Medien-Deal könnte Trump drei Milliarden einbringen
VonLaura May
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Ex US-Präsident Trump braucht Geld, um die Kosten seiner Gerichtsprozesse zu decken. Ein Fusionsdeal seiner Medienunternehmen könnte die Lösung sein.
Washington – Donald Trump hat Geldprobleme. Der Ex-Präsident der Vereinigten Staaten wurde in Zivilverfahren wegen Finanzbetrugs, sexuellem Missbrauch und Verleumdung verurteilt und muss hohe Strafen zahlen. Mehrere Personen aus seinem Umfeld sehen Trump vor dem finanziellen Ruin stehen.
Doch Trump wäre nicht Trump, würde er nicht noch ein paar Hebel in seinem Wirtschaftsimperium finden, die ihn wieder flüssig machen könnten. Der Börsengang seines Medienunternehmens Trump Media & Technology Group (TMTG), der Betreiberfirma von Trumps Social-Media-Plattform „Truth Social“, soll seine Liquiditätsprobleme lösen. Denn sein vom Forbes-Magazine auf 2,6 Milliarden Dollar geschätztes Vermögen steckt großteils in Immobilien, die er nicht von heute auf morgen zu Geld machen kann.
Von heute auf morgen kommt Trump nicht an das Geld aus dem Fusionsdeal in den USA
Die dafür nötige Fusion mit Trumps Partnerunternehmen Digital World Acquisition Corp (DWAC) wurde am Freitag (22. März) von dessen Aktionären abgesegnet, wie die Nachrichtenagentur afp schreibt. Für den Börsengang soll TMTG mit der DWAC fusionieren. Durch den Zusammenschluss kann Trump Auflagen der Wall Street umgehen – ein Schritt, der in den USA relativ üblich ist.
Als Hauptaktionär von TMTG könnte Trump der Börsengang nach Schätzungen der New York Times rund drei Milliarden Dollar einbringen. Allerdings gibt es eine Hürde in der Reglementierung, die Trumps Geldprobleme zumindest kurzfristig ungelöst lässt. Hauptaktionäre wie Trump müssen ihr Eigenkapital bei dieser Art von Fusionen sechs Monate lang halten, bevor sie es verkaufen können.
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Neben Schulden und Zivilverfahren laufen Strafprozesse gegen Trump
Und ein halbes Jahr Zeit hat Trump momentan nicht. Ein Gericht fordert von ihm bis Montag (25. März) eine Sicherheitsleistung von fast einer halben Milliarde Dollar. Grund dafür ist die Verurteilung von Trump und seinen Söhnen Donald Junior und Eric, weil sie über Jahre hinweg die Vermögenswerte ihres Immobilienimperiums künstlich aufgebläht zu haben, um von Banken und Versicherungen günstige Konditionen zu bekommen. Laut seinen Anwälten kann Trump diese Summe aber nicht aufbringen.
Seine Schulden aus den Zivilverfahren sind nicht Trumps einziges Problem. Gegen den als sicher gesetzt geltenden Präsidentschaftskandidaten der Republikaner zur US-Wahl 2024 laufen aktuell gleich vier Strafverfahren, unter anderem wegen Schweigegeldzahlungen und Verschwörung gegen die USA.