VonBedrettin Bölükbasischließen
Wieder poltert Ex-Kreml-Chef Medwedew gegen Deutschland. Diesmal ist CDU-Chef Merz im Visier – und wird Ziel eines Nazi-Vergleichs.
Moskau – Der ehemalige russische Staatspräsident, Dmitri Medwedew, der immer wieder gegen Europa und dabei auch Deutschland hetzt, hat wieder zugeschlagen. In einem Beitrag in sozialen Medien nahm er den CDU-Chef und voraussichtlich nächsten Bundeskanzler Friedrich Merz ins Visier, nachdem dieser Russland einen Krieg gegen Europa vorgeworfen hatte.
Putin-Freund Medwedew beschimpft Merz: „Er lügt wie Goebbels“
In einem Beitrag im Kurznachrichtendienst Telegram schrieb Medwedew: „Der künftige Kanzler Merz beschuldigt Russland, einen aggressiven Krieg in Europa in Form von Brandstiftung, Auftragsmorden, Vandalismus und Desinformation zu führen.“
Weiter zog der enge Vertraute von Kreml-Chef Wladimir Putin schließlich einen Vergleich zum Nazi-Propagandaminister Joseph Goebbels. „Er hat nicht einmal einen Tag gearbeitet und schon lügt er wie Goebbels“, so Medwedew in seinem Beitrag. Er ergänzte: „Dabei hat genau dein Nazi-Land solch einen Krieg gegen uns von 1941 bis 1945 geführt.“ Und zuletzt schrieb der stellvertretende Leiter des russischen Sicherheitsrates noch: „Schlechter Start, Fritz! Hoffentlich endet es für dich genauso.“
Merz warnt vor Russlands „Krieg gegen Europa“: „Werden uns zur Wehr setzen“
Bei seiner Rede im Bundestag am Dienstag (18. März) hatte CDU-Chef Friedrich Merz von einem russischen „Krieg gegen Europa“ gesprochen. „Es ist auch ein Krieg gegen unser Land, der täglich stattfindet“, hatte er weiter betont und angefügt: „Mit Angriffen auf unsere Datennetze, mit der Zerstörung von Versorgungsleitungen, mit Brandanschlägen, mit Auftragsmorden mitten in unserem Land, mit Ausspähung von Kasernen, mit Desinformationskampagnen.“
Russland versuche die deutsche Gesellschaft „systematisch“ irrezuführen und zu täuschen sowie die Europäische Union zu spalten und zu marginalisieren, so Merz. Er hatte versichert: „Gegen diese Angriffe werden wir uns mit allem, was uns zu Gebote steht, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zur Wehr setzen.“
Medwedews wiederholte Drohungen gegen den Westen: Starmer und Macron als „Drecksäcke“ beschimpft
Es ist nicht das erste Mal, dass Medwedew gegen den Westen und Deutschland droht und hetzt. Der frühere russische Präsident hatte zuletzt die britisch-französischen Pläne zu einer möglichen Entsendung von Friedenstruppen in die Ukraine scharf kritisiert und mit Krieg gegen die Nato gedroht. Wenn sie „den Neonazis in Kiew militärische Hilfe bieten wollen, bedeutet das Krieg mit der Nato“, hatte Medwedew in sozialen Medien geschrieben. Er empfahl den beiden Politikern in Paris und London, die er als „Drecksäcke“ beschimpfte, sich besser mit US-Präsident Donald Trump abzusprechen.
Medwedew, der in seiner Zeit als Präsident Russlands (2008-2012) als liberaler Politiker galt, ist seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor drei Jahren immer wieder mit scharfen Drohungen wie etwa dem Einsatz von Atomwaffen gegen den Westen aufgefallen. (bb/dpa)
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