News-Ticker

Ukraine-Krieg: Russische Stadt Belgorod mit Drohnen angegriffen – Energieversorgung getroffen

Alle Autoren
    schließen
  • Christian Stör
    Christian Stör
  • Nils Thomas Hinsberger
    Nils Thomas Hinsberger
  • Simon Schröder
  • Felix Durach
    Felix Durach

News zum Ukraine-Krieg: Russland setzt Angriffe fort. Putin nimmt Energieinfrastruktur unter Beschuss. Selenskyj macht Klitschko Vorwürfe. Der Ticker. 

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 12. Oktober, 7.39 Uhr: Ukrainische Kampfdrohnen haben die russische Grenzstadt Belgorod attackiert und damit das Landesinnere Russlands erneut unter Beschuss genommen. Russische Medien berichten von abgeschossenen Drohnen über dem Stadtgebiet, herabfallende Trümmer setzten Müll in Brand.

Die 400.000-Einwohner-Stadt meldete nach dem Angriff Stromprobleme. Der regionale Militärstab warnte vor „möglichen kurzfristigen Stromabschaltungen infolge der feindlichen Angriffe“, wie die Agentur Tass berichtete. Die nur 50 Kilometer von der ukrainischen Großstadt Charkiw entfernte Stadt wird aufgrund ihrer strategischen Lage immer wieder Ziel ukrainischer Militäroperationen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 17:08 Uhr: Trump und Selenskyj haben am Samstag in einem 30-minütigen Telefonat auch über die mögliche Lieferung von Tomahawk-Langstreckenraketen an die Ukraine gesprochen. Das berichtet Axios unter Berufung auf interne Quellen. Das Waffensystem würde der Ukraine Angriffe tief in russisches Territorium bis nach Moskau ermöglichen.

Selenskyj bewertete das Gespräch als „sehr positiv und produktiv“. Der ukrainische Präsident informierte Trump weiter über aktuelle russische Angriffe auf das ukrainische Energiesystem. „Es gibt gute Optionen und solide Ideen, wie wir uns wirklich stärken können“, schrieb Selenskyj nach dem Telefonat auf X. Die Ukraine argumentiert, dass Tomahawk-Raketen Putin zu Verhandlungen zwingen könnten.

Die Ukraine fordert von den USA die Lieferung von Tomahawk-Langstreckenraketen. (Archibild)

Lage im Ukraine-Krieg: Angriff in Russlands Hinterland – Feuer bei Öl-Raffinerie

Update, 16:36 Uhr: Ukrainische Langstreckendrohnen haben eine Ölraffinerie in der russischen Republik Baschkortostan angegriffen. Das Spezialoperationszentrum Alpha des ukrainischen Sicherheitsdienstes (SSU) traf am Samstagmorgen die Bashneft-Ufa-Ölraffinerie in der Stadt Ufa, rund 1.400 Kilometer von der Ukraine entfernt. Nach den Explosionen rückten Feuerwehrteams an, über der Anlage stieg eine Rauchsäule auf. Ersten Berichten zufolge entstand ein Feuer nahe der Rohölverarbeitungseinheit ELOU-AVT-6. Es ist bereits der dritte Angriff in Baschkortostan binnen 30 Tagen – die Raffinerie beliefert russische Streitkräfte mit Treibstoff, wie eine Quelle des SSU der Ukrainska Pravda mitteilte.

Selenskyj sprach mit Merz über Lage im Ukraine-Krieg

Update, 13:14 Uhr: Nach Angaben der Kyiv Post hat Wolodymyr Selenskyj am Freitag, dem 10. Oktober, eine Reihe von Gesprächen mit europäischen Staats- und Regierungschefs über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg geführt. Er sprach sowohl mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz, dem britischen Premierminister Keir Starmer als auch mit dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Merz standen die Analyse der russischen Absichten und die Stärkung gemeinsamer Verteidigungsfähigkeiten. Darüber informierte der ukrainische Präsident auf seiner Website.

Update, 11:22 Uhr: Angesichts der aktuellen Lage im Ukraine-Krieg spricht die Luftwaffe von Wolodymyr Selenskyj davon, dass sie bei der Abwehr von feindlichen Drohnen zu 74 Prozent effektiv sei. Doch zum Schutz des Energiesektors im Hinterland, der kritischen Infrastruktur und der Logistik sind weitere Anstrengungen erforderlich, teilte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyi, in einer Analyse mit. „Es erwarten uns neue Herausforderungen. Im vergangenen Monat hat der Feind die Zahl seiner Luftangriffswaffen um das 1,3-fache erhöht. Und obwohl unsere Luftabwehr zu etwa 74 % wirksam ist, müssen wir zusätzliche Anstrengungen unternehmen.“

Abseits des Ukraine-Kriegs: Belarus prüft Kampfbereitschaft

Update, 10:24 Uhr: Belarus hat am 11. Oktober damit begonnen, die Kampfbereitschaft seiner Armee zu überprüfen. Das teilte das Verteidigungsministerium des Landes mit. „Im Rahmen der Überprüfung der Kampfbereitschaft werden auf Befehl des Oberbefehlshabers der Streitkräfte eine Reihe von Maßnahmen durchgeführt, um die Armee zum Zwecke der Überprüfung auf die höchste Stufe der Kampfbereitschaft zu bringen“, heißt es einer Erklärung. Eine Reihe von Einheiten sollen demnach eine Reihe von Maßnahmen durchführen, um „sie in Kampfbereitschaft zu versetzen“. Zudem sollen sie in bestimmte Gebiete aufbrechen und die „im Befehl festgelegten Maßnahmen durchführen“.

Belarus prüft offenbar die Kampfbereitschaft der eigenen Armee. (Archivbild)

Update, 10 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff im Gebiet Tschenihiw im Norden der Ukraine sind zwei Arbeiter des örtlichen Energieunternehmens getötet worden. Nach Angaben des Zivilschutzes trafen die Drohnen Servicefahrzeuge der Firma. Ein Mann sei direkt an Ort und Stelle seinen Verletzungen erlegen, der zweite im Krankenhaus, wie die Behörden mitteilten. Vier weitere Mitarbeiter seien verletzt worden. „Trotz der Gefahr wiederholter Schläge setzen Tschenihiws Rettungskräfte ihre Arbeit verstärkt fort, um den Betroffenen zu helfen und die Folgen der russischen Angriffe zu beseitigen“, teilte der Zivilschutz weiter mit.

Neue Details zum Ukraine-Krieg: Russland startet neuen Angriff

Update, 9:27 Uhr: Nach und nach gibt es weitere Details zu Russlands jüngsten Angriffen im Ukraine-Krieg. Wie Ukrainska Pravda berichtet, wurden in der Oblast Odessa Infrastruktureinrichtungen mit Drohnen attackiert und beschädigt. Der Staatliche Notdienst der Ukraine informierte darüber, dass aktuell knapp 50 Dörfer und Siedlungen in der Region ohne Strom sind. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland bei den nächtlichen Angriffen 78 Drohnen ein. Die Manöver dauerten am Samstagmorgen noch an.

Update, 8:34 Uhr: Russlands Verluste im Ukraine-Krieg steigen weiter. Wie der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook bekannt gab, sollen die Truppen von Wladimir Putin innerhalb von 24 Stunden mindestens 1060 Soldaten verloren haben. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verletzt. Die Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar. Seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs hat Russland demnach etwa 1.121.570 Soldaten verloren.

Angriff in der Nähe von Kiew im Ukraine-Krieg: Russland startet Drohenattacken

Update, 7:20 Uhr: In der Nacht haben russische Drohnenangriffe mehrere ukrainische Regionen getroffen. Militärblogger berichten von einem Beschuss mit Geran-2-Kampfdrohnen auf die Stadt Kramatorsk in der Oblast Donezk. In der Oblast Tschernihiw nahe Kiew wurden mindestens fünf Einschläge registriert. Betroffen waren auch Fahrzeuge eines Energieunternehmens. Die Oblast Charkiw verzeichnete mindestens 15 Treffer, darunter den örtlichen Bahnhof. Angaben zu Opfern liegen derzeit nicht vor.

Ukraine-Krieg: Stromausfälle in Kiew – Selenskyj macht Klitschko Vorwürfe

Update, 11. Oktober, 6:00 Uhr: Nach stundenlangen Stromausfällen durch russische Luftangriffe in der Hauptstadt Kiew hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj unter anderem Bürgermeister Vitali Klitschko Vorwürfe gemacht. „Ich bin mit der Situation in Kiew unzufrieden“, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine den Staatschef. Zur Abwehr von Drohnenangriffen auf die Heizkraftwerke seien teure Patriot-Raketen ungeeignet.

Update, 22:00 Uhr: Die Stromversorgung für über 725.000 Haushalte in der Ukraine ist nach russischen Luftangriffen wiederhergestellt worden. Dies teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videobotschaft mit. Betroffen waren Kiew mit Umgebung sowie die Gebiete Dnipropetrowsk, Kirowohrad, Tscherkassy und Tschernihiw. Der Stromversorger DTEK meldete, dass allein in Kiew mit seinen drei Millionen Einwohnern mehr als 678.000 Haushalte ohne Strom waren.

Merz will Druck auf Moskau im Ukraine-Krieg erhöhen

Update, 21:50 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat der Ukraine in einem Telefonat mit Präsident Wolodymyr Selenskyj zugesagt, den Druck auf Moskau zu erhöhen. „Der Bundeskanzler sagt ihm zu, die deutsche Unterstützung fortzusetzen und die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie auszubauen“, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Zudem werde Deutschland gemeinsam mit den westlichen Partnern den Druck auf Moskau erhöhen.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Selenskyj dankte Merz in einem X-Beitrag für dessen Unterstützung. „Heute hat Russland einen Terroranschlag auf die Ukraine verübt, bei dem Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen gegen unsere Energieinfrastruktur eingesetzt wurden.“ Deutschland habe viel dazu beigetragen, das Leben von Ukrainerinnen und Ukrainern zu schützen.

Update, 20:18 Uhr: Sieben EU-Staaten haben ihre Importe russischer Energie 2025 trotz des Ukraine-Kriegs deutlich gesteigert. Frankreich verzeichnete einen Anstieg um 40 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro, die Niederlande sogar um 72 Prozent auf 498 Millionen Euro. Insgesamt importierte die EU in den ersten acht Monaten über 11 Milliarden Euro an russischer Energie, wie Reuters berichtet. Ungarn und die Slowakei bleiben mit fünf Milliarden Euro die größten Abnehmer. „Das ist eine Form der Selbstsabotage“, sagte Vaibhav Raghunandan vom „Center for Research on Energy and Clean Air“ der Nachrichtenagentur.

Ukraine-Krieg: Putin behaart auf Vereinbarungen mit Trump vom Alaska-Gipfel

Update, 19:43 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat bekräftigt, dass die Vereinbarungen mit US-Präsident Donald Trump vom Alaska-Gipfel weiterhin gültig seien. Putin sagte, man habe „ein Verständnis davon, wohin wir uns bewegen und wonach wir streben müssen, um den Ukraine-Krieg mit friedlichen Mitteln zu beenden“.

Die Äußerungen kommen, nachdem Trump seine Haltung verschärft und die Lieferung von Langstrecken-Tomahawk-Raketen an die Ukraine in Erwägung gezogen hatte. Putin bezeichnete die Diskussion über Tomahawk-Lieferungen als „Angeberei“ und warnte, dass Moskau mit einer „Stärkung des Luftverteidigungssystems“ antworten würde. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, solche Waffen könnten „die Russen zur Besinnung bringen“.

Update, 19:04 Uhr: First Lady Melania Trump berichtete, dass sie über einen „Gesprächskanal“ mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Verbindung stehe. Sie habe es geschafft, mehrere im Ukraine-Krieg verschleppte Kinder mit ihren Familien zu vereinen. Laut Melania Trump „wurden acht Kindern in den vergangenen 24 Stunden mit ihren Eltern zusammengebracht“, wie sie am Freitag in einem Statement im Weißen Haus erklärte.

Der Kontakt zu Putin bestehe, seitdem ihr Ehemann, US-Präsident Donald Trump, im August bei einem Treffen im US-Bundesstaat Alaska einen von ihr verfassten „Friedensbrief“ an den Kreml-Chef übergeben habe. In diesem Schreiben habe sie Putin aufgefordert, Frieden zum Wohle der Kinder in Russland und der Ukraine zu schließen. „Er antwortete schriftlich und deutete die Bereitschaft an, mit mir direkt in den Austausch zu treten und Details hinsichtlich der ukrainischen Kinder zu teilen, die sich in Russland aufhalten“, erklärte Melania Trump.

Ukraine-Krieg: Lettland setzt sich für die Verwendung von russischem Vermögen für die Ukraine ein

Update, 17:25 Uhr: Lettland hat sich für die dauerhafte Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte für den Ukraine-Wiederaufbau ausgesprochen. Die lettische Außenministerin Baiba Braže erklärte auf der Riga Konferenz, alle europäischen Länder seien sich einig, dass die blockierten Gelder nicht an Russland zurückgegeben werden sollten. „Alle in Europa sind sich einig, dass dieses Geld nicht an Russland zurückgegeben wird. Egal, wie wir es nennen, es sollte für den Wiederaufbau der Ukraine verwendet werden“, sagte Braže, wie Ukrinform berichtet. Die Ministerin unterstützte zudem den Vorschlag der EU-Kommission für „Reparationsdarlehen“ in Höhe von 140 Milliarden Euro aus den eingefrorenen russischen Vermögenswerten im Ukraine-Krieg.

Update, 16:41 Uhr: Europäische Politiker haben Russlands schwere Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur scharf verurteilt, die in Kiew den ersten großflächigen Stromausfall seit langer Zeit verursacht haben. Die finnische Außenministerin Elina Valtonen warnte vor den großangelegten Infrastruktur-Angriffen zu Winterbeginn. Die EU-Kommissarin für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Hadja Lahbib, bezeichnete die Attacken als einen der schwersten Schläge gegen die ukrainische Energieinfrastruktur seit Kriegsbeginn.

Ukraine-Krieg: Russland beginnt mit der Herbst-Mobilisierung – und hindert Bürger an der Ausreise

Update, 16:06 Uhr: Russland hat landesweit ein elektronisches System für Einberufungsbescheide aktiviert und hindert damit Tausende Russen am Verlassen des Landes. Das berichtet die Kyiv Post. Das System fügt automatisch Namen in eine Regierungsdatenbank ein, sobald ein Einberufungsbescheid ausgestellt wird – was sofort zu einem Ausreiseverbot führt.

Die Maßnahme erfolgt im Rahmen der Herbst-Mobilisierung, bei der 135.000 Männer zwischen 18 und 30 Jahren eingezogen werden sollen – die größte Einberufung seit 2016. Wer sich nicht binnen 27 Tagen meldet, verliert seinen Führerschein, das Recht Unternehmen zu gründen oder Kredite aufzunehmen. Ursprünglich sollte das System nur in Moskau und drei Regionen laufen, doch laut der Organisation „Schule für Wehrpflichtige“ werden bereits in mindestens 15 weiteren Regionen elektronische Vorladungen verschickt.

Update, 15:44 Uhr: Der US-Senat hat die Militärhilfe für die Ukraine auf 500 Millionen Dollar erhöht. Wie die New York Times berichtet, steigt die Unterstützung damit um 100 Millionen Dollar gegenüber dem vorherigen Repräsentantenhaus-Entwurf. Die Gelder fließen über die Ukraine Security Assistance Initiative und verlängern die Hilfen bis 2028. Das Gesetz enthält zudem Maßnahmen für die baltischen Staaten über HIMARS-Raketenwerfer und ein Programm zur Rückholung der 19.546 von Russland verschleppten ukrainischen Kinder.

Ukraine-Krieg: Massive Angriffe von Russland auf die ukrainische Energieinfrastruktur

Update, 14:59 Uhr: Erneute massive Angriffe Russlands auf das ukrainische Energienetz haben zu erheblichen Stromausfällen geführt. Am Freitag bezeichnete die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko diese als einen der bisher „größten konzentrierten Angriffe auf Energieanlagen“.

Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland 465 Drohnen und 32 Raketen ein. Davon konnten 405 Drohnen und 15 Raketen abgewehrt werden. In der Region Saporischschja kam es nach Angaben der Militärverwaltung zu einem tödlichen Angriff, bei dem ein siebenjähriges Kind ums Leben kam. Stromausfälle traten in neun Regionen im Osten und Zentrum der Ukraine auf, wie das Energieministerium des Landes mitteilte.

Ukraine-Krieg: Russland wirft Kiew vor, Ukraine-Verhandlungen ausgebremst zu haben

Update vom 10. Oktober, 10:45 Uhr: Der Kreml hat der ukrainischen Führung vorgeworfen, sie habe den Istanbuler Verhandlungsprozess um eine mögliche Friedenslösung unterbrochen. „Er steht auf Pause wegen des Unwillens des Kiewer Regimes, auf irgendeine Weise auf die Fragen zu antworten, die von uns gestellt wurden“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow dem kremlnahen Korrespondenten des Staatsfernsehens, Pawel Sarubin.

Die Ukraine antworte nicht auf einen Dokumentenentwurf, der übergeben worden sei. Sie reagiere nicht auf den Vorschlag, drei Arbeitsgruppen zu erstellen. Die russische Seite sei voller Optimismus hinsichtlich des Geists von Anchorage, nur vonseiten Kiews sei die Entwicklung nicht positiv, sagte Peskow. Moskau hoffe, dass US-Präsident Donald Trump den politischen Willen zu einer Friedenslösung behalte. 

Erstmeldung: Kiew – Ein großangelegter russischer Angriff auf die ukrainische Energieinfrastruktur hat in der Nacht zum 10. Oktober 2025 weite Teile der Hauptstadt Kiew lahmgelegt. Das gesamte linke Ufer der Stadt ist ohne Strom, auch die Wasserversorgung ist beeinträchtigt. Der Ukraine-Krieg erreicht damit erneut die zivile Grundversorgung der Bevölkerung.

Die systematischen Attacken auf Energieanlagen zeigen die Strategie von Russlands Präsident Wladimir Putin, durch Angriffe auf die Infrastruktur den Widerstandswillen der Ukraine zu brechen. Mehrere Regionen melden Ausfälle und Notmaßnahmen. Auch in den vergangenen Jahren hatte Russland im Herbst die Angriffe auf die kritische Infrastruktur verstärkt.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko meldete zunächst Treffer auf kritische Infrastruktur, bevor er das volle Ausmaß bekannt gab. „Das linke Ufer der Hauptstadt ist ohne Elektrizität. Probleme mit Wasser haben wir auch registriert“, erklärte er laut Ukrainska Pravda. Die Lage bleibe trotz der Arbeit der Energietechniker schwierig.

Das Energieunternehmen DTEK teilte mit, dass die Wiederherstellung bereits begonnen habe, wobei kritische Infrastruktur Vorrang erhalte. „Sobald es die Sicherheitslage erlaubt, werden Energietechniker das Ausmaß der Schäden bewerten, um den Strom so schnell wie möglich in alle Haushalte zurückzubringen“, hieß es in einer Mitteilung.

Die Oblast Sumy hat Notfall-Stromausfallpläne für zehn Verbrauchergruppen aktiviert. Grund dafür seien „die Folgen des russischen Angriffs auf den Energiesektor“, wie Ukrainska Pravda berichtete. Da solche Notfallpläne nur in kritischen Situationen eingeführt werden, lässt sich ihre Dauer nicht vorhersagen.

In Saporischschja sperrten die Behörden vorsorglich den Verkehr über den Dnipro-Staudamm. Militärverwaltungsleiter Ivan Fedorov kündigte an: „Der Verkehr wird wieder aufgenommen, sobald es die Sicherheitslage erlaubt.“ Das örtliche Gasunternehmen Saporischschjagaz appellierte an die Bevölkerung, den Gasverbrauch einzuschränken, nachdem die Infrastruktur durch die russischen Angriffe beschädigt worden war.

Russlands Verluste im Ukraine-Krieg

KategorieGesamtverlusteTagesverluste
Personal1.120.510+1.120
Panzer11.246+5
Gepanzerte Fahrzeuge\t23.339+14
Artilleriesysteme\t33.477+13
Drohnen\t67.580+363

Quelle: Generalstab der Streitkräfte der Ukraine, Stand 10. Oktober 2025

Ukraine-Krieg: Angriff mit 450 Drohnen – Selenskyj fordert entschiedenes Handeln

Energieministerin Svitlana Hrynchuk hatte bereits gewarnt, dass russische Kräfte die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier genommen hätten. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit über 450 Drohnen und mehr als 30 Raketen angegriffen. „Was es jetzt braucht, ist nicht Kosmetik, sondern entschiedenes Handeln – von den USA, Europa und den G7 - in Form von Lieferungen von Luftabwehrsystemen und härteren Sanktionen“, erklärte Selenskyj. (red)

Rubriklistenbild: © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

Kommentare