Wahl in New York: Trump wettert gegen „kleinen Kommunisten“ Mamdani – „Sehe viel besser aus“
VonFelix Busjaeger
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New York steht vor Wahl des nächsten Bürgermeisters. Zohran Mamdani gilt als aussichtsreicher Kandidat. US-Präsident Trump hat eine bestimmte Meinung.
New York – Wenn sich ein US-Präsident in eine Bürgermeisterwahl einmischt, geschieht das normalerweise durch Wahlkampfauftritte oder politische Statements. Donald Trump wählte einen anderen Weg: In einem CBS-Interview machte er die New Yorker Bürgermeisterwahl zur Frage des besseren Aussehens. Seine Bewertung des demokratischen Favoriten Zohran Mamdani fiel eindeutig aus – zugunsten seiner selbst.
US-Präsident Donald Trump mischt bei der Wahl in New York mit. Im Vergleich zum Kandidaten Zohran Mamdani findest der Republikaner, dass er besser aussieht. (Archivbild)
In einem Interview mit „60 Minutes“ reagierte Trump auf Vergleiche zwischen ihm und dem 34-jährigen New Yorker Bürgermeisterkandidaten Zohran Mamdani mit einer bemerkenswerten Aussage über das Aussehen: „Nun, ich denke, ich sehe deutlich besser aus als er.“
Wahl in New York: Trump legt gegen Kandidaten Mamdani nach
Die ungewöhnliche Äußerung fiel, als Korrespondentin Norah O‘Donnell Trump darauf ansprach, dass manche Menschen Parallelen zwischen ihm und Mamdani ziehen würden. „Manche Leute haben ihn mit einer linken Version von Ihnen verglichen – charismatisch, die alten Regeln brechend. Was halten Sie davon?“ fragte O‘Donnell. Trumps spontane Antwort auf den Kandidaten bei der Wahl in New York konzentrierte sich jedoch nicht auf politische Inhalte, sondern auf das äußere Erscheinungsbild.
Neben der Aussage zum Aussehen verschärfte Trump auch seine ideologische Kritik an Mamdani. Er bezeichnete den Kandidaten für die Wahl in New York als „Kommunisten“ statt als demokratischen Sozialisten. „Er ist weitaus schlimmer als ein Sozialist“, führte Trump aus. Der US-Präsident hatte Mamdani bereits zuvor verspottet und ihm den Spitznamen „mein kleiner Kommunist“ verliehen.
Pompös und protzig: Trump lässt Weißes Haus komplett umgestalten
Die Äußerungen von Präsident Trump fallen in eine Phase, in der Mamdani zwar weiterhin als Favorit für die Bürgermeisterwahl in New York am 4. November gilt, sein Vorsprung in den Umfragen jedoch schrumpft. Eine aktuelle AtlasIntel-Umfrage zeigte Mamdani am Wochenende bei 40,6 Prozent, gefolgt von dem unabhängigen Kandidaten Andrew Cuomo mit 34 Prozent. Dies bedeutet einen deutlich geringeren Vorsprung als in früheren Erhebungen, wo Mamdani noch 16 Punkte vor Cuomo lag.
Bürgermeisterwahl in New York: Mamdani will Mietpreisstopp und Mindestlohn von 30 Dollar
Während Trump Mamdani attackiert, erhält der New Yorker Kandidat Unterstützung von der anderen Seite des politischen Spektrums. Der frühere US-Präsident Barack Obama rief Mamdani an und bezeichnete laut der New York Times dessen Kampagne als „beeindruckend“. Obama bot an, Mamdani als „Sparringspartner“ zur Verfügung zu stehen.
Mamdani, der mit progressiven Ideen wie Mietpreisstopp und kostenlosen Busfahrten wirbt, wird damit zum Kristallisationspunkt nationaler politischer Spannungen. Vor der Wahl in New York wirbt der Kandidat damit, dass er 200.000 neue, bezahlbare Wohnungen in den kommenden zehn Jahren schaffen will. Zudem soll es staatlich subventionierte Supermärkte für günstige Lebensmittel sowie einen Mindestlohn von 30 Dollar pro Stunde geben. Wer die Wahl in New York gewinnt, wird sich bei der kommenden Abstimmung zeigen. Bereits Hunderttausende New Yorker haben vorzeitig ihre Stimme abgegeben. (Quellen: CBS, New York Times, Zeit, dpa) (fbu)