Lambrecht in Serbien und Kosovo

Verteidigungsministerin Lambrecht auf Staatsbesuch in Serbien und Kosovo

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Verteidigungsministerin Christine Lambrecht

Verteidigungsministerin Christina Lambrecht ist am Morgen in Belgrad gelandet. Ihre Reise führt sie auch in den Kosovo.

Belgrad - Verteidigungsministerin Christine Lambrecht ist am Donnerstag zu einem Besuch in Belgrad gelandet. Die SPD-Politikerin wollte in der serbischen Hauptstadt ihren Amtskollegen Nebojsa Stefanovic und Staatspräsident Aleksandar Vucic sprechen. Erwartet wurde, dass es dabei auch um den Kurs Serbiens in der Russlandpolitik geht sowie um das Kosovo. Deutschland stellt dort Soldaten für die Nato-Mission Kfor. Serbien erkennt eine Unabhängigkeit Kosovos nicht an.

Vucic hat in der Vergangenheit traditionell und teils auch demonstrativ gute Beziehungen zu Russland gepflegt. In einer Dringlichkeitssitzung der Vollversammlung der Vereinten Nationen hatte Belgrad jüngst aber für eine Verurteilung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gestimmt. Serbien führt seit 2014 Beitrittsverhandlungen mit der EU, wollte sich den EU-Sanktionen gegen Russland aber zunächst nicht anschließen.

Auf dem Programm der Ministerin standen auch Gespräche in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Derzeit sind rund 70 Männer und Frauen der Bundeswehr im Kfor-Einsatz. Sie sollen die öffentliche Ordnung in dem Land sichern und den Aufbau einer zivilen Friedensordnung unterstützen.

Am Vortag hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin Vucic und den kosovarischen Ministerpräsidenten Albin Kurti in Berlin empfangen. Vucic stellte eine Annäherung mit dem Kosovo in Aussicht. Er werde alles geben, um einen Kompromiss zu erreichen, versicherte Vucic nach dem Treffen mit Scholz. Der Kanzler betonte, Fortschritte in dieser Frage seien von «enormer Bedeutung» für die angepeilte EU-Mitgliedschaft beider Länder. (dpa)

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