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Nail Akkoyun
Felix Durach
Felix Busjaeger
Christian Stör
Franziska Schwarz
Das Treffen in London ist beendet. Selenskyj bedankt sich bei den Partnern; weitere Gespräche sollen folgen. Der News-Ticker zur aktuellen Lage im Ukraine-Krieg.
Update, 9. Dezember, 5.56 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erneut kategorisch ausgeschlossen, russische Forderungen nach Gebietsabtretungen zu erfüllen. „Und wir haben auch nicht das moralische Recht dazu“, betonte Selenskyj am Montag (8. Dezember) bei einer Pressekonferenz in Kiew. Nach Angaben des Staatschefs habe seine Regierung nach ukrainischem Recht, der Landesverfassung sowie dem Völkerrecht keine juristische Handhabe für territoriale Zugeständnisse.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 22.35 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bestätigt, dass sein überarbeiteter Friedensplan konkrete Zusagen für die Rückholung entführter ukrainischer Kinder enthält. Der 20-Punkte-Strategie sieht auch den vollständigen Austausch aller Kriegsgefangenen vor, wie Selenskyj in einer Online-Pressekonferenz mitteilte.
Ukraine-Krieg aktuell: Europas Führung einigt sich auf Sicherheitspaket für Selenskyj
Update, 20:12 Uhr: Laut Selenskyj haben sich die europäischen Partner – inklusive Deutschland – auf ein Paket von Sicherheitsgarantien für die Ukraine geeinigt, aber nicht auf die exakten Maßnahmen. Die müssten noch geklärt werden. Entsprechende Sicherheitsgarantien sollen demnach greifen, falls Russland nach einem Waffenstillstand das Nachbarland erneut angreift. Dies erklärte der ukrainische Präsident auf einer Pressekonferenz, wie die Ukrainska Pravda berichtet.
Er fügte demnach hinzu: „Die stärksten Sicherheitsgarantien, die wir bekommen können, kommen von den USA.“ Es dürfe sich jedoch nicht „um leere Versprechungen, sondern um rechtlich bindende, vom US-Kongress genehmigte Garantien“ handeln.
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Verhandlungen im Ukraine-Krieg: Starmer will Belgien bei russischem Vermögen überzeugen
Update, 19:06 Uhr: Der britische Premier Keir Starmer betonte, ein Waffenstillstand im Ukraine-Krieg müsse gerecht und dauerhaft sein. Er will am Freitag den belgischen Regierungschef Bart De Wever in London empfangen. Belgien hat eine Schlüsselposition bei der Frage, ob in Europa eingefrorene russische Vermögenswerte an die Ukraine weitergereicht werden können, weil dort ein Großteil des russischen Geldes liegt. Bislang stellt sich die Regierung in Brüssel aber quer. Nun könnte man in London versuchen, Bewegung in die Sache zu bringen.
Treffen mit europäischen Spitzen: Weitere Ukraine-Gespräche sollen in den nächsten Tagen folgen
Update, 18:00 Uhr: Nach dem Treffen von Wolodymyr Selenskyj mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Macron und dem britischen Premier Starmer in London hat die französische Präsidentschaft weitere Beratungen in den nächsten Tagen in Aussicht gestellt. Die Begegnung habe es ermöglicht, „die gemeinsame Arbeit an dem US-Plan fortzusetzen“, erklärte der Elysée-Palast.
Der US-Plan solle „mit den europäischen Beiträgen in enger Abstimmung“ mit Kiew „vervollständigt“ werden, hieß es weiter. Die Arbeit werde derzeit „im Austausch zwischen Europäern, den USA und den Ukrainern“ von den nationalen Sicherheitsberatern vollendet, um „die Übereinstimmung in den nächsten Tagen zu stärken“.
Ukraine-Treffen in London: Selenskyj bedankt sich für Unterstützung
Update, 17:11 Uhr: Der ukrainische Präsident hat sich nach dem Treffen mit der E3-Gruppe für deren Unterstützung im Ukraine-Krieg bedankt. „Die Gewährleistung echter Sicherheit ist immer eine gemeinsame Herausforderung und erfordert gemeinsame Anstrengungen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!“, schrieb Selenskyj in einem Beitrag auf X. Dazu teilt der ukrainische Staatschef ein Bild von ihm mit Emmanuel Macron, Keir Starmer und Friedrich Merz.
Update, 16:22 Uhr: Die USA drängen bei den Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg offenbar weiter auf eine Aufgabe des Donbass durch Kiew. Ein hochrangiger europäischer Beamter berichtet gegenüber Politico, dass Washington darauf besteht, die Ukraine müsse die Region „so oder so“ verlassen, obwohl sich noch 30 Prozent in ukrainischer Hand befinden. „In der Territorialfrage sind die Amerikaner ganz einfach: Russland fordert von der Ukraine, Gebiete abzutreten, und die Amerikaner überlegen ständig, wie sie das erreichen können“, zitiert das Portal den Beamten.
Präsident Donald Trump äußerte sich am Sonntag frustriert über Wolodymyr Selenskyjs Haltung zu dem von den USA propagierten Friedensplan und erklärte: „Sein Volk liebt es, aber er hat es nicht gelesen.“ Die Ukraine beharrt darauf, den Ukraine-Krieg entlang der aktuellen Frontlinien einzufrieren, während Moskau die komplette Region fordert.
Ukraine-Krieg aktuell: Merz vor Treffen mit Selenskyj skeptisch über US-Vorschläge
Update, 15:32 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich skeptisch zu einzelnen Details der US-Vorschläge für einen Friedensplan im Ukraine-Krieg geäußert. Bei einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der E3-Staaten und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in London sagte der CDU-Politiker: „Über diese Details müsse man sprechen, darum sind wir hier.“
Die kommenden Tage könnten „eine entscheidende Zeit für uns alle“ werden, erklärte Merz. Gemeinsam mit Großbritanniens Premier Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigte er die deutsche Unterstützung für Kiew. „Das Schicksal dieses Landes ist das Schicksal Europas“, betonte der Kanzler.
Update, 14:56 Uhr: Außenminister Johann Wadephul fordert von China mehr Druck auf Russland, um zu erreichen, dass Moskau in ernsthafte Verhandlungen über ein Ende des Angriffskriegs gegen die Ukraine eintritt. „Wenn es ein Land auf der Welt gibt, welches starken Einfluss auf Russland hat, dann ist das China“, sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi in der Hauptstadt Peking. „Wir wünschen uns, wir erwarten, dass China diesen Einfluss auch nutzt“, verlangte der Bundesaußenminister.
Update, 13:47 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist nach den in London geplanten Gesprächen mit führenden europäischen Staats- und Regierungschefs weiter nach Brüssel. Wie NATO-Generalsekretär Mark Rutte mitteilte, will er Selenskyj am Abend in seiner Residenz empfangen. Eingeladen sind zudem EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa. Am Dienstag wird Selenskyj nach offiziellen Angaben aus Rom dann bei Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erwartet.
Update, 13:32 Uhr: Präsident Selenskyj hat sich zu dem „Friedensplan“ geäußert, nachdem US-Präsident Trump gesagt hatte, er sei etwas enttäuscht, dass der ukrainische Präsident den Vorschlag nicht gelesen habe. Gegenüber Bloomberg sagte der Ukrainer nun, dass einige Elemente des US-Plans weiterer Diskussionen über mehrere „sensible Themen“ bedürfen, darunter Sicherheitsgarantien für ein vom Krieg verwüstetes Land und die Kontrolle über die östlichen Regionen. „Es gibt unterschiedliche Sichtweisen der USA, Russlands und der Ukraine – und wir haben keine einheitliche Meinung zum Donbass“, sagte Selenskyj.
Reaktion auf Russland: Großbriannien verschärft Sicherheitsprogramm
Update, 12:16 Uhr: Wie Sky News berichtet, baut Großbritannien sein Programm „Atlantic Bastion“ aus, das den Schutz der Unterwasserinfrastruktur des Landes angesichts wachsender Bedrohungen durch Russland stärken soll. „Die Menschen sollten keinen Zweifel an den neuen Bedrohungen haben, denen Großbritannien und unsere Verbündeten unter Wasser ausgesetzt sind, wo Gegner Infrastrukturen ins Visier nehmen, die für unsere Lebensweise so entscheidend sind“, sagte der britische Verteidigungsminister John Healey angesichts der Gefahr.
Die jetzigen Maßnahmen seien „eine direkte Reaktion auf das Wiederaufleben russischer U-Boot- und Unterwasseraktivitäten“, erklärte das Verteidigungsmisterium.
Update, 10:45 Uhr: Die Auswirkungen der aktuellen Phase im Ukraine-Krieg treffen nun auch die Ausbildung der ukrainischen Soldaten. Wie Oleksandr Syrskyi, Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, mitteilt, soll die Sicherheit der Soldaten in den Ausbildungszentren während der militärischen Grundausbildung zu verstärken werden. „Wir verlagern die Ausbildung immer weiter weg von der Frontlinie und weisen Armeekorps Übungsplätzen in der Zentral- und Westukraine zu.“ Gleichzeitig betonte Syrskyi, dass der Bau und die Ausstattung von Schutzräumen in den Ausbildungszentren beschleunigt und unverzüglich in Angriff genommen werden müssen.
Informationen zum US-Friedensplan: Umierov kündigt Details an
Update, 9:47 Uhr: Der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Rustem Umierov, hat laut eigenen Angaben in den Vereinigten Staaten Informationen über das Treffen der amerikanischen Delegation mit russischen Beamten in Moskau erhalten. In den sozialen Medien schrieb Umierov, er plane, Präsident Wolodymyr Selenskyj am 8. Dezember umfassend über alle Aspekte des Dialogs mit der US-Seite sowie über alle Dokumente zu informieren. „Wir haben mehrere Tage lang in den Vereinigten Staaten mit General Andrii Hnatov und dem Team von Präsident Trump zusammengearbeitet. Ich bin dankbar für die konstruktive Arbeit.“
Update, 9:08 Uhr: Wie die ukrainische Luftwaffe mitteilt, hat Russland im Ukraine-Krieg seit dem Abend des 7. Dezember mit 149 Drohnen der Typen Shahed, Gerbera und anderer Typen angegriffen. Die ukrainische Luftverteidigung hat 131 Drohnen abgeschossen, einige trafen jedoch ihre Ziele. Insgesamt wurden im Laufe des vergangenen Tages 164 Kampfhandlungen auf dem Schlachtfeld registriert, wobei die Pokrovsk-Front am aktivsten war. Insgesamt haben ukrainische Streitkräfte 53 russische Angriffe abgewehrten.
Verluste im Ukraine-Krieg: Putins Armee verliert 810 Soldaten an einem Tag
Update, 8:30 Uhr: Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg bleibt weiter angespannt. Russlands Verluste steigen derweil weiter. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs auf Facebook hat Putins Armee im Verlauf des vergangenen Tages 810 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verletzt. Die gesamten Kampfverluste der russischen Streitkräfte zwischen dem 24. Februar 2022 und dem 8. Dezember 2025 werden inzwischen auf 1.181.680 geschätzt.
Zu den weiteren Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg zählen derweil unter anderem 11.403 Panzer und 23.689 gepanzerte Kampffahrzeuge. Zudem hat die russische Armee 34.917 Artilleriesysteme verloren.
Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Trump attackiert Selenskyj wegen US-Friedensplan
Update, 7:40 Uhr: Donald Trump hat Wolodymyr Selenskyj vorgeworfen, sich bisher nicht mit dem Ukraine-Plan der USA vertraut gemacht zu haben. Die USA hätten mit Kremlchef Wladimir Putin gesprochen und mit ukrainischen Vertretern, darunter Selenskyj, sagte Trump am Rande einer Gala im Kennedy Center. Er sei aber ein wenig enttäuscht, dass Präsident Selenskyj den Vorschlag noch nicht gelesen habe. Das sei der Stand von vor ein paar Stunden gewesen. Zugleich zeigte sich Trump davon überzeugt, dass Russland den Plan unterzeichnen würde. Russland würde wohl lieber das ganze Land haben, dennoch glaube er, dass Moskau mit dem Vorschlag einverstanden sei.
Update, 6:50 Uhr: Russische Luftabwehreinheiten haben über Nacht 67 ukrainische Drohnen zerstört. Dies berichtete die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums.
Selenskyj trifft Verbündete in London – heute Gespräche über Friedensplan
Update, 5:55 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wird heute zu Gesprächen in London erwartet. Bei den Beratungen, an denen Kanzler Friedrich Merz sowie der britische Premierminister Keir Starmer und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilnehmen, geht es um den aktuellen Stand des Friedensplans für ein Ende des Krieges in der Ukraine. Die USA und die Ukraine hatten am Wochenende darüber verhandelt. Selenskyj hatte sich nach eigenen Angaben zum Abschluss dazugeschaltet. Zwei entscheidende Punkte sind wohl noch zu klären: die Territorialfragen und die Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine.
Ukraine-Krieg aktuell: Kiew führt laut Selenskyj konstruktive, aber schwere Gespräche über Friedensplan
Update, 8. Dezember, 4:55 Uhr: Die Gespräche mit den USA über einen Friedensplan für die Ukraine sind nach Aussagen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zwar konstruktiv, aber nicht einfach. „Die US-Vertreter kennen die grundlegenden ukrainischen Positionen“, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Selenskyj hatte zuvor mit dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner telefoniert. Heute wird Selenskyj in London mit führenden Politikern aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland zusammentreffen. Weitere Gespräche soll es danach in Brüssel geben.
Update, 15:49 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte führen an der Front in Pokrowsk aktuell Such- und Angriffsoperationen durch. Das berichtet die Kyiv Post unter Berufung auf die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Demnach werden zusätzliche Logistikrouten nach Pokrowsk eingerichtet, um die ununterbrochene Lieferung aller notwendigen Güter für die Gefechte zu gewährleisten. Nach Angaben der ukrainischen Einsatzgruppe „Ost“ stoppten die Soldaten in der Region Pokrowsk im Verlauf des vergangenen Tages 45 russische Angriffe.
Update, 12.58 Uhr: Die Regierung in Moskau opfert regionale Entwicklung, Gesundheitswesen und Bildung in Russland, um weiterhin die Kosten für den Ukraine-Krieg tragen zu können. Das geht aus einem Hintergrundbericht von The Insider hervor. Vom 1. Januar 2026 sollen in Russland eine Reihe von Steueränderungen gelten, etwa ein erhöhter Mehrwertsteuersatz von 22 statt aktuell 20 Prozent – die erste größere Mehrwertsteuererhöhung seit 20 Jahren.
Die Neuerungen werden Russlands Wirtschaft „ernsthafte Probleme“ bereiten, prognostiziert der Bericht. Besonders hart würden Ballungsgebiete – Moskau, St. Petersburg, die Region Krasnodar – getroffen werden. Darüber hinaus sollen in einigen Regionen die Körperschaftsteuer und die Kfz-Gebühren erhöht. Das Finanzministerium beharrt darauf, dass die Wirtschaft mittelfristig von diesen Maßnahmen profitieren würde. Ökonomen sehen das anders. Mit einem solchen Haushalt sei der „Verfall des Humankapitals“ – durch die Unterfinanzierung von Bildung und Gesundheitswesen – „unvermeidlich“, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Vsevolod Spivak zu The Insider.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Sprecher begrüßt umstrittene neue US-Sicherheitsstrategie
Update, 11.17 Uhr: Die neue nationale US-Sicherheitsstrategie hat Unbehagen in Europa ausgelöst. Denn sie attestiert einen wirtschaftlichen „Niedergang“ Europas und äußert Zweifel daran, dass einige europäische Länder wirtschaftlich und militärisch künftig stark genug seien, um „verlässliche Verbündete“ zu sein –Russland hingegen wird in dem Papier kaum erwähnt, jedenfalls nicht als Bedrohung.
Die Reaktion aus Moskau fällt auch dementsprechend aus: Kremlsprecher Dmitri Peskow lobte am heutigen Sonntag, die erfolgten Änderungen in der US-Strategie stünden „weitgehend in Übereinstimmung“ mit der Sichtweise Russlands. Das sagte er im staatlichen russischen TV-Sender Rossija. Wenige Stunden zuvor hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wiederum eine Liste von Verbündeten veröffentlicht, die er ausdrücklich lobt – auch Deutschland unter Kanzler Friedrich Merz ist darunter.
Ukraine-Krieg aktuell: Russische Drohnen treffen Krementschuk – Brand in Industriegebäude
Update, 7. Dezember, 10.58 Uhr: Russische Drohnen und Raketen haben die ukrainische Industriestadt Krementschuk angegriffen und dabei die Infrastruktur schwer beschädigt. Bürgermeister Witalij Malezkyj teilte mit, dass Strom und Wasser ausgefallen seien. In der Stadt befindet sich eine der größten Ölraffinerien der Ukraine.
Ein von Malezkyj veröffentlichtes Foto zeigt einen großen Brand in einem Industriegebäude, wie Reuters berichtet. Die Stadtverwaltung arbeitet daran, die Versorgung wiederherzustellen. Berichte über Opfer oder das genaue Ausmaß der Schäden liegen noch nicht vor.
Ukraine-Krieg aktuell: Russland greift Infrastruktur massiv mit Drohnen und Raketen an
Erstmeldung: Kiew – Ungeachtet der Gespräche über eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg greift Russland weiterhin Ziele in der Ukraine an – mit massiven Angriffen aus der Luft. Im Kreis Krementschuk im zentralukrainischen Gebiet Poltawa wurden Militärgouverneur Wolodymyr Kohut zufolge mehrere Unternehmen des Energiesektors bei einem kombinierten Angriff mit Drohnen und Raketen attackiert.
Bericht: Selenskyj führt „schwieriges Gespräch“ über Gebietsabtretungen
Laut einem US-Bericht dauerte das Telefongespräch von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit den US-Vertretern Steve Witkoff und Jared Kushner am Samstag (6. Dezember) zwei Stunden – und verlief „kompliziert“. „Die Diskussion über das Territorium war komplex“, sagte eine mit dem Gespräch vertraute Quelle dem Portal Axios.
Der Kreml fordere weiterhin den Abzug der ukrainischen Truppen aus den von Russland kontrollierten ukrainischen Gebieten, hieß es. Die USA bemühten sich in der Territorialfrage aber um „neue Lösungsansätze“. Ein weiterer großer Gesprächspunkt seien die US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine gewesen, schreibt Axios und berichtet auf Berufung auf seine Quellen, beide Seiten stünden kurz vor einer Einigung.
Ukraine-Krieg aktuell: Experte sieht neue Strategie in Bezug auf Putins Schattenflotte
Unterdessen hat die Kyiv Post mit einem Experten über die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf zwei russische Tanker im Schwarzen Meer gesprochen. Laut dem Russland-Strategen Glen Howard signalisiert er einen Kurswechsel: Kiew zielt nicht mehr nur darauf ab, die russische Marine zu schwächen, sondern zielt auf die finanzielle Infrastruktur, die Moskaus Kriegsanstrengungen ermöglicht.
Howard, Chef der Saratoga Foundation, erklärte demnach, der Drohnenangriff in der vergangenen Woche habe „den bisher deutlichsten Beweis“ geliefert, dass Kiew aktuell seinen Fokus von russischen Kriegsschiffen hin zu direkten Angriffen auf Russlands Wirtschaft verlagere. Dabei sprach er über Offshore-Dampfverarbeitungsanlagen, die es die es Tankern ermöglichen, Rohöl zu laden.
Im vergangenen halben Jahr seien mehrere dieser Anlagen durch ukrainischen Drohnen unbrauchbar gemacht worden, was „ein Novum in der Seekriegsführung“ sei, sagte er der Kyiv Post. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)
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