Vermeintliche Geschäfte in der Ukraine

Trump fordert Putin auf, Geheiminformationen über Bidens Sohn zu veröffentlichen

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Donald Trump (r.) und Wladimir Putin (Archivbild)
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Donald Trump äußerte in der Vergangenheit wiederholt Vorwürfe gegenüber Joe Biden und seinen Sohn Hunter. Die Familie habe sich mit illegalen Geschäften in der Ukraine bereichert.

Washington, DC - Donald Trump hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin dazu aufgefordert, Informationen über Hunter Biden, den Sohn von US-Präsidenten Joe Biden, zu veröffentlichen. Trump hatte bereits während des Wahlkampfs 2020 immer wieder Vorwürfe gegenüber Hunter Biden geäußert. Unter anderem ging es um den Laptop von Hunter Biden, auf dem sich sensible Inhalte befanden haben sollen. Belegen konnte der ehemalige US-Präsident seine Vorwürfe bis jetzt nicht.

Korruptionsvorwürfe gegen Bidenfamilie: Trump bittet Putin um Hilfe

Trump warf Hunter Biden vor, 3,5 Millionen Dollar von der Frau des ehemaligen Bürgermeisters von Moskau erhalten zu haben. Belegen konnte er dies bisher nicht, weswegen er sich an Putin wendete: „Ich denke, Putin wird die Antwort kennen. Ich denke, er sollte sie herausgeben.“

Die Vorwürfe Trumps sind nicht neu. Hunter Biden saß in der Vergangenheit im Aufsichtsrat des ukrainischen Gaskonzerns Burisma. Trump forderte auch Informationen zur Beziehung zwischen dem ukrainischen Oligarchen Nikolai Slotschewskij und der Biden-Familie. Slotschewskij ist der Eigentümer des Gaskonzerns. Hunter Biden hatte den Platz im Aufsichtsrat bekommen, als sein Vater Vizepräsident war.

Trump wandte sich auch schon an Selenskyj - nun richtet er Forderungen an Putin

Um kompromittierende Informationen über Hunter Biden und seine Rolle bei Burisma zu erlangen, wandte sich Trump 2019 auch an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der ehemalige Präsident der USA forderte Selenskyj dazu auf, eine Ermittlung gegen Hunter Biden in der Ukraine einzuleiten und nannte dies als Bedingung für militärische Unterstützung der Ukraine. Als diese Informationen durch einen Whistleblower an die Öffentlichkeit gerieten, wurde das erste Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump eingeleitet. Dieses scheiterte im Senat.

Trump und Hunter Biden: Die Laptop-Affäre

Hunter Biden spielte auch aufgrund seiner Drogenabhängigkeit bereits während der Präsidentschaftswahlen 2020 eine nennenswerte Rolle. Angeblich tauchte ein Laptop auf, den der Sohn von Joe Biden in ein Reparaturgeschäft gebracht und nie abgeholt haben soll. Der Besitzer des Geschäftes habe diesen im Anschluss an das FBI übergeben. Konservative Medien in den USA mutmaßten, dass sich auf dem Laptop jene Informationen befänden, über die Donald Trump im Wahlkampf sprach. Liberalere Medien taten die Geschichte als Fake und Wahlkampfstunt von Trump ab. Die New York Post, welche ursprünglich über den Laptop berichtete, wurde vorübergehen auf Twitter und Facebook gesperrt, da sie die Geschichte dort veröffentlichte.

Im Rahmen von Steuerermittlungen gegen Hunter Biden stellte sich jedoch kürzlich heraus, dass der Laptop tatsächlich existiert. Das Weiße Haus verwies bei Nachfragen von Reportern auf die Staatsanwaltschaft, da Hunter Biden kein Teil der Regierung sei. Was für Inhalte sich tatsächlich auf dem Laptop befinden, ist nicht klar. Mehr zu den militärischen Ereignissen im Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem News-Ticker. (lp)

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