U-Boot-Abwehr

Abschreckung Nordkoreas: USA und Südkorea starten gemeinsames Militärmanöver

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Südkoreanische und US-amerikanische Truppen während einer gemeinsamen Militärübung im südkoreanischen Grenzgebiet Yeoncheon im März 2023.
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Die USA, Japan und Südkorea reagieren auf Militärtests aus Nordkorea – und starten Manöver in internationalen Gewässern. Getestet werde die eigene „Reaktionsfähigkeit“.

Seoul – Die Seestreitkräfte der USA haben zur Abschreckung Nordkoreas ein gemeinsames Manöver mit den Marinen Südkoreas und Japans begonnen. Die zweitägige U-Boot-Abwehr-Übung sei vereinbart worden, um „die Reaktionsfähigkeiten Südkoreas, der USA und Japans gegen die fortschreitenden Unter-Wasser-Bedrohungen Nordkoreas zu verbessern“, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul am Montag (3. April) mit. Zu den Bedrohungen zählten demnach auch ballistische Raketen, die von U-Booten aus gestartet werden können.

An der trilateralen Übung in internationalen Gewässer südlich der koreanischen Halbinsel beteiligt sich neben Kriegsschiffen aus Japan und Südkorea auch der Flugzeugträger USS Nimitz, den Washington samt Begleitschiffen eine Woche zuvor in die Region entsandt hatten. Zuletzt hatten die Vereinigten Staaten sechs Monate zuvor mit ihren ostasiatischen Verbündeten eine ähnliche Übung unternommen.

Spannungen zwischen Süd- und Nordkorea: Militärische Manöver nehmen zu

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich seit vergangenem Jahr wieder erheblich verschärft. Pjöngjang erhöhte trotz Verbots durch UN-Beschlüsse den Umfang seiner Tests mit ballistischen Raketen, die – je nach Bauart – auch mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet werden können. Darüber hinaus unternahm Nordkorea immer wieder Tests mit Marschflugkörpern. So hatte das weithin isolierte Land nach eigenen Angaben eine neuartige militärische Unterwasser-Drohne getestet, die sich mit einem Atomsprengkopf bestücken lassen kann.

Die USA nahmen ihre gemeinsamen Manöver mit Südkorea daher wieder in vollem Umfang auf. Das Land steht ebenso wie Japan unter dem atomaren Schutzschirm der Vereinigten Staaten. Beide asiatischen Länder haben keine eigenen Atomwaffen. Aufgrund der Drohgebärden Chinas hatte sich Japan aber für eine Aufrüstung entschieden – unter anderem sieht Tokio die eigenen Interessen gefährdet. (nak/dpa)

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