Kriegsparteien positionieren sich

Symbolik, Waffenlieferungen und Friedensgespräche: Selenskyj bei Biden, Putin-Freund Medwedew bei Xi

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US-Präsident Joe Biden (r) und Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj, Präsident der Ukraine, während eines Gespräches im Oval Office.
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Selenskyj besucht die USA, Medwedew reist nach Peking. Der Ukraine-Krieg verlagerte sich am Mittwoch auf die große Weltbühne. Werden die Forderungen Kiews erfüllt?

Washington/München – Der Angriffskrieg von Kreml-Chef Wladimir Putin in der Ukraine dauert ununterbrochen an. Für die Verteidigung gegen russische Truppen ist die Ukraine stark auf westliche Hilfe angewiesen. Den Löwenanteil übernehmen dabei die USA.

Die erste und durchaus unerwartete Auslandsreise vom ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj geht nun nach Washington. Bei Gesprächen mit US-Präsident Joe Biden sowie einer Rede vor dem Kongress dürfte er um mehr Unterstützung und Waffen werben. Allerdings wird dieser Besuch wahrscheinlich nicht alle Türen öffnen.

Ukraine-Krieg: Selenskyj zu Besuch in den USA – „tiefgehende strategische Diskussionen“

Seinen Besuch in den USA kündigte Selenskyj auf Twitter an. Einem Bericht der US-Tageszeitung Politico zufolge überraschte der plötzliche Besuch sogar hochrangige Regierungsbeamte sowie Kongressmitglieder. Offenbar liefen die Vorbereitungen für einen Besuch seit mehreren Wochen. Ein US-Beamter betonte gegenüber der Zeitung, Biden habe Selenskyj am 11. Dezember eingeladen.

Die Beamten erwarten jetzt vor allem eine Diskussion um Waffen. Dies dürfte sich tatsächlich als der kniffligste Punkt des Selenskyj-Biden-Treffens erweisen. Der US-Präsident werde bei den Gesprächen betonen, dass die USA die Ukraine „so lange wie nötig“ unterstützen würden, sagte ein hochrangiger US-Beamter laut dem US-Sender CNN. Außerdem werde es auch „tiefgehende strategische Diskussionen um die nächsten Schritte auf dem Schlachtfeld“ gehen. Aber: Wie weit die US-Hilfe reichen soll, darüber sind sich Kiew und Washington uneins.

Ukraine-Krieg: Kiew fordert Langstreckenraketen – USA wollen aber nicht liefern

So fordert die ukrainische Regierung immer wieder Langstrecken-Präzisionsraketen, was Kiew zufolge eine effektivere Verteidigung ermöglichen würde. Die Biden-Regierung allerdings ist besorgt, dass diese Waffen für Angriffe direkt auf russisches Territorium eingesetzt werden könnten. Das Ergebnis wäre höchstwahrscheinlich eine aggressivere und tödlichere russische Militärkampagne. Außerdem: Die Biden-Regierung will eine Kriegsbeteiligung der USA vermeiden. „Wir wollen nicht in einen direkten Krieg mit Russland eintreten“, unterstrich der hochrangige US-Beamte gegenüber CNN. Auch der Besuch von Selenskyj werde daran nichts ändern.

Doch die Ukraine besteht weiterhin auf Raketen mit höherer Reichweite, denn das Land fürchtet wohl einen russischen Rückschlag sowie den Verlust des aktuellen Momentums, falls die Gewinne der letzten Wochen wie etwa in Cherson nicht mit neuen Angriffen konsolidiert werden. „Unsere Strategie ist es, weiter anzugreifen, denn wir können es uns nicht leisten, die Frontlinie einzufrieren“, zitierte Politico den ukrainischen Militärberater und ehemaligen nationalen Sicherheitsberater Oleksander Danjljuk. Mit den aktuellen Waffen sei man am Limit, weshalb man für die „nächste Phase“ Langstreckenwaffen benötige.

Ukraine-Krieg: USA wollen Patriots statt ATACMS-Raketen liefern

Die Blicke der Ukraine richten sich dabei insbesondere auf die ATACMS, ein Langstrecken-Raketensystem. Die von Selenskyj geleitete ukrainische Delegation dürfte in Washington erneut das Waffensystem fordern, doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird diese Forderung auf taube Ohren stoßen. US-Beamten zufolge sind die Risiken für solch eine Waffenlieferung schlichtweg zu hoch. Immerhin könne dies Putin provozieren und zum Einsatz von tödlicheren Waffen durch Russland führen.

Selenskyj wird aber sicherlich nicht mit leeren Händen und nur wörtlicher Zusicherung von Hilfe ausgehen, denn die USA planen eine Forderung nach einer Verteidigungswaffe zu erfüllen. Die Biden-Regierung wird der ukrainischen Delegation ein neues militärisches Hilfspaket im Wert von rund 2 Milliarden Dollar präsentieren. Das absolute Kronjuwel dabei: Das von Kiew schon seit langem geforderte Patriot-Luftabwehrsystem. Die Verteidigungswaffe soll ballistische Raketen sowie von Russland eingesetzte iranische Kamikazedrohnen abfangen. Für aggressive Vorstöße im Osten des Landes benötigt die Ukraine aber weit mehr. Daher dürfte Kiew nur halb zufrieden sein. Auch hinsichtlich Patriots drohte Moskau Washington mit Konsequenzen.

Ukraine-Krieg: Symbolische Botschaft durch Selenskyjs Besuch in den USA

Neben all den Diskussionen um Waffenlieferungen und Hilfspaketen geht es ohne Zweifel auch um eine starke, symbolische Botschaft mit dem Besuch von Selenskyj in den USA. Die Botschaft richtet sich in zwei Richtungen: An den Rest der nordatlantischen Allianz sowie an die US-Innenpolitik. Die internationale Hilfe für die Ukraine droht aktuell nach und nach abzuschwächen. Gegenüber Politico gaben Quellen aus dem Weißen Haus an, der Besuch und die Hervorhebung der US-Unterstützung für die Ukraine dadurch seien wichtig, um Verbündete in Europa trotz der Energiekrise weiterhin für die Hilfsbestrebungen zu mobilisieren.

Währenddessen übernehmen Republikaner erneut die Kontrolle über das Repräsentantenhaus des Kongresses und wollen eigenen Angaben zufolge zukünftigen Hilfspaketen für die Ukraine nicht so einfach wie bisher zustimmen. Der hochrangige US-Beamte sagte laut Politico, inmitten der schwierigen Winterzeit im Krieg sei dies eine „wichtige Gelegenheit“ für Selenskyj, sich an amerikanische Bürger zu wenden. Offenbar ist die Biden-Regierung davon überzeugt, dass der Besuch des ukrainischen Präsidenten und eine Rede vor dem Kongress als ein Bollwerk gegen den republikanischen Widerstand fungieren kann.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Putins Vertrauter Medwedew reist nach China – „gemeinsame Ziele“ mit Xi

Während Selenskyj die USA besucht, sucht Russland nach Unterstützung in China. Der ehemalige Präsident, Putin-Vertraute und aktuell stellvertretender Chef des nationalen Sicherheitsrats, Dimitri Medwedew, besuchte die chinesische Hauptstadt Peking und kam mit Staatschef Xi Jinping zusammen. Dabei hätten Medwedew und Xi „wichtige internationale Themen“ besprochen, berichtete die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass. Zudem habe man bei dem Treffen „eine breite Übereinstimmung der Ansichten von Moskau und Peking zu den dringendsten Problemen der Welt“ hervorgehoben.

Moskau betont immer wieder, im Zuge des Ukraine-Krieges sei Russland keineswegs international isoliert. Daher sind offizielle Treffen, Auslandsreisen und sogar Telefongespräche von großer Bedeutung für den Kreml, um das Gegenteil einer „Isolierung“ beweisen zu können. Besonders China wird als ein kritischer Verbündeter betrachtet. Medwedew und Xi hätten eine Vereinbarung zur Stärkung von russisch-chinesischer Kooperation mit Blick auf „gemeinsame Ziele“ von Xi und Putin getroffen, berichtete Tass.

Medwedew in China: Xi ruft nach „Zurückhaltung“ und Friedensgesprächen für Ukraine

Beim Treffen wurde wohl auch die aktuelle Situation in der Ukraine besprochen. China unterstützt zwar Russland und beschuldigt den Kreml etwa nicht mit einem Angriffskrieg, doch gleichzeitig versucht das Land eine Eskalation der Spannungen mit dem Westen zu vermeiden. Daher ruft Peking immer wieder nach Friedensgesprächen. Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge tat dies Xi auch bei seinem Treffen mit Medwedew.

Seine Regierung setzte sich „aktiv für Frieden und Gespräche“ ein, sagte er demnach. „China hofft, dass die relevanten Parteien rational und zurückhaltend bleiben“, betonte Xi zudem. Er rief die Kriegsparteien dazu auf, Sicherheitsbedenken auf politischem Wege zu lösen und einen „umfassenden Dialog“ zu beginnen. (bb)

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