Die USA und Taiwan planen laut US-Regierung Handelsgespräche zu einer neuen Initiative zu führen.
Washington - Die erste Verhandlungsrunde solle im Herbst stattfinden, teilte das US-Handelsministerium am Mittwochabend (Ortszeit) in Washington mit. Ziel seien «wirtschaftlich bedeutsame Ergebnisse» und das «Erreichen von Verpflichtungen auf hohem Niveau». Dabei wolle man die Handels- und Investitionsbeziehungen vertiefen, die gegenseitigen Handelsprioritäten auf der Grundlage gemeinsamer Werte vorantreiben und Innovation und integratives Wirtschaftswachstum fördern, hieß es weiter. Washington und Taipeh hatten die US-Taiwan-Initiative zum Handel des 21. Jahrhunderts bereits im Juni vorgestellt.
Als Reaktion auf den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan hatte Peking großangelegte Manöver um die Insel aufgenommen. Vor wenigen Tagen reiste eine weitere Delegation des US-Kongresses nach Taiwan. Peking sprach von einer neuen «Provokation» der USA und kündigte weitere Manöver an. Die chinesische Führung lehnt offizielle Kontakte anderer Länder zu Taiwan ab, weil sie die Insel als Teil der Volksrepublik ansieht. Hingegen versteht sich Taiwan längst als unabhängig. (dpa)