Die Anwesenheit von US-Truppen sind für den polnischen Präsidenten Andrzej Duda ein wichtiger Bestandteil zur Sicherung seines Landes.
Warschau - Das sagte Duda am Dienstag zu Beginn eines Treffens mit US-Präsident Joe Biden in Warschau. «Polen ist sicher dank der Anwesenheit von US-Truppen, dank der Anwesenheit von Truppen der Nato-Staaten, dank unserer Anstrengungen um die Sicherheit Polens», sagte Duda in der Übertragung des polnischen Fernsehens TVP.
In dem östlichen Nato- und EU-Mitgliedsland stehen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Washington bereits etwa 11 000 US-Soldaten, die meisten auf Rotationsbasis. Die Regierung in Warschau hofft auf noch mehr US-amerikanische Militärpräsenz.
Bidens Besuch sei ein wichtiges Signal an Investoren aus den USA und aller Welt, dass Polen ein sicheres Land sei, sagte Duda. Er warb für eine enge Kooperation auch im europäischen Rahmen, was für die nationalkonservative Führung in Warschau eher ungewöhnlich ist. «Mehr Amerika in Europa, starke Bande der EU mit den USA, mehr Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA in Wirtschaftsfragen, in Sicherheitsfragen, in allem, was für uns wichtig ist», sagte der polnische Präsident.
US-Präsident in Polen: Nato ist «stärker als je zuvor»
Washington/Warschau (dpa) - Rund ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat US-Präsident Joe Biden bei seinem Besuch in Polen die Stärke der Nato hervorgehoben. «Es ist das bedeutsamste Bündnis, ich würde sagen, vielleicht das bedeutsamste Bündnis der Geschichte, und zwar nicht nur der modernen Geschichte, sondern der gesamten Geschichte», sagte Biden bei einem Gespräch mit Polens Staatsoberhaupt Andrzej Duda am Dienstag in Warschau. Ein Jahr nach Beginn des Kriegs sei die Nato «stärker als je zuvor».
Biden dankte Polen für seine Unterstützung der Ukraine. «Das ist außergewöhnlich», sagte er. Biden betonte, dass die USA Polen und die Nato ebenso bräuchten wie die Nato die USA. «Wir müssen Sicherheit in Europa haben. So grundlegend, einfach und bedeutsam ist das.» Am frühen Abend wollte Biden eine Rede am Warschauer Königsschloss zum ersten Jahrestag des Kriegsbeginns in der Ukraine halten. (dpa)