VonMaximilian Gangschließen
Hendrik Wüst wurde zuletzt immer wieder als möglicher Kanzlerkandidat der Union gehandelt. Der NRW-Regierungschef will das nicht ausschließen.
Düsseldorf – Aktuell läuft einiges gut für den NRW-Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU). Laut verschiedenen Umfragen gehört der Christdemokrat zu den beliebtesten Politikern Deutschlands. Vor wenigen Wochen kürte eine Jury aus Politik-Experten den Münsterländer sogar zum „Politiker des Jahres 2023“. Könnte Hendrik Wüst seinem Parteikollegen Friedrich Merz vielleicht sogar die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2025 streitig machen? Ausschließen will das der NRW-Regierungschef zumindest nicht.
Hendrik Wüst als Kanzlerkandidat von CDU/CSU: Gerüchte halten sich hartnäckig
Die Gerüchte einer möglichen Kanzlerkandidatur von Hendrik Wüst halten sich in den vergangenen Wochen hartnäckig. Wüst äußerte sich bislang nicht klar dazu. Jetzt schloss er eine mögliche Kanzlerkandidatur erneut nicht explizit aus. Bei der Bilanz nach fast einem Jahr Schwarz-Grün in NRW am Freitag (23. Juni) in Düsseldorf wurde der Münsterländer gefragt, warum er sich nach nicht einmal zwei Jahren als Ministerpräsident überhaupt als Kandidat im Gespräch halte. Wüsts Antwort: ausweichend.
Er betonte, dass er sich mit CDU-Chef Friedrich Merz einig sei, dass diese Frage erst 2024 – also im Jahr vor der nächsten Bundestagswahl – geklärt werden soll: „Und das ist absolut richtig“. Es sei ein großer Verdienst von seinem Parteichef, dass er über diese Frage einen Konsens hergestellt habe: „Er ist Partei- und Fraktionschef – damit ist auch die Führungsfrage da geklärt“, sagte Wüst. „Ich kann Ihnen aber eines sicher sagen: Ich tue gerne, was ich gerade tue“.
Frage an Hendrik Wüst: „Wollen Sie Kanzler werden oder nicht?“
Auf die konkrete Nachfrage: „Wollen Sie Kanzler werden oder nicht“, bekräftigte er lediglich, aktuell sei seine Aufgabe in NRW. Ähnlich äußerte sich der Landeschef bereits vor wenigen Monaten, was die Debatte um die Kanzlerkandidatur der Union erst richtig befeuert hatte. Denn ein klares Dementi sieht anders aus. (mg, mit dpa) Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.
Rubriklistenbild: © Stefan Zeitz/Imago

