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Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj überrascht mit Ankündigung zu Neuwahlen

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Putin beschönigt offensichtlich Russlands Wirtschaft. Moskau macht Soldaten und Zivilisten ein Angebot. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere Informationen zum Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 8:20 Uhr: Wird demnächst in de Ukraine ein neuer Präsident gewählt? Selenskyj hat sich jedenfalls zu Wahlen innerhalb von drei Monaten bereiterklärt. Unter dem geltenden Kriegsrecht sind Wahlen in der Ukraine allerdings gesetzlich verboten. Selenskyjs Amtszeit ist im vergangenen Jahr abgelaufen, weshalb Kremlchef Putin seine Legitimität als Präsident infrage stellt. Nun hat Selenskyj angekündigt, das Parlament um Gesetzesvorschläge zu bitten, die Wahlen während des Kriegsrechts ermöglichen könnten. Bislang hatten Selenskyj und andere Regierungsvertreter eine Abstimmung angesichts der russischen Luftangriffe, fast einer Million Soldaten an der Front und Millionen von Vertriebenen zurückgewiesen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. (Archiv)

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj kann sich Wahlen vorstellen

Update, 6:45 Uhr: Während der andauernden Arbeit an einem Friedensplan für sein Land hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj überraschend über mögliche Wahlen in Kriegszeiten gesprochen. „Zu Wahlen bin ich bereit“, sagte er der Presse, wie ukrainische Medien meldeten. Der Vorwurf, dass der Krieg mit Russland nicht ende, weil er sich ans Präsidentenamt klammere und die Macht nicht abgeben wolle, sei falsch. „Ich habe persönlich den Willen und die Bereitschaft dazu“, sagte der Staatschef. Neben der Sicherheitsfrage müsse auch die Rechtsgrundlage für Wahlen in Kriegszeiten geschaffen werden. Er bitte daher die Abgeordneten seiner Fraktion im Parlament darum, entsprechende Gesetzesänderungen vorzubereiten. Das ukrainische Gesetz über das Kriegsrecht verbietet ausdrücklich das Abhalten von Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen, während das Land einem Angriff ausgesetzt ist. Ähnlich ist es in Deutschland und anderen Ländern geregelt.

Ukraine-Krieg aktuell: Schlacht um Pokrowsk dauert an

Update, 10. Dezember, 5:00 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte halten nach eigenen Angaben weiterhin Teile der umkämpften Stadt Pokrowsk. Seine Truppen kontrollierten den Norden der Stadt, sagt Oberbefehlshaber Olexandr Syrskyj dem Sender Suspilne. Allerdings seien einige Einheiten in der vergangenen Woche von ungünstigen Stellungen außerhalb der Stadt abgezogen worden. Die Lage um den logistischen Knotenpunkt bleibe schwierig. Russland meldete vergangene Woche die Einnahme von Pokrowsk, was die Regierung in Kiew zurückwies. Russland will die gesamte Donbas-Region einnehmen, die aus den Oblasten Luhansk und Donezk besteht. Die Eroberung von Pokrowsk wäre ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Ukraine-Krieg aktuell: Neuwahlen in der Ukraine – viele Fragen offen

Update, 22:05 Uhr: Nach der Ankündigung von Präsident Selenskyj, er sei offen für Neuwahlen in Kürze, bleiben zahlreiche Fragen offen. Selenskyjs 5-jährige Amtszeit endete bereits am 20. Mai 2024. Die ukrainische Verfassung erlaubt allerdings keine Wahlen zu Kriegszeiten. Der ukrainische Präsident hatte deswegen angekündigt, über die Änderung der gesetzlichen Vorgaben beraten zu wollen. Unklar ist dabei auch, wie man die geflüchteten Ukrainer im Ausland oder die ukrainischen Soldaten entlang der Front eine Möglichkeit zur Wahl einräumen müssen.

Der ukrainische Kriegsreporter Illia Ponomarenko, schrieb in einem Beitrag auf X, eine Waffenruhe und ein Ende der russischen Drohnen- und Raketenangriffe auf die Ukraine seien die Voraussetzungen, um Neuwahlen überhaupt erst möglich zu machen. Erst dann könnte man über eine Aufhebung des Kriegsrechts nachdenken. Ohne diesen Schritt verbiete die ukrainische Verfassung Neuwahlen.

Update, 20:40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach Kritik von US-Präsident Donald Trump grundsätzlich zu Neuwahlen bereiterklärt. „Ich bin bereit für Wahlen“, sagte Selenskyj am Dienstag vor Journalisten. Er werde die Abgeordneten bitten, „Vorschläge zur Möglichkeit einer Änderung der gesetzlichen Grundlagen und des Wahlgesetzes während des Kriegsrechts“ auszuarbeiten. Die Wahlen könnten in 60 bis 90 Tagen abgehalten werden, sagte der ukrainische Staatschef.

Update, 19:05 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will den überarbeiteten US-Plan für ein Ende des russischen Angriffskriegs „in naher Zukunft“ nach Washington schicken. „Die ukrainischen und europäischen Aspekte sind jetzt weiter fortgeschritten, und wir sind bereit, sie unseren amerikanischen Partnern vorzustellen“, schrieb Selenskyj am Dienstag im Onlinedienst X. US-Präsident Donald Trump verschärfte derweil seinen Ton gegenüber Kiew und den Europäern.

Die USA hatten vor rund drei Wochen ihren Plan zur Beendigung des Kriegs vorgelegt. Der ursprüngliche Entwurf, der als sehr Moskau-freundlich galt, wurde auf Drängen Kiews und seiner europäischen Verbündeten in zentralen Punkten überarbeitet und beinhaltet laut Selenskyj statt der ursprünglichen 28 nur noch 20 Punkte. Sowohl Kiew als auch die Europäer fordern weitere Änderungen zugunsten der Ukraine, insbesondere Sicherheitsgarantien.

Ukraine-Krieg aktuell: Trump verschärft Ton gegen Europa und Ukraine

Update, 16:43 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seinen Ton gegenüber Europa und der Ukraine verschärft. „Sie reden zu viel (...), erzielen aber nichts“, sagte er der US-Medienplattform Politico zu den Verhandlungen über einen Waffenstillstand mit Russland. Er drängte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dem US-Plan endlich zuzustimmen, denn er verliere den Krieg.

„Er wird sich zusammenreißen und anfangen müssen, die Dinge zu akzeptieren“, sagte Trump über Selenskyj. „Denn er verliert.“ Die Ukraine habe an Russland „viel Land verloren, und zwar sehr gutes Land“. Trump warf dem ukrainischen Präsidenten erneut vor, seinen „Friedensplan“ überhaupt nicht gelesen zu haben. Selenskyj hatte erst am Montag mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dem französischen Staatschef Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer in London über den US-Plan beraten. Nach Einschätzung der Europäer gibt er zu einseitig russische Positionen wieder.

Update, 14:42 Uhr: „Es ist ein Krieg, der niemals hätte stattfinden dürfen. Ehrlich gesagt wäre er nicht ausgebrochen, wenn ich Präsident gewesen wäre“, sagte Trump gegenüber Politico zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg. Weiter führte der US-Präsident aus, dass Putins Verhandlungsposition stärker zu sein scheine, weil Russland „ein viel größeres Land“ sei. Der von Russland gegen die Ukraine begonnene Krieg sei „ein großes Problem für Europa“, so Trump. Zugleich teilte er gegen die westlichen Partner aus und erklärte, dass die europäischen Länder nicht gut mit der Lage umgehen würden.

Trump äußert sich zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg

Update, 13:35 Uhr: US-Präsident Donald Trump ist der Ansicht, dass die Ukraine Präsidentschaftswahlen abhalten sollte, da seit der letzten Wahl eine lange Zeit vergangen ist. Das sagte er im Interview mit Politico. „Ja, ich denke, es ist an der Zeit. Ich denke, es ist ein wichtiger Zeitpunkt für Wahlen. Sie nutzen den Krieg, um keine Wahlen abzuhalten, aber, äh, ich denke, das ukrainische Volk sollte diese Wahl haben. Und vielleicht würde Selenskyj gewinnen.“ Er führte aus, dass die Situation in der Ukraine „einen Punkt erreicht, an dem es keine Demokratie mehr ist“.

Update, 12:55 Uhr: Russlands Krieg gegen die Ukraine verschlingt große Ressourcen (siehe Update weiter unten). In der russischen Region Iwanowo ist jetzt eine Militärmaschine vom Typ Antonow An-22 abgestürzt – alle sieben Insassen sind laut Medienberichten ums Leben gekommen. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte den Absturz der Transportmaschine, machte aber zunächst keine Angaben zum Schicksal der Besatzung.

Bei der abgestürzten Maschine handelte es sich laut Berichten um die letzte An-22, die vom russischen Militär betrieben wurde. Das noch aus Sowjetzeiten stammende Transportflugzeug war nach einer Reparatur zu einem planmäßigen Flug gestartet, als es in unbewohntem Gebiet abstürzte.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj zu Gesprächen in Rom – Treffen mit Papst Leo XIV.

Update, 12.38 Uhr: Vor seinem Gespräch mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Rom ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu einem Treffen mit Papst Leo XIV. in dessen Residenz in Castel Gandolfo eingetroffen. Dies meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Am Nachmittag will der ukrainische Staatschef mit Meloni in deren Amtssitz über den Stand der Verhandlungen über eine Friedenslösung für die Ukraine sprechen. 

Ukraine-Krieg aktuell: Putins Öl-Imperium steht unter Dauerbeschuss

Update, 12:25 Uhr: Während die russischen Streitkräfte mit aller Kraft versuchen, die Front im Ukraine-Krieg Richtung Westen zu verschieben, setzt Kiew weiterhin auf eine Taktik, die sich inzwischen etabliert hat: gezielt Russlands Wirtschaft zu attackieren. Die Hintergründe in Putins Öl-Imperium steht unter Dauerbeschuss.

Ukraine-Krieg aktuell: Rekordzahl an ukrainischen Soldaten desertiert

Update, 12:01 Uhr: Eine Rekordzahl von ukrainischen Soldaten desertiert angesichts der Verluste gegen Russland an der Front. Das berichtet aktuell der Nachrichtensender Al Jazeera. Die ukrainische Staatsanwaltschaft habe im Oktober mitgeteilt, dass rund 235.000 Soldaten unerlaubt von der Truppe abwesend waren. Fast 54.000 seien seit Kriegsbeginn desertiert.

Diese Zahlen stiegen laut dem Bericht im letzten Jahr rasant an: Zwischen September 2024 und September 2025 seien rund 176.000 Fälle von unerlaubter Abwesenheit und 25.000 Desertionen registriert, berichtet Al Jazeera.

Update, 11:19 Uhr: Russland hat eine neue Medaille für die Bergung von Leichen aus Kampfgebieten vorgeschlagen. Das russische Verteidigungsministerium will damit Soldaten und Zivilisten auszeichnen, die unter lebensbedrohlichen Kampfbedingungen getötete Soldaten bergen.

Der Entwurf gilt als seltener offizieller Hinweis darauf, dass Moskau fast vier Jahre nach Kriegsbeginn Schwierigkeiten hat, vermisste Soldaten zu erfassen. Zuletzt wurde öffentlich, dass Russlands Behörden an der Front gefallene Soldaten wohl als Deserteure „tarnen“. Während Russland seine Kampfverluste wie die Ukraine als Staatsgeheimnis einstuft, schätzt der britische Militärgeheimdienst laut Reuters, dass seit der Invasion mehr als eine Million russische Soldaten getötet oder verwundet wurden.

Update, 10:35 Uhr: Putin verstärkt seine Bemühungen, die russische Wirtschaft als widerstandsfähig darzustellen, um seinen andauernden Angriffskrieg auf die Ukraine vor der Bevölkerung zu rechtfertigen – Russlands Wirtschaft geht es aktuell aber deutlich schlechter, als der Kremlchef dies darzustellen versucht. Das ist das Fazit im aktuellen Bericht zur Lage im Ukraine-Krieg vom US-Institut für Kriegsstudien (ISW).

Putin erklärte demnach gestern (8. Dezember) im Rat für strategische Entwicklung und nationale Projekte, dass Russland daran arbeite, die Geburtenrate zu erhöhen. Gleichzeitig hob er zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen hervor, die der Kreml Familien mit Kindern anbiete.

Putin erklärte, dass die Geburtenrate unter anderem wegen nicht näher erläuterten „externen Herausforderungen“ sinke – wahrscheinlich mit Blick auf die demografischen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, schreibt das ISW. Russlands Ministerpräsident Michail Mischustin behauptete jetzt laut dem aktuellen ISW-Lagebericht, das russische BIP-Wachstum habe in den vergangenen drei Jahren trotz des „beispiellosen“ Sanktionsdrucks bei rund zehn Prozent gelegen.

Update, 9:12 Uhr: Russische Truppen haben nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow an der gesamten Front in der Ukraine Geländegewinne erzielt. Moskaus Streitkräfte kontrollierten bereits mehr als 30 Prozent der Gebäude in der ostukrainischen Stadt Myrnohrad, wie Gerassimow laut Reuters mitteilte.

Die Nachbargemeinde von Pokrowsk stehe nun im Fokus der russischen Offensive. Gerassimow erklärte, die ukrainischen Truppen in Myrnohrad würden gezielt von den russischen Einheiten ins Visier genommen. Das russische Militärpersonal habe dabei „intelligent gehandelt“ und „unerwartete und unbekannte Kampfmethoden“ gewählt, sagte Gerassimow gemäß der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass bei dem Termin.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj schickt überarbeiteten Friedensplan an Trump-Regierung

Erstmeldung: Kiew – Ringen um Frieden in der Ukraine: Eine überarbeitete Version des US-Friedensplans für ein Ende des Ukraine-Kriegs soll nach Angaben aus Kiew heute (9. Dezember) an Washington übermittelt werden – und deutlich veränderte Züge tragen. Der von der US-Regierung ausgearbeitete Friedensplan sei inzwischen von 28 auf 20 Punkte gekürzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj laut dpa ukrainischen Journalisten mit. „Die offen Ukraine-feindlichen Positionen wurden herausgenommen“.

Ukraine-Krieg aktuell: Waffen für die Ukraine – Trump rühmt sich mit „vollem Preis“

Unterdessen wurde laut einem Medienbericht bekannt, dass US-Präsident Donald Trump sich damit gerühmt haben soll, dass die USA unter seiner Präsidentschaft kein Geld für die Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkampf gegen Russland ausgegeben hätten. Vielmehr hätten sie sogar noch Geld damit verdient. Mit diesen Worten zitierte jetzt ein Reporter der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform den Präsidenten.

Trump habe daran erinnert, dass die USA ihre Waffen an NATO-Staaten „zum vollen Preis“ verkaufen und die NATO diese dann an die Ukraine weiterleitet. Trump soll das an einem „Runden Tisch“ mit Vertretern der amerikanischen Agrarindustrie, bei dem Medienvertreter anwesend waren, gesagt haben. Trump bekräftigte laut dem Bericht aber, dass er das Töten von Menschen beenden wolle.

Laut Trump sei die Lage im Moment „großartig“, aber es gebe ein Problem: „Viele Menschen sterben, und ich will, dass das aufhört.“ Er bekräftigte erneut, dass im vergangenen Monat 27.000 Soldaten in der Ukraine gestorben seien.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj lehnt Gebietsabtretungen an Putin ab

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut kategorisch ausgeschlossen, russische Forderungen nach Gebietsabtretungen zu erfüllen. „Und wir haben auch nicht das moralische Recht dazu“, betonte Selenskyj am Montag bei einer Pressekonferenz in Kiew.

Nach Angaben des Staatschefs habe seine Regierung nach ukrainischem Recht, der Landesverfassung sowie dem Völkerrecht keine juristische Handhabe für territoriale Zugeständnisse. Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin bestehe darauf, „dass wir Gebiete abtreten, aber wir wollen nichts abtreten, und darum kämpfen wir“, sagte Selenskyj.

Ukraine-Krieg aktuell: Kanzleichef Jermak stürzt – Selenskyj bringt Nachfolger ins Spiel

Vorvergangene Woche stürzte der mächtige Kanzleichef des ukrainischen Präsidenten Selenskyj: Andrij Jermak, der engste Vertraute des ukrainischen Staatschefs hatte zurücktreten müssen, nachdem Korruptionsermittler Hausdurchsuchungen bei ihm durchgeführt hatten.

Am Montag (8. Dezember) hat Selenskyj laut der Kyiv Post jetzt eine Auswahlliste mit fünf Kandidaten für die Nachfolge Jermaks präsentiert. Die in Betracht gezogenen Kandidaten sind laut dem Bericht:

  • Denys Schmyhal, ukrainischer Verteidigungsminister
  • Mychajlo Fjodorow, Minister für digitale Transformation
  • Sergij Kyslyzja, erster stellvertretender Außenminister
  • Kyrylo Budanow, Chef des Militärgeheimdienstes
  • Pawlo Palisa, stellvertretender Leiter des Präsidialamtes

Zwei Erlassen zufolge ist Jermak nicht mehr Mitglied im Nationalen Sicherheitsrat und in der sogenannten Stawka, der militärisch-politischen Kommandozentrale Selenskyjs. Beiden Gremien hatte Jermak als Leiter des Präsidialamtes angehört. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Toby Melville/Pool Reuters/AP/dpa

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