Kurz vor Bundestagswahl

Debatte im Bundestag: Kühnert erinnert Merz in letzter Rede an Adenauer – Tumulte bei Weidel-Auftritt

  • schließen
  • Jekaterina Jalunina
    Jekaterina Jalunina
    schließen

Letzte Debatte: Im Bundestag werfen sich Scholz und Merz kurz vor der Bundestagswahl Unfähigkeit vor – auch Habeck wird deutlich. Die AfD sorgt für Tumulte.

Zusammenfassung: Die letzte Bundestagssitzung ist beendet, in wenigen Wochen wird bei der Bundestagswahl ein neuer Bundestag gewählt. Die letzte Debatte war geprägt von scharfen Attacken der Fraktionen. Besonders hart gerungen, haben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und sein Herausforderer Friedrich Merz von der Union. Der SPD-Politiker warf Merz vor, mit seinen Migrationsplänen die europäische Integration zu gefährden. „Friedrich Merz tritt an, Europa zu Grabe zu tragen“, sagte er. Damit stelle er auch das „stolze Erbe“ der früheren CDU-Kanzler Konrad Adenauer, Helmut Kohl und Angela Merkel infrage. Im Umgang mit der AfD warf er dem CDU-Vorsitzenden „unverantwortliche Zockerei“ vor. 

Letzte Debatte im Bundestag live: Scholz und Merz attackieren sich gegenseitig

Auch Friedrich Merz ging in den Angriff über und konterte dem Bundeskanzler: „Was war das denn? 25 Minuten abgelesene Empörung über den Oppositionsführer. Herzlichen Glückwunsch, Herr Bundeskanzler.“ Der SPD-Kanzlerkandidat verwechsele die Bundestagssitzung wohl mit einem Juso-Bundeskongress. Der CDU-Chef versprach erneut, dass die Union nicht mit der AfD koalieren werde. Und er bot allen Parteien der „demokratischen Mitte“ für die Zeit nach der Wahl am 23. Februar die Zusammenarbeit an, um extreme Kräfte von links und rechts zurückzudrängen. 

Doch nicht nur Merz und Scholz lieferten sich heftige Wortgefechte. FDP-Chef Christian Lindner zeigte sich erschüttert über das Auftreten von Scholz und Merz zuletzt auch im TV-Duell am Sonntag. „Es ist eine erschreckende Aussicht, dass Sie beide das Land miteinander alleine regieren könnten“, sagte er. Robert Habeck (Grüne) widmete sich hingegen in seine Rede überwiegende dem Klimaschutz. „Wir können kein Land haben, das regiert wird von Leuten, die Sorge haben, Probleme anzufassen.“ Die Welt werde es verkraften, wenn die USA zeitweise aus dem globalen Klimaschutz ausstiegen. Wenn dies aber Deutschland tue, werde Europa seine Ziele nicht einhalten können.

Letzte Debatte im Bundestag live: Nach Bundestagswahl soll es nur noch 630 Abgeordnete geben

Der erbitterte Schlagabtausch von Scholz und Merz bestimmte die letzte Debatte des 20. Bundestags, der sich nach dem Bruch der Ampel-Koalition im November etwa sieben Monate früher auflöst als geplant. Spätestens 30 Tage nach der Wahl am 23. Februar wird er vom 21. Bundestag abgelöst, der dann deutlich kleiner sein wird. Das neue, von der Ampel-Koalition beschlossene Wahlrecht begrenzt die Größe auf 630 Abgeordnete. Bei der Wahl 2021 waren noch 736 Abgeordnete in den Bundestag eingezogen.

Debatte im Bundestag live: Die letzte Sitzung im Überblick

Update, 12.54 Uhr: Die Sitzung ist geschlossen – und damit der 20. Bundestag endgültig Geschichte. Mit mahnenden Worten entließ Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) die Abgeordneten in den Wahlkampf.

Update, 12.40 Uhr: Letzter Live-Auftritt von Kevin Kühnert im Bundestag: Der frühere Generalsekretär der SPD scheidet aus dem Bundestag nach der Bundestagswahl 2025 aus. Er spreche deswegen nicht als Wahlkämpfer, betont der Sozialdemokrat zu Beginn seiner Rede. Er zeigte sich besorgt darüber, dass die Union im Kampf gegen Rechts nicht mehr uneingeschränkt zu früheren Überzeugungen stehen würden. Frühere Unionspolitiker wie Konrad Adenauer hätten für ihren Abgrenzungskurs nicht immer Applaus bekommen, aber sie hätten darum gerungen, mahnte Kühnert und forderte mehr gemeinsame Anstrengungen gegen den aktuellen Rechtsruck. Kühnert kandidiert nicht mehr für den kommenden Bundestag. Er zieht sich aus Gesundheitsgründen aus der Politik zurück.

Kevin Kühnert machte in seiner letzten Rede im Bundestag dem CDU-Kanzlerkandidaten Friedrich Merz schwere Vorwürfe.

Bundestag live: Wagenknecht bezeichnet Scholz als „Kanzler des Abstiegs“

Update, 12.10 Uhr: Nach einer dreistündigen Debatte zur Situation in Deutschland im Bundestag darf sich jetzt auch die Linke äußern. Heidi Reichinnek kritisiert fehlende Verlässlichkeit in der Wirtschaftspolitik. „Das ständige Hin und Her ist Gift für die Wirtschaft und unser Land“, sagt sie und fordert eine bessere Rentenpolitik. Es sei schändlich, dass viele Rentnerinnen und Rentner ihren Enkeln kein Eis kaufen könnten. Da die Linke nach der Abspaltung vom BSW nur noch einen Gruppenstatus besitzt, ist die Redezeit begrenzt – ähnlich wie bei Sahra Wagenknecht, die direkt auf Reichinnek folgt. Die BSW-Chefin nennt Scholz einen „Kanzler des Abstiegs“.

Weidel sorgte bei der letzten Debatte vor der Bundestagswahl für einen Grünen-Eklat – Wagenknecht nennt Scholz den „Kanzler des Abstiegs“.

Bundestag live: Aussprache zur Generaldebatte läuft – Dobrindt nennt Regierung einen „Trümmerhaufen“

Update, 11.41 Uhr: Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2025 tobt zwischen Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Friedrich Merz (CDU). Doch Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat beiden Empathielosigkeit vorgeworfen. Beide Kontrahenten würden sich dabei überbieten, Bürgergeldempfängern mit den härtesten Sanktionen zu drohen. Aber sie vernachlässigten in ihren Überlegungen die mehr als eine Million Kinder, die über ihre Eltern ebenfalls im Arbeitslosensystem festhängen würden. Ebenso kämen Alleinerziehende zu kurz. „Die Wahrheit ist“, sagte Dröge, „dass die Mehrheit nicht über 200.000 Euro verdient.“

Update, 11.13 Uhr: Nach den Hauptrednern darf jetzt die zweite Reihe in der Bundestagsdebatte ran. Laut Unionsvizefraktionschef Alexander Dobrindt (CSU) steht Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit seiner rot-grünen Regierung vor einem „Trümmerhaufen“ seiner Politik. Er giftet vor allem gegen eine verfehlte Migrationspolitik und gibt dem Regierungsbündnis die Schuld für den Aufstieg der AfD zur zweitstärksten Kraft in den Umfragen. „Das ist ihr Teufelswerk“, brüllt er in das Plenum hinein. Zuvor war SPD-Chef Lars Klingbeil am Rednerpult. Er hatte umgekehrt Friedrich Merz vorgeworfen, im Deutschen Bundestag einen Tabubruch begangen zu haben, als er das Zustrombegrenzungsgesetz zusammen mit den Stimmen der Rechtspopulisten habe durchbringen wollen.

Heute live im Bundestag: Alice Weidel (AfD) greift in Generaldebatte die Grünen an

Update, 10.52 Uhr: Die Nächste am Rednerpult in der Live-Debatte des Bundestages: Alice Weidel. Die AfD-Politiker gibt sich in ihrer Rede betont staatstragend. Langsam sprechend wirft sie der Regierung ein Scheitern vor. Vor allem gegen die Grünen leistet sie sich Spitzen. „Was machen Sie hier eigentlich?“, fragt sie in die Reihen der Öko-Partei und sagt dann: „Gehen Sie arbeiten.“ Die empörten Zwischenrufe findet sie dann auch noch als störend. Zumindest beschwert sie sich bei Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und fordert eine Ermahnung, doch die kontert kühl: „Das können sie ja auch ihren eigenen Leuten sagen.“

Letzter Auftritt im Bundestag? Christian Lindner (FDP) nutzt Live-Debatte noch mal für Abrechnung

Update, 10.33 Uhr: In der letzten Debatte im Bundestag vor der Bundestagswahl darf jetzt Christian Lindner (FDP) ran. Für den früheren Finanzminister in der Ampel-Koalition könnte es einer der letzten Reden vor dem Plenum sein. Nach aktuellen Umfragen kämpfen die Liberalen mit der Fünf-Prozent-Hürde. Seinen möglichen letzten Auftritt nutzt er für Angriffe auf seine früheren Koalitionspartner. Lindner wirft Habeck vor, keine Ahnung von der Finanzierbarkeit seiner Klimaschutzpläne vor. Und Scholz? Dieser lebe in einem „Paralleluniversum“, ätzt Lindner, der im November vergangenen Jahres vom Kanzler aus der Regierung gefeuert worden war. Lindner wirbt in seiner Rede um Bürokratieabbau und mehr Technologieoffenheit.

Debatte live im Bundestag: Habeck nennt CSU-Minister „Vögel“

Update, 10.08 Uhr: Nach dem Schlagabtausch von Scholz gegen Merz tritt jetzt Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) live ans Rednerpult des Bundestages. Zu Beginn seiner Rede bezieht er sich auf das TV-Duell am Sonntag. Leider habe in dem Auseinandertreffen vom Kanzler und seinem Herausforderer einer gefehlt – und zwar „die Zukunft“, sagt Habeck. Weder bei Scholz noch bei Merz komme der Klimaschutz nennenswert vor, sagt der Wirtschaftsminister.

Habeck wirft insbesondere der Union „Bummeligkeit“ vor. „Ich will ja diesen freundlichen Vormittag nicht zerstören“, legt Habeck los und schießt sich auf die vergangenen Bundesminister aus der Union ein: Ramsauer, Dobrindt und Scheuer. „Es sind die gleichen Vögel, die uns jetzt sagen, wir müssten die Ölheizungen optimieren, um damit weltmarktfähig zu sein.“ Dies sei fahrlässig, da Deutschland den Anschluss an fortschrittliche Technologie verlieren würde, wenn das Land nicht mutig voranschreite. Zugleich wirft er ihnen die Vernachlässigung von Bildungsthemen vor.

Debatte jetzt live im Bundestag: Merz wettert gegen Scholz – und wirft ihm Egoismus vor

Update, 10.04 Uhr: Friedrich Merz möchte sich zur AfD äußern. Doch im Plenarsaal wird es sofort laut. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas muss aufgrund der heftigen Zwischenrufe eingreifen und um Ruhe bitten. Nachdem die Situation sich beruhigt hat, betont Merz: „Mit der CDU wird es keine Zusammenarbeit mit der AfD geben.“ Auch der Kanzler sei darüber informiert. Es handle sich um einen Popanz, der aufgebaut werde. Scholz versuche, den Menschen ständig Angst einzujagen. In der vergangenen Woche war die Union in die Kritik geraten. Sie wollte zwei Migrationsanträge und das Zustrombegrenzungsgesetz mit Unterstützung der AfD durch das Parlament bringen.

Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler

Friedrich Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon geboren.
Friedrich Merz wird am 11. November 1955 in Brilon im Hochauerlandkreis (NRW) geboren. Er wächst in einer juristisch geprägten Familie auf, sein Vater Joachim Merz war als Richter am Landgericht Arnsberg tätig und seine Mutter Paula Merz hat als Hausfrau die Familie unterstützt. Diese familiären Hintergründe prägen Merz‘ frühes Interesse an Recht und Politik, was ihn dazu motiviert, sich später in der politischen Arena zu engagieren. © Imago
Luftbild des Gymnasiums Petrinum in Brilon, wo Friedrich Merz seine Schulzeit verbrachte und 1975 das Abitur ablegte.
Friedrich Merz besucht das Gymnasium Petrinum in Brilon, wo er 1975 das Abitur ablegt. In dieser Zeit entwickelt er eine Leidenschaft für Debatten und politische Themen, die ihn nachhaltig prägen. Später sagt er, dass ihn die Werte wie Disziplin und Engagement, die ihm von seinen Eltern vermittelt wurden, durch seine schulische Laufbahn begleitet hätten und so den Grundstein für seine spätere Karriere in der Politik legten. © Hans Blossey/Imago
Friedrich Merz studierte unter anderem an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Jura.
Nach dem Abitur 1975 absolviert Friedrich Merz sein Jurastudium an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Philipps-Universität Marburg, das er 1982 mit dem Ersten juristischen Staatsexamen abschließt. © Dominik Bund/Imago
Friedrich Merz leistet seinen Wehrdienst von Juli 1975 bis September 1976 bei der Artillerietruppe der Bundeswehr in Kusel.
Friedrich Merz leistet seinen Wehrdienst von Juli 1975 bis September 1976 bei der Artillerietruppe der Bundeswehr in Kusel, wo er den Fahnenjunker-Lehrgang absolviert. © Imago
Friedrich Merz ist seit 1986 verheiratet und Vater von drei Kindern.
Seit 1981 ist Friedrich Merz mit Charlotte Merz verheiratet. Das Paar hat drei gemeinsame Kinder. Familie spielt für den CDU-Chef eine zentrale Rolle in seinem Leben, und er betont oft die Bedeutung von familiären Werten und Zusammenhalt.  © Imago
1989 wird Friedrich Merz erstmals in das Europäische Parlament gewählt, wo er sich vor allem für wirtschaftliche Themen starkmacht.
1989 wird Friedrich Merz erstmals in das Europäische Parlament gewählt, wo er sich vor allem für wirtschaftliche Themen starkmacht. © Jean-Francois Badias/dpa
Als Bundestagsabgeordneter von 1994 bis 2009 etabliert sich Merz als einflussreiche Stimme der CDU.
Als Bundestagsabgeordneter von 1994 bis 2009 etabliert sich Merz als einflussreiche Stimme der CDU, insbesondere durch sein Engagement für wirtschaftliche Reformen, die Förderung von Unternehmensgründungen und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Er setzt sich erfolgreich für die Senkung der Unternehmenssteuern ein, um Investitionen zu fördern. Hier ein Archivbild mit Merz (links) und Peter Struck (rechts, SPD) im Bundestag. © Imago
Friedrich Merz gilt als ein prominentes Mitglied des wirtschaftsliberalen Flügels der CDU und setzt sich seit langem für wirtschaftliche Deregulierungen und Privatisierungen ein.
Friedrich Merz gilt als ein prominentes Mitglied des wirtschaftsliberalen Flügels der CDU und setzt sich seit langem für wirtschaftliche Deregulierungen und Privatisierungen ein. In den 2000er Jahren unterstützte er die Agenda 2010 und sprach sich unter anderem für Einschränkungen bei Sozialleistungen aus. Auch im Jahr 2020 plädierte er dafür, nach der Krise staatliche Leistungen zu überprüfen und betonte die Unterstützung erfolgreicher Unternehmen. Merz wird oft als Befürworter der Trickle-down-Ökonomie angesehen, die davon ausgeht, dass der Wohlstand der Reichen letztlich auch den Ärmeren zugutekommt. © Michael Gstettenbauer/Imago
Merz wird 2000 zum Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt und übernimmt eine Schlüsselrolle in der Opposition.
Merz wird 2000 zum Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt und übernimmt eine Schlüsselrolle in der Opposition. © Martin Schutt/dpa
Friedrich Merz und Angela Merkel hatten über die Jahre hinweg ein komplexes und spannungsreiches Verhältnis innerhalb der CDU.
Das Verhältnis zwischen Friedrich Merz und Angela Merkel (Bundeskanzlerin a. D.) ist während ihrer Amtszeit ambivalent. Während Merz als Kritiker von Merkels Kurs in der Flüchtlingspolitik und ihrer wirtschaftlichen Ausrichtung gilt, schätzt er ihre Fähigkeit, die CDU über viele Jahre hinweg zu führen und die Partei in schwierigen Zeiten zu stabilisieren. Das Bild zeigt Merz, wie er im Jahr 2000 Angela Merkel zu ihrer Wahl zur neuen Vorsitzenden der CDU gratuliert. Merkel war die erste Frau an der Spitze der Christdemokraten. © Michael Jung/dpa
In den letzten Jahren hat sich das Verhältnis zwischen Merz und Merkel weiterentwickelt, insbesondere nachdem Merz 2022 zum CDU-Vorsitzenden gewählt wurde.
In den letzten Jahren hat sich das Verhältnis zwischen Merz und Merkel weiterentwickelt, insbesondere nachdem Merz 2022 zum CDU-Vorsitzenden gewählt wurde. Trotz ihrer unterschiedlichen Ansichten über die Zukunft der CDU betont Merz, dass er die Errungenschaften von Merkels Kanzlerschaft anerkenne und die Partei in einer Weise führen möchte, die sowohl ihre Traditionen respektiert als auch neue Wege geht, um die Wählerschaft zu verjüngen. Im Jahr 2021 fand zur Verabschiedung von Merkel der Große Zapfenstreich statt. © Imago
Von 2016 bis 2018 war Friedrich Merz als Senior Advisor für BlackRock tätig, eine der größten Investmentgesellschaften der Welt
Nach einer politischen Pause von 2009 bis 2018 arbeitet Friedrich Merz als Lobbyist und Rechtsanwalt, unter anderem für die Investmentgesellschaft BlackRock, und knüpft wichtige Kontakte zu führenden Unternehmen und Entscheidungsträgern in der Finanz- und Wirtschaftswelt. Von 2016 bis 2018 war er als Senior Advisor für BlackRock tätig, eine der größten Investmentgesellschaften der Welt, wo er seine Expertise in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen einbrachte. Diese Rolle wird kritisch betrachtet: Seine politischen Gegner befürchten, dass seine Verbindungen zur Finanzwelt zu Interessenkonflikten führen könnten, insbesondere in Bezug auf seine politischen Entscheidungen und die Wahrnehmung der CDU als wirtschaftsfreundliche Partei. Seine Kritiker argumentieren, dass Merz dadurch die Unabhängigkeit der politischen Entscheidungen gefährden könnte, während er gleichzeitig für eine Partei steht, die sich für die Belange der breiten Bevölkerung einsetzen sollte. © Bernd Von Jutrczenka/dpa
2018 kehrt Friedrich Merz in die Politik zurück und kandidiert für den CDU-Parteivorsitz, um die Partei wieder in die politische Mitte zu führen.
2018 kehrt Friedrich Merz in die Politik zurück und kandidiert für den CDU-Parteivorsitz, um die Partei wieder in die politische Mitte zu führen und ihre Wählerschaft zu verjüngen. Mit seiner Rückkehr zeigt er Ambitionen, die CDU als starke Oppositionskraft zu positionieren und eine klare wirtschaftsfreundliche Agenda zu verfolgen. © Imago
Merz‘ politische Reden sind geprägt von einer Mischung aus Tradition und modernen Ansätzen.
Merz‘ politische Reden sind geprägt von einer Mischung aus Tradition und modernen Ansätzen. Er betont traditionelle Werte wie die soziale Marktwirtschaft, den Schutz der Familie und die Bedeutung von Sicherheit und Ordnung, die in der CDU verwurzelt sind. Gleichzeitig zeigt er moderne Ansätze, indem er Themen wie Digitalisierung, Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund stellt und innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen präsentiert. Merz plädiert für eine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik, die sowohl wirtschaftliches Wachstum als auch ökologische Nachhaltigkeit berücksichtigt, und spricht sich für eine stärkere Einbindung junger Menschen in politische Entscheidungsprozesse aus. © Kay Nietfeld/dpa
Den Kampf um den CDU-Parteivorsitz 2018 verliert Friedrich Merz gegen Annegret Kramp-Karrenbauer.
Den Kampf um den Parteivorsitz verliert Friedrich Merz gegen Annegret Kramp-Karrenbauer. Das Verhältnis zwischen Merz und Kramp-Karrenbauer ist von einer Mischung aus politischer Konkurrenz und respektvollem Austausch geprägt. Nachdem Kramp-Karrenbauer 2018 als Nachfolgerin von Angela Merkel zur CDU-Vorsitzenden gewählt wurde, stellte Merz eine ernsthafte Herausforderung für ihre Führung dar, was zu Spannungen innerhalb der Partei führte. Trotz dieser Rivalität betonen beide Politiker die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs und einer gemeinsamen Linie für die Zukunft der CDU, um die Partei nach den Herausforderungen der letzten Jahre zu stärken. © dpa
Bei der Bundestagswahl 2021 wird Merz erneut Abgeordneter und zeigt, dass er in der politischen Arena nicht vergessen ist.
Bei der Bundestagswahl 2021 wird Merz erneut Abgeordneter und zeigt, dass er in der politischen Arena nicht vergessen ist. Hier bei einem Wahlkampfauftritt mit dem damaligen Bundeskanzlerkandidaten der CDU, Armin Laschet (links). © Henning Kaiser/dpa
2022 wird Merz zum Bundesvorsitzenden der CDU gewählt und übernimmt die Verantwortung für die Neuausrichtung der Partei
2022 wird Friedrich Merz zum Bundesvorsitzenden der CDU gewählt und übernimmt die Verantwortung für die Neuausrichtung der Partei, die sich auf eine stärkere wirtschaftliche Ausrichtung, eine klare Haltung zu Migration und Integration sowie die Stärkung der inneren Sicherheit konzentriert. Unter seiner Führung wurden erste Schritte zur Reform der Parteistrukturen und zur Ansprache jüngerer Wähler umgesetzt, während die CDU versucht, sich von den Verlusten der vorherigen Wahlen zu erholen. Auf dem Foto ist Merz bei einem Parteitag im Oktober 2022 in Augsburg zu sehen. © Christof Stache/dpa
Als CDU-Parteivorsitzender betont Merz die Bedeutung von wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Gerechtigkeit.
Als CDU-Parteivorsitzender betont Merz die Bedeutung von wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Gerechtigkeit, indem er argumentiert, dass eine stabile Wirtschaft die Grundlage für Wohlstand, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit ist. Er hebt hervor, dass wirtschaftliche Stabilität notwendig ist, um Investitionen zu fördern, Innovationen voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im globalen Markt zu sichern, während gleichzeitig soziale Gerechtigkeit durch gezielte Förderprogramme für benachteiligte Gruppen gewährleistet werden muss. © Rolf Vennenbernd/dpa
Während seiner Amtszeit als CDU-Vorsitzender wird Friedrich Merz mit internen Konflikten und Herausforderungen konfrontiert, insbesondere mit Spannungen zwischen moderaten und konservativen Flügeln der CDU sowie mit der Kritik an seiner Strategie zur Wählergewinnung.
Während seiner Amtszeit als CDU-Vorsitzender wird Friedrich Merz mit internen Konflikten und Herausforderungen konfrontiert, insbesondere mit Spannungen zwischen moderaten und konservativen Flügeln der CDU sowie mit der Kritik an seiner Strategie zur Wählergewinnung. Um diese Konflikte zu lösen, setzt Merz auf einen Dialog innerhalb der Partei, fördert die Einbindung verschiedener Strömungen und organisiert regelmäßige Treffen, um gemeinsame Positionen zu finden. Zudem stärkt er die Kommunikation mit der Basis, um das Vertrauen in die Parteiführung wiederherzustellen und ein einheitliches Auftreten der CDU zu gewährleisten. Hier zu sehen bei einem Statement der CDU/CSU-Bundestagsfraktion nach der fraktionsoffenen Sitzung auf der Fraktionsebene im Februar 2022. © Frederic Kern/Imago
Friedrich Merz nutzt gerne das Bild des „Bierdeckels“, um zu verdeutlichen, dass politische Ideen und Konzepte klar und verständlich vermittelt werden müssen.
Friedrich Merz nutzt gerne das Bild des „Bierdeckels“, um zu verdeutlichen, dass politische Ideen und Konzepte klar und verständlich vermittelt werden müssen. Er fordert eine Politik, die sich an den Bedürfnissen der Bürger orientiert und komplexe Themen so aufbereitet, dass sie für jeden nachvollziehbar sind. Diese Ansprache zielt darauf ab, das Vertrauen in die Politik zu stärken und die Bürger aktiv in den politischen Diskurs einzubeziehen. © Branscheid/ photothek.net/Imago
Friedrich Merz setzt sich für eine klare politische Linie ein, die sich auf wirtschaftliche Stabilität, soziale Marktwirtschaft und eine restriktive Migrationspolitik konzentriert.
Friedrich Merz setzt sich für eine klare politische Linie ein, die sich auf wirtschaftliche Stabilität, soziale Marktwirtschaft und eine restriktive Migrationspolitik konzentriert. Er betont die Notwendigkeit von Reformen im Steuerrecht, um Unternehmen zu entlasten, und spricht sich für eine stärkere Integration von Migranten aus, während er gleichzeitig die Sicherheit und Ordnung in Deutschland priorisiert, um die CDU wieder als verlässliche Mitte-Rechts-Partei zu positionieren. Hier ist Merz bei einer Rede zu sehen, die er bei den Future Days des deutschen Mittelstandes Ende Oktober 2024 gehalten hat. © Imago
Friedrich Merz spricht sich für eine klare Haltung gegenüber Migration und Integration aus.
Friedrich Merz spricht sich für eine klare Haltung gegenüber Migration und Integration aus, indem er betont, dass eine kontrollierte Zuwanderung notwendig ist, um die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen in Deutschland zu erhalten. Er fordert eine striktere Regelung des Asylrechts und eine schnellere Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig distanziert sich Merz von der AfD, indem er deren populistische Ansätze kritisiert und betont, dass die CDU eine verantwortungsvolle und sachliche Migrationspolitik verfolgen muss, die sowohl die Interessen der deutschen Bevölkerung als auch die der Migranten berücksichtigt. © Patrick Pleul/dpa
Im September 2024 wird Merz als Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl 2025 nominiert, nachdem er sich in einem internen Wettkampf gegen Markus Söder (links, CSU)durchsetzt.
Im September 2024 wird Merz als Kanzlerkandidat der Union für die Bundestagswahl 2025 nominiert, nachdem er sich in einem internen Wettkampf gegen Markus Söder (links, CSU)durchsetzt. Merz konnte sich durch seine klare wirtschaftspolitische Agenda und seine Fähigkeit, die Partei zu einen, profilieren, während Söder mit internen Konflikten und einer weniger klaren Positionierung zu kämpfen hatte. © Frank Hoermann/Sven Simon/dpa
Merz betont die Notwendigkeit von Reformen innerhalb der CDU, um die Wählerschaft zu verjüngen und eine moderne, zukunftsorientierte Partei zu etablieren.
Merz betont die Notwendigkeit von Reformen innerhalb der CDU, um die Wählerschaft zu verjüngen und eine moderne, zukunftsorientierte Partei zu etablieren. Er schlägt unter anderem vor, die Parteistrukturen zu modernisieren, die Mitgliederbeteiligung zu erhöhen und gezielte Programme zur Ansprache junger Wähler zu entwickeln. Im Wahlkampf 2025 setzt Merz auf eine aktive Nutzung sozialer Medien wie Instagram, Twitter und TikTok, um jüngere Wähler anzusprechen und seine politischen Ideen zu verbreiten, wobei er Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung und soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund stellt. © Bode/Imago
Im aktuellen Bundestagswahlkampf zeigt sich Friedrich Merz in seiner Rolle als Kanzlerkandidat, der die CDU in eine neue Ära führen will.
Im Bundestagswahlkampf zeigt sich Friedrich Merz in seiner Rolle als Kanzlerkandidat, der die CDU in eine neue Ära führen will. Er polarisiert, indem er einerseits von seinen Unterstützern für seine klare wirtschaftliche Agenda, seine Fähigkeit zur Parteieinheit und seine modernen Ansätze in der Politik gelobt wird. Andererseits kritisieren Gegner, dass seine Verbindungen zur Finanzwelt und seine strikte Haltung zu Migration und Integration zu einem Verlust an sozialer Sensibilität führen könnten. Unterstützer sehen in ihm einen starken Führer, der die CDU revitalisieren kann, während Kritiker befürchten, dass er die Partei weiter nach rechts drängt und damit die Wählerschaft spaltet. © Chris Emil Janssen/Imago
Bundestag - Kanzlerwahl
Die Union gewinnt die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 – muss sich aber mit gerundet 28,5 Prozent der Stimmen begnügen. Für die CDU (22,6 %) war es das zweitschlechteste Abschneiden in der Geschichte der Bundesrepublik, für die CSU (6,0 %) das drittschlechteste. Es kommt zu einer schwarz-roten Koalition. Doch die Wahl zum Kanzler verläuft holprig. Er verpasst zunächst die nötige Mehrheit und wird erst im zweiten Durchgang zum zehnten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Erster Gratulant ist sein Vorgänger Olaf Scholz. © Christoph Soeder/dpa
Merz, Macron, Starmer und Tusk in Kiew
Wenige Tage nach der Wahl zum Kanzler setzt Merz ein erstes Zeichen. Zusammen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer reist er mit dem Zug nach Kiew. Dort kommt noch Polens Regierungschef Donald Tusk dazu. Gemeinsam beraten sie mit Präsident Wolodymyr Selenskyj über den Weg zu einer Friedenslösung im Ukraine-Krieg. „Wir arbeiten gemeinsam darauf hin, dass Russland sich endlich auf einen längeren Waffenstillstand einlässt, statt immer wieder neue Vorbedingungen zu stellen“, sagt Merz - und betont: „Wir stehen fest und bleiben fest an der Seite der Ukraine.“ © Kay Nietfeld/dpa

Update, 9.43 Uhr: Offener Schlagabtausch im Bundestag: Nach harten Attacken von Olaf Scholz (SPD) auf die Opposition zu Beginn der letzten Plenumssitzung vor der Bundestagswahl ist jetzt Friedrich Merz (CDU) dran. „Was war das denn?“, fragt der Unionskanzlerkandidat provokant in Richtung der Regierungsbank. Mit einer abgelesenen Rede habe der Kanzler eine halbe Stunde die Opposition beschimpft, weil er keine anständige Regierungsbilanz vorlegen könnte. Es sei unanständig, was der Kanzler mache. Es seien immer nur die anderen an den Krisen schuld. „Ich, ich, ich, ich habe alles richtig gemacht“, ätzte Merz in Richtung Scholz weiter. Nur alle anderen hätten wohl die Klugheit und die Intelligenz dieses Bundeskanzlers noch nicht verstanden. „Das nimmt ihnen in Deutschland keiner mehr ab“, rief Merz unter dem Applaus der Opposition.

Live im Bundestag: Scholz spricht Merz die Eignung als Kanzler ab

Update, 9.32 Uhr: Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl 2025 hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Bürger auf schwierige Zeiten eingestimmt. „Der Wind weht derzeit von vorn. Und die Wahrheit ist: Das wird sich in den kommenden Jahren auch nicht grundlegend ändern“, sagte der SPD-Politiker in der letzten Sitzung des Bundestags in dieser Wahlperiode und verwies dabei auf die Belastungen durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Probleme der Wirtschaft, die Inflation und die soeben von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle. Er verspreche den Bürgerinnen und Bürgern nicht das Blaue vom Himmel, betonte er. Während er sich als besonnen und führungsstark bezeichnete, sprach er seinem Herausforderer Friedrich Merz die Eignung als Kanzler ab.

Update, 9.11 Uhr: Mit harten Angriffen auf die Opposition hat Olaf Scholz als erster Redner die letzte Plenarsitzung im Bundestag vor der Bundestagswahl eröffnet. Der Kanzler sprach seinem Herausforderer Friedrich Merz (CDU) die Eignung als Kanzler ab. Der Unionspolitiker sei wankelmütig und „orientierungslos“ in den Krisen, denen Deutschland ausgesetzt sei. Als Beispiel nannte Scholz den Streit um die Lieferung des Marschflugkörpers Taurus. Erst sei Merz für die Lieferung an die Ukraine gewesen, dann wieder dagegen, dann wieder dafür. „Diese ständigen Kehrtwenden haben System und passieren ihnen immer wieder“, sagte Scholz.

Erstmeldung: Berlin – Weniger als zwei Wochen vor der Bundestagswahl gibt es an diesem Dienstag (9.00 Uhr) im Bundestag noch einmal einen Schlagabtausch. Daran nehmen auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) teil. Anlass ist eine sogenannte vereinbarte Debatte im Parlament, also eine Debatte, die zwischen den Fraktionen ausgemacht wurde, um die politische Lage in Deutschland zu beleuchten. Dafür sind rund drei Stunden eingeplant.

Es wird erwartet, dass die Rednerinnen und Redner aller Fraktionen die Themen Asyl und Migration ansprechen, aber auch die Wirtschaftslage und die soziale Lage in Deutschland thematisieren. Neben Auftritten von Merz und Scholz sind Reden unter anderem von SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt vorgesehen. Es ist die letzte geplante Sitzung des Bundestags vor der Wahl am 23. Februar. In den Umfragen liegt die Union mit Merz deutlich vor der SPD mit Scholz.

Letzte Debatte im Bundestag: Gedenken an Köhler – Kevin Kühnert mit einem möglichen Auftritt erwartet

Nachdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Bundestag nach dem Zerfall der Ampel-Koalition aufgelöst hat, kommt das Parlament nun zu seiner letzten Sitzung zusammen. Vor der Debatte gedenkt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) dem kürzlich verstorbenen Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler.

Laut Informationen des Spiegel könnte Kevin Kühnert der heimliche Star des Tages werden. Demnach wird der ehemalige SPD-Generalsekretär voraussichtlich eine Rede im Parlament halten. Es wäre sein erster großer Auftritt, seit er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.

Merz und Scholz haben in ihrem ersten TV-Duell vor mehr als zwölf Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern über den künftigen Kurs des Landes diskutiert. Scholz, dessen SPD in den Umfragen weit hinter CDU/CSU liegt, zeigte sich am Sonntagabend kämpferisch und versuchte, Merz in Bedrängnis zu bringen. Dieser ließ sich aber meist nicht in die Defensive treiben. Einen klaren Gewinner gab es einer ersten Umfrage zufolge nicht.

Das Aufeinandertreffen im Fernsehstudio war geprägt von harten Auseinandersetzungen insbesondere zur Migrationspolitik, dem Umgang mit der AfD und zur Wirtschaftspolitik. Spitzenpolitiker von SPD und Union erklärten ihre jeweiligen Kandidaten nach dem TV-Duell erwartungsgemäß zum Sieger. In einer Umfrage für das ZDF gleich nach dem Duell gaben 37 Prozent der Befragten an, Scholz habe sich besser geschlagen. Bei Merz waren es 34 Prozent. (dpa/jal)

Rubriklistenbild: © Screenshot ARD (2)

Kommentare