VonLinus Prienschließen
Eine weitere republikanische Politikerin beteiligt sich am öffentlichen Kulturkampf in den USA. Kristi Noem möchte jetzt eine Beschwerde-Hotline an ihren Universitäten.
Pierre - Es sind aufregende Zeiten in der republikanischen Partei. Nachdem man die vergangene Präsidentschaftswahl verloren hatte und bei den Midterms enttäuschend abgeschnitten hat, möchte man die nächste Präsidentschaftswahl wieder gewinnen. Der ehemalige Präsident Donald Trump hat bereits seinen Hut in den Ring geworfen. Jetzt hat der Gouverneur aus Florida, Ron DeSantis, jedoch auch seine Kandidatur offiziell gemacht. Die beiden haben bereits begonnen, sich gegenseitig zu bekämpfen. Trotzdem gibt es eine andere Republikanerin, die auch Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnte: Kristi Noem.
Die Gouverneurin von South Dakota äußerte sich, wie viele ihrer Parteikollegen, über LGBTQ-Themen und Universitäten. Ihrer Auffassung nach würden „Liberale Ideologien, die Universitäten vergiften“. In den USA herrscht praktisch zu allen Themen ein Kulturkampf zwischen Konservativen und Progressiven.
Beschwerde-Hotline an Universitäten: Kein Geld mehr aus China für Universitäten
„In den Universitäten in diesem Land lernen Studenten, wie wichtig Diversität und Gerechtigkeit sind, sie bekommen Safe Spaces, anstelle davon Meinungsverschiedenheiten und Unannehmlichkeiten, die sie in der echten Welt erfahren werden, zu tolerieren,“ meint Noem, wie NBC berichtet. Die Konservative möchte eine Hotline an Universitäten einrichten, bei der Beschwerden über den Umgang vor Ort eingereicht werden können. Das Ziel lautet Noem zufolge „unsere Institutionen haftbar zu machen und sicherzustellen, dass wir alle wissen, was an unseren staatlichen Universitäten passiert.“
Unter anderem sollten Universitäten nicht mehr die Gelegenheit bieten, seine Pronomen offiziell zu ändern und kein Geld mehr aus China akzeptieren. Darüber hinaus sollen Höchststudienzeiten reduziert werden.
Rechte in den USA: CSU-Politiker lassen sich Ron DeSantis ablichten
Noem ist nicht die einzige Gouverneurin aus ihrer Partei, die ein kompliziertes Verhältnis zu Universitäten pflegt. Auch Ron DeSantis ließ in Florida mehrere Studiengänge, wie Critical Race Theory und Gender Studies, verbieten. DeSantis führt im Osten der USA ebenfalls jeden Kulturkampf, der nur möglich ist. Unter anderem steht er in Konflikt mit dem in Florida ansässigen Unternehmen Disney. Der Vorwurf: Die Verbreitung genau der „Liberale Ideologien“, welche Noem beklagt.
Announcing his 2024 presidential run w/ @elonmusk @RonDeSantis rocks the internet. The decision comes as no surprise to me. I've come to know Ron as a straightforward, friendly & dynamic politician - a successful Gov. Look forward to our next meeting🇩🇪- congrats and all the best. pic.twitter.com/0BPm1lVtDy
— Andreas Scheuer (@andreasscheuer) May 24, 2023
Wegen eines Treffens mit Ron DeSantis gerieten unlängst einige CSU-Politiker in die Kritik. Unter anderem auch der ehemalige Verkehrsminister Andreas Scheuer war dabei. Dieser gratulierte DeSantis unlängst auch, als er seine Kandidatur ankündigte. (lp)
