Der ukrainische Präsident verlässt Kiew aus Sicherheitsgründen nur selten. Auf der Rückreise vom Osten des Landes wurde Selenskyj nun in einen Autounfall verwickelt.
Isjum - Seit Beginn des Ukraine-Kriegs verlässt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Kiew aus Sicherheitsgründen nur selten. Doch am Mittwoch reiste er in den Osten des Landes, wo ukrainische Truppen zuvor bei ihrer Gegenoffensive Erfolge erzielen konnten. Selesnkyj besuchte unter anderem die zurückeroberte Stadt Isjum. Auf dem Weg zurück in die ukrainische Hauptstadt wurde der ukrainische Präsident offenbar in einen Unfall verwickelt – die Polizei untersucht den Vorfall.
Nach Reise in den Osten: Wagen des ukrainischen Präsidenten stößt mit Auto zusammen
Nach der Rückkehr aus dem Osten des Landes sei ein Auto in Kiew mit dem Wagen des Staatschefs und dessen Begleitfahrzeugen zusammengestoßen, schrieb Selenskyjs Sprecher Serhij Nykyforow am frühen Donnerstagmorgen auf Facebook. Der Präsident sei von einem Arzt untersucht worden. „Es wurden keine ernsthaften Verletzungen festgestellt“, hieß es dazu. Nähere Details zu Selenskyjs Gesundheitszustand wurden zunächst nicht mitgeteilt. Sanitäter hätten den Fahrer des anderen Wagens versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, hieß es. Die Polizei untersuche die Umstände des Vorfalls.
Ukraine-Krieg: Präsident Selenskyj wendet sich per Video an die Welt
Geplante Reise Selenskyjs nach New York immer unwahrscheinlicher
Selenskyj hatte zunächst geplant, am kommenden Dienstag persönlich an der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York City teilzunehmen. Allerdings wird eine Reise des ukrainischen Präsidenten immer unwahrscheinlicher, das Sicherheitsrisiko ist offenbar zu hoch. Es wäre das erste Mal seit Kriegsbeginn gewesen, dass der Präsident des von Russland angegriffenen Landes ins Ausland reist.
Wie mehrere Diplomaten in New York der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch (Ortszeit) bestätigten, ist eine Resolution in Arbeit, die dem ukrainischen Staatsoberhaupt eine Ansprache bei dem politischen Großereignis per Video erlauben würde. Eine Abstimmung in der Vollversammlung, die nach ukrainischen Angaben eine einfache Mehrheit der abstimmenden Länder unter den 193 Mitgliedstaaten bräuchte, könnte es demnach am Freitag geben. Es ist zu erwarten, dass die Resolution bei einer Abstimmung wahrscheinlich die nötigen Stimmen erhalten würde (dpa/bme).