News-Ticker

Ukraine-Friedensplan: USA und Ukraine einigen sich auf neuen 19-Punkte-Plan – Merz mit Forderung

Alle Autoren
    schließen
  • Felix Durach
    Felix Durach
  • Stephanie Munk
    Stephanie Munk
  • Franziska Schwarz
    Franziska Schwarz

News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Im Ringen um einen Friedensplan für ein Ende des Ukraine-Kriegs gibt es Fortschritte. Russland greift weiter an.

Dieser Nachrichten-Ticker zum Ukraine-Krieg ist beendet. Über alle weiteren Entwicklungen informieren wir Sie in unserem neuen Ukraine-Ticker.

Update, 25. November, 6.10 Uhr: News zu den Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Aus den 28 Punkten im ursprünglichen US-Friedensplan sind offenbar inzwischen 19 geworden. Laut dem stellvertretenden Außenminister der Ukraine, Sergiy Kyslytsya, hat der neue Vorschlag „nur noch wenig“ mit dem ersten Entwurf gemein. „Nur noch sehr wenig aus der Originalversion ist übergeblieben“, zitierte laut Handelsblatt die Financial Times den Ukrainer.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 21.26 Uhr: Bei den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges muss Russland laut Bundeskanzler Friedrich Merz möglichst schnell wieder mit dabei sein. Nach den Genfer Verhandlungen zwischen der Ukraine, ihren europäischen Unterstützern und den USA sei der nächste Schritt nun: „Russland muss an den Tisch“, forderte Merz am Montag.

Update, 20:30 Uhr: Chinas Staatschef Xi Jinping hat mit US-Präsident Donald Trump zur Taiwan-Frage und zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine telefoniert. Wie chinesische Staatsmedien berichteten, betonte Xi, dass China alle Bemühungen für einen Frieden in der Ukraine unterstütze und hoffe, dass alle Seiten so bald wie möglich eine gerechte und bleibende Friedensvereinbarung finden könnten.

China wird wegen seiner guten Beziehungen zu Russland wichtiger Einfluss nachgesagt, um auf Moskau einwirken zu können. Peking gilt parallel als wichtigster Unterstützer Putins und verurteilte das russische Vorgehen in der Ukraine bislang nicht.

Ukraine-Friedensplan aktuell: USA soll in Genf Druck auf Ukraine ausgeübt haben

Update, 19:56 Uhr: Die USA haben bei den Ukraine-Gesprächen in Genf nach Angaben aus Verhandlungskreisen Druck auf die Unterhändler Kiews ausgeübt, den von Washington vorgelegten Plan für ein Ende des Krieges zu akzeptieren. Zwar habe das Drängen der USA im Laufe der Verhandlungen abgenommen, aber der „grundsätzliche Druck“ sei bestehen geblieben, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag von einem mit den Genfer Gesprächen vertrauten hochrangigen Beamten.

Die ursprüngliche Fassung des Plans verlangte von der Ukraine schmerzhafte Zugeständnisse wie die Abtretung großer, teils noch nicht einmal von Russland eroberter Gebiete in der Ostukraine an Moskau, eine Begrenzung der Truppenstärke und den Verzicht auf einen Nato-Beitritt. Der Ursprungsplan kam damit Moskau in zentralen Forderungen weit entgegen. Die Ukraine und ihre Verbündeten drangen in Genf daher auf eine Überarbeitung des US-Plans. 

Update, 18:47 Uhr: Die USA und die Ukraine haben in Genf offenbar einen neuen 19-Punkte-Friedensplan für den Ukraine-Krieg ausgearbeitet. Das meldet die Financial Times. Die wichtigsten strittigen Fragen blieben jedoch ungeklärt und sollen Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj zur Entscheidung vorgelegt werden.

Dem Bericht zufolge einigten sich beide Seiten nach stundenlangen Gesprächen auf mehrere Punkte, „setzten jedoch die umstrittensten Punkte – darunter territoriale Fragen und die Beziehungen zwischen der Nato, Russland und den USA – in Klammern“. Der erste stellvertretende ukrainische Außenminister Sergiy Kyslytsya bezeichnete das Treffen als „intensiv“, aber „produktiv“. „Von der ursprünglichen Fassung ist nur noch sehr wenig übrig“, sagte Kyslytsya der Financial Times über Trumps ursprünglichen 28-Punkte-Plan.

Friedensplan für den Ukraine-Krieg? Ukraine und USA sollen sich auf einen neuen 19-Punkte-Plan geeinigt haben.

Ukraine-Friedensplan aktuell: Tusk warnt vor „direkter Bedrohung“

Update, 17:41 Uhr: Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat vor einer Schwächung der europäischen Sicherheit durch eine Lösung im Ukraine-Krieg gewarnt. Die EU-Staats- und Regierungschefs seien sich einig, dass jeder Friedensplan die Sicherheit Polens und Europas gewährleisten müsse, sagte Tusk polnischen Medien zufolge am Rande des EU-Afrika-Gipfels in Luanda.

Ein besonders kritisierter Punkt im ursprünglich von den USA vertretenen 28-Punkte-Plan sei bereits gestrichen worden, erklärte der Warschauer Regierungschef. Es ging um die mehrdeutige Forderung, dass europäische Kampfflugzeuge in Polen stationiert werden sollen. Dies ließ sich als Forderung nach einem Ende der Luftpatrouillen von Nato-Staaten über den baltischen Staaten interpretieren. „Ihr Zusammenbruch würde eine direkte Bedrohung für Polen bedeuten“, zitierte die polnische Nachrichtenagentur PAP den Ministerpräsidenten mit Blick auf die Ukraine.

Kreml nennt Ukraine-Friedensplan der EU „völlig destruktiv“

Update, 16:04 Uhr: Russland hat den europäischen Gegenvorschlag für einen Friedensplan im Ukraine-Krieg kategorisch zurückgewiesen. Der Plan sei „völlig destruktiv" und funktioniere für Moskau nicht, sagte der außenpolitische Berater Juri Uschakow.

Dagegen bezeichnete die russische Regierung den ursprünglichen US-Vorschlag als mögliche Grundlage für eine Konfliktlösung. Viele Bestimmungen dieses Plans seien „durchaus akzeptabel“, so Uschakow weiter. Der europäische Plan ändert laut Entwurf entscheidende Punkte zu Nato-Fragen und territorialer Integrität.

Ukraine-Friedensplan aktuell: Selenskyj zufrieden mit Verhandlungen in Genf

Update, 14.39 Uhr: Die Ukraine-Gespräche in Genf haben nach den Worten von Wolodymyr Selenskyj Fortschritte gebracht. Bei den mit den USA abgestimmten Schritten sei es „uns gelungen, äußerst sensible Punkte zu wahren“, erklärte der ukrainische Präsident heute (24. November) bei einer virtuellen Konferenz in Schweden. 

Zu den sensiblen Punkten zählten laut Selenskyj „die vollständige Freilassung aller ukrainischen Kriegsgefangenen und Zivilisten im Zuge der ‚Alle-für-Alle‘-Regelung sowie die vollständige Rückkehr der von Russland entführten ukrainischen Kinder“.

Die Ukraine Land befinde sich an einem „kritischen Punkt“, führte Selenskyj aus. Er versicherte, nach „Kompromissen zu suchen, die uns stärken, nicht schwächen“. Der russische Präsident Wladimir Putin strebe die „rechtliche Anerkennung dessen an, was er gestohlen hat“, meinte Selenskyj.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Ukraine-News: Russland greift erneut in Cherson an – Zivilistin stirbt

Update, 12.43 Uhr: Ein großer Teil der Region Cherson ist von Putins Truppen besetzt und der Fluss Dnipro bildet die Frontlinie. Jetzt hatte die russische Invasion dort erneut schwere Folgen für Zivilisten: Laut der Militärverwaltung ist eine Frau durch einen russischen Angriff getötet worden. Sie habe sich am Morgen auf der Straße befunden. 

Ukraine-News: Russland laut Putin-Sprecher noch nicht über neuen Friedensplan informiert

Update, 11.52 Uhr: Der Kreml ist nach eigenen Angaben noch nicht über den neuen Ukraine-Friedensplan informiert worden. „Wir haben noch nichts offiziell erhalten“, sagte Sprecher Dmitri Peskow heute bei seiner täglichen Pressekonferenz. Er wisse, dass „Änderungen“ an dem ursprünglichen 28-Punkte-Plan der USA vorgenommen wurden. Moskau hatte die ursprüngliche Version des Plans begrüßt.

Ukraine-Friedensplan: Selenskyj erklärt sein Hauptproblem mit Putin bei den Verhandlungen

Update, 11:30 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj sprach heute per Videoschalte vor dem schwedischen Parlament. Selenskyj erklärte, das Hauptproblem der Friedensgespräche sei Putins Forderung nach rechtlicher Anerkennung der Gebiete, die er der Ukraine „gestohlen“ habe. „Dies würde gegen den Grundsatz der territorialen Integrität und Souveränität verstoßen“, sagte er vor den schwedischen Abgeordneten und betonte, dass „Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden können“. Selenskyj schloss mit den Worten: „Setzen Sie Russland weiterhin unter Druck. Russland tötet immer noch Menschen.“

News zum Ukraine-Friedensplan: Putin-Sprecher äußert sich

Update, 10:50 Uhr: Dem Kreml liegen nach eigenen Angaben keine offiziellen Informationen über das Ergebnis der Friedensgespräche für die Ukraine in Genf vor. Putin-Sprecher Dmitri Peskow erklärt laut Reuters, man werde keine Details über die Medien diskutieren. Für diese Woche seien keine Treffen zwischen russischen und US-Unterhändlern geplant.

News zum Ukraine-Friedensplan: Kiew zieht rote Linie bei drei Punkten

Update, 10:22 Uhr: Der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk hat heute die roten Linien seines Landes bei den aktuellen Ukraine-Verhandlungen in Genf genannt. Diese seien:

  • formale Anerkennung von Gebieten, die von Russland besetzt sind
  • Begrenzung der Streitkräfte der Ukraine
  • Einschränkungen für künftige Bündnisse.

Dies sagte Stefantschuk laut der Nachrichtenagentur Reuters auf dem Gipfeltreffen der Krim-Plattform in Schweden. Als Sicherheitsgarantie poche man auf die Möglichkeit einer Mitgliedschaft in der EU und der NATO, so der ukrainische Politiker. Diese Positionen stehen im Widerspruch zu dem von den USA unterstützten Friedensvorschlag.

Briten nennen Russlands Gretchenfrage im Friedensplan

Update, 9:44 Uhr: Der ehemalige britische Botschafter in Russland, Sir Tony Brenton, soll erfahren haben, dass die Sicherheitsgarantien für die Ukraine eine der größten Schwierigkeiten bei den laufenden Ukraine-Verhandlungen in Genf seien „Die Russen sind sehr misstrauisch gegenüber jeder Garantie, die ihrer Ansicht nach einem Hintertür-Beitritt der Ukraine zur NATO gleichkäme“, erklärte er gegenüber der britischen BBC.

Update, 9:18 Uhr: Auch Deutschland sieht Fortschritte beim Ukraine-Friedensplan. Außenminister Johann Wadephul erklärte jetzt, aus dem ursprünglichen Plan seien alle Europa und die NATO betreffenden Fragen entfernt worden. „Das ist ein entscheidender Erfolg, den wir gestern erzielt haben“, sagte er im Deutschlandfunk.

Ukraine-News: USA loben neuen Friedensplan – Charkiw-Bürgermeister berichtet von „Horror“

Kiew/Washington – Die USA und die Ukraine haben in der Schweiz eine neue Version des ursprünglich sehr umstrittenen US-Friedensplans ausgearbeitet. Bei den stundenlangen Beratungen in Genf ist nach Angaben aus Washington ein „entscheidender Schritt voran“ gelungen.

USA: „Verfeinerter Friedensrahmen“ für Ende des Ukraine-Kriegs

Ergebnis der Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, der USA und europäischen Staaten sei ein „aktualisierter und verfeinerter Friedensrahmen“, an dem in den kommenden Tagen weiter gearbeitet werde, teilten die USA und die Ukraine am späten Sonntag (23. November) in einer gemeinsamen Erklärung mit. Ein letztendliches Abkommen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs müsse zudem die Souveränität der Ukraine „vollständig bewahren“. Dieser Punkt war den Europäern und der Ukraine zuvor besonders wichtig gewesen und ist als Klausel in der neuen Version nun offenbar enthalten.

Finale Entscheidungen zu dem neuen Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs würden von US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj getroffen, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Der neue Entwurf wurde zunächst nicht veröffentlicht.

Sobald es einen finalen Plan geben wird, den Kiew, Washington und die europäischen Partner gutheißen, muss immer noch die größte Hürde überwunden werden: Ohne die Zustimmung des russischen Präsidenten Wladimir Putin kann es keinen Frieden geben. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Presidential Office of Ukraine/imago

Kommentare