Zweikampf der Kanzlerkandidaten

Blitz-Umfrage zum TV-Duell „Merz vs. Scholz“ zeigt klaren Sieger – „Sieht nach Koalitionsverhandlungen aus“

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Ein letztes Mal vor der Bundestagswahl duellieren sich Olaf Scholz und Friedrich Merz. Wer geht als Gewinner aus dem TV-Duell? Erste Reaktionen.

Update, 18.09 Uhr: Nach dem TV-Duell zwischen Friedrich Merz und Olaf Scholz hat CDU-Generalsekretär eine Aussage des Unions-Kanzlerkandidaten eingeordnet. Merz hatte eine Erhöhung der Mehrwertsteuer im Rededuell von Welt und Bild nicht klar ausgeschlossen, sondern auf mögliche Koalitionsverhandlungen verwiesen. Linnemann ruderte nun zurück und versicherte, dass die Union aus CSU und CDU keine Steuererhöhungen dulden würden. „Da sind wir sehr klar. Steht ja auch im Wahlprogramm, dass wir jetzt die Steuern nicht erhöhen.“

Update, 16.22 Uhr: Die Kandidatinnen und Kandidaten der vier größten Parteien kommen heute Abend zur „Schlussrunde“ von ARD und ZDF zusammen. Kurz vor der Bundestagswahl am Sonntag können Olaf Scholz (SPD), Friedrich Merz (CDU), Robert Habeck (Grüne) und Alice Weidel (AfD) noch einmal versuchen, die Menschen in Deutschland von ihren Ideen zu überzeugen. Die Debatte startet um 20 Uhr im TV und im Livestream in der Mediathek von ARD und ZDF.

Update, 13.27 Uhr: Das Scholz-Merz-TV-Duell im Welt-Sender haben etwa 660.000 Menschen verfolgt, was einem Marktanteil von 2,7 Prozent des Gesamtpublikums entspricht, wie der Branchendienst DWDL meldet. Gemessen an den Einschaltquoten des vorherigen TV-Duells der beiden seien diese Zahlen „etwas ernüchternd“, heißt es bei DWDL weiter.

Bundestagswahl 2025: Von „Tünkram“ bis zum „Tor zur Hölle“ – denkwürdige Zitate aus dem Wahlkampf

Bundestag - Vertrauensfrage
„Fritze Merz erzählt gern Tünkram“ – SPD-Kanzler Scholz am 16. Dezember zu Vorwürfen von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), der Amtsinhaber sei bei Debatten auf EU-Ebene passiv und melde sich nicht zu Wort. „Tünkram“ ist Plattdeutsch und bedeutet dummes Zeug oder Unsinn. © Michael Kappeler/dpa
Olaf Scholz, Wahlparteitag SPD
„Manch einer hat uns schon abgeschrieben. Das kann unsere sozialdemokratische Partei mit über 160 Jahren Kampferfahrung aber überhaupt nicht beeindrucken.“ – SPD-Ko-Chefin Saskia Esken (rechts) beim Parteitag am 11. Januar in Berlin zu den schwachen Umfragewerten für die Sozialdemokraten und der Hoffnung auf eine Aufholjagd bis zur Wahl. © Imago
Nach Todesfahrt auf Weihnachtsmarkt in Magdeburg-Rechte Proteste
„Wenn es dann Remigration heißen soll, dann heißt es eben Remigration.“ – AfD-Kanzlerkandidatin Alice Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa zur Aufnahme des umstrittenen Begriffs in das Wahlprogramm, der im rechten Spektrum für die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationshintergrund steht. © dpa
AfD-Bundesparteitag in Riesa
„Wenn wir am Ruder sind, wir reißen alle Windkraftwerke nieder. Nieder mit diesen Windmühlen der Schande!“ – AfD-Kanzlerkandidatin Weidel beim Parteitag am 11. Januar in Riesa. © Sebastian Kahnert/dpa
Habeck liest aus seinem neuen Buch
„Ich war nicht gut in Rechtschreibung früher und hatte einen leichten Schlag in Richtung Legasthenie.“ – Der Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck räumt am 12. Januar ein, als Schüler eine Rechtschreibschwäche gehabt zu haben. Habeck thematisierte bei der „Wahlarena“ des „Mannheimer Morgen“ in Mannheim seine Schulzeit und persönliche Schwächen. © Kay Nietfeld/dpa
Wahlplakate in Wiesbaden - SPD
„Es gibt, glaube ich, keinen Kanzler in der Bundesrepublik, der sich so im Detail in Gesetze eingemischt hat, damit sie pragmatisch werden.“ – Olaf Scholz zieht am 13. Januar eine positive Bilanz seines Wirkens als Regierungschef. „Es sind unglaublich viele Entscheidungen getroffen worden, die ohne meine Intervention gar nicht zustande gekommen wären“, sagte er den NRW-Lokalradios. © Arne Dedert/dpa
Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg
„Das Maß ist endgültig voll.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz am 23. Januar nach dem Messerangriff von Aschaffenburg auf eine Kindergartengruppe mit zwei Toten, den ein Geflüchteter aus Afghanistan begangen haben soll. © Daniel Vogl/dpa
Demo gegen Rechts - Berlin
„Ich gucke nicht rechts und nicht links. Ich gucke in diesen Fragen nur geradeaus.“ – Merz am 24. Januar bei der Ankündigung, für Anträge zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag auch eine Mehrheit mit AfD-Unterstützung zu tolerieren. Die Menschen sehen das kritisch und gehen auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demonstration zur Migrationspolitik - Berlin
„Die Brandmauer bröckelt.“ – Die AfD-Fraktion am 29. Januar im Online-Dienst X zur bisher geltenden Abgrenzung der CDU von der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei, nachdem erstmals mit ihrer Hilfe ein Unionsantrag eine Mehrheit im Bundestag erhalten hat. © Sebastian Gollnow/dpa
209. Bundestagssitzung: Heidi Reichinnek, Linke
„Allen politischen Differenzen zum Trotz hätte ich mir niemals vorstellen können, dass eine christlich-demokratische Partei diesen Dammbruch vollzieht und mit Rechtsextremen paktiert.“ – Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, am 29. Januar im Bundestag in ihrer viral gegangenen Rede zum mit AfD-Stimmen verabschiedeten Unionsantrag. © Imago
Bundestag - Regierungserklärung
„Und deshalb, finde ich, kann ich ihm nicht mehr trauen.“ – Kanzler Olaf Scholz über das Verhalten von Friedrich Merz am 29. Januar 2025. Das sei „wahrscheinlich ein ganz bedeutender Tag in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ gewesen, sagte Scholz in der ARD-Sendung „Maischberger“. Die Union habe einen Konsens aufgekündigt, den es die ganze Nachkriegsgeschichte über unter den Demokraten in Deutschland gegeben habe.  © Kay Nietfeld/dpa
Demonstration fuer die Brandmauer und gegen die CDU
„Für falsch halte ich es, (…) sehenden Auges erstmalig bei einer Abstimmung im Deutschen Bundestag eine Mehrheit mit den Stimmen der AfD zu ermöglichen.“ – Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert am 30. Januar das Vorgehen von Merz. © Matthias Gränzdörfer/Imago
Wahlkampf Grüne - Berlin
„Tun Sie es nicht, Herr Merz.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck appelliert am 28. Januar eindringlich an Unionsfraktionschef Friedrich Merz, keine gemeinsame Sache mit der AfD zu machen.  © Christoph Soeder/dpa
Sitzung, Bundestag, Plenum
„Das Tor zur Hölle können wir noch gemeinsam schließen.“ – SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am 31. Januar in der Bundestagsdebatte über eine angekündigte Zustimmung der AfD auch zu einem Migrationsgesetz der Union. Dieses scheiterte aber letztlich auch an fehlender Unterstützung aus der Union. © Bernd Elmenthaler/Imago
Bundestag
„Ich bin mit mir persönlich sehr im Reinen, dass wir es wenigstens versucht haben.“ – Merz am 31. Januar nach dem Scheitern seines Gesetzentwurfs zur Verschärfung der Migrationspolitik im Bundestag, obwohl auch dieser von den AfD-Abgeordneten geschlossen unterstützt wurde. © Kay Nietfeld/dpa
Nach tödlichem Angriff in Aschaffenburg - Trauerfeier
„Diese Woche hat die Union klargemacht, dass es ihr ernst ist. Und damit ist die Glaubwürdigkeit auch eines neuen Bundeskanzlers Friedrich Merz enorm gestiegen.“ – CSU-Chef Markus Söder sieht am 2. Februar die Position der Union nach den umstrittenen Abstimmungen zur Migrationspolitik im Bundestag deutlich gestärkt.  © Daniel Vogl/dpa
Bundesparteitag der CDU - Friedrich Merz + Markus Söder
„Mit den Grünen ist kein Richtungswechsel und keine Koalition möglich.“ – CSU-Chef Markus Söder anlässlich des CDU-Parteitags am 3. Februar auf X. © Imago
Wahlkampf – ZDF-Livesendung "Schlagabtausch"
„Wie dumm kann man sein zu sagen, man macht Sanktionen, um Russland zu schaden. Am Ende schaden wir vor allem unserer Wirtschaft.“ – BSW-Chefin Sahra Wagenknecht am 6. Februar in einer ZDF-Wahlrunde zu ihrer Forderung nach einer Wiederaufnahme der Gaslieferungen aus Russland. © Christoph Soeder/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Wir können auf die FDP keine Rücksicht nehmen.“ – Merz am 7. Februar, nachdem er mögliche Wähler der in Umfragen weiterhin schwächelnden FDP aufgerufen hat, ihre Stimme der Union zu geben. © Kay Nietfeld/dpa
FDP Bundesparteitag
„33 oder 31 Prozent für die CDU machen keinen Unterschied, aber vier oder sechs Prozent für die FDP ändern maßgeblich das Gefüge in der Bundesrepublik.“ – FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner reagiert beim Sonderparteitag in Potsdam am 9. Februar auf die Aussage von Merz. © Michael Kappeler/dpa
Scholz und Merz im TV-Duell
„Was ist Bubatz?“ – Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz kann am 9. Februar mit dem Begriff „Bubatz“ nichts anfangen. Auf dem Live-Streaming-Portal Twitch antwortete Merz nach dem TV-Duell bei ARD und ZDF mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) auf die Frage, ob „Bubatz“ legal bleibe: „Bleibt was legal?“ Daraufhin entgegnete die Moderatorin: „Bubatz“. Merz’ Replik: „Was ist Bubatz?“ Die Moderatorin: „Gras.“ Merz sagte dann: „Also wenn Sie meinen, Cannabis, dann sage ich: Nein, wir wollen das wieder korrigieren.“ © Kay Nietfeld/dpa
Kundgebung "Brandmauer statt Brandstiftung"
„Friedrich Merz tritt an, Europa zu Grabe zu tragen“ – Kanzler Scholz am 11. Februar in der letzten Plenardebatte des Bundestags vor der Wahl mit Blick auf Merz’ Pläne, Geflüchtete an den Grenzen zu den EU-Nachbarn zurückzuweisen. © Fabian Sommer/dpa
TV-Runde im Bundestagswahlkampf
„Weil ich dieses animalische Grunzen der AfD-Fraktion voraussehen konnte, möchte ich einordnen, worüber wir reden, wenn wir Klimaschutz sagen.“ – Grünen-Spitzenkandidat Robert Habeck reagiert in einer Rede im Bundestag am 11. Februar auf Zwischenrufe der AfD, nachdem er den Klimaschutz als drängendste Aufgabe der Zukunft bezeichnet hat. © Kay Nietfeld/dpa
Bundestag
„Wir werden möglicherweise miteinander reden müssen.“ – Unions-Kanzlerkandidat Merz wendet sich in seiner Plenarrede am 11. Februar im Bundestag an die SPD – und nimmt dabei eine mögliche Koalitionsoption für die Zeit nach der Wahl in den Blick. © Kay Nietfeld/dpa
ZDF-Sendung "Klartext"
„Wenn sich die Menschen zurückziehen, dann ist es vorbei mit Deutschland. (…) Demokratie ist kein Zuschauersport, es geht nur, wenn Menschen sich bei den Wahlen engagieren.“ – Grünen-Kanzlerkandidat Robert Habeck am 13. Februar in der ZDF-Sendung „Klartext“ auf den Kommentar eines Zuschauers hin, der erklärt hatte, er wisse nicht mehr, was er wählen solle. © Michael Kappeler/dpa

Reaktionen nach TV-Duell „Scholz vs. Merz“ – FDP

Update, 11.56 Uhr: Die Mehrwertsteuer ist oft ein Knackpunkt im Wahlkampf – und die TV-Duell-Aussagen dazu stoßen der FDP jetzt auf. Nur Olaf Scholz (SPD) hatte sich klar gegen eine Mehrwertsteuererhöhung ausgesprochen. Sein Kontrahent Friedrich Merz (CDU) nicht. FDP-Fraktionschef Christian Dürr kritisierte das im Gespräch mit der dpa. „Plötzlich hält sich die CDU die Hintertür für Steuererhöhungen offen“, sagte er. Dabei sei das Leben für die Menschen durch die Inflation schon deutlich teurer geworden. „Jetzt ausgerechnet die Mehrwertsteuer anzuheben, wäre ein Schlag ins Gesicht für die hart arbeitende Mitte“, meinte er.

Reaktionen auf Scholz-Merz-TV-Duell: Kritik an „Normalisierung“ von AfD-Gästen

Update, 10.55 Uhr: Viele Beobachter reagieren ähnlich auf das Merz-Scholz-TV-Duell: Sie sehen die inhaltliche Kluft zwischen SPD und CDU schrumpfen. So auch ein Kommentator der Nachrichtenagentur Reuters. Beweise dafür sieht er in allen TV-Duellen, die im Vergleich zu vorherigen Bundestagswahlen übrigens so zahlreich waren wie noch nie. Er warnt aber auch vor einer parallelen Entwicklung, nämlich einer „Normalisierung“ im Umgang mit der AfD. Denn die TV-Sender würden dafür sorgen, „dass AfD-Co-Chefin Alice Weidel in diesem Wahlkampf wie selbstverständlich neben den Kanzlerkandidaten von SPD, Union und Grünen steht“, schreibt Reuters.

Update, 8.30 Uhr: Beim TV-Duell zwischen Scholz und Merz gab es auch einen Einspieler eines Bürgergeldempfängers, der keinen Anreiz zur Arbeit sieht – auf den beide Kontrahenten, jeweils auf ihre eigene Art, scharf reagierten. Mehr dazu in unserem Artikel Bürgergeld-Empfänger sorgt in TV-Duell mit Merz und Scholz für Fassungslosigkeit: „Darf nicht so sein“.

Reaktionen auf TV-Duell zwischen Scholz und Merz: Antworten auf Privatleben-Fragen interessanter?

Update, 8.05 Uhr: Wirklich neu waren die Antworten von Scholz und Merz beim TV-Duell nicht, urteilt die dpa. Aufhorchen ließ eher das Private, nach dem die beiden gefragt wurden, findet man bei der Nachrichtenagentur. Auf die Frage, welcher Schicksalsschlag sein Leben besonders geprägt habe, sagte Scholz: „Mein Leben ist sehr gelungen, was mein privates Leben, was die Liebe betrifft.“ Merz dagegen berichtete, der frühe Tod von zweien seiner drei Geschwister habe bei der Familie tiefe Spuren hinterlassen. Auf die Nachfrage, ob auch er Glück in der Liebe habe, sagte Merz: „Das würde ich so sagen.“

Update, 7.27 Uhr: Am Morgen nach dem Merz-Scholz-TV-Duell haben verschiedene Medien den Eindruck, dass eine GroKo nach der Bundestagswahl durchaus denkbar wäre. „Geht da vielleicht doch etwas? Ein gewisses Vertrauen scheinen SPD-Kanzler Olaf Scholz und CDU/CSU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz zueinander zu haben“, schreibt die dpa. In einem Zeit-Kommentar heißt es, beide – Scholz und Merz – hätten erkennbar kein Interesse mehr an einem allzu scharfen Streit.

Update vom 20. Februar, 5.30 Uhr: Beim TV-Duell zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz vor der Bundestagswahl ging es wieder viel um Migration und Wirtschaft, wirklich neu waren die Antworten der beiden Kontrahenten bei den harten Themen aber nicht. Scholz schloss eine Erhöhung der Mehrwertsteuer nach der Wahl klar aus, Merz äußerte sich nicht so eindeutig. Beim Thema Bürgergeld forderten beide härtere Sanktionen für arbeitsunwillige Leistungsbezieher.

Scholz (l.) und Merz beim TV-Duell am 19. Februar

Update, 22.57 Uhr: „Versöhnlich hinten raus“ sei das TV-Duell gewesen, urteilt Jörg Pilawa. Olaf Scholz und Friedrich Merz hätten Humor bewiesen. Das könne man als Ausblick auf die Zeit nach der Bundestagswahl deuten. „Es sieht alles schon nach Koalitionsverhandlungen aus“, so Pilawa.

Update, 22.25 Uhr: Friedrich Merz konnte das Publikum beim TV-Duell offenbar auch mit seinen Argumenten überzeugen. Das zeigen weitere Zahlen der Blitzumfrage von Welt TV im Anschluss an „Merz vs. Scholz“. Demnach gaben 56 Prozent der Befragten an, Merz habe „die besseren Argumente“ gehabt. Für Scholz sprachen sich in dieser Frage 29 Prozent aus.

Blitzumfrage nach TV-Duell zeigt Friedrich Merz als klaren Sieger

Update, 22.14 Uhr: Die erste Blitzumfrage spricht eine klare Sprache: Friedrich Merz geht als Sieger aus dem letzten TV-Duell gegen Olaf Scholz. Die Mehrheit der von Welt TV befragten Zuschauer empfanden den Auftritt des CDU-Chefs überzeugender.

Die Zahlen der Blitzumfrage zum Sieger im TV-Duell „Merz vs. Scholz“ in der Übersicht:

  • Friedrich Merz: 53 Prozent
  • Olaf Scholz: 27 Prozent
  • Unentschieden: 19 Prozent
  • Weiß nicht: 0 Prozent

Update, 21.50 Uhr: Auch die ersten Beiträge aus dem Publikum erklären Friedrich Merz zum Sieger im letzten TV-Duell. „Merz hat die Nase vorne“, sagt ein Zuschauer beim Public Viewing von Welt TV. Ein anderer lobt die Souveränität, die der CDU-Chef bewiesen habe.

Update, 21.32 Uhr: Die ersten Reaktionen zum TV-Duell zwischen Friedrich Merz und Olaf Scholz gibt es von der Runde bei Welt TV. Olaf Scholz wird hier ein entspannter Auftritt attestiert - wohl, weil auch er weiß, dass die Wahl nicht mehr zu gewinnen ist. Moderatorin Katja Burkard wird deutlich: „Glaub Olaf Scholz das eigentlich selbst?“

Erste Reaktionen auf TV-Duell „Merz vs. Scholz“: Wer gewinnt den letzten Schlagabtausch?

Erstmeldung vom 19. Februar 2025: Berlin – Es ist das Finale einer ganzen Serie aus Duellen und Quadrellen, gepresst in einen besonders kurzen Wahlkampf. Das letzte Mal vor der Bundestagswahl 2025 treffen Olaf Scholz (SPD) und Friedrich Merz (CDU) in einem TV-Duell aufeinander. Und auch nach „Merz vs. Scholz“ auf Welt TV (20.15 Uhr) stellt sich die Frage: Wer geht als Sieger hervor?

In der Pole-Position befindet sich vor dem TV-Duell Friedrich Merz. Der Kanzlerkandidat und seine Union liegen in aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl deutlich vor Olaf Scholz und der SPD. Merz ging zudem nach mehrheitlicher Meinung als Sieger aus den vergangenen TV-Duellen und -Quadrellen hervor. Das belegen die größtenteils positiven Reaktionen des Publikums und der Presse auf den Auftritt des CDU-Chefs.

Etwas schwerer hatte es dagegen Olaf Scholz. Sein Auftritt löste eigentlich nur in den eigenen Reihen wohlwollende Reaktionen aus. Der amtierende Bundeskanzler erlaubte sich zwar keine Patzer oder größere Aussetzer. Doch Scholz und die SPD hätten wohl einen deutlichen Sieg ihres Spitzenkandidaten über den ärgsten Konkurrenten gebraucht, um auf den letzten Metern noch die Wende einzuleiten.

Letzte Chance auf Sieg im TV-Duell für Merz und Scholz bei Welt-TV – erste Reaktionen

Die nächste Chance, als Gewinner aus einem TV-Duell zu gehen, bietet sich Scholz bei Welt TV. Der Sender lädt in Zusammenarbeit mit der Springer-Verlagsschwester Bild drei Tage vor der Bundestagswahl den Kanzler und den Herausforderer zum Zweikampf. Welt-Chefredakteur Jan Philipp Burgard und Marion Horn, Chefredakteurin der Bild, moderieren das TV-Duell, das als Livestream auf Welt TV übertragen wird.

Reaktionen auf „Scholz vs. Merz“: Alle Informationen zum TV-Duell

NameScholz vs. Merz
SenderWelt TV (in Zusammenarbeit mit der Bild-Zeitung)
Beginn20.15 Uhr
Ende21.15 Uhr
ModerationMarion Horn, Jan Philipp Burgard

Eine Stunde werden Merz und Scholz Zeit haben, um den Sieg im letzten TV-Duell zu kämpfen. Erste Reaktionen auf die Performance der Kanzlerkandidaten gibt es direkt im Anschluss bei Welt TV. Der Sender kündigte mehrere Sendungen infolge des Duells an, die sich mit Analysen, Reaktionen und Einschätzungen beschäftigen werden.

Für Olaf Scholz und Friedrich Merz ist es das letzte Duell vor der Bundestagswahl. Es ist aber längst nicht die letzte TV-Redeschlacht, die es zu noch zu schlagen gilt. Noch während Reaktionen auf „Scholz vs. Merz“ eintrudeln werden, geht es nur einen Tag später weiter. Am Donnerstag (20.02.) treffen sich Spitzenkräfte aller im Bundestag vertretenen Parteien in der „Schlussrunde“ von ARD und ZDF. Am Freitag (21.02.) geht es mit Auftritten von Olaf Scholz, Friedrich Merz, Robert Habeck und Alice Weidel im ARD-„Morgenmagazin“ weiter.

Den krönenden Abschluss der TV-Debatten hätte eigentlich das „Bürger-Speed-Dating“ auf Sat.1 sein sollen. Das aber wurde Friedrich Merz offenbar zu viel. Der Kandidat der Union sagte seine Teilnahme ab – und ermöglichte es damit, Olaf Scholz, Robert Habeck und Alice Weidel das einzige TV-Triell des Wahlkampfs zur Bundestagswahl 2025 zu bilden. Reaktionen auf das Speed-Dating dürften die Bürgerinnen und Bürger dann an der Urne zeigen. (dil)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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