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Ukraine-Krieg: Russische Soldaten machen „blutige Geschäfte“ und fordern Lösegeld für Geiseln

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Beim G7-Gipfel werden weitere drastische Sanktionen gegen Russland beschlossen: der News-Ticker zum Ukraine-Krieg am Sonntag, 26. Juni.

Dieser Ticker ist beendet. In unserem neuen Newsticker finden Sie alle Neuigkeiten zum Ukraine-Krieg.

Update vom Montag, 27. Juni, 07.00 Uhr: Nach der Einnahme der Stadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine durch russische Truppen gehen die Kämpfe um die Stadt Lyssytschansk weiter. Der Feind versuche verstärkt mit Unterstützung der Artillerie, die strategisch wichtige Stadt aus südlicher Richtung zu blockieren, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntagabend mit.

+++ 22.14 Uhr: Nach einem Medienbericht des Kyiv Independent machen russische Soldaten im besetzten Enerhodar „blutige Geschäfte“. Dmytro Orlov, Bürgermeister von Enerhodar, sagte, dass die Streitkräfte 1700 US-Dollar für die Freilassung von Geiseln forderten. Unklar ist jedoch, ob das Lösegeld für einen Menschen oder sämtliche Gefangenen gilt.

+++ 20.30 Uhr: Die russische Wirtschaft wird im nächsten Jahr voraussichtlich um 8 bis 15 Prozent schrumpfen, da die Vereinigten Staaten und andere Mitglieder der G7 neue Sanktionen verhängt haben, sagte Außenminister Antony Blinken am Sonntag (26. Juni). Blinken, der am Sonntag in der CNN-Sendung „State of the Union“ sprach, sagte, die Sanktionen hätten eine „dramatische“ Wirkung.

Die G7-Mitglieder kündigten an, die Einfuhr von russischem Gold zu verbieten, um Putin die Einnahmen zu entziehen, die er zur Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine benötigt, berichtet die Washington Post. Die Strafen für den Kreml könnten sich auf Dutzende von Milliarden Dollar belaufen, twitterte US-Präsident Joe Biden am Sonntagmorgen.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

+++ 19.36 Uhr: Russland versuche, die strategisch wichtige Stadt Sjewjerodonezk aus südlicher Richtung zu blockieren, teilte der ukrainische Generalstab am Sonntagabend mit. Die Kämpfe in der Stadt oben indes weiter, berichtet die Deutsche Presseagentur.

Ukraine-Krieg: Russland hat wohl 400.000 Tonnen Getreide gestohlen

+++ 19.11 Uhr: Russland hat nach Angaben des Kyiv Independent seit Kriegsbeginn wohl mindestens 400.000 Tonnen Getreide gestohlen. Präsident Wladimir Putin soll den Plan verfolgen, die Ukraine durch Hungersnot zu brechen.

+++ 13.30 Uhr: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat die russischen Bombardierungen der ukrainischen Hauptstadt am Sonntagmorgen als „grausamen Angriff“ bezeichnet. Getroffen wurde nach ukrainischen Angabe ein Wohnkomplex, mindestens fünf Menschen wurden verletzt. Ein neunstöckiges Hochhaus stürzte ein. Mehrere Menschen mussten aus den Trümmern gerettet werden.

+++ 12.45 Uhr: Der Chef des ukrainischen Geheimdienstes geht von einer derzeit stattfindenden Mobilisierung in Russland aus. Diese sei allerdings verdeckt, wie Kyrylo Budanov der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Die russische Armee benötige dringend personellen Nachschub im Osten der Ukraine. Der ukrainische Generalstab berichtet regelmäßig von schweren Verlusten Russlands. Budanov betonte allerdings im Interview, dass es keinen Sinn habe, zu warten, bis Russland die Ressourcen erschöpft habe. Stattdessen müsse man selbst aktiv werden. Die Angaben des Geheimdienstchefs lassen sich nicht unabhängig prüfen. Allerdings gab es bereits vor mehreren Wochen Anzeichen für eine verdeckte Mobilisierung.

News zum Ukraine-Krieg: Russischer Verteidigungsminister offenbar in der Ukraine

+++ 10.45 Uhr: Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu ist offenbar überraschend in die Ukraine gereist. Das teilte sein Ministerium in Moskau mit. Ein genauer Aufenthaltsort wurde allerdings nicht genannt. Ob Schoigu tatsächlich vor Ort ist, kann nicht unabhängig verifiziert werden. Allerdings veröffentlichte das Verteidigungsministerium ein Video, in dem zu sehen ist, wie Schoigu in dunkelgrüner Militärkleidung aus einem Flugzeug steigt und sich mit Militärs bespricht. Der Minister habe die Lage inspiziert und sich „Berichte der Kommandeure die über die aktuelle Situation und die Handlungen der russischen Streitkräfte in den Haupteinsatzgebieten angehört“, heißt es in einer Mitteilung aus Moskau.

Präsident Wladimir Putin und Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

+++ 10.00 Uhr: In Kiew laufen die Rettungsaktionen nach den Raketenangriffen der russischen Armee auf das Stadtzentrum. Mehrere Menschen wurden laut Angaben von Bürgermeister Klitschko unter den Trümmern eines Hochhauses verschüttet. Das Exil-Medium Nexta hat nun Videoaufnahmen, welche eine der Rettungsaktionen zeigen sollen, veröffentlicht. Darin sind Rettungskräfte zu sehen, die wohl eine Frau aus den Trümmern retten. Laut Bericht wurde zuvor die Tochter der Frau verletzt abtransportiert. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

+++ 09.15 Uhr: Das russische Militär hat am Samstag die vollständige Einnahme der Stadt Sjewjerodonezk im Donbass vermeldet. Großbritannien wertet dies als „signifikanten Erfolg“. Insbesondere die Lage der Stadt ist aus strategischer Perspektive wertvoll. Sjewjerodonezk als wichtiges Industriezentrum liegt am Fluss Siwerskyj Donez, wie das Verteidigungsministerium im Lagebericht schreibt. „Sie ist jedoch nur eines von mehreren anspruchsvollen Zielen, die Russland erreichen muss, um die gesamte Donbass-Region zu besetzen“, so das Ministerium. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

+++ 08.30 Uhr: Laut Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew, haben russischen Raketenangriffe am Sonntagmorgen ein neunstöckiges Wohnhaus mitten in der Stadt getroffen. Der Rettungsdienst sei bereits im Einsatz, mehrere Menschen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Klitschko betonte allerdings, dass wohl zahlreiche Menschen unter den Trümmern eingeschlossen seien. Seine Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Neue Details zu russischen Raketenangriffen

+++ 07.30 Uhr: Neue Details zu den Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew dringen an die Öffentlichkeit. Bürgermeister Vitali Klitschko geht laut einem Bericht des Mediums Nexta von insgesamt vier Raketeneinschläge aus. Der Abgeordnete Alexej Gontscharenko erklärte hingegen, die Russen hätten 14 Raketen auf Kiew und die Region abgefeuert. Der Gouverneur der Region Kiew, Oleksiy Kuleba, berichtete zudem, dass das Luftabwehrsystem der Region Kiew am frühen Sonntagmorgen eine russische Rakete abgeschossen habe. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 06.45 Uhr: Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet, dass die Evakuierung aus einem Chemiewerk in Sjewjerodonezk wegen ukrainischem Beschuss ausgesetzt wurde. Die Agentur beruft sich dabei auf die örtliche Polizei in der wenige Stunden zuvor von russischen Truppen eroberten Stadt. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Das ukrainische Militär hatte am Samstag erklärt, dass die russische Luftwaffe die Stadt angreife – trotz der verschanzten Menschen im Asot-Chemiewerk. Laut Angaben eines hochrangigen Beraters des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj befinden sich auch nach dem Rückzug ukrainischer Truppen aus Sjewjerodonezk noch Spezialeinheiten in der Stadt, die das Artilleriefeuer auf die russischen Truppen dirigieren.

News zum Ukraine-Krieg: Explosionen am Morgen in Kiew

+++ 06.00 Uhr: Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am Sonntagmorgen von mehreren Explosionen erschüttert worden. Nach Berichten der Nachrichtenagentur AFP wurde ein Wohnkomplex im Zentrum der Stadt getroffen, Feuer brach aus. Informationen zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor. Laut Angaben des Nachrichtenportals Kyiv Independent wurde in Kiew gegen 05.47 Uhr der Luftalarm ausgelöst. Die ukrainische Hauptstadt war in den vergangenen Wochen nur selten Ziel russischer Angriffe, das russische Militär konzentriert seine Angriffe derzeit vor allem auf den Osten des Landes. Zuletzt war Kiew Anfang Juni beschossen worden. Während die ukrainische Seite von beschädigter Bahn-Infrastruktur sprach, meldete Moskau die gezielte Zerstörung von frisch aus dem Ausland gelieferten Panzern.

News zum Ukraine-Krieg: Litauen äußert sich zu Kaliningrad-Blockade

Update vom Sonntag, 26. Juni, 00.00 Uhr: Im Streit um den Transit in die Exklave Kaliningrad zwischen Russland und Litauen hat sich der litauische Staatspräsident zu Wort gemeldet. Er betonte in einem Statement, dass Litauen keine Zugeständnisse beim Transit russischer Waren durch das benachbarte Kaliningrad machen werde. „Litauen muss und wird die Kontrolle über die durch sein Gebiet transportierten Waren behalten“, betonte Gitanas Nausėda am Samstagabend. Zuvor hatte es erneut Drohungen aus Russland gegeben.

+++ 22.13 Uhr: Laut Pavlo Kyrylenko, Gouverneur der Verwaltungseinheit Donezk, wurden drei Zivilisten durch russische Angriffe getötet. Auch in Riwne kamen mehrere Menschen ums Leben. Russland hätte außerdem Infrastruktur zerstört, sagte der dortige Gouverneur Vitaly Koval.

+++ 17.10 Uhr: YouTube hat nach Angaben des Kyiv Independent insgesamt 500 pro-russische Channels blockiert. Diese Kanäle hätten 15 Millionen Follower, schreibt das Portal bei Twitter. Außerdem habe es Explosionen auf einem Militärdepot in Svatove, eine Stadt in der Verwaltungseinheit Oblast gegeben.

+++ 13.45 Uhr: Die USA hat vor wenigen Tagen der Ukraine ein Raketensystem geliefert. Damit konnten nun offenbar erste Erfolge verbucht werden. Mehrere Stützpunkte des russischen Militärs seien damit beschossen worden, hieß es am Samstagmittag. Das teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnyj, auf Telegram mit. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 13.00 Uhr: Der ukrainische Generalstab heute neue Zahlen zu den Verlusten auf russischer Seite veröffentlicht. Laut Statistik hat die Armee bereits 34.700 Soldaten verloren.

+++ 11.45 Uhr: Die russische Luftwaffe greift derzeit offenbar das Asot-Chemiewerk in Sjewjerodonezk an. Im Werk halten sich noch rund 500 Menschen aus der Zivilbevölkerung auf. Gouverneur Serhij Hajdaj erklärte laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent, dass sowohl Artillerie- als auch Luft-Angriffe die Stadt treffen würden. Die Angaben sind nicht verifizierbar.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Raketenangriffe aus Belarus

+++ 11.00 Uhr: Laut einer Einschätzung des ukrainischen Generalstabs feuert Russland von Belarus aus Raketen auf ukrainische Städte. Insbesondere die Städte Schytomyr und Tschernihiw seien im Fokus, hieß es. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 10.15 Uhr: Der Chef der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos, Dmitri Rogosin, hat die Grenze von Litauen infrage gestellt. Damit bezog er sich auf die Transit-Beschränkung in die russische Exklave Kaliningrad. „Im Grunde genommen hat Litauen damit seine eigenen Grenzen infrage gestellt“, sagte Rogosin im russischen Staatsfernsehen. Russland habe die Grenzen Litauens bisher lediglich anerkannt, da der Transit nach Kaliningrad funktioniert habe: „Litauen hat sich damit nicht nur ins Bein, sondern in den Kopf geschossen.“

+++ 09.30 Uhr: Das britische Verteidigungsministerium geht im Lagebericht am Samstagmorgen unter anderem auf die Lage rund um die Stadt Sjewjerodonezk ein. Nach der weitgehenden Eroberung der Stadt durch russische Truppen ordnet die ukrainische Armee demnach wohl eine neue Strategie zur Verteidigung an. Russland mache vor Ort „schleichende Fortschritte“. Das russische Militär habe zudem seit Kriegsbeginn zahlreiche hochrangige Generäle aus der Ukraine abgezogen, heißt es im Bericht. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 08.30 Uhr: Bei einem Raketenangriff der russischen Armee auf eine Militäranlage in Jaworiw (Westukraine) gab es offenbar vier Verletzte. Das erklärte der Gouverneur der Region Lwiw, Maxim Kosizsky, in einer Videobotschaft. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

+++ 07.30 Uhr: Der russische Duma-Abgeordnete Andrej Guruljow hat Großbritannien mit einer Bombardierung gedroht. London werde die erste Stadt sein, welche von russischen Truppen bombardiert werde. Dieses Szenario trete ein, falls die Blockade der russischen Exklave Kaliningrad zu einem Krieg mit der Nato führen werde. „Die erste Stadt, die getroffen wird, wird London sein. Es ist glasklar, dass die Bedrohung der Welt von den Angelsachsen ausgeht“, sagte er im russischen Staatsfernsehen. Er behauptete auch, dass Russland die Weltraumsatelliten der Nato zerstören werde. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 07.00 Uhr: Russische Truppen beschießen derzeit offenbar verschiedene Gemeinden rund um die Stadt Dnipro. Dort waren mehrere Explosionen in der Nacht gemeldet worden, was zu einem landesweiten Luftalarm führte (s. Update v. 05.45 Uhr). Laut Angaben von Oleksandr Vilkul, Leiter der regionalen Militärverwaltung, kamen dabei unter anderem Mehrfachraketen zum Einsatz. Durch den Beschuss sei Infrastruktur zerstört worden, Verletzte gebe es bisher keine. Die Angaben, welche das Nachrichtenportal Kyiv Independent veröffentlichte, sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Russland sieht „aggressives Vorgehen“ der EU

+++ 06.30 Uhr: Russland hat die Verleihung des EU-Kandidatenstatus an Moldau und die Ukraine als eine „geopolitische Vereinnahmung“ bezeichnet. Man wolle „Russland in Schach halten“, sagte Maria Sacharowa, Sprecherin des Außenministeriums, am Freitag. Dabei handle es sich um „aggressives Vorgehen“, was zu neuer Spaltung in Europa führen könne, so Sacharowa. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow äußerte sich überraschend zurückhaltender. Bei der Verleihung des EU-Kandidatenstatus an die beiden Länder handle es sich um eine „innere Angelegenheit“ der EU. Allerdings sei dies kritisch zu betrachten, so Peskow weiter.

News zum Ukraine-Krieg: Landesweiter Luftalarm in der Nacht

Erstmeldung vom Samstag, 25. Juni, 05.45 Uhr: In der Nacht auf Samstag wurde in der Ukraine ein landesweiter Luftalarm ausgelöst. Hintergrund dessen waren Raketenangriffe der russischen Armee auf die Städte Dnipro und Saporischschja im Süden der Ukraine. Mehrere Explosionen wurden übereinstimmenden Medienberichten zufolge gemeldet. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

(marv/ktho/tu/kas mit AFP/dpa)

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