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Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj lehnt Gebietsabtretungen kategorisch ab – „nicht das Recht dazu“

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Das Treffen in London ist beendet. Selenskyj bedankt sich bei den Partnern; weitere Gespräche sollen folgen. Der News-Ticker zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 9. Dezember, 5.56 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut kategorisch ausgeschlossen, russische Forderungen nach Gebietsabtretungen zu erfüllen. „Und wir haben auch nicht das moralische Recht dazu“, betonte Selenskyj am Montag (8. Dezember) bei einer Pressekonferenz in Kiew. Nach Angaben des Staatschefs habe seine Regierung nach ukrainischem Recht, der Landesverfassung sowie dem Völkerrecht keine juristische Handhabe für territoriale Zugeständnisse.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 22.35 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bestätigt, dass sein überarbeiteter Friedensplan konkrete Zusagen für die Rückholung entführter ukrainischer Kinder enthält. Der 20-Punkte-Strategie sieht auch den vollständigen Austausch aller Kriegsgefangenen vor, wie Selenskyj in einer Online-Pressekonferenz mitteilte.

Ukraine-Krieg aktuell: Europas Führung einigt sich auf Sicherheitspaket für Selenskyj

Update, 20:12 Uhr: Laut Selenskyj haben sich die europäischen Partner – inklusive Deutschland – auf ein Paket von Sicherheitsgarantien für die Ukraine geeinigt, aber nicht auf die exakten Maßnahmen. Die müssten noch geklärt werden. Entsprechende Sicherheitsgarantien sollen demnach greifen, falls Russland nach einem Waffenstillstand das Nachbarland erneut angreift. Dies erklärte der ukrainische Präsident auf einer Pressekonferenz, wie die Ukrainska Pravda berichtet.

Er fügte demnach hinzu: „Die stärksten Sicherheitsgarantien, die wir bekommen können, kommen von den USA.“ Es dürfe sich jedoch nicht „um leere Versprechungen, sondern um rechtlich bindende, vom US-Kongress genehmigte Garantien“ handeln.

Trump und Putin: Die Geschichte ihrer Beziehung in Bildern

Wandbild Putin Trump Litauen
Einen besseren US-Präsidenten als Donald Trump kann sich Kremlchef Wladimir Putin gar nicht wünschen: So könnte dieses Wandbild in der litauischen Hauptstadt Vilnius interpretiert werden. Bemerkenswert: Es ist eine Aufnahme aus dem Mai 2016, als Trump nicht gar nicht im Amt war. Offenbar schwante den Menschen in Litauen schon damals Böses. © Petras Malukas/AFP
Trump telefoniert mit Putin
Trump hat seit Jahren einen guten Draht zu Putin. Am 28. Januar 2017 telefonierte er im Oval Office des Weißen Hauses zum ersten Mal mit dem russischen Präsidenten. © Mandel Ngan/AFP
Wachsfiguren von Trump und Putin
Schon damals standen sie sich auch in Wachsfigurenkabinetten nahe, so auch in Sofia (Bulgarien). © Valentina Petrova/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
Das erste persönliche und extrem heikle Treffen mit Putin wickelte Trump beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 unfallfrei ab. Im Kreml wie im Weißen Haus herrschten anschließend Optimismus und Zufriedenheit.  © Evan Vucci/dpa
G20 Summit - Demonstration
Aktivisten von Oxfam standen dem G20-Gipfel kritisch gegenüber. Mit ihrer Aktion wollten sie auf den Abzweig zwischen mehr sozialer Ungleichheit und weniger Armut hinzuweisen. Sie trugen Masken von Theresa May, Donald Trump, Shinzō Abe, Emmanuel Macron, Angela Merkel, Justin Trudeau, Wladimir Putin, und Jacob Zuma. © Michael Kappeler/dpa
G20-Gipfel - Trump trifft Putin
„Der Fernseh-Trump unterscheidet sich sehr vom realen Menschen,“ sagte Putin nach dem G20-Gipfel in Hamburg vor der Presse über seinen US-Kollegen Donald Trump. © Steffen Kugler/dpa
Apec-Gipfel in Vietnam
Ein zweites Mal trafen sich Trump und Putin am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im vietnamesischen Da Nang. © dpa
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam
Beide Präsidenten stimmten damals überein, dass das Verhältnis ihrer Länder nicht gut sei. Putin sah weiter eine tiefe Krise. Russland sei aber bereit, „eine neue Seite aufzuschlagen, vorwärtszugehen, in die Zukunft zu schauen“. © Mikhail Klimentyev
Trump Putin Da Nang
„Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache“, sagte Trump. Sein persönliches Verhältnis zu Putin sei gleichwohl in sehr gutem Zustand, obwohl man sich nicht gut kenne. © Jorge Silva/AFP
Helsinki-Gipfel
Im Juli 2018 kamen Trump und Putin in Helsinki zu ihrem ersten offiziellen Gipfel zusammen.  © Heikki Saukkomaa/dpa
USA Ausstieg aus INF-Abrüstungsvertrag
Sie begrüßten sich mit einem kurzen, doch kräftigen Händedruck. „Es ist an der Zeit, detailliert über unsere bilateralen Beziehungen zu sprechen und über die schmerzhaften Punkte auf der Welt. Davon gibt es sehr viele“, sagte Putin. Trump betonte: „Die Welt möchte, dass wir miteinander auskommen.“ © Alexander Zemlianichenko/dpa
Helsinki
Während des Gipfeltreffens gingen in Helsinki mehrere Hundert Menschen aus Protest auf die Straßen. Dabei machten sie auf eine Reihe von Missständen aufmerksam.  © Joonas SaloIlta-Sanomat/Imago
Melania Trump
Auch First Lady Melania Trump war in Helsinki mit von der Partie. © Alexei Nikolsky/AFP
Trump und Putin
Trump äußerte sich hinterher zufrieden über sein Treffen mit Putin: „Der Dialog ist sehr gut verlaufen“, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. „Ein produktiver Dialog ist nicht nur gut für die Vereinigten Staaten und Russland, sondern für die Welt.“ © Brendan Smialowski/AFP
Proteste gegen Treffen von Trump und Putin
Derweil protestierten die Menschen auch im fernen Washington, D.C., gegen das Treffen. Unter anderem hielt eine Frau vor dem Weißen Haus ein Schild in die Höhe, auf dem die beiden Präsidenten karikiert waren.  © Andrew Harnik/dpa
100. Jahrestag Waffenstillstand Erster Weltkrieg
Im November 2018 nahmen Trump und Putin an einer Gedenkfeier anlässlich des Endes des Ersten Weltkriegs in Paris teil. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lud damals zum Spitzentreffen ein. © Ludovic Marin/AFP
Erster Weltkrieg - Waffenstillstand 1918
Auch vor Ort waren First Lady Melania Trump (links), die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und Brigitte Macron, die Ehefrau des französischen Präsidenten. © Francois Mori/dpa
Beginn des G20-Gipfels
Kurz danach trafen Trump und Putin beim G20-Gipfel in Buenos Aires erneut aufeinander. © Ralf Hirschberger/dpa
G20-Gipfel in Argentinien
Die Gespräche wurden von der Eskalation zwischen Russland und der Ukraine um einen Seezwischenfall vor der Krim überschattet. Deshalb sagte Trump ein direktes Treffen mit Putin am Rande des Gipfels kurzfristig ab.  © dpa
Japan, Osaka
Im Juni 2019 trafen Trump und Putin beim G20-Treffen im japanischen Osaka zusammen. © Imago
Osaka 2019
Trump wurde dabei von einem Reporter angesprochen, ob er Putin bei ihrem gemeinsamen Treffen auch sagen werde, dass sich der Kremlchef nicht in die US-Wahlen einzumischen habe. Trump beugte sich zu Putin und sagte: „Mische Dich nicht in unsere Wahlen ein“ – ein Lächeln glitt dabei über Trumps Gesicht. Die Aktion war allerdings nicht ganz ernst gemeint. © Brendan Smialowski/AFP
Osaka 2019
Trump nannte das Verhältnis zu Putin „sehr, sehr gut“.  © Brendan Smialowski/AFP
Trump Putin
Am Ende seiner ersten Amtszeit musste sich Trump wegen Machtmissbrauchs und Behinderung der Ermittlungen im Senat verantworten. Hintergrund war die sogenannte Ukraine-Affäre. Viele Menschen in den USA sahen Trump als Verräter – und Putin als Feind. © Olivier Douliery/AFP
Ukrainekrieg - Anti-Kriegsprotest in New York
Im Januar 2025 kam Trump zum zweiten Mal an die Macht. Im Ukraine-Krieg stellte er sich auf die Seite von Putin. Das rief Proteste hervor. Auch am Times Square in New York galt: Trump ist ein Verräter. © Adam Gray/dpa
Trump Putin
Trump sucht dennoch weiter die Nähe zu Putin. Nach offiziellen Angaben haben beide im Februar 2025 ein erstes Mal miteinander telefoniert, seit der US-Präsident wieder im Amt ist. Vor dem zweiten Gespräch am 18. März verkündete Trump: „Ich freue mich sehr auf das Gespräch mit Präsident Putin.“ Auch danach telefonierte er noch mehrmals mit seinem russischen Amtskollegen. © Alexander Nemenow/AFP
Trump und Putin
Am 15. Augsut 2025 kam es zum Gipfel zwischen Trump und Putin in Alaska. Es handelte sich um das erste persönliche Treffen der beiden Staatschefs seit Putins Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022. Das Treffen fand in der Stadt Anchorage statt. Am Ende gab es von beiden Staatschefs nichts Konkretes. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP

Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Starmer will Belgien bei russischem Vermögen überzeugen

Update, 19:06 Uhr: Der britische Premier Keir Starmer betonte, ein Waffenstillstand im Ukraine-Krieg müsse gerecht und dauerhaft sein. Er will am Freitag den belgischen Regierungschef Bart De Wever in London empfangen. Belgien hat eine Schlüsselposition bei der Frage, ob in Europa eingefrorene russische Vermögenswerte an die Ukraine weitergereicht werden können, weil dort ein Großteil des russischen Geldes liegt. Bislang stellt sich die Regierung in Brüssel aber quer. Nun könnte man in London versuchen, Bewegung in die Sache zu bringen.

Treffen mit europäischen Spitzen: Weitere Ukraine-Gespräche sollen in den nächsten Tagen folgen

Update, 18:00 Uhr: Nach dem Treffen von Wolodymyr Selenskyj mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Macron und dem britischen Premier Starmer in London hat die französische Präsidentschaft weitere Beratungen in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt. Die Begegnung habe es ermöglicht, „die gemeinsame Arbeit an dem US-Plan fortzusetzen“, erklärte der Elysée-Palast.

Der US-Plan solle „mit den europäischen Beiträgen in enger Abstimmung“ mit Kiew „vervollständigt“ werden, hieß es weiter. Die Arbeit werde derzeit „im Austausch zwischen Europäern, den USA und den Ukrainern“ von den nationalen Sicherheitsberatern vollendet, um „die Übereinstimmung in den nächsten Tagen zu stärken“.

Ukraine-Treffen in London: Selenskyj bedankt sich für Unterstützung

Update, 17:11 Uhr: Der ukrainische Präsident hat sich nach dem Treffen mit der E3-Gruppe für deren Unterstützung im Ukraine-Krieg bedankt. „Die Gewährleistung echter Sicherheit ist immer eine gemeinsame Herausforderung und erfordert gemeinsame Anstrengungen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!“, schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X. Dazu teilt der ukrainische Staatschef ein Bild von ihm mit Emmanuel Macron, Keir Starmer und Friedrich Merz.

Update, 16:22 Uhr: Die USA drängen bei den Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg offenbar weiter auf eine Aufgabe des Donbass durch Kiew. Ein hochrangiger europäischer Beamter berichtet gegenüber Politico, dass Washington darauf besteht, die Ukraine müsse die Region „so oder so“ verlassen, obwohl sich noch 30 Prozent in ukrainischer Hand befinden. „In der Territorialfrage sind die Amerikaner ganz einfach: Russland fordert von der Ukraine, Gebiete abzutreten, und die Amerikaner überlegen ständig, wie sie das erreichen können“, zitiert das Portal den Beamten.

Präsident Donald Trump äußerte sich am Sonntag frustriert über Wolodymyr Selenskyjs Haltung zu dem von den USA propagierten Friedensplan und erklärte: „Sein Volk liebt es, aber er hat es nicht gelesen.“ Die Ukraine beharrt darauf, den Ukraine-Krieg entlang der aktuellen Frontlinien einzufrieren, während Moskau die komplette Region fordert.

Ukraine-Krieg aktuell: Merz vor Treffen mit Selenskyj skeptisch über US-Vorschläge

Update, 15:32 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich skeptisch zu einzelnen Details der US-Vorschläge für einen Friedensplan im Ukraine-Krieg geäußert. Bei einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der E3-Staaten und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London sagte der CDU-Politiker: „Über diese Details müsse man sprechen, darum sind wir hier.“

Die kommenden Tage könnten „eine entscheidende Zeit für uns alle“ werden, erklärte Merz. Gemeinsam mit Großbritanniens Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigte er die deutsche Unterstützung für Kiew. „Das Schicksal dieses Landes ist das Schicksal Europas“, betonte der Kanzler.

Update, 14:56 Uhr: Außenminister Johann Wadephul fordert von China mehr Druck auf Russland, um zu erreichen, dass Moskau in ernsthafte Verhandlungen über ein Ende des Angriffskriegs gegen die Ukraine eintritt. „Wenn es ein Land auf der Welt gibt, welches starken Einfluss auf Russland hat, dann ist das China“, sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi in der Hauptstadt Peking. „Wir wünschen uns, wir erwarten, dass China diesen Einfluss auch nutzt“, verlangte der Bundesaußenminister.

Update, 13:47 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist nach den in London geplanten Gesprächen mit führenden europäischen Staats- und Regierungschefs weiter nach Brüssel. Wie NATO-Generalsekretär Mark Rutte mitteilte, will er Selenskyj am Abend in seiner Residenz empfangen. Eingeladen sind zudem EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa. Am Dienstag wird Selenskyj nach offiziellen Angaben aus Rom dann bei Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erwartet.

Update, 13:32 Uhr: Präsident Selenskyj hat sich zu dem „Friedensplan“ geäußert, nachdem US-Präsident Trump gesagt hatte, er sei etwas enttäuscht, dass der ukrainische Präsident den Vorschlag nicht gelesen habe. Gegenüber Bloomberg sagte der Ukrainer nun, dass einige Elemente des US-Plans weiterer Diskussionen über mehrere „sensible Themen“ bedürfen, darunter Sicherheitsgarantien für ein vom Krieg verwüstetes Land und die Kontrolle über die östlichen Regionen. „Es gibt unterschiedliche Sichtweisen der USA, Russlands und der Ukraine – und wir haben keine einheitliche Meinung zum Donbass“, sagte Selenskyj.

Reaktion auf Russland: Großbriannien verschärft Sicherheitsprogramm

Update, 12:16 Uhr: Wie Sky News berichtet, baut Großbritannien sein Programm „Atlantic Bastion“ aus, das den Schutz der Unterwasserinfrastruktur des Landes angesichts wachsender Bedrohungen durch Russland stärken soll. „Die Menschen sollten keinen Zweifel an den neuen Bedrohungen haben, denen Großbritannien und unsere Verbündeten unter Wasser ausgesetzt sind, wo Gegner Infrastrukturen ins Visier nehmen, die für unsere Lebensweise so entscheidend sind“, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey angesichts der Gefahr.

Die jetzigen Maßnahmen seien „eine direkte Reaktion auf das Wiederaufleben russischer U-Boot- und Unterwasseraktivitäten“, erklärte das Verteidigungsmisterium.

Update, 10:45 Uhr: Die Auswirkungen der aktuellen Phase im Ukraine-Krieg treffen nun auch die Ausbildung der ukrainischen Soldaten. Wie Oleksandr Syrskyi, Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, mitteilt, soll die Sicherheit der Soldaten in den Ausbildungszentren während der militärischen Grundausbildung zu verstärken werden. „Wir verlagern die Ausbildung immer weiter weg von der Frontlinie und weisen Armeekorps Übungsplätzen in der Zentral- und Westukraine zu.“ Gleichzeitig betonte Syrskyi, dass der Bau und die Ausstattung von Schutzräumen in den Ausbildungszentren beschleunigt und unverzüglich in Angriff genommen werden müssen. 

Informationen zum US-Friedensplan: Umierov kündigt Details an

Update, 9:47 Uhr: Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Rustem Umierov, hat laut eigenen Angaben in den Vereinigten Staaten Informationen über das Treffen der amerikanischen Delegation mit russischen Beamten in Moskau erhalten. In den sozialen Medien schrieb Umierov, er plane, Präsident Wolodymyr Selenskyj am 8. Dezember umfassend über alle Aspekte des Dialogs mit der US-Seite sowie über alle Dokumente zu informieren. „Wir haben mehrere Tage lang in den Vereinigten Staaten mit General Andrii Hnatov und dem Team von Präsident Trump zusammengearbeitet. Ich bin dankbar für die konstruktive Arbeit.“

Update, 9:08 Uhr: Wie die ukrainische Luftwaffe mitteilt, hat Russland im Ukraine-Krieg seit dem Abend des 7. Dezember mit 149 Drohnen der Typen Shahed, Gerbera und anderer Typen angegriffen. Die ukrainische Luftverteidigung hat 131 Drohnen abgeschossen, einige trafen jedoch ihre Ziele. Insgesamt wurden im Laufe des vergangenen Tages 164 Kampfhandlungen auf dem Schlachtfeld registriert, wobei die Pokrovsk-Front am aktivsten war. Insgesamt haben ukrainische Streitkräfte 53 russische Angriffe abgewehrten.

Verluste im Ukraine-Krieg: Putins Armee verliert 810 Soldaten an einem Tag

Update, 8:30 Uhr: Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt. Russlands Verluste steigen derweil weiter. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs auf Facebook hat Putins Armee im Verlauf des vergangenen Tages 810 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verletzt. Die gesamten Kampfverluste der russischen Streitkräfte zwischen dem 24. Februar 2022 und dem 8. Dezember 2025 werden inzwischen auf 1.181.680 geschätzt.

Zu den weiteren Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg zählen derweil unter anderem 11.403 Panzer und 23.689 gepanzerte Kampffahrzeuge. Zudem hat die russische Armee 34.917 Artilleriesysteme verloren.

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Trump attackiert Selenskyj wegen US-Friedensplan

Update, 7:40 Uhr: Donald Trump hat Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, sich bisher nicht mit dem Ukraine-Plan der USA vertraut gemacht zu haben. Die USA hätten mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und mit ukrainischen Vertretern, darunter Selenskyj, sagte Trump am Rande einer Gala im Kennedy Center. Er sei aber ein wenig enttäuscht, dass Präsident Selenskyj den Vorschlag noch nicht gelesen habe. Das sei der Stand von vor ein paar Stunden gewesen. Zugleich zeigte sich Trump davon überzeugt, dass Russland den Plan unterzeichnen würde. Russland würde wohl lieber das ganze Land haben, dennoch glaube er, dass Moskau mit dem Vorschlag einverstanden sei.

Das sogenannte Viererformat wird sich heute in London erneut treffen. (Archivbild)

Update, 6:50 Uhr: Russische Luftabwehreinheiten haben über Nacht 67 ukrainische Drohnen zerstört. Dies berichtete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums.

Selenskyj trifft Verbündete in London – heute Gespräche über Friedensplan

Update, 5:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute zu Gesprächen in London erwartet. Bei den Beratungen, an denen Kanzler Friedrich Merz sowie der britische Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilnehmen, geht es um den aktuellen Stand des Friedensplans für ein Ende des Krieges in der Ukraine. Die USA und die Ukraine hatten am Wochenende darüber verhandelt. Selenskyj hatte sich nach eigenen Angaben zum Abschluss dazugeschaltet. Zwei entscheidende Punkte sind wohl noch zu klären: die Territorialfragen und die Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew führt laut Selenskyj konstruktive, aber schwere Gespräche über Friedensplan

Update, 8. Dezember, 4:55 Uhr: Die Gespräche mit den USA über einen Friedensplan für die Ukraine sind nach Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zwar konstruktiv, aber nicht einfach. „Die US-Vertreter kennen die grundlegenden ukrainischen Positionen“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Selenskyj hatte zuvor mit dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner telefoniert. Heute wird Selenskyj in London mit führenden Politikern aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland zusammentreffen. Weitere Gespräche soll es danach in Brüssel geben.

Update, 15:49 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte führen an der Front in Pokrowsk aktuell Such- und Angriffsoperationen durch. Das berichtet die Kyiv Post unter Berufung auf die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Demnach werden zusätzliche Logistikrouten nach Pokrowsk eingerichtet, um die ununterbrochene Lieferung aller notwendigen Güter für die Gefechte zu gewährleisten. Nach Angaben der ukrainischen Einsatzgruppe „Ost“ stoppten die Soldaten in der Region Pokrowsk im Verlauf des vergangenen Tages 45 russische Angriffe.

Update, 12.58 Uhr: Die Regierung in Moskau opfert regionale Entwicklung, Gesundheitswesen und Bildung in Russland, um weiterhin die Kosten für den Ukraine-Krieg tragen zu können. Das geht aus einem Hintergrundbericht von The Insider hervor. Vom 1. Januar 2026 sollen in Russland eine Reihe von Steueränderungen gelten, etwa ein erhöhter Mehrwertsteuersatz von 22 statt aktuell 20 Prozent – die erste größere Mehrwertsteuererhöhung seit 20 Jahren.

Die Neuerungen werden Russlands Wirtschaft „ernsthafte Probleme“ bereiten, prognostiziert der Bericht. Besonders hart würden Ballungsgebiete – Moskau, St. Petersburg, die Region Krasnodar – getroffen werden. Darüber hinaus sollen in einigen Regionen die Körperschaftsteuer und die Kfz-Gebühren erhöht. Das Finanzministerium beharrt darauf, dass die Wirtschaft mittelfristig von diesen Maßnahmen profitieren würde. Ökonomen sehen das anders. Mit einem solchen Haushalt sei der „Verfall des Humankapitals“ – durch die Unterfinanzierung von Bildung und Gesundheitswesen – „unvermeidlich“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Vsevolod Spivak zu The Insider.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Sprecher begrüßt umstrittene neue US-Sicherheitsstrategie

Update, 11.17 Uhr: Die neue nationale US-Sicherheitsstrategie hat Unbehagen in Europa ausgelöst. Denn sie attestiert einen wirtschaftlichen „Niedergang“ Europas und äußert Zweifel daran, dass einige europäische Länder wirtschaftlich und militärisch künftig stark genug seien, um „verlässliche Verbündete“ zu sein –Russland hingegen wird in dem Papier kaum erwähnt, jedenfalls nicht als Bedrohung.

Die Reaktion aus Moskau fällt auch dementsprechend aus: Kremlsprecher Dmitri Peskow lobte am heutigen Sonntag, die erfolgten Änderungen in der US-Strategie stünden „weitgehend in Übereinstimmung“ mit der Sichtweise Russlands. Das sagte er im staatlichen russischen TV-Sender Rossija. Wenige Stunden zuvor hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wiederum eine Liste von Verbündeten veröffentlicht, die er ausdrücklich lobt – auch Deutschland unter Kanzler Friedrich Merz ist darunter.

Ukraine-Krieg aktuell: Russische Drohnen treffen Krementschuk – Brand in Industriegebäude

Update, 7. Dezember, 10.58 Uhr: Russische Drohnen und Raketen haben die ukrainische Industriestadt Krementschuk angegriffen und dabei die Infrastruktur schwer beschädigt. Bürgermeister Witalij Malezkyj teilte mit, dass Strom und Wasser ausgefallen seien. In der Stadt befindet sich eine der größten Ölraffinerien der Ukraine.

Ein von Malezkyj veröffentlichtes Foto zeigt einen großen Brand in einem Industriegebäude, wie Reuters berichtet. Die Stadtverwaltung arbeitet daran, die Versorgung wiederherzustellen. Berichte über Opfer oder das genaue Ausmaß der Schäden liegen noch nicht vor.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift Infrastruktur massiv mit Drohnen und Raketen an

Erstmeldung: Kiew – Ungeachtet der Gespräche über eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg greift Russland weiterhin Ziele in der Ukraine an – mit massiven Angriffen aus der Luft. Im Kreis Krementschuk im zentralukrainischen Gebiet Poltawa wurden Militärgouverneur Wolodymyr Kohut zufolge mehrere Unternehmen des Energiesektors bei einem kombinierten Angriff mit Drohnen und Raketen attackiert. 

Bericht: Selenskyj führt „schwieriges Gespräch“ über Gebietsabtretungen

Laut einem US-Bericht dauerte das Telefongespräch von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner am Samstag (6. Dezember) zwei Stunden – und verlief „kompliziert“. „Die Diskussion über das Territorium war komplex“, sagte eine mit dem Gespräch vertraute Quelle dem Portal Axios.

Der Kreml fordere weiterhin den Abzug der ukrainischen Truppen aus den von Russland kontrollierten ukrainischen Gebieten, hieß es. Die USA bemühten sich in der Territorialfrage aber um „neue Lösungsansätze“. Ein weiterer großer Gesprächspunkt seien die US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine gewesen, schreibt Axios und berichtet auf Berufung auf seine Quellen, beide Seiten stünden kurz vor einer Einigung.

Ukraine-Krieg aktuell: Experte sieht neue Strategie in Bezug auf Putins Schattenflotte

Unterdessen hat die Kyiv Post mit einem Experten über die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf zwei russische Tanker im Schwarzen Meer gesprochen. Laut dem Russland-Strategen Glen Howard signalisiert er einen Kurswechsel: Kiew zielt nicht mehr nur darauf ab, die russische Marine zu schwächen, sondern zielt auf die finanzielle Infrastruktur, die Moskaus Kriegsanstrengungen ermöglicht.

Howard, Chef der Saratoga Foundation, erklärte demnach, der Drohnenangriff in der vergangenen Woche habe „den bisher deutlichsten Beweis“ geliefert, dass Kiew aktuell seinen Fokus von russischen Kriegsschiffen hin zu direkten Angriffen auf Russlands Wirtschaft verlagere. Dabei sprach er über Offshore-Dampfverarbeitungsanlagen, die es die es Tankern ermöglichen, Rohöl zu laden.

Im vergangenen halben Jahr seien mehrere dieser Anlagen durch ukrainischen Drohnen unbrauchbar gemacht worden, was „ein Novum in der Seekriegsführung“ sei, sagte er der Kyiv Post. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Toby Melville/Pool Reuters/AP/dpa

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