Ukraine Verlierer, Putin Gewinner?

Details von Trumps Friedensplan liegen vor: So wollen die USA das Kriegsende erzwingen

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Donald Trump legt einen Plan zum Ende des Ukraine-Kriegs vor und fordert eine schnelle Reaktion. Wird die Ukraine Zugeständnisse an Putin akzeptieren?

Update, 18.33 Uhr: Die USA sollen vorhaben, Russland dazu aufzufordern, das Recht der Ukraine auf eine eigene Armee und Verteidigungsindustrie anzuerkennen – als Teil eines Friedensabkommens im Ukraine-Krieg. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach werde erwartet, dass Donald Trumps US-Gesandter Steve Witkoff die Forderung beim nächsten Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kommunizieren wird.

Ende des Ukraine-Kriegs: Details zu Donald Trumps Friedensplan

Erstmeldung: Washington, D. C./Kiew – Der Plan von US-Präsident Donald Trump, der den Ukraine-Krieg beenden soll, ist nun offenbar bekannt. Berichten zufolge legten die USA der Ukraine in der vergangenen Woche bei Verhandlungen in Paris ein einseitiges Dokument vor. Trump erwartet bereits am Mittwoch (23. April) eine Antwort von Wolodymyr Selenskyj, dem Präsidenten der Ukraine, heißt es.

Details von Trumps Friedensplan liegen vor: So wollen die USA das Kriegsende erzwingen.

Trump präsentiert Plan zum Ende des Ukraine-Konflikts

Die Ukraine müsste erhebliche Zugeständnisse machen, um den Krieg zu beenden. Denn Trump plant offenbar, Russland sehr konkrete Vorteile zu gewähren, während die Angebote an die Ukraine unklar bleiben.

Laut dem News-Portal Axios äußert sich die ukrainische Regierung kritisch zu Trumps Friedensplan: „Der Vorschlag sagt sehr deutlich, welche konkreten Vorteile Russland erhält, aber nur vage und allgemein, was die Ukraine bekommen wird“, so eine anonyme Quelle aus Selenskyjs Umfeld.

Trump unterbreitet Vorschläge zum Frieden in der Ukraine – Zugeständnisse an Putin

Der finale Plan von Trump, der den Ukraine-Krieg beenden soll, enthält laut Axios mehrere Zugeständnisse an Wladimir Putin. Diese Informationen stammen von Quellen, die direkten Einblick in Trumps Pläne haben sollen.

  • Offizielle Anerkennung der Krim als Teil von Russland durch die USA. Die ukrainische Halbinsel ist seit 2014 völkerrechtswidrig von Russland besetzt.
  • Inoffizielle Anerkennung der russischen Kontrolle über fast alle von Russland besetzten Gebiete in der Ukraine. Dies sind die besetzten Gebiete Donezk, Cherson und Saporischschja sowie ein Großteil des Gebiets Luhansk. Alle vier Regionen annektierte das Regime von Putin im Herbst 2022 völkerrechtswidrig im Zuge des Ukraine-Kriegs.
  • Die Ukraine soll kein Nato-Mitglied werden dürfen. Der Europäischen Union soll die Ukraine laut Trumps Friedensplan aber beitreten dürfen.
  • Aufhebung der Sanktionen gegen Russland, die seit 2014 bestehen.
  • Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA, vor allem im Industrie- und Energiebereich.

Putin hat laut einem Bericht der Financial Times vom Dienstag angeboten, die russische Invasion in der Ukraine an den aktuellen Frontlinien zu stoppen. Solche konkreten Zusagen hatte der russische Präsident bisher nicht gemacht. Dennoch bleiben die Ukraine und europäische Politiker skeptisch, da Russland angeblich auch eine dreitägige Waffenruhe über Ostern gebrochen haben soll.

Trump strebt Frieden an: Angebote an Selenskyj zur Beendigung des Ukraine-Kriegs

Auch der Ukraine will Trump mit seinem Friedensplan Angebote unterbreiten, um den Krieg zu beenden. Das Portal Axios nennt unter Berufung auf seine anonyme Qelle die folgenden Punkte:

  • Eine Sicherheitsgarantie für die Ukraine, an der Truppen europäischer Länder und möglicherweise auch außereuropäische Gruppen teilnehmen sollen. Wie diese Friedensmission in der Ukraine genau aussehen soll, sei vage, auch eine Beteiligung von US-Truppen bliebe unerwähnt. Laut New York Post sieht Trumps Plan die Stationierung einer sogenannten „Resilienztruppe“ vor.
  • Die Ukraine erhält den Teil der Oblast Charkiw zurück, den Russland derzeit besetzt hat.
  • Die Ukraine erhält Hilfe beim Wiederaufbau und Entschädigungen. Genau Angaben zur Finanzierung soll das Trump-Dokument nicht enthalten.
  • Die Ukraine kann ungehindert den Fluss Dnipro passieren, der in der Südukraine teils entlang der Front verläuft.

Das russische Außenministerium hat bereits ein Veto gegen europäische Friedenstruppen eingelegt: Jegliche westliche Truppenpräsenz in der Ukraine werde nicht akzeptiert. Putins Vize-Außenminister Alexander Gruschko bezeichnete eine Entsendung von Truppen als „völlig unangemessen und absurd“.

Einzelheiten aus Trumps Friedensplan: USA streben Abkommen mit Russland und der Ukraine an

Weitere Details aus dem Friedensplan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sollen sein:

  • Zwischen der Ukraine und der USA soll ein Deal über seltene Erden in der Ukraine getroffen werden. Laut Donald Trump soll der Mineraliendeal am Donnerstag (24. April) unterschrieben werden.
  • Die USA sollen das größte ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja betreiben, um das seit Beginn des Ukraine-Kriegs gekämpft wird. Das Territorium des AKW soll ukrainisch sein. Sowohl die Ukraine als auch Russland sollen von dem Kernkraftwerk mit Strom versorgt werden.

Trump unterbreitet Putin und Selenskyj Vorschläge zur Beendigung des Ukraine-Kriegs

Ob Wladimir Putin Trumps Friedensplan zustimmen wird, ist noch unklar. Ebenso bleibt offen, ob der Plan tatsächlich dauerhaften Frieden in der Ukraine bringen kann oder ob Putin nur Zeit gewinnen will, um seine Armee zu stärken und später erneut anzugreifen.

Der Plan soll während eines vierstündigen Treffens zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Putin am 11. April ausgehandelt worden sein. Witkoff plant, noch in dieser Woche erneut nach Moskau zu reisen, um weitere Verhandlungen zu führen, wie das Weiße Haus am Dienstag mitteilte.

Trump kündigte zudem an, nach Italien zur Beerdigung von Papst Franziskus zu reisen. Putin wird aufgrund seiner drohenden Verhaftung nicht anwesend sein, sodass es in Rom nicht zu einem Treffen zwischen Putin und Trump während dessen zweiter Amtszeit kommen wird.

Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern

Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird.
Am 24. Februar 2022 befahl Wladimir Putin den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine. Setdem ist er nicht nur Präsident Russlands, sondern Kriegsherr – auch wenn in Russland der Ukraine-Krieg nach offizieller Lesart nur eine militärische „Spezialoperation“ genannt wird. © Mikhail Klimentyev/Imago
Wladmir Putin mit Flottenchef Kurojedow
Von 1975 bis 1982 war der am 7. Oktober 1952 geborene Putin KGB-Offizier, von 1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau. Ab 1985 war er in der DDR tätig, hauptsächlich in Dresden. Danach ging es wieder zurück nach St. Petersburg. Vom 25. Juli 1998 bis August 1999 war Putin Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB. In dieser Eigenschaft traf er sich im November 1998 mit Flottenchef Wladmir Kurojedow (rechts). © Stringer/dpa
So sah Wladimir Putin im Alter von 40 Jahren aus, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm.
Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt Wladimir Putin im Jahr 1992 im Alter von 40 Jahren, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm. Zwei Jahre später wurde er von einem der Vizebürgermeister zum ersten Vizebürgermeister der Stadt ernannt. Sein politischer Aufstieg nahm Formen an. © Russian Look/IMAGO
Dieses Foto zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Jahr 1994 in seinem Büro. Damals war er 42 Jahre alt und Vizebürgermeister von St. Petersburg.
In seinem ersten Jahr als erster Vizebürgermeister der Stadt St. Petersburg im Jahr 1994 wurde Wladimir Putin in seinem Büro fotografiert. Damals war er 42 Jahre alt. Von körperlichen Beschwerden aus dieser Zeit ist nichts bekannt. Putin war zudem bereits seit seiner Jugend sportlich und ging unter anderem dem Kampfsport Judo nach, in dem er sich einen Schwarzen Gurt verdiente. © Russian Look/IMAGO
Drei Jahre später enstand dieses Foto von Wladimir Putin zusammen mit Anatoly Sobchak, ehemaliger Bürgermeister von St. Petersburg.
Dieses Foto entstand drei Jahre später, 1997, und zeigt Wladimir Putin – damals 45 Jahre alt – zusammen mit Anatoly Sobchak, dem ehemaligen Bürgermeister von St. Petersburg. © Russian Look/IMAGO
Wladimir Putin mit Boris Jelzin im Kreml.
Im Jahr 1999 übernahm Putin zum ersten Mal das Amt des Ministerpräsidenten – mit Option auf die Nachfolge von Präsident Boris Jelzin (links). Als Jelzin am 31. Dezember 1999 sein Amt niederlegte, übernahm Putin kommissarisch auch die Amtsgeschäfte des Präsidenten. Im Mai 2000 wurde Putin dann regulär zum Präsidenten Russlands gewählt. © dpa
Im Jahr 2000 wurde Putin zum ersten Mal Präsident der Russichen Föderation. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin.
Im Jahr 2000 wurde Wladimir Putin erstmals zum Präsidenten der Russischen Föderation gewählt. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Berlin. Die Beiden sollte im weiteren Verlauf eine innige Freundschaft verbinden, die auch über Schröders politische Karriere hinaus Bestand hatte. © Thomas Imo/IMAGO
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen.
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen. © Mikhail Metzel/Imago
Am 7. Mai 2000 legte Putin seinen Amtseid ab.
Am 7. Mai 2000 legte Putin unter den Augen von Boris Jelzin seinen Amtseid ab. Mit einer Ausnahme einer Zeit als Regierungschef von 2008 bis 2012 hat Putin seither das Amt des Präsidenten der Russischen Föderation inne.  © Imago
Wladimir Putin und Bill Clinton bei der Unterzeichnung eines Vertrages in New York.
Im September 2000 führte Putin der Weg in die USA. Bill Clinton (rechts) war der erste US-Präsident, mit dem er es in den kommenden Jahren zu tun bekam. in seiner Mit dem damals noch amtierenden US-Präsidenten B © Imago
Mit einer Umarmung begrüßen sich Gerhard Schröder und Wladmir Putin im Foyer des Taschenbergpalais in Dresden.
Als Russlands Präsident reiste Putin im September 2001 zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Im Foyer des Taschenbergpalais in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden begrüßte ihn auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (links). Die beiden verstanden sich offensichtlich schon damals ausnehmend gut. Die Freundschaft hat auch heute noch Bestand. © Jan-Peter Kasper/dpa
Der schwarze Labrador von Wladimir Putin läuft beim Treffen seines Herrchens mit Angela Merkel durchs Zimmer.
Putin spielt gerne psychologische Spielchen – so auch 2007 mit Kanzlerin Angela Merkel. Bei ihrem Treffen in Sotschi am Schwarzen Meer ließ Putin während einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Labradorhündin ohne Leine herumlaufen. Merkel, einst in ihrer Jugend von einem Hund gebissen worden, fühlte sich sichtlich unwohl.  © Dmitry Astakhov/dpa
George Bush und Wladimir Putin spazieren auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei.
George W. Bush (rechts) war der zweite US-Präsident, mit dem es Putin zu tun bekam. Im April 2008 trafen sich beiden Staatschefs auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei. © Imago
Wladimir Putin neuer russischer Regierungschef.
Am 7. Mai 2008 löste Dmitri Medwedew nach zwei Amtszeiten Putin im Amt des russischen Präsidenten ab. Einen Tag danach wählte die Duma Putin auf Vorschlag des neuen Präsidenten zum neuen Regierungschef. Putin blieb auch in dieser Position der starke Mann. © dpa
Im Jahr 2009 ließ sich Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend zur Demonstration von Macht fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt.
Im Jahr 2009 ließ sich Wladimir Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt. Mit solchen Fotos pflegte Putin sein Macho-Image. Er wollte er laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ Wirkung in der russischen Bevölkerung erzielen und auch international demonstrieren, dass er ein starker Gegner ist. © epa Alexey Druzhinyn
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben.
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben. Das gilt für Reiten wie offenbar auch fürs Angeln. © Aleksey Nikolskyi/Imago
Putin und Obama stoßen miteinander an.
Am 7. Mai 2012 wurde Putin erneut zum Präsidenten gewählt. Sein Verhältnis zu US-Präsident Barack Obama war von Distanz geprägt. Das war auch im September 2015 bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in New York der Fall.  © Amanda Voisard/dpa
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause.
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause. © Alexei Nikolsky/Imago
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam.
Als Donald Trump die US-Wahl 2016 gegen Hillary Clinton gewann, hatte Russland wohl seine Hände mit im Spiel. Putin hatte sicher seinen Grund. Mit Donald Trump kam er jedenfalls gut zurecht. Im November 2017 begrüßten sie sich Familienfoto im Rahmen des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Da Nang (Vietnam) herzlich.  © Mikhail Klimentyev/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping (r) und der russische Präsident Wladimir Putin (l) geben sich am 04.07.2017 im Kreml in Moskau (Russland) bei einem Gespräch die Hände
Unter Putin sind sich Russland und China zuletzt immer nähergekommen. Ein wichtiger Termin war der 4. Juli 2017, als der chinesische Präsident Xi Jiping im Kreml in Moskau zu Besuch war. Damals wurden mehrere Verträge und Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin und Olaf Scholz am Tisch im Kreml.
So pflegt Putin inzwischen seine Gäste zu empfangen – vor allem die aus dem Westen. Am 15. Februar 2022 reiste Kanzler Olaf Scholz nach Moskau. Damals hatte der Ukraine-Krieg noch nicht begonnen. Putin ließ sich von Scholz aber nicht beeindrucken. © Kremlin Pool/Imago
Wladimir Putin im Kreml.
Putin forcierte in seiner dritten Amtszeit die kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit dem 21. März 2014 betrachtet Russland die Krim als Teil des eigenen Staatsgebiets, seit September 2015 unterstützt die russische Luftwaffe im Militäreinsatz in Syrien den syrischen Präsidenten Assad im dortigen Bürgerkrieg.  © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin (links) und Joe Biden schütteln sich bei ihrem Treffen in der „Villa la Grange“ die Hand.
Anlässlich der Genfer Gipfelkonferenz traf sich Putin am 16. Juni 2021 mit US-Präsident Joe Biden zu einem Gespräch. Schon damals waren die russischen Truppenaufmärsche an der Grenze zur Ukraine ein Thema. © Denis Balibouse/dpa
Wladimir Putin lacht
Genutzt hat das Gipfelgespräch wenig. Am 24. Februar 2022 begann mit dem Einmarsch der russischen Truppen ins Nachbarland der Ukraine-Krieg. Putin wusste es wohl schon in Genf.  © Denis Balibouse/dpa
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen.
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen. © Alexei Nikolsky/Imago

Ukraine-Verhandlungen in London: Trump und Selenskyjs Gesandte diskutieren über Kriegsende

Trumps Friedensplan und eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg werden voraussichtlich auch bei den internationalen Verhandlungen am Mittwoch (23. April) in London thematisiert. Teilnehmer sind unter anderem die Ukraine, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und die USA. Der US-Außenminister Marco Rubio hat seine Teilnahme jedoch abgesagt, und auch der Sondergesandte Steve Witkoff wird wohl nicht anwesend sein.

Stattdessen wird der Ukraine-Gesandte Keith Kellogg voraussichtlich nach London reisen. Deutschland wird durch Jens Plötner, den außen- und sicherheitspolitischen Berater des Bundeskanzlers, und Günter Sautter, den Politischen Direktor im Auswärtigen Amt, vertreten.

Verhandlungen über das Kriegsende: Selenskyj schlägt Waffenstillstand vor

Die Ukraine plant, bei dem Treffen in London vor allem über einen 30-tägigen Waffenstillstand mit Russland zu sprechen, anstatt über Trumps Friedensplan. Dies berichtet Axios unter Berufung auf einen anonymen US-Beamten. Selenskyj hatte die 30-tägige Waffenruhe in der vergangenen Woche vorgeschlagen.

Nach dem letzten Treffen in Paris drohten Trump und sein Außenminister Rubio, die USA könnten ihre Friedensbemühungen einstellen, falls es nicht bald zu einer Einigung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs kommt. (smu)

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