Update, 6.55 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden rund 850 Soldaten verloren. Insgesamt hat Putins Armee diesen Angaben zufolge bereits mehr als 1,16 Millionen Soldaten verloren. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-News: Dutzende Verletzte bei Drohnenangriff auf Charkiw gemeldet
Update, 5:45 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ostukrainische Großstadt Charkiw sind Berichten zufolge mehr als 20 Menschen verletzt worden. Die Attacke habe die Stadt in der Nacht getroffen, mehrere Gebäude beschädigt und Brände ausgelöst, teilten Bürgermeister Ihor Terechow und die regionale Militärverwaltung ukrainischen Medien zufolge mit. Ein neunstöckiges Wohnhaus sei nach einem Treffer evakuiert worden.
Ukraine News: USA genehmigen Waffenlieferung an Kiew
Update, 19. November, 5:00 Uhr: Die USA haben eine Waffenlieferung an die Ukraine im Wert von insgesamt 105 Millionen Dollar (rund 91 Millionen Euro) gebilligt. Das Paket umfasse Ausrüstung zur Modernisierung und Wartung der Patriot-Raketenabwehrsysteme von M901- auf M903-Abschussvorrichtungen, erklärte das US-Außenministerium. Die Ukraine wird demnach für die Aufrüstung der Patriot-Raketensysteme zahlen.
Ukraine News: Spanien sagt Kiew neue Hilfen von mehr als 800 Millionen Euro zu
Update, 22:08 Uhr: Spanien wird Kiew im Ukraine-Krieg mit neuen Hilfen in Höhe von 817 Millionen Euro unterstützen. Das sicherte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Madrid zu. Von den Hilfen würden 615 Millionen Euro in ein „Militärunterstützungspaket“ fließen, das bereits im nächsten Monat für die Beschaffung neuer Ausrüstung für die ukrainische Armee zur Verfügung gestellt werden solle, erklärte Sánchez.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine
Unter den 615 Millionen sind 100 Millionen Euro, mit denen Spanien sich an der sogenannten Purl-Initiative für amerikanische Waffen- und Munitionslieferungen an die Ukraine beteiligen will. Diese 615 Millionen sind Teil eines älteren bilateralen Sicherheitsabkommens, das jährliche militärische Hilfen Spaniens in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro vorsieht.
Update, 20:30 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben US-amerikanische ATACMS-Raketen für Angriffe auf russisches Gebiet verwendet. Der Generalstab meldete via Facebook einen erfolgreichen „Präzisionsschlag auf militärische Einrichtungen“ und bezeichnete dies als bedeutenden „Meilenstein“ im Ukraine-Krieg.
Details zu den getroffenen Zielen oder dem genauen Zeitpunkt des Angriffs wurden nicht preisgegeben. Die ukrainische Militärführung kündigte an, dass „der Einsatz von Langstrecken-Angriffsfähigkeiten wie ATACMS fortgesetzt wird“. US-Präsident Donald Trump hatte im September gegenüber Präsident Selenskyj Bereitschaft signalisiert, die Beschränkungen für amerikanische Langstreckenwaffen zu lockern.
Selenskyj reist für Gespräche mit Erdogan in die Türkei
Update, 18:47 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat am Mittwoch seinen Arbeitsbesuch in der Türkei angetreten. Der ukrainische Präsident kündigte an, neue Lösungsvorschläge zur Beendigung des Ukraine-Krieges zu präsentieren, wie er im sozialen Netzwerk X mitteilte.
„Alles zu tun, um das Ende des Krieges näherzubringen, ist die oberste Priorität der Ukraine“, erklärte Selenskyj. Die Türkei fungiert erneut als Vermittlerin zwischen den Konfliktparteien, während Russland nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow nicht an den Gesprächen in Ankara teilnimmt. In den mehr als dreieinhalb Jahren des Konflikts war die Türkei wiederholt Gastgeberin für Friedensbemühungen.
Russischer Geheimdienst im Fokus: Zwei Verdächtige nach Sabotage-Vorfall in Polen
Update, 16:40 Uhr: Polens Regierungschef Donald Tusk hat Russland für zwei Sabotageakte an einer Bahnstrecke nach Ukraine verantwortlich gemacht. Zwei ukrainische Staatsbürger, die „seit langem mit russischen Diensten zusammenarbeiten“, stehen im Verdacht, die Anschläge zwischen Samstag und Montag verübt zu haben, sagte Tusk vor dem Parlament in Warschau.
Die Explosionen beschädigten eine wichtige Eisenbahnstrecke für Hilfslieferungen in die vom Ukraine-Krieg betroffene Ukraine. Ziel sei vermutlich gewesen, einen Zug zum Entgleisen zu bringen, erklärte der Ministerpräsident.
Nach Sabotageakt: Polen erhöht Alarmstufe für bestimmte Bahnstrecken
Update, 14:46 Uhr: Polens Regierung hat nach der Sabotage an Bahnstrecken angekündigt, die Alarmstufe für bestimmte Bahnstrecken zu erhöhen. Künftig solle auch das Militär zum Schutz der Infrastruktur eingesetzt werden, wie Ministerpräsident Donald Tusk verkündete. „Der Chef des Inlandsgeheimdienstes und der Innenminister haben mich aufgrund terroristischer Bedrohungen gebeten, die dritte Terrorwarnstufe ‚Charlie‘ einzuführen“, sagte Tusk laut Reuters. „Diese Stufe gilt für bestimmte Bahnstrecken, während im Rest des Landes die zweite Warnstufe verbleibt.“
Update, 13.24 Uhr: Die Ukraine hat bei erneuten Angriffen auf die Energieinfrastruktur Russlands offenbar Schäden am Stromnetz in der von Russlands besetzen Region Donezk verursacht. Der vom Kreml eingesetzte Regionalverwalter Denis Puschilin teilte auf Telegram mit, dass knapp 65 Prozent der Verbraucher ohne Strom sein. Die Drohnenangriffe haben demnach auch Auswirkungen auf die Wasser- und Fernwärmeversorgung. Kiew äußerte sich bislang nicht zu den Angriffen.
Update, 11:38 Uhr: Polen macht Russland für den Sprengstoffanschlag auf eine strategisch wichtige Bahnlinie verantwortlich. Alles deute darauf hin, dass die Auftraggeber des Sabotageaktes die russischen Geheimdienste seien, sagte der Sprecher des Geheimdienstkoordinators in Warschau. „Eine Bahnstrecke zu sprengen, ist ein beispielloser Sabotageakt“, erklärte Regierungschef Donald Tusk am Montag im Onlinedienst X. Der polnischen Staatsanwaltschaft zufolge bestand schon am Montag der Verdacht, dass die Sabotage „terroristischer Natur“ sei und mutmaßlich „im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes“ ausgeführt worden sei.
Neue Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs: Selenskyj trifft Witkoff
Update, 11:10 Uhr: Wie Reuters berichtet, plant der Sondergesandte von Donald Trump, Steve Witkoff, am Mittwoch ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj in der Türkei. Der ukrainische Präsident hatte zuvor angedeutet, dass er nach seinem Besuch in Spanien am Mittwoch in die Türkei reisen wolle. „Wir bereiten die Wiederaufnahme der Verhandlungen vor und haben Lösungen erarbeitet, die wir unseren Partnern vorschlagen werden. Alles zu tun, um das Kriegsende näherzubringen, hat für die Ukraine höchste Priorität.“
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Putins Truppen starten 151 Gefechte
Update, 10:10 Uhr: Russische Streitkräfte griffen im Laufe des vergangenen Tages laut dem Generalstab der Streitkräfte der Ukraine an allen Fronten des Ukraine-Kriegs an. Insgesamt kam es zu 151 Gefechten, wobei die Front bei Pokrowsk weiterhin am heftigsten tobt. Insgesamt sollen ukrainische Streitkräfte 40 russische Angriffe abgewehrt haben.
Derweil gibt es weitere Informationen zu den russischen Angriffen auf ukrainische Energieanlagen. Der Pressedienst des ukrainischen Energieministeriums erklärte, dass Putins Truppen im Ukraine-Krieg in den Gebieten Dnipropetrowsk, Sumy, Cherson und Donezk angegriffen haben. Die beschädigten Energieinfrastrukturanlagen werden derzeit repariert und wiederhergestellt.
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Russland setzt seine Angriffe im Ukraine-Krieg fort. Bereits seit Montagabend, dem 17. November, greifen Einheiten von Wladimir Putin Dnipro mit Drohnen an. Laut Kyiv Post wurden Brände gemeldet. Es gibt zudem Berichte über beschädigte Gebäude und verletzte Personen. „Bei dem Großangriff in Dnipro wurden zwei Personen verletzt. Eine 59-jährige Frau und ein 67-jähriger Mann wurden in mittelschwerem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert“, schrieb Wladyslaw Haiwanenko, der Leiter der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk (OVA), auf Telegram.
Während die Lage in Dnipro angespannt bleibt, zielt Russland im Ukraine-Krieg vermehrt auf die ukrainische Energieinfrastruktur. Wie Ukrainska Pravda am Dienstagmorgen meldete, ist die Stadt Cherson nach einem russischen Angriff teilweise ohne Stromversorgung. Auch die Ukraine greift seit Monaten gezielt Russlands Wirtschaft und die Energieversorgung im Nachbarland an. Das Vorgehen ist Teil einer übergeordneten ukrainischen Strategie, die Putin zunehmend unter Druck setzen soll.
Schwere Angriffe im Ukraine-Krieg – Russland greift im Ukraine-Krieg gezielt Stromversorgung an.
„Infolge des russischen Angriffs sind alle Bezirke von Cherson teilweise ohne Stromversorgung. Energieingenieure ermitteln derzeit das Ausmaß der Schäden und führen Notfallreparaturen durch“, teilte die Militärverwaltung der Stadt Cherson nach den russischen Angriffen im Ukraine-Krieg mit. Derweil verteidigen die Ukrainer den Donbass weiter gegen Putins Armee.
Russland hat zudem am Montagabend die Eisenbahninfrastruktur in Dnipro und mehrere Bahnhöfe in der Region Charkiw angegriffen. Laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten für den Wiederaufbau der Ukraine und Minister für die Entwicklung von Gemeinden und Gebieten, Oleksiy Kuleba, kam es zu schweren Verlusten. „Zum zweiten Mal wird die Stadt vom Feind massiv angegriffen. Die Hauptreparaturwerkstatt wurde schwer beschädigt. Auch der Bahnhof von Dnipro wurde beschädigt. Die Aufräumarbeiten und der rasche Wiederaufbau haben bereits begonnen. Trotzdem verkehren die Pendlerzüge morgens von Dnipro planmäßig“, erklärte der Beamte.
Im russisch besetzten Teil von Donezk sind derweil durch ukrainische Angriffe zwei Wärmekraftwerke beschädigt worden. Das melden laut Medienberichten die örtlichen Behörden. Viele Einwohner seien infolgedessen aktuell von der Stromversorgung abgeschnitten. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, sprach Kreml-Gefolgsmann Denis Puschilin auf Telegram von „einem beispiellosen Angriff auf das Stromnetz“. Puschilin ist Chef der sogenannten Donezker Volksrepublik. Derweil ist Präsident Wolodymyr Selenskyj wegen der Lage im Pokrowsk weiter unter Druck.
Warnung vor NATO-Eskalation nach Ukraine-Krieg: Estlands Außenminister nennt Zeitfenster
Estlands Außenminister Margus Tsahkna erklärte derweil während eines Termins, dass die Bedrohung durch Russland für die NATO real sei. Besonders gefährdet seien die baltischen Staaten. Russlands Militärmaschinerie, die bislang im Ukraine-Krieg deutliche Verluste erlitten habe, werde „innerhalb von zwei bis drei Jahren oder weniger mit noch mehr Truppen und militärischer Ausrüstung als vor der groß angelegten Invasion an unsere baltischen Grenzen zurückkehren“, so Tsahkna.
Dem Außenminister legen demnach Erkenntnisse vor, die auf eine „umfassende Reform der Streitkräfte“ hindeuten, wie die Kyiv Post schreibt.
Derweil erklärte ein hochrangiger US-Beamter des Weißen Hauses, dass US-Präsident Donald Trump bereit sei, ein Gesetz zur Verhängung von Sanktionen gegen Russland zu unterzeichnen. Wie Reuters schreibt, würde der Republikaner dies allerdings daran knüpfen, dass er die Befugnis behalte, die endgültige Entscheidung über diese Maßnahmen zu treffen. Trump sagte Journalisten am Abend des 16. November, er habe nichts dagegen, dass die Republikaner an einem Gesetzentwurf arbeiten, der Sanktionen gegen Länder vorsieht, die mit Russland Geschäfte machen.
„Dem Weißen Haus und dem Präsidenten war es immer wichtig, dass es im Sanktionspaket eine Ausnahme gibt, die sicherstellt, dass der Präsident die letztendliche Entscheidungsgewalt über die Sanktionen hat“, heißt es weiter.
Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook derweil mitteilte, steigen Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter. Im Verlauf des vergangenen Tages soll Putin den Angaben nach 960 Soldaten verloren haben. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Diese Zahl lässt sich nicht unabhängig überprüfen. Die Gesamtzahl der Verluste steigt damit auf etwa 1.160.380 Soldaten. Wladimir Putins Armee hat zudem 11.355 Panzer, 23.594 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 34.499 Artilleriesysteme verloren. (fbu mit Agenturen)