USA

Früher „arme“ Drag-Queen? Neue Details zu Skandal-Republikaner Santos

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Erneut sind brisante Details aus dem Leben des republikanischen Abgeordneten George Santos ans Licht gekommen. (Archivbild)
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In den USA kämpfen die Republikaner gegen Shows mit Drag-Queens. Ihr Skandal-Abgeordneter George Santos soll einst selbst an solchen Wettbewerben teilgenommen haben.

Washington, D.C. – Immer wieder gelangen neue brisante Details um den umstrittenen Abgeordneten George Santos ans Licht. Nachdem der Republikaner zugegeben hatte, entscheidende Stationen seiner schulischen und beruflichen Laufbahn erfunden zu haben, wurden ihm kürzlich auch noch Verbindungen zu russischen Oligarchen nachgesagt. Jetzt macht der Skandal-Abgeordnete mit weiteren pikanten Informationen zu seinem Leben Schlagzeilen.

Denn erneut wurde Kritik an den streng konservativen Ansichten des republikanischen Kongressabgeordneten laut. Santos, der nach eigenen Angaben homosexuell ist, soll vor 15 Jahren als Drag-Queen an brasilianischen Schönheitswettbewerben teilgenommen haben – ein Gegensatz zu den heutigen politischen Standpunkten des Republikaners.

Skandal-Republikaner George Santos: Zeitungsartikel soll ihn als Drag-Queen zeigen

Der Amerikaner, dessen Eltern einst aus Brasilien in die USA auswanderten, soll nach seiner Schulzeit einige Jahre in der Nähe von Rio de Janeiro verbracht haben und dort als Drag-Queen aufgetreten sein. Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen aus Brasilien. 

Zwischenwahlen USA: Die zehn spannendsten Duelle im Senat

John Fetterman von den Demokraten
Der linke Demokrat John Fetterman ist amtierender Vizegouverneur von Pennsylvania und tritt dort gegen den republikanischen Trump-Schützling Mehmet Oz an. Kurz vor den demokratischen Vorwahlen im Mai erlitt Fetterman einen Schlaganfall, von dem er sich noch immer erholt.  © Kriston Jae Bethel/afp
Mehemt Oz aus Pennsylvania
Der Republikaner Mehmet Oz wird im Wahlkampf in Pennsylvania um den Sitz im US-Senat von Ex-Präsident Donald Trump unterstützt. Der Kardiologe und ehemalige TV-Arzt geriet in die Kritik, weil er in seiner Sendung, „The Dr. Oz Show“, pseudowissenschaftliche und alternativmedizinische Ansichten verbreitete. © Ed Jones/AFP
Mandela Barnes
Der progressive Demokrat Mandela Barnes ist Vizegouverneur von Wisconsin und will den amtierenden republikanischen Senator, Ron Johnson, ablösen. Barnes setzt sich insbesondere für Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsrechte ein. Seine Kandidatur wird von den prominenten US-Linken Bernie Sanders, Alexandria Ocasio-Cortez und Elizabeth Warren offiziell unterstützt. © Scott Olson/AFP
Ron Johnson von den Republikanern
Der MAGA-Republikaner Ron Johnson ist der amtierende Senator von Wisconsin und rechtsextrem. Er will die staatliche Kranken- und Rentenversicherung privatisieren. Den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 bezeichnete er als „überwiegend friedlich“, es sei kein bewaffneter Aufstand gewesen. © Mark Hertzberg/Imago
Raphael Warnock von den Demokraten
Raphael Warnock ist Senator des Swing States Georgia. Er wird herausgefordert von dem Trump-Protegé Herschel Walker. Warnock ist Pastor der Ebenezer Baptist Church in Atlanta, in der einst der bekannte Bürgerrechtsaktivist Martin Luther King Jr. predigte. Warnock ist der erste Schwarze, der den Südstaat Georgia im US-Senat vertritt. © Anna Moneymaker/AFP
Herschel Walker von den Republikanern
Der Ex-American-Football-Spieler und Republikaner Herschel Walker tritt in Georgia gegen den demokratischen Senator Raphael Warnock an. Seine Kandidatur wird von Donald Trump unterstützt. Walker fällt immer wieder durch vergangene Skandale auf. Der erklärte Abtreibungsgegner soll eine Ex-Freundin zum Schwangerschaftsabbruch gedrängt und dafür bezahlt haben. © Megan Varner/AFP
Catherine Cortez Masto von den Demokraten
In Nevada wackelt der Senatssitz der demokratischen Amtsinhaberin Catherine Cortez Masto. Ihr Herausforderer ist der von Donald Trump unterstütze Republikaner und Wahlleugner Adam Laxalt. Cortez Masto macht sich im Wahlkampf insbesondere für das Recht auf Abtreibung stark. Bevor sie Senatorin wurde, war sie Navadas Generalstaatsanwältin. © Kevin Dietsch/AFP
Republikaner Adam Laxalt, Kandidat für den Senat
Der Republikaner Adam Laxalt fordert in Nevada die demokratische Amtsinhaberin Catherine Cortez Masto heraus. Laxalt wird von Donald Trump unterstützt und ist demzufolge Wahlleugner. Der ehemalige Generalstaatsanwalt von Nevada konzentriert sich auf die Themen Inflation und „Law and Order“. © Bridget Bennett/AFP
Tim Ryan aus Ohio
Demokrat Tim Ryan kämpft in Ohio mit dem Republikaner J. D. Vance um den frei werdenden Senatssitz. Ryan ist Abgeordneter im Repräsentantenhaus und war 2019 Präsidentschaftskandidat der Demokraten, doch schied vorzeitig aus dem Rennen aus. © Jerry Mennenga/Imago
JD Vance kandidiert für die Republikaner
J. D. Vance kandidiert auf republikanischer Seite in Ohio gegen den Demokraten Tim Ryan für den Senat. Vance ist Risikokapitalgeber und Autor des autobiografischen Bestsellers „Hillbilly Elegie“. Er sicherte sich die republikanische Nominierung im Vorwahlkampf durch rechtsextreme Positionen und die Unterstützung von Donald Trump. © Jeff Swensen/AFP
Marco Rubio kandidiert für die Republikaner
In Florida sieht sich der amtierende republikanische Senator Marco Rubio seiner demokratischen Herausforderin Val Demings gegenüber. Donald Trump verpasste Rubio, der 2016 als dessen Kontrahent in den republikanischen Präsidentschaftsvorwahlen antrat, den hämischen Spitznamen „little Marco“ (kleiner Marco). © Anna Moneymaker/AFP
Val Demings kandidiert für die Demokraten
Die Demokratin Val Demings fordert in Florida den amtierenden republikanischen Senator Marco Rubio heraus. Sie ist die ehemalige Polizeichefin von Orlando und konnte bereits republikanische Attacken abwehren, die darauf abzielten, sie als zu lax in puncto Strafverfolgung darzustellen. © Joe Readle/AFP
Ted Budd kandidiert für die Republikaner
In North Carolina tritt der Republikaner Ted Budd gegen die Demokratin Cheri Beasley an. Der von Trump unterstützte rechtsextreme Abgeordnete Budd ist Wahlleugner und Inhaber eines Schusswaffengeschäfts. © Seth Herald/AFP
Cheri Beasly kandidiert für die Demokraten
Die Demokratin Cheri Beasley kämpft in North Carolina mit dem Trump-Republikaner Ted Budd um den Sitz im Senat. Beasley ist ehemalige Richterin am Supreme Court des Bundesstaates North Carolina und befürwortet das Recht auf Abtreibung. © Sean Rayford/AFP
Mark Kelly kandidiert für die Demokraten
In Arizona wird der demokratische Amtsinhaber Mark Kelly vom Trump-Schützling und rechtsextremen Republikaner Blake Masters herausgefordert. Kelly ist ehemaliger Astronaut und Ehemann der ehemaligen Abgeordneten Gabby Giffords, der bei einer Veranstaltung in den Kopf geschossen wurde und die überlebte. Demzufolge setzt sich Kelly für strengere Schusswaffengesetze ein. © Kevin Dietsch/AFP
Blake Masters kandidiert für die Republikaner
Der rechtsextreme Republikaner Blake Masters fordert in Arizona den demokratischen Amtsinhaber Mark Kelly heraus. Masters ist ein Schützling Donald Trumps und sprach sich im Vorwahlkampf nicht nur gegen Abtreibungen, sondern auch gegen Empfängnisverhütung aus. Er ist auch Anhänger des rechten, rassistischen Verschwörungsmythos vom „Großen Austausch“. © Brandon Bell/afp
Maggie Hassan kandidiert für die Demokraten
Die Demokratin Maggie Hassan ist die Amtsinhaberin des Senatssitzes für New Hampshire. Sie wird von dem Republikaner Don Bolduc herausgefordert. Hassan konzentriert sich im Wahlkampf auf den Schutz des Rechts auf Abtreibung. Sie war bereits Gouverneurin von New Hampshire. © Scott Eisen/AFP
Don Bolduc kandidiert für die Republikaner
Der Republikaner Don Bolduc fordert in New Hampshire die demokratische Amtsinhaberin Maggie Hassan heraus. Bolduc lobte die höchst umstrittene Anti-Abtreibungsentscheidung des Supreme Courts. Der pensionierte Brigadegeneral ist ein rechtsextremer Kandidat, doch er wird nicht von Donald Trump unterstützt. © Scott Eisen/AFP
Michael Bennet kandidiert für die Demokraten
In Colorado wird der demokratische Amtsinhaber Michael Bennet von dem Republikaner Joe O’Dea herausgefordert. Bennet hat sich während seiner Amtszeit auf die Ausweitung der Steuergutschrift für Kinder konzentriert. Er macht auch Wahlkampf mit den Mitteln aus dem Infrastrukturpaket, die seinem Bundesstaat zuerkannt wurden. © POOL

Die 58-jährige Drag-Queen Eula Rochard gibt gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtensender MSNBC an, Santos erstmals 2005 getroffen zu haben. Damals sei er noch eine „arme“ Drag-Queen gewesen, mit nichts anderem als einem schwarzen Kleid, erzählte Rochard in dem Bericht.

MSNBC-Kolumnistin Marisa Kabas, die in ihrem Newsletter „The Daily Santos“ das Leben des Amerikaners vor seiner politischen Karriere beleuchtet, teilte dazu auch einen Beitrag auf Twitter. Zu sehen ist ein alter Zeitungsartikel, auf dem Rochard und Santos gemeinsam als Drag-Queens zu sehen sein sollen.

George Santos als Drag-Queen: „Ich war jung und hatte Spaß auf einem Festival“

Santos teilte daraufhin zunächst auf Twitter mit, dass die Behauptungen, er sei eine Drag-Queen, „kategorisch falsch“ seien. Er wolle sich „dadurch weder ablenken noch beunruhigen lassen.“ Doch auf die Frage von Reportern der Boulevard-Nachrichten-Website TMZ, ob er jemals eine Drag-Queen gewesen sei, soll Santos geantwortet haben: „Ich war jung und hatte Spaß auf einem Festival.“ Das Label einer Drag-Queen lehnt der Abgeordnete jedoch ab.

Bei den Republikanern dürfte das neue Kapitel in Santos´ Leben auf erneuten Gegenwind stoßen. Erst kürzlich berichtete das US-amerikanische Nachrichtenunternehmen Bloomberg, dass immer mehr Republikaner gegen Drag-Shows vorgehen wollen. Ein Antrag aus Arizona fordere demnach sogar, öffentliche Drag-Performances zu bestrafen. Auch die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen gegen George Santos vorgehen und fordern den Rücktritt des Republikaners. (hg)

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