Verhandlungen über den Ukraine-Krieg

Trump: Gespräche mit Putin „führen nirgendwo hin“ – Absage an Budapest-Treffen

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Stand der Verhandlungen im Ukraine-Krieg: US-Präsident Trump will in Kürze informieren. Kremlchef Putin hingegen ist wohl schon nach vorne geprescht.

Update, 23. Oktober, 5.10 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat das in Aussicht gestellte baldige Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Budapest nach eigenen Angaben abgesagt. Aktuell würden die Gespräche aus seiner Sicht zu nichts führen: „Jedes Mal, wenn ich mit Wladimir spreche, habe ich gute Gespräche, aber dann führen sie nirgendwo hin“, sagte Trump am Mittwoch (22. Oktober) im Weißen Haus an der Seite von NATO-Generalsekretär Mark Rutte. In der Zukunft soll es Trump zufolge aber ein Treffen zwischen ihm und Putin geben.

Orban äußert sich zu möglichem Treffen von Trump und Putin in Budapest

Update, 22. Oktober, 9:55 Uhr: Die Spekulationen um den Gipfel in Budapest finden kein Ende: Der Investmentbanker Kirill Dmitrijew, der dem Verhandlungsteam des Kreml angehört, schrieb jetzt auf X: „Die Vorbereitungen laufen weiter“. Westliche Medienberichte „verdrehen“ seiner Ansicht nach Aussagen zu dem Thema, um den Gipfel zu untergraben. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán äußerte sich ähnlich. Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto sei derzeit in Washington, schrieb Orbán laut Reuters auf Facebook. „Der Termin ist noch ungewiss.“ Doch wenn es so weit sei, werde man den Gipfel abhalten, so Orbán.

Will kein „vergeudetes Treffen“ in Budapest: Trump zeigt sich sichtlich genervt von Putin

Erstmeldung: Washington – Verwirrung um die Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Erst lässt US-Präsident Donald Trump wissen, ein Treffen mit Kremlchef Putin komme „bald“ – jetzt berichten US-Medien, der Gipfel in Budapest wackle. Obendrein stellt Russland nun neue Bedingungen. Der Mann im Weißen Haus zeigt sich sichtlich genervt.

Zuletzt begegneten sich Trump und Putin im US-Bundesstaat Alaska. (Archivbild)

Einem Bericht zufolge hat die russische Regierung ihre Maximalforderungen für ein Ukraine-Friedensabkommen in die USA übermittelt. Demnach lehnt der Kreml Trumps Vorschlag ab, die Frontlinie in der Ukraine einzufrieren. In einem informellen Schreiben, einem sogenannten „Non-Paper“, bekräftigte Putin, die Kontrolle über den gesamten Donbass behalten zu wollen und NATO-Truppen in der Ukraine kategorisch abzulehnen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter und eine mit der Situation vertraute Person.

Trump zu Gipfel mit Putin in Budapest: „Möchte kein vergeudetes Treffen“

Nach einem Telefonat mit Putin hatte Trump in der vergangenen Woche ein Treffen in Budapest in Aussicht gestellt. Doch am Dienstagabend hatten US-amerikanische Medien berichtet, dass die Vorbereitungen haken und der Gipfel wahrscheinlich vorerst doch nicht stattfinden würde.

Die Berichte über ein geplatztes Budapest-Treffen mit Putin bestätigte Trump in der Nacht zu Mittwoch zwar nicht direkt. Allerdings entgegnete er auf Nachfrage einer Journalistin, was er über die angebliche Planänderung wisse und ob das seine Haltung zu einer möglichen Lieferung von amerikanischen Tomahawk-Marschflugkörpern an die Ukraine beeinflusse: „Ich möchte kein vergeudetes Treffen.“ Er wolle keine Zeit verschwenden, bis er sehe, was passiert. 

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Lage der Gespräche zum Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Sprecher sieht „Klärungsbedarf“

Der Kreml hatte, nachdem ein Treffen von Trump und Putin in Budapest im Raum gestanden hatte, ohnehin eher Brems-Signale gesendet und sah noch einigen Klärungsbedarf. „Es sind noch viele Hausarbeiten zu erledigen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge am Montag (20. Oktober). 

Hin-und-Her um Treffen mit Putin in Budapest – laut Trump nur „wahrscheinlich“

Trump hatte vergangenen Donnerstag (16. Oktober) nach einem Telefonat mit Putin überraschend bekanntgegeben, dass er Putin in der ungarischen Hauptstadt treffen wolle, um über den Ukraine-Krieg zu sprechen. Einen Zeitpunkt nannte der Republikaner zunächst nicht – kurz darauf sagte er aber, der Gipfel werde „wahrscheinlich in den nächsten zwei Wochen“ stattfinden.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Angeblich keine Absicht für Friedensgespräche

Nun berichteten US-Medien unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus, dass ein vorbereitendes Telefonat zwar angeblich „produktiv“ gewesen sei. Es wurde von US-Außenminister Marco Rubio und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow geführt. Aber: Weder Russland noch die Ukraine seien in dem Konflikt bereit, ernsthafte Friedensgespräche zu führen – so gab etwa NBC News den Tenor am heutigen Mittwoch (22. Oktober) wieder. (Quellen: Reuters, dpa, AFP) (frs)

Rubriklistenbild: © Jae C. Hong/AP/dpa

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