „Unterstützung des Aggressorstaates“ angeklagt.

Russland soll fast 100.000 Soldaten im Ukraine-Krieg verloren haben

+++ 10.53 Uhr: Die Zahl der im Krieg gefallenen russischen Soldaten steigt auf 97.690. Das teilte der ukrainische Generalstab am Samstag (17. Dezember) auf Facebook mit. Seit Freitag (16. Dezember) seien demnach weitere 420 russische Soldaten gestorben.

Außerdem sollen ukrainische Streitkräfte weitere russische Panzer, Artilleriesysteme und Kampffahrzeuge zerstört haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Ukraine startet Offensive gegen Russland: 200 Soldaten außer Gefecht

Erstmeldung vom 16. Dezember: Kiew – Die Ukraine greift weiter Gebiete in den von Russland besetzten Gebieten an. Vor allem der Oblast Saporischschja im Süden des Landes liegt im Fokus der Angriffe. Nachdem bereits am Montag durch ukrainischen Beschuss eine Brücke über den Fluss Molotschna unpassierbar wurde, hat die Ukraine am Mittwoch zwei Munitionsdepots angegriffen und diese ebenfalls zerstört.

„Der Feind erleidet weiterhin Verluste“, schrieb der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine am Donnerstag auf Facebook, wie das Nachrichtenportal Newsweek berichtet. Demnach griffen die ukrainischen Truppen die Siedlungen Tokmak, Polohy und Berdyansk in Saporischschja an. „Die Verteidigungskräfte zerstörten zwei feindliche Munitionsdepots, zwei Artilleriesysteme mit Munition sowie sechs Einheiten mit militärischer Ausrüstung verschiedener Typen. Mehr als 200 feindliche Soldaten wurden verwundet“, heißt es in der Meldung.

Insgesamt 11 Luftangriffe habe es gegeben, so die ukrianischen Streitkräfte. Ziel waren demnach Soldaten, Waffen und militärische Ausrüstung. Auch russische Raketensysteme standen unter Beschuss.

Ukraine-Krieg: Angriffe auf besetzte Gebiete als Vorbereitung für Offensive

Die Angriffe könnten eine Gegenoffensive im Süden des Landes vorbereiten. Letztlich könnten die Angriffe mit dere Befreiung der seit 2014 besetzten Halbinsel Krim münden. Die Gebiete in Saporischschja seien „potenzielle Schwachstellen“ im Ukraine-Krieg, sagte Mark Cancian, ein leitender Berater des Zentrums für Strategische und Internationale Studien, gegenüber Newsweek. Schon im Winter könnte die Ukraine eine große Offensive starten, so der Experte.

Für eine solche Offensive sei die Region ideal. „Es gibt eine lange, dünn besetzte Front, an der bisher nicht viel passiert ist“, sagte Cancian über die russischen Streitkräfte in Saporischschja. „Das wäre ein logischer Ort für einen Angriff“. Das weiß auch die Führung in Russland. Gleichzeitig könnten die jüngsten Angriffe also nur Täuschung dienen, um Russland an anderer Stelle zu überraschen. (na/kb/cas/tt/jfw/nak/spr/aa mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Bernat Armangue

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