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In der Ukraine herrscht weiterhin Krieg. Russische Truppen rücken vor, die Ukrainer verteidigen sich und nehmen Gefangene - einer spricht in einem Video klare Worte.
Kiew - Der eskalierte Ukraine-Konflikt wird nicht nur mit Schusswaffen, Granaten und Bomben ausgetragen. Er ist auch ein Krieg der Informationen. Während Wladimir Putin nur spärlich Daten über seine eigenen Verluste offenlegt und seinen Einmarsch in das Nachbarland Russlands als kleinere „Spezialoperation“ darstellt, versucht die Ukraine, die russischen Soldaten und auch die Bürger Russlands davon zu überzeugen, dass der Krieg ihrer aller Existenz gefährdet.
Ukraine-Konflikt: Unbestätigtes Video zeigt russischen Kriegsgefangenen
In einem von ukrainischen Behörden veröffentlichten Video ist ein mutmaßlicher russischer Kriegsgefangener der Ukraine zu sehen. Er spricht über ein Handy mit einer unbekannten Person, die möglicherweise seine Freundin, Frau oder auch seine Mutter sein könnte, so die Einschätzung von t-online.de in einem Bericht.
Auffällig ist, wie unverblümt er die Art und Weise anklagt, mit der der Krieg von russischer Seite aus geführt wird. „Sie haben uns in den Tod geschickt. Ein ganzes Bataillon wurde getötet, ein ganzes“, wird übersetzt.
Ukraine-Krieg: Mutmaßlicher Gefangener über Angst vor russischem Geheimdienst am Telefon
Alle anderen seien getötet worden, nur der gefangene Soldat lebe noch, heißt es weiter parallel zu dem Video des anonymisierten Mann. Er hoffe bald ausgetauscht zu werden, warnte aber die Person am anderen Ende der Leitung, dass sie nicht zu viel sagen dürfe, da sonst „die FSB-Leute“ (Anm. d. Red.: FSB ist der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation) auf sie aufmerksam werden könnten. „Die werden dich ins Gefängnis stecken“, mahnt der Mann. Es solle nicht gesagt werden, dass die Ukrainer alle getötet haben, „sogar die Verwundeten“. „Sag nur, dass sie Gefangene austauschen sollen“, bittet er dem Bericht zufolge.
Die Ukraine veröffentlicht mit zunehmender Frequenz Bilder und Videos von Kriegsgefangenen. Russland kritisiert das Vorgehen. Bislang konnte das Video nicht verifiziert werden. Die Umstände der Aufnahme sowie Ort und Zeit der Aufnahme konnten nicht durch unabhängige Quellen bestätigt werden. Die Kämpfe in der Ukraine laufen indes mit unverminderter Härte weiter. (mda)
