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Ukraine-Krieg: Großbritannien sanktioniert auch Roman Abramowitsch

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Im Zuge des Ukraine-Kriegs hat die britische Regierung Sanktionen gegen sieben russische Persönlichkeiten verhängt, unter ihnen ist auch Roman Abramowitsch.

  • Großbritannien beschließt Sanktionen gegen sieben russische Persönlichkeiten, darunter Roman Abramowitsch.
  • Impftempo stockt – Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor Problemen im Herbst.
  • Linken-Fraktionschefin kritisiert von der Leyens Aussagen zum Energiesparen als „zynisch“:
  • SPD-Fraktionschef erwartet Änderungen am Entwurf für neue Corona-Regeln.
  • Kuleba sieht nach Gespräch mit Lawrow keine Fortschritte.
  • Die Spendenbereitschaft für die Ukraine ist bei vielen Organisationen so hoch wie nie zuvor.

Weitere Sanktionen: Im Zuge des Ukraine-Kriegs hat die britische Regierung Sanktionen gegen sieben russische Persönlichkeiten verhängt. Nach Angaben Londons reagiert man damit auf den russischen Einmarsch in der Ukraine. Unter anderem sollen die Vermögen sieben Superreicher in Großbritannien eingefroren und Einreiseverbote gegen sie verhängt werden.

Ukraine-Krieg: Auch Roman Abramowitsch findet sich auf der Sanktionsliste der britischen Regierung. (Symbolfoto)

Unter den Betroffenen ist auch der Inhaber des FC Chelsea, Roman Abramowitsch. Neben ihm sollen unter anderem der Rosneft-Geschäftsführer Igor Setschin oder der Gazprom-Chef Alexej Miller Ziel der Maßnahmen sein. Einige der durch die britische Regierung sanktionierten Personen stehen auch auf einer Sanktionsliste der EU. Gegen den Besitzer des FC Chelsea hatte es bisher keine Sanktionen seitens der Europäischen Union gegeben.

Impfkampagne stockt – Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt vor Problemen im Herbst

Langsames Impftempo: Mit Blick auf die derzeit stockende Impfkampagne hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor weiteren Problemen im Herbst gewarnt und erneut für mehr Impfungen geworben. Lauterbach sprach laut dpa-Angaben von einer derart großen Lücke, „dass wir ohne eine deutliche Verbesserung der Impfbereitschaft und der Impfquoten im Herbst wieder erhebliche Probleme haben werden.“

Mit Blick auf die stockende Impfkampagne warnt Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor Problemen im Herbst. (Symbolbild)

Seit Tagen werden in Deutschland weniger als 100.000 Impfungen pro Tag verabreicht. Etwa 75,7 Prozent der Menschen in Deutschland haben einen Grundschutz erhalten, für diesen sind meist zwei Impfungen nötig. Umgerechnet sind das 62,9 Millionen Menschen. Insgesamt 57,6 Prozent, also rund 47,9 Millionen Menschen, haben zudem eine Auffrischungsimpfung erhalten. Mindestens einmal geimpft sind indes 76,4 der Menschen in Deutschland, also rund 63,5 Millionen Menschen. In Niedersachsen kommt ab 16. März die einrichtungsbezogene Impfpflicht.

Linkspartei kritisiert von der Leyens Aufruf zum Energiesparen als zynisch

Kritik an von der Leyen: Die Linkspartei hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wegen ihrer Aussagen zum Energiesparen scharf kritisiert. Von der Leyen hatte erklärt, es könne durch Energiesparen dazu beigetragen werden, die Unabhängigkeit von russischem Gas und Öl sowie Kohle zu fördern. Die Fraktionschefin der Linkspartei, Amira Mohamed Ali sagte dazu im ZDF-Morgenmagazin „Das finde ich wirklich zynisch.“

Amira Mohamed Ali, Fraktionsvorsitzende der Linken

Sie führte fort „Wir sind mittlerweile in einer Situation, in der es für viele Menschen wirklich real schwierig wird, ihren normalen Alltag zu bewältigen, der Weg zur Arbeit wird für viele unbezahlbar. (...) Viele Menschen haben keine Alternative, die brauchen das Auto, um zur Arbeit zu fahren.“ Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte zuletzt erklärt, er hielte auch Benzinpreise von drei Euro pro Liter Benzin für realistisch. Mohamed Ali sprach sich mit Blick auf die Ukraine zudem gegen Sanktionen aus, die die Bevölkerung in Russland treffen. Richtig seien Sanktionen, die Wladimir Putin und sein System treffen würden, so die Linken-Fraktionschefin.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich geht von Änderungen an Entwurf zu Corona-Regeln aus

Lockerung der Corona-Regeln: Mit Blick auf den Gesetzesentwurf zu neuen Corona-Regeln in Deutschland hat der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich erklärt, er gehe davon aus, dass es noch Änderungen geben wird. Er sagte „Ich glaube, dass es wahrscheinlich noch Präzisierungen wird geben müssen“, großen Änderungsbedarf sieht allerdings auch Mützenich nicht.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich geht von Änderungen an Entwurf zu Corona-Regeln aus. (Symbolbild)

Zuletzt hatte unter anderem Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) die geplante Gesetzesänderung scharf kritisiert. Auch aus Reihen der Grünen gab es Kritik. Mützenich sprach sich im Zuge seiner Einlassungen auch für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in Deutschland aus.

Kuleba sieht nach Gespräch mit Lawrow keine Fortschritte.

Hoffnung auf Diplomatie: Nach einem ersten etwa zweistündigen Treffen zwischen den Außenministern der Ukraine und Russlands sieht der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba keinerlei wesentliche Fortschritte. Kuleba erklärte, es seien keine humanitären Korridore für die Stadt Mariupol vereinbart worden. Seinen Angaben zufolge habe Lawrow Fluchtkorridore nicht eigenständig vereinbaren dürfen, würde aber „mit den entsprechenden Autoritäten in Russland darüber konferieren.“

Auf Abstand: Ukraines Außenminister Dmytro Kuleba (vorne links) und der russische Außenminister Sergej Lawrow sitzen sich in Antalya gegenüber – zum ersten Mal seit Kriegsbeginn.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf dem Westen seinerseits vor, den Konflikt durch Waffenlieferungen an die Ukraine zu verschärfen. Lawrow sagte: „Wir sehen, wie gefährlich unsere westlichen Kollegen, einschließlich der Europäischen Union, jetzt handeln.“ Das heutige Treffen war die erste Zusammenkunft hochrangiger russischer und ukrainischer Diplomaten, zuvor waren sich nur Unterhändler begegnet. Beide Seiten zeigten sich bereit für weitere Gespräche, Lawrow signalisierte zudem die grundsätzliche Bereitschaft des russischen Präsidenten Putin, sich nach „Vorbereitungsarbeit“ mit Wolodymyr Selenskyj zu treffen.

Ukraine-Krieg: Spendenbereitschaft so hoch wie noch nie

Hohe Spendenbereitschaft: Im Zuge des Ukraine-Kriegs wollen viele Menschen den Kriegsopfern aus der Ukraine helfen. Bei einigen Organisationen ist die Spendenbereitschaft daher aktuell so hoch, wie noch nie zuvor, das berichtet das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe. Der Geschäftsführer des Aktionsbündnisses, Dominique Mann, sagte der dpa: „Noch nie in der Geschichte des Aktionsbündnisses, also den letzten 21 Jahren, gingen in einem vergleichbaren Zeitraum so viele Spenden ein.“

Im Zuge des Ukraine-Kriegs ist die Spendenbereitschaft derzeit vielerorts so hoch wie nie zuvor.

Das Aktionsbündnis setzt sich zusammen aus dem Deutschen Roten Kreuz, der Caritas international, der Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland. Bisher sollen beim Aktionsbündnis bereits über 76 Millionen Euro Spendengelder eingegangen sein, das berichtet die dpa. Viele Menschen Planen indes auch in Deutschland, Geflüchtete privat unterzubringen.

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Rubriklistenbild: © Martin Meissner/dpa

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