VonPitt von Bebenburgschließen
Es ist nicht nachvollziehbar, warum der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck nicht mit Olaf Scholz und Friedrich Merz im TV-Duell diskutieren soll. Der Kommentar.
Wer ist nur auf diese absurde Idee gekommen? ARD und ZDF wollen ernsthaft die Chefin der AfD zum TV-Duell mit dem Spitzenkandidaten der Grünen einladen. Das wird der dramatischen Krise der Demokratie in keiner Weise gerecht.
Die AfD ist eine rassistische, autoritäre und nationalistische Partei, die das Klima in diesem Land vergiftet. Die Tatsache, dass die AfD auf demokratischem Weg von vielen Menschen gewählt wird, macht sie nicht zur demokratischen Partei. Es lässt sich nicht mit Überparteilichkeit rechtfertigen, wenn das öffentlich-rechtliche Fernsehen ihr eine solche Plattform bietet.
In den öffentlich-rechtlichen Medien muss es um den Wettbewerb zwischen den demokratischen Parteien gehen – da mag sich die AfD noch so sehr als Opfer inszenieren. Insofern ist es konsequent, wenn der Grüne Robert Habeck ein Rededuell mit Alice Weidel verweigert.
Spannend könnte dagegen eine Debatte zwischen Friedrich Merz, Olaf Scholz und Habeck werden. Stattdessen haben sich die TV-Sender entschieden, von den Kanzlerkandidaten nur Merz und Scholz dort debattieren zu lassen. Vor drei Jahren wurde Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock noch eingeladen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum das bei Habeck nicht mehr gilt.
