VonMaximilian Gangschließen
Seit Monaten befindet sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst auf einem Umfragehoch. Bei der „K-Frage“ der Union liegt aber ein anderer Politiker vorne.
Köln – Über die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2025 will die Union aktuell noch nicht offiziell sprechen. Und doch steht die „K-Frage“ bei der CDU/CSU längst im Raum: Wer wird Kanzlerkandidat der Partei? Auch der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wird dabei immer wieder ins Spiel gebracht. Wüst gehörte zuletzt in Umfragen immer wieder zu den beliebtesten Politikern in der Bundesrepublik. Eine Fachjury ernannte den CDU-Chef aus NRW gar zum Politiker des Jahres 2023. Doch eine aktuelle Befragung ist wohl eher ein Dämpfer für den Münsteraner.
Umfrage zur Unions-Kanzlerkandidatur: Hendrik Wüst muss sich Markus Söder geschlagen geben
Welcher CDU-Spitzenpolitiker hätte die größten Erfolgsaussichten bei der Bundestagswahl 2025? Wenn es nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa geht, ist es nicht Hendrik Wüst. Stattdessen räumen die Befragten Markus Söder die besten Chancen ein, bei einer möglichen Kandidatur in das Bundeskanzleramt in Berlin ziehen zu dürfen – und das mit weitem Abstand. 29 Prozent aller Befragten stimmten für den bayerischen Ministerpräsidenten. Söder hatte erst kürzlich im ARD-Sommerinterview erklärt, dass er für eine Kandidatur nicht zur Verfügung steht.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst landet auf dem zweiten Rang, mit 18 Prozent. Noch vor wenigen Wochen landete der Münsterländer bei einer Umfrage zur „K-Frage“ der Union ganz vorne. Zuletzt ließ Wüst offen, ob er seinen Hut für die parteiinterne Wahl des Kanzlerkandidaten in den Ring werfen wird. Der CDU-Chef aus NRW betonte lediglich, dass er seine Aufgaben aktuell in seinem Heimatbundesland Nordrhein-Westfalen sehe. Ein klares Dementi sieht anders aus.
Bittere Umfrageergebnisse für Friedrich Merz: CDU-Chef bei „K-Frage“ erneut weit abgeschlagen
Bitter sind die Umfrageergebnisse indes für den CDU-Parteichef Friedrich Merz. Nur 13 Prozent aller Befragten glauben, dass der 67-Jährige bessere Erfolgschancen bei der Bundestagswahl 2023 hat, als die Ministerpräsidenten Markus Söder und Hendrik Wüst. Lediglich Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär und enger Vertrauter von Friedrich Merz, landet bei den Erfolgschancen noch hinter dem CDU-Vorsitzenden, mit sieben Prozent.
Unter den befragten Wählern der Union ist der Vorsprung von Markus Söder noch größter. 39 Prozent der CDU- und CSU-Wähler sagen in der Umfrage: Söder ist der richtige Kanzlerkandidat. Auch bei den Wählern der FDP liegt der CSU-Chef vor seinen Unionskollegen Wüst, Merz und Linnemann, mit 38 Prozent der Stimmen.
Bei der Wählerschaft der SPD schrumpft Söders Vorsprung deutlich zusammen, doch vom Thron kann ihn trotzdem keiner der weiteren Politiker herunterstoßen. 27 Prozent der befragten SPD-Wähler halten Hendrik Wüst für den Politiker mit den größten Chancen einer erfolgreichen Kandidatur, einen Prozentpunkt hinter Markus Söder. Die Union will sich im Spätsommer 2024 auf einen Kandidaten einigen. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Deutschland passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Christoph Hardt/Imago

